Interkulturelle und Geschlechtersensible Deutschdidaktik

Warum genderbezogene Stereotypen vermieden werden sollten

Der zentralste und gleichzeitig problematischste Aspekt, der sich mir in der Vorlesung offenbart hat, ist das starke Generalisieren von Jungen und Mädchen und dessen Vorlieben und Hobbies. Den Mädchen wird zum Beispiel eine höhere Affinität zum Lesen und allgemein mehr Begeisterung für das Fach Deutsch zugeschrieben. Durch diese Kategorisierung in vielen Köpfen der Lehrer*innen wird der Deutschunterricht und die zu lesende Lektüre  überwiegend an die Schülerinnen angepasst, was dazu führt, dass vor allem die Jungen das Interesse am Unterricht verlieren. Die Lehrkraft sollte darauf achten Literatur auszuwählen, ein diverses Angebot an Themengebieten für Lernende jedes Genders anzubieten, um nicht nur die (unabsichtliche) Stereotypisierung der Geschlechter zu vermeiden, sondern auch möglichst vielen Schüler*innen einen interessanten Unterricht zu bieten.

 

Eigene Erfahrung bezüglich geschlechtersensibler Deutschdidaktik

Da ich bisher keinerlei Praxiserfahrung habe, kann ich nur aus meinen eigenen Erfahrung als Schüler berichten. Insgesamt habe keine geschlechtsspezifische Tendenz des Interesses am Lesen bemerkt. Auch das Interesse am Deutschunterricht war sehr ausgeglichen. Soweit ich das Beurteilen kann, wurde von meinen Deutschlehrerinnen vor allem problemorientierte Lektüre ausgewählt die für alle mal mehr und mal weniger interessant war.

 

Beobachtungsaufgabe

Wie sehen die Leistungsansprüche im Deutschunterricht an Nicht-Muttersprachler im Vergleich zu Schüler*innen mit Deutsch als Erstsprache aus? Was für Literatur wird von der Lehrkraft ausgewählt um unterschiedlichen Sprachniveaus gerecht zu werden?

 

Was für einen geschlechtersensiblen Unterricht wichtig ist

Für einen Unterricht der systematisch genderbezogene Heterogenität einbezieht ist es meiner Meinung nach von höchster Priorität zu versuchen, Mädchen und Jungen nicht zu stereotypisieren. Dies sollte sowohl im Deutschunterricht, als auch in allen anderen Fächern geschehen. Speziell im Deutschunterricht halte ich es für wichtig, ein diverses Angebot an Themengebieten zu erstellen, mit dem Fokus auf Inhalte, die Studien zu Folge nach allen Geschlechtern zusprechen. Sobald die Fokussierung auf eine bestimmte Gruppe von Schüler*innen aufgrund von (teils unabsichtlichen) Vorurteilen stattfindet, ist meiner Ansicht nach der richtige, gendersensible Umgang mit Heterogenität nicht möglich.

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