{"id":21,"date":"2019-08-14T22:30:52","date_gmt":"2019-08-14T20:30:52","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/marinabruns\/?p=21"},"modified":"2019-08-14T22:30:52","modified_gmt":"2019-08-14T20:30:52","slug":"abschlussrefexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/marinabruns\/2019\/08\/14\/abschlussrefexion\/","title":{"rendered":"Abschlussrefexion"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">1. Die Vortr\u00e4ge der Ringvorlesung, haben meinen Kenntnisstand von Heterogenit\u00e4t sehr erweitert. Mir wurde im Laufe der Vorlesung ,,Umgang mit Heterogenit\u00e4t\u2018\u2018bewusst, dass Heterogenit\u00e4t ein weites Feld meint und eine angehende Lehrkraft, sich dar\u00fcber im Klaren sein muss, in welchen Bereichen die Diversit\u00e4t von Sch\u00fcler\/-innen auftritt. Eine leistungsheterogene Schulklasse fordert die Lehrkraft auf, mehrere Unterrichtsmuster zu entwickeln. Des Weiteren fordert jede\/r einzelne\/r Sch\u00fcler\/-innen eine andere Lehrmethode. Die gesamte Schulklasse kann nicht anhand von nur einer Unterrichtsform der Lehrkraft auf Anhieb alles verstehen. Immer wieder werden einzelne Sch\u00fcler\/-innen eine andere Erkl\u00e4rung oder Veranschaulichung des Themas bekommen m\u00fcssen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">F\u00fcr meine F\u00e4cher Religionswissenschaften und Franz\u00f6sisch, wurden einige fachspezifische Aspekte genannt, die ich f\u00fcr mich mitgenommen habe. Aus der Vorlesung ,,\u00fcber j\u00fcdisches Leben reden -(k)ein Tabu?\u2018\u2018, habe ich an fachdidaktischen Ans\u00e4tzen mitgenommen, dass Religionen identit\u00e4tsstiftend f\u00fcr Sch\u00fcler\/-innen sein k\u00f6nnen und, dass Religionen emotionale Themen darstellen. Aufgrund dessen, sollte eine Lehrkraft die Unterrichtsthemen sensibel, nicht wertend, sondern neutral vermitteln und verhindern, dass der religi\u00f6se Hintergrund von ihren Sch\u00fcler\/-innen ungewollt aufgedeckt wird, damit Mobbing verhindert werden kann. Des Weiteren wurde das Feld der Religionen in den letzten Jahren durch gesellschaftliche Ver\u00e4nderungsprozesse erweitert. Die Rolle der Frau bzw. neue Gender Vorstellungen, hoben einige Verbote innerhalb von Religionen auf. Beispielsweise, dass mittlerweile auch Frauen Rabbinerinnen werden d\u00fcrfen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Aus der Vorlesung, die von Andreas Klee am 28.05.2019 gehalten wurde, nahm ich vor allem den Unterschied von strukturierten und unstrukturierten Begriffen mit, die ich auf mein Fach Franz\u00f6sisch beziehe. Es geht darum, dass es Begriffe mit einem weiten Spektrum an Interpretation gibt und Begriffe, die im Gegensatz zu anderen, sehr klar von der Bedeutung her sind. Des Weiteren, entwickelt jedes Kind im Laufe der Schulzeit seine individuelle Lernhaltung. Dies spiegelt den Ausdruck von gesellschaftlicher Vielfalt wieder. Aufgrund dessen, werde ich in meinem k\u00fcnftigen Franz\u00f6sischunterricht darauf achten, dass die franz\u00f6sischen Vokabeln im richtigen Kontext genutzt werden und auch verstanden werden. Zudem werde ich auf jeden Fall wissen, dass mit nur einer Methode von Erkl\u00e4rung, nicht alle Sch\u00fcler\/-innen dies verstanden haben m\u00fcssen. Im Zuge dessen werde ich versuchen, weitere Erkl\u00e4rungsweisen bzw. Methoden zu entwickeln, damit der Rest der Klasse auch die M\u00f6glichkeit bekommt, sich z.B das Thema anders erkl\u00e4ren zu lassen ( Bsp. Schaubilder).<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Als erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse, sind mir folgende Aspekte wichtig geworden. Die Sch\u00fclerschaft ist unbedingt heterogen. Kein\/ Sch\u00fcler\/-in ist wie der\/die Andere und es gibt Sch\u00fcler\/-innen mit einem F\u00f6rderbedarf. Trotz der Tatsache, dass der jeweilige F\u00f6rderbedarf einen Namen tr\u00e4gt, z.B F\u00f6rderbedarf Lernen, muss trotzdem das einzelne Kind betrachtet werden, da der Name des F\u00f6rderbedarfs wenig dar\u00fcber aussagt, was die Bed\u00fcrfnisse und Entwicklungsbed\u00fcrfnisse eines\/r Sch\u00fcler\/-in sind. Auch, ist dazu im Bereich der Erziehungswissenschaft, die Differenzierung von Gerechtigkeit und Gleichberechtigung (equality and equity) ein Aspekt, um seinen Unterricht zu gestalten. Theoretisch sollten allen Sch\u00fcler\/-innen die gleichen Bedingungen und Ausgangsvoraussetzungen geboten werden. Da eine Schulklasse jedoch von Leistungsheterogenit\u00e4t gepr\u00e4gt ist, ist es f\u00fcr die Lehrkraft schwierig zu sagen, dass sie ausschlie\u00dflich auf Gleichbehandlung achtet, da nicht alle Sch\u00fcler\/-innen die gleichen Anforderungen haben bzw. nicht \u00fcber die gleichen Kompetenzen verf\u00fcgen, um z.B eine Aufgabe innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu erledigen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">2. An meiner Schule wurde von vielen Lehrer\/-innen der Unterricht so gestaltet, dass die Leistungsheterogenit\u00e4t der Sch\u00fcler\/-innen nicht beachtet wurde. Viele Lehrkr\u00e4fte gaben z.B bei Aufgaben ein Tempo vor und in etwa die H\u00e4lfte der Sch\u00fcler\/-innen konnten nicht immer rechtzeitig fertig werden. Auch wenn die Lehrkraft Fragen stellte, hatten aufgrund der knappen Zeit nicht alle meine Mitsch\u00fcler\/-innen die Chance, sich zu melden. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">In der Vorlesung ,,Umgang mit Heterogenit\u00e4t\u2018\u2018, wurde uns das Konzept des individualisierten Unterrichts vorgestellt. Dieser ber\u00fccksichtigt im Gegensatz zu z.B Frontalunterricht, die Diversit\u00e4t von Sch\u00fcler\/-innen im Punkt Lernen und Arbeiten, da in kleinere Arbeitsgruppen ohne gro\u00dfen Zeitdruck gearbeitet wird. Diese Unterrichtsmethode sollte meiner Meinung nach mehr realisiert werden, da ich denke, dass innerhalb des Unterrichts viel zu wenig auf die einzelnen Anforderungen von Sch\u00fcler\/-innen geachtet wird, obwohl die Leistungsheterogenit\u00e4t eigentlich der zentrale Bestandteil einer Klasse ist. Diesen interessanten Punkt habe ich in der Vorlesung zum ersten Mal kennen gelernt. F\u00fcr mich beantwortete es zum Teil die Frage, wie man versuchen kann, mit einer leistungsheterogenen Klasse zu Arbeiten, da dies eines des gr\u00f6\u00dften Bereiches der Sch\u00fcler\/-innen im Unterricht ist. Dazu kn\u00fcpfe ich an den bereits erw\u00e4hnten Punkt der ersten Aufgabe an, dass Sch\u00fcler\/-innen unterschiedlich bzw. nach ihrem individuellen Kenntnissen Begriffe definieren und jedes Kind von Natur aus anders lernen kann und sein Wissen umsetzt. Ich denke, dass im Rahmen des individualisiert Unterrichts, den Sch\u00fcler\/-innen Raum geschaffen wird, um nach ihren Bed\u00fcrfnissen zu Lernen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Ein weiterer Punkt ist das Prinzip der Inklusion. Die Inklusion meint die Zusammenf\u00fchrung von sehr verschiedenen Sch\u00fcler\/-innen in einer Klasse, die in Zeiten von Real-, Haupt- und Sonderschule noch voneinander getrennt wurden und dem ,,Leistungsstand\u2018\u2018 nach sortiert wurden. In einer Klasse mit Inklusionsprinzip, befinden sich somit neben Sch\u00fcler\/-innen ohne gro\u00dfen F\u00f6rderbedarf auch mehrere Sch\u00fcler\/-innen, mit einem F\u00f6rderbedarf. So entstehen meiner Meinung nach zwischen den Sch\u00fcler\/-innen erhebliche Differenzen im Lernen und Arbeiten, aber auch viele unterschiedliche Herangehensweisen an das Erlernen von Themen. Dies bietet denke ich Vor- und Nachteile und pr\u00e4gt das Unterrichtsgeschehen. Da die Sch\u00fcler\/-innen in einer solchen Klasse verschiedene Lernmethoden verlangen, k\u00f6nnen sie untereinander denke ich auch viel Neues lernen. Ich pers\u00f6nlich fand w\u00e4hrend der Bearbeitung von Aufgaben hilfreich, mich mit Mitsch\u00fcler\/-innen auszutauschen und neue Herangehensweisen, Sichtweisen u.\u00c4 kennen zu lernen. Der Austausch, sowie das Zusammenarbeiten von Sch\u00fcler\/-innen kann ausschlaggebend f\u00fcr das eigene Verst\u00e4ndnis ein. Aufgrund dessen, pr\u00e4gt dies den Schulalltag.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Ich selbst hatte in meiner Schulzeit nie mehrere Sch\u00fcler\/-innen in meiner Klasse, die einen erhebliche F\u00f6rderbedarf hatte. Nur in einem Kurs in der 6. Klasse hatten wir einen solchen Sch\u00fcler, der auch von einem P\u00e4dagogen im Unterricht betreut wurde. Dies behinderte oder verz\u00f6gerte meiner Erinnerung nach aber nicht den Ablauf des Unterrichts. Ich bin jedoch der Meinung, dass eine Klasse, in der sich mehrere Sch\u00fcler\/-innen mit einem F\u00f6rderbedarf befinden, schnell zur gro\u00dfen Herausforderung f\u00fcr die Lehrkraft wird, da diese ein passendes Unterrichtskonzept finden muss, welches das Lerntempo und das unterschiedlich lange Bearbeiten von Aufgaben ber\u00fccksichtigt, was den Sch\u00fcler\/-innen jedoch zu Gute kommt, wenn das Konzept optimal umgesetzt wird. Ich denke, dass eine Schule mit Inklusion deutlich mehr die Leistungsheterogenit\u00e4t der Sch\u00fcler\/-innen ber\u00fccksichtigt, als z.B ein normales Gymnasium, ohne besondere Unterrichtskonzepte.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">3. Meine st\u00e4ndige Sorge als angehende Lehrerin ist, dass ich Angst habe, nicht allen Sch\u00fcler\/- innen gerecht zu werden bzw. ich nicht m\u00f6chte, dass Sch\u00fcler\/-innen meinem Unterricht nicht folgen k\u00f6nnen, aufgrund von zeitlicher Beschr\u00e4nkung oder pers\u00f6nlicher Hindernisse. Deswegen interessieren mich Unterrichtsmethoden, die verst\u00e4rkt die Leistungsheterogenit\u00e4t der Sch\u00fclerschaft ber\u00fccksichtigen. Dazu w\u00fcrde ich ich gerne u.a das Konzept der Individualisierung vertiefen und falls es noch weitere Methoden gibt, die in diese Richtung gehen, auch diese kurz kennen lernen, damit sich das Feld der Gestaltung von Unterricht weitet. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Angekn\u00fcpft daran, w\u00fcrden mich auch moderne Konzepte zu Unterricht bzw. neue Ideen und Ans\u00e4tze f\u00fcr Strukturen zu Lernen und dem Unterricht interessieren. Ich bin der Meinung, dass viele Schulen alte Methoden und Strukturen beibehalten, es aber durchaus Alternativen gibt. Jedoch ist es auch wichtig mit den dazu geh\u00f6rigen Vor- und Nachteilen vertraut zu werden.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Insgesamt w\u00fcnsche ich mir neue Eindr\u00fccke zu bekommen, um das, was ich aus meiner Schulzeit kenne gelernt habe, zu erweitern. Ich denke, dass es wichtig ist, dass eine angehende Lehrkraft viele Eindr\u00fccke, Ideen und Konzepte f\u00fcr die k\u00fcnftige Unterrichtsgestaltung mit auf den Weg bekommt.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Die Vortr\u00e4ge der Ringvorlesung, haben meinen Kenntnisstand von Heterogenit\u00e4t sehr erweitert. 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