{"id":1898,"date":"2021-08-25T11:21:06","date_gmt":"2021-08-25T09:21:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/?p=1898"},"modified":"2022-07-04T09:47:08","modified_gmt":"2022-07-04T07:47:08","slug":"feindbild-smartphone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/2021\/08\/25\/feindbild-smartphone\/","title":{"rendered":"Feindbild Smartphone?"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Photo by <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/@tamarcusbrown?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Tamarcus Brown<\/a> on <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/s\/photos\/smartphone-school?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Thema vom 06. November war: \u201eFeindbild Smartphone?\u201c Voreinstellungen und Mediennutzung im schulischen Kontext. Der Vortrag soll an dieser Stelle kurz zusammengefasst und anschlie\u00dfend durch meine Erfahrungen im Praxissemester reflektiert sowie entsprechend der Gesamtsituation bewertet werden.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wurden die Erfahrungen der Student*innen hinsichtlich des Einsatzes von Medien und Technik im schulischen Umfeld gesammelt und der Begriff Medienkompetenz aufgegriffen und definiert. Laut Prof. Gerhard Lemke (Professor f\u00fcr Digitale Medien) sind es vor allem beim Umgang mit Medien, Prozesse die relevant sind. Kognitive F\u00e4higkeiten m\u00fcssen durch die Sch\u00fcler*innen in vorhandenes Kontextwissen eingebunden werden, um sich eindringlich mit den Medien besch\u00e4ftigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Infolgedessen wurde eine JIM (Jugend, Information, Medien) - Studie pr\u00e4sentiert, in der das Medienverhalten von Jugendlichen erhoben wurde. Insgesamt wurden 1200 Jugendliche im Alter von 12-29 Jahren telefonisch befragt. Im Jahr 2018 waren fast alle Haushalte mit einem Smartphone und\/oder einem Computer\/Laptop ausgestattet. Auch einen Internetzugang und einen Fernseher war f\u00fcr die meisten Befragt*innen verf\u00fcgbar. 97 Prozent der Jugendlichen besa\u00dfen ein Smartphone und nutzten dies haupts\u00e4chlich f\u00fcr die Nutzung des Internets, Online Videos und zum Musik h\u00f6ren. Einen Computer\/Laptop nutzten wiederum nur etwa zwei Drittel von ihnen. Aufgrund der Ergebnisse der Studie ist es also ein berechtigter Ansatz sich mit der Mediennutzung im schulischen Umfeld auseinanderzusetzen, da alle Jugendliche zumindest mit einem Smartphone auch eine Anbindung zum Internet und der \u201eDigitalen Welt\u201c besitzen. Im Anschluss wurden \u00fcber Seafile Apps und Dienste gesammelt, die die Studierenden schon kennen und ihrer Meinung nach geeignet f\u00fcr den Einsatz in der Schule sind. Diese wurden wiederum hinsichtlich des Faches kategorisiert und die Vor- und Nachteile bewertet sowie das m\u00f6gliche \u00a0Einsatzgebiet \u00a0angegeben. \u00a0Einige \u00a0dieser \u00a0Dienste \u00a0habe \u00a0ich \u00a0auch \u00a0in \u00a0meinem Praxissemester \u00a0wiederfinden \u00a0und \u00a0den \u00a0Einsatz \u00a0im \u00a0Unterricht \u00a0beobachten \u00a0k\u00f6nnen. \u00a0Die Lernplattform der Bremer Schulen \u201eitsLearning\u201c bietet zum Beispiel f\u00fcr alle Sch\u00fcler*innen den kostenfreien Zugang zu allen Sofatutor-Erkl\u00e4rvideos.<\/p>\n<p>Im Allgemeinen sind insbesondere Dienste interessant, die Kollaboratives Arbeiten erm\u00f6glichen oder fachspezifisch einen Lernvorteil mit sich bringen, wie W\u00f6rterbuch-Apps im Fach Englisch zum Beispiel.<\/p>\n<p>Im Anschluss wurde das Konzept \u201eMIAU-Digitales Lernen erm\u00f6glichen\u201c vorgestellt. MIAU steht f\u00fcr:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>M<\/strong>edientechnischer Rahmen:<\/p>\n<p>Eine medientechnische Grundausstattung muss hinsichtlich technischer Ger\u00e4te und Verbindungen gegeben sein. Au\u00dferdem sollte man sich nicht auf die technischen L\u00f6sungen beschr\u00e4nken, sondern weiterhin analoge M\u00f6glichkeiten wahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>I<\/u><\/strong><u>nformatik:<\/u><\/p>\n<p>Das Unterrichtsangebot muss entsprechend angepasst werden, sodass die Sch\u00fcler*innen beispielsweise Informatikunterricht oder Medienbezogene Schul-AGs w\u00e4hlen und besuchen k\u00f6nnen. Um diese Angebote optimal nutzen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen bei den Sch\u00fcler*innen Grundfertigkeiten im Umgang mit Technik und eine generelle Akzeptanz dieser, vorhanden sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>A<\/u><\/strong><u>ustausch und Fortbildung:<\/u><\/p>\n<p>Den Lehrkr\u00e4ften m\u00fcssen Fortbildungen und Schulungen angeboten werden, sodass sie ihren Unterricht an die neuen technischen M\u00f6glichkeiten anpassen und dahingehend entwickeln k\u00f6nnen. Au\u00dferdem sollten an den Schulen Unterst\u00fctzungsstrukturen geschaffen werden. Beispielsweise in Form eines designierten Medienberaters.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>U<\/u><\/strong><u>biquit\u00e4re Fortf\u00fchrung:<\/u><\/p>\n<p>Der Einsatz von Medien h\u00e4ngt von den Lehr- und Lernbed\u00fcrfnissen der Lerngruppe ab. Wichtig ist deswegen, dass sowohl die Technik als auch die Fortbildungsm\u00f6glichkeiten stetig an den Bedarf angepasst und diesem entsprechend weiterentwickelt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Festzustellen ist, dass diese Punkte alle mit erheblichen Kosten verbunden sind. Sowohl die Anschaffungs- als auch die Personalkosten w\u00fcrden die jeweiligen Budgets zus\u00e4tzlich belasten. H\u00e4ufig werden solche Projekte angesto\u00dfen und nicht final geplant und fortgef\u00fchrt, sodass es in den Schulen zwar Technik gibt, diese aber kaum zum Einsatz kommt oder wenn sie benutzt werden soll dann\u00a0 nicht funktioniert.\u00a0 Diese Erlebnisse sorgen schnell f\u00fcr Frustration\u00a0 bei Lehrenden und Lernenden und daf\u00fcr, dass sie in Zukunft von einem weiteren medialen Einsatz in dieser Form absehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Ende der Pr\u00e4sentation wurden noch kurz im Plenum M\u00f6glichkeiten diskutiert, um den medienfeindlichen Einstellungen von Kolleg*innen oder Schulen zu begegnen und wie man dem \u00a0Missbrauch \u00a0von \u00a0Smartphones \u00a0entgegenwirken \u00a0kann. \u00a0Im \u00a0Allgemeinen \u00a0kann \u00a0dort<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>grunds\u00e4tzlich eine umfangreiche Aufkl\u00e4rung und eine generelle Akzeptanz von verschiedenen Meinungsbildern weiterhelfen. Ferner k\u00f6nnen durch einen regen Austausch Bef\u00fcrchtungen abgelegt und Sicherheiten mitgegeben werden.<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich die Punkte der Pr\u00e4sentation auf mein Praxissemester, das ich an einem Bremer Gymnasium absolviert habe, abbilden und die angesprochenen Themen, insbesondere das \u201eMIAU\u201c-Programm, hinsichtlich meiner dort gesammelten Erfahrungen vertiefend reflektieren.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist nur den Sch\u00fcler*innen der SEK II die Benutzung des Smartphones auf dem Schulgel\u00e4nder erlaubt, jedoch waren auch die j\u00fcngeren Sch\u00fcler*innen im Besitz eines solchen und \u00a0haben \u00a0es \u00a0gelegentlich, \u00a0vermeintlich \u00a0unbemerkt, \u00a0benutzt. \u00a0Im \u00a0Unterricht \u00a0wurde \u00a0das Smartphone allerdings ohne vorherige Nachfrage oder direkte Aufforderung nicht verwendet. Der Unterricht wird an der Schule in Fachunterrichtsstunden und Dalton-Zeit aufgeteilt. Eine 90-min\u00fctige Unterrichtsstunde besteht dann aus 60 Minuten Fachunterricht und 30 Minuten Dalton-Zeit. \u00a0W\u00e4hrend \u00a0der \u00a0Dalton \u00a0Zeit \u00a0k\u00f6nnen \u00a0die \u00a0Sch\u00fcler*innen \u00a0eigenst\u00e4ndig \u00a0an \u00a0ihren Lernpl\u00e4nen arbeiten. Im Folgenden m\u00f6chte ich den Einsatz von Medien kategorisiert darstellen und anschlie\u00dfend das Gesamte reflektieren:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Einsatz von Medien im Fachunterricht:<\/h1>\n<p>In den Unterrichtsstunden wurde fast ausnahmslos der Tageslichtprojektor zum Einsatz von Medien miteingebracht. Die Lehrkr\u00e4fte haben Folien vorbereitet, konnten diese vor Ort in der Schule drucken und die Informationen f\u00fcr die Sch\u00fcler*innen an die Wand werfen. Obwohl in vielen Klassenr\u00e4umen ein Beamer vorhanden ist, sehen die Lehrkr\u00e4fte meist von der Benutzung ab, da sie dahingehend h\u00e4ufig schon mit technischen Problemen zu k\u00e4mpfen hatten. Auch ich habe dieses Medium h\u00e4ufig f\u00fcr meine Unterrichtseinstiege genutzt, da ich es f\u00fcr den schnelleren und einfacheren Weg gehalten habe. Meist wurden die Folien nur kurz gezeigt oder dienten dem Vergleich von Aufgaben. Der Aufwand, daf\u00fcr extra den Beamer an einen Laptop anzuschlie\u00dfen und\u00a0 h\u00e4ufig an- und auszuschalten, w\u00e4re meiner Meinung nach f\u00fcr meine Absichten zu gro\u00df gewesen. Ferner konnte so parallel auch die Tafel genutzt werden, die bei der Benutzung des Beamers ganz nach unten geschoben werden musste und nicht mehr benutzbar gewesen w\u00e4re. Gegebenenfalls w\u00e4re deswegen die Platzierung des Beamers in einer anderen Position sinnvoller gewesen. In den Gespr\u00e4chen mit den Lehrkr\u00e4ften fiel auf, dass sie sich weitestgehend mit den technischen M\u00f6glichkeiten allein gelassen f\u00fchlen und ferner haben sie das Gef\u00fchl, dass wenn sie sich miteinbringen wollen, dies nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Schule gibt es zwei R\u00e4umlichkeiten, die mit interaktiven Whiteboards ausgestattet sind. Auch diese werden sehr selten genutzt und bei meinem ersten Besuch konnte ich direkt Zeuge davon werden, wie die Technik versagt hat und die Sch\u00fcler*innen anschlie\u00dfend im Chemie- Raum ihren Matheunterricht durchf\u00fchren mussten. Mir wurde berichtet, dass dies schon h\u00e4ufiger der Fall war und deswegen die Benutzung des Raums vermieden wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Einsatz von Medien in der Dalton-Zeit:<\/h1>\n<p>In der Dalton-Zeit haben die Sch\u00fcler*innen h\u00e4ufig viel Zeit an ihrem Smartphone verbracht. Teil ihrer Lehrpl\u00e4ne war es zum Beispiel Videos auf der Erkl\u00e4rvideo-Plattform Sofatutor zu schauen oder Mathematik-Aufgaben \u00fcber itsLearning, die Online-Plattform der Bremer Schulen, direkt zu bearbeiten. Au\u00dferdem diente das Smartphone, der Laptop oder das Tablet f\u00fcr Sch\u00fcler*innen aller Klassenstufen h\u00e4ufig zur Recherche von verschiedenen Themen. Die Aufforderung zur Recherche war dann Bestandteil des Lehrplans.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insgesamt denke ich, dass viele Sch\u00fcler*innen w\u00e4hrend der Dalton-Zeit das Smartphone sinnvoll genutzt haben. Allerdings glaube ich auch, dass die freie Gestaltung der Nutzung daf\u00fcr sorgt, dass viele Lernende das \u201eVertrauen\u201c missbrauchen. Wenn eine Sch\u00fcler*in auf dem Smartphone ein Video mit Kopfh\u00f6rern schaut, ist es nicht gesagt, dass es sich tats\u00e4chlich um ein Erkl\u00e4rvideo handelt und wiederum ein leichtes schnell die Apps zu wechseln. Das Verhalten der Lehrkr\u00e4fte war dahingehend sehr unterschiedlich. Viele haben die Benutzung des Smartphones \u00fcberpr\u00fcft, wiederum andere hat es nicht gek\u00fcmmert. Die Nutzungsm\u00f6glichkeit halte ich aber im Allgemeinen f\u00fcr sinnvoll, da die Sch\u00fcler*innen insbesondere das Recherchieren so steig erlernen. Auch das interaktive Bearbeiten von Aufgaben sorgt f\u00fcr Abwechslung im Schulalltag und macht ihnen h\u00e4ufig mehr Spa\u00df, als Aufgaben auf einem Zettel zu bearbeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Umgang mit dem Home-Schooling in der Corona-bedingten Pause:<\/h1>\n<p>W\u00e4hrend der Corona-bedingten Pause des Pr\u00e4senzunterrichts, haben die Sch\u00fcler*innen ihre Aufgaben via itsLearning zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen. Dabei fiel die Bereitstellung der Aufgaben durch die Lehrkr\u00e4fte sehr unterschiedlich aus. Manche luden eine PDF-Datei hoch, die die im Buch zu bearbeitenden Aufgaben auflistete, wiederum andere nutzten die M\u00f6glichkeiten der Plattform und erstellten interaktive Aufgaben oder kleinere Tests, die die Sch\u00fcler*innen direkt auf der Seite bearbeiten konnten. Im Gespr\u00e4ch mit den Lehrkr\u00e4ften stellte sich heraus, dass viele sehr unerfahren mit der Lernplattform sind und sich der M\u00f6glichkeiten,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>die es dort gibt, um beispielsweise Aufgaben zu erstellen und Sch\u00fcler*innen zu unterrichten, gar nicht bewusst sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Nachhinein, als der Pr\u00e4senzunterricht wieder m\u00f6glich war, hat sich durch die Gespr\u00e4che mit den Sch\u00fcler*innen herausgestellt, dass sie h\u00e4ufig mit dem Home-Schooling \u00fcberfordert waren. Probleme, die immer wieder Erw\u00e4hnung fanden, waren:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie hatten keine M\u00f6glichkeit zuhause die Materialien oder die Aufgaben zu<\/li>\n<li>Sie hatten keinen Computer\/Laptop<\/li>\n<li>Sie waren es nicht gewohnt mit dem Computer\/Laptop oder dem Smartphone zu arbeiten und deswegen h\u00e4ufig \u00fcberfordert.<\/li>\n<li>Es fiel \u00a0ihnen \u00a0schwer \u00a0ihren \u00a0Tagesablauf \u00a0dahingehend \u00a0zu \u00a0strukturieren, \u00a0dass \u00a0sie vern\u00fcnftig arbeiten k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Aufgrund ihrer Wohnsituation konnten sie zuhause keine Ruhe zum Arbeiten<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch Kurse, denen ich interaktive Materialien zur Verf\u00fcgung gestellt habe, haben h\u00e4ufig ihre Ergebnisse aus zeitlichen Gr\u00fcnden und aus reiner \u00dcberforderung nicht abgeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insgesamt konnten einige Punkte, die das Programm \u201eMIAU\u201c vorsieht, in dieser Schule wiedergefunden werden. Allerdings haben sich meiner Meinung nach auch viele Probleme in der Schule bemerkbar gemacht. Dadurch, dass der Medientechnische Rahmen zwar vorhanden, aber nicht standardisiert ist, wird er im Allgemeinen sehr wenig genutzt. Hinzukommend fehlt es den Lehrkr\u00e4ften an Unterst\u00fctzung und an M\u00f6glichkeiten sich dahingehend fortzubilden. Die technischen M\u00f6glichkeiten werden deswegen au\u00dfer Acht gelassen, da sie bei Misserfolg oder Verz\u00f6gerung zu viel Zeit des 60-min\u00fctigen Fachunterrichts stehlen. Wenn ein Medientechnischer Rahmen in einer Schule gegeben ist, dann muss meines Erachtens daf\u00fcr gesorgt werden, dass dieser durch alle Lehrkr\u00e4fte problemlos genutzt werden kann. Ansonsten wird die weiterf\u00fchrende Technik nach ersten schlechten Erfahrungen, nicht mehr in Betracht gezogen. Hier w\u00fcrde vor allem ein Experte, der sich f\u00fcr die einwandfreie Benutzbarkeit der technischen M\u00f6glichkeiten zust\u00e4ndig f\u00fchlt, (wie von MIAU vorgesehen) meiner Meinung nach schon direkt weiterhelfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend sollte den Sch\u00fcler*innen im Unterricht oder in einer AG der Umgang mit der Lernplattform und den, dort vorhanden Materialien, immer wieder ins Ged\u00e4chtnis gerufen werden. So wird verhindert, dass einige von ihnen frustriert sind, weil sie die Aufgaben nicht<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>bearbeiten k\u00f6nnen. Gleiches gilt f\u00fcr die Lehrkr\u00e4fte, die w\u00e4hrend der Corona-bedingten Pause zum Teil Schwierigkeiten darin hatten, ihre Kurse mit Materialien und Aufgaben zu versorgen. Abschlie\u00dfend bleibt festzuhalten, dass das \u201eMIAU-Programm\u201c meiner Meinung nach zukunftsweisend ist und uns auch gerade die Schulzeit w\u00e4hrend Corona aufgezeigt hat, wie wichtig es ist, sich mit Digitalen Medien und\u00a0 deren Einsatz im schulischen Umfeld zu besch\u00e4ftigen. Der Erfolg eines solchen Programmes h\u00e4ngt jedoch vom Etat und von der Bereitschaft der Lehrkr\u00e4fte, sich und seinen Unterricht weiterentwickeln zu wollen, ab. Aufgrund dessen sollten im Vorfeld entsprechende Strukturen geschaffen werden, sodass es beispielsweise einheitliche Ausstattungen und Experten vor Ort gibt. Ferner sollten dann, sobald diese Strukturen geschaffen wurden, sowohl Lernende als auch Lehrende in die Pflicht genommen werden, diese zu nutzen. Dabei sollte auch insbesondere darauf geachtet werden, dass im Kollegium keine negative Stimmung aufkommt und die M\u00f6glichkeiten kollektiv mitgetragen werden.<\/p>\n<p>Mir pers\u00f6nlich ist w\u00e4hrend dieser Zeit aufgefallen, dass ich mich in meiner Lehrerausbildung fortlaufend mit den Lernplattformen und hilfreichen Online Diensten besch\u00e4ftigen m\u00f6chte. Meiner Meinung nach bieten diese sehr einfache und hilfreiche M\u00f6glichkeiten, den Unterricht abwechslungsreich f\u00fcr mich selbst und f\u00fcr die jeweilige Lerngruppe zu gestalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Werk ist unter der <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/share-your-work\/public-domain\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC-0-Lizenz<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-900 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/files\/88x31.png\" alt=\"\" width=\"88\" height=\"31\" \/><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":6383,"featured_media":1901,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[69746,580334],"tags":[69746],"coauthors":[717803],"class_list":["post-1898","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-reflexionsbericht","category-smartphones","tag-reflexionsbericht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1898","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6383"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1898"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1898\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1907,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1898\/revisions\/1907"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1901"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1898"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1898"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1898"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/medienbildung\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=1898"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}