Heterogenitätskategorie Geschlecht in Schule und Ansätze zur Entwicklung einer interkulturellen geschlechtersensiblen Pädagogik

Dr. Christoph Fantini – Heterogenitätskategorie Geschlecht in Schule und Ansätze zur Entwicklung einer interkulturellen geschlechtersensiblen Pädagogik
Fokussierung des Vorlesungsthemas – Aspekte zum Spannungsfeld von Inszenierung und Zuschreibung in Bezug auf Gender(-pädagogik) in der Schule; theoriegeleitete Reflexion

Das Thema Genderpädagogik und Gleichberechtigung für alle Geschlechter ist auch heutzutage ein sehr aktuelles Thema. Zu der Genderpädagogik gehören mehrere Aspekte und sie wird auch durch viele andere Elemente beeinflusst.  Diese Elemente sind beispielsweise Geschlechterdynamik gerade bei Schülerinnen und Schüler, der schulische Einfluss, sozialer, kultureller und gesellschaftlicher Einfluss. Aus diesen Aspekten ergeben sich bestimmte Konsequenzen für die pädagogische Arbeit.

 

Reflexion bisheriger Praxiserfahrungen aus der eigenen Schulzeit und ersten Praktika zum schulischen „Genderplay“, möglichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenitätsfeld der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung o.ä..

Genderplay bedeutet zu Deutsch Geschlechterrollenspiel. Dabei geht es darum, dass die Geschlechterrollenspielerisch z.B. getauscht werden. Das bedeutet nicht, dass zwangsläufig die Klamotten des anderen Geschlechts getragen werden müssen.

Wenn ich an Genderplay denke während meiner eigenen Schullaufbahn kommt mir direkt eine Situation in den Sinn. In der Realschule in der 10. Klasse war es üblich zum Abschluss eine Mottowoche zu veranstalten. Die Themen dafür wurden von einem Komitee beschlossen ohne die Meinung aller zu beachten. Ein Thema war für eine Tag Geschlechtertausch. Das heißt, dass alle Jungs als Mädchen verkleidet zur Schule kommen und andersrum. Dies hat den meisten Jungs viel Spaß bereitet, viele Mädchen hatten allerdings Probleme damit sich als Junge äußerlich auszugeben. Vor allem bei den Mädchen mit soziokulturellem Background war das ein größeres Problem. Da die Mottowoche allerdings freiwillig von den Schülerinnen und Schülern veranstaltet wurde, war keiner gezwungen daran teilzunehmen. Das haben viele dieser Mädchen dann auch in Anspruch genommen.

 

Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe für kommende Praktika zum Thema „gendersensible Pädagogik“, möglichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenitätsfeld der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung o.ä..

Welche der Genderplay-Spiele werden von der Schülerschaft einer 2. Klasse bevorzugt? Dabei sollte eine Berücksichtigung des soziokulturellen Backgrounds stattfinden und es müssten eine gewisse Anzahl an unterschiedlichen Genderplay-Spielen gespielt werden, bzw. auch genügend verschiedene Genderplay-Spiele zur Auswahl stehen. Danach muss eine Befragung der Schülerschaft stattfinden.

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