Abschlussreflexion

August 15th, 2019

1. Benennen Sie die für Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vorträgen der Ringvorlesung für sich mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei konkret Bezug auf a.) fachdidaktische Aspekte, indem Sie Erkenntnisse auf die Didaktiken ihrer eigenen beiden Fächer beziehen und b.) zwei generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Schule und Unterricht mit Bezug zu den relevanten Quellen benennen.

 

Die Vorlesung „Umgang mit Heterogenität in der Schule“ hat mich dazu angeregt, mich noch intensiver mit dem Begriff der Heterogenität auseinanderzusetzen. Während meines bisherigen Studiums war dieser Begriff schon häufig gefallen, ob in Vorlesungen oder Seminaren und in jedem Fach, doch immer wurde er nur angeschnitten. Mir war bis zu dieser Vorlesung nicht bewusst, wie viel mehr sich hinter dem Begriff der Heterogenität verbirgt. Die Ringvorlesung mit den vielen unterschiedlichen Gastvorträgen hat diesen Begriff mir wesentlich deutlicher erscheinen lassen.

Bezogen auf meine Fächerwahl konnten die einzelnen Gastvorträge zu diesen Fächern mir viele neue Erkenntnisse liefern.

Eines meiner Fächer ist Mathematik. Zu diesem Fach hat Frau Bönig einen sehr interessanten Vortrag gehalten. Dabei ist mir besonders der Ausdruck des „sprachsensiblen Mathematikunterrichts“ im Gedächtnis geblieben. Die Sprache und die Sprachkenntnisse spielen in Schule eine wichtige Rolle. Dabei ist zu beachten, dass dies sich nicht nur auf das Fach Deutsch sondern auch auf alle anderen Fächer auswirkt. Dies ist mir durch den Vortrag von Frau Bönig noch einmal besonders klar geworden.

Laut dem statistischen Bundesamt haben mehr als ein Drittel der Grundschulkinder einen Migrationshintergrund und dadurch treffen in der Grundschule viele verschiedene Sprachen aufeinander, welche den gesamten Unterricht beeinflussen.

Dabei spielt die Sprache auch im Mathematikunterricht eine wichtige Rolle. Man benötigt die Sprache für Textaufgaben, um diese zu verstehen, für die Verständigung über mathematische Themen und als Werkzeug mathematischen Denkens. Insgesamt ist es daher für Kinder wichtig Bildungssprache und Fachsprache, in diesem Fall für Mathematik, zu beherrschen. Jedoch ist nur die Alltagssprache bei allen Kindern Lernvoraussetzung und die Bildungs- und Fachsprache ein Lerngegenstand. Dies dürfen Mathematiklehrkräfte nicht missachten, sondern in ihrem Mathematikunterricht integrieren.

Dies ist allerdings nicht nur im Mathematikunterricht wichtig. Mehrsprachigkeit spielt im gesamten schulischen Kontext eine wichtige Rolle.
Zu diesem Thema habe ich zwei allgemeine Erkenntnisse erworben. Zum einen, dass in der heutigen Zeit als Lehrkraft nicht davon ausgegangen werden kann, dass alle Schülerinnen und Schüler die gleiche Muttersprache besitzen. Die deutsche Sprache und besonders die deutsche Bildungssprache muss im Laufe der Schulzeit erlernt werden. Dabei ist es wichtig, dass trotzdem die Muttersprache der Kinder anerkannt und akzeptiert wird, sowie dass diese in das Schulleben miteinbezogen wird.
Zum anderen sollte die Erstsprache, also Muttersprache der Kinder gefördert werden. Dadurch werden fachliche Denk- und Verstehensprozesse angeregt und somit gefördert. Erfahrungen, welche beim Erlernen der Muttersprache gesammelt werden, können den Kindern dann beim Erlernen der Zweitsprache weiterhelfen.

Außerdem ist mir der Themenbereich der Gendersensibilität in der Ringvorlesung besonders hängen geblieben.
Frau Murmann brachte dafür ein passendes Beispiel in ihrem Vortrag: Ein Mädchen wunderte sich, dass ihre Sachunterrichts Lehrerin mit den Kindern Holz-Fahrzeuge bauen wollte. Ihrer Meinung nach hätte es der Hausmeister der Schule besser machen können, da er in der Schule vieles repariert.
Durch dieses Beispiel ist mir bewusst geworden, dass im Sachunterricht, besonders im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich, Gender eine relevante Heterogenitätsdimension ist. Dies meint, dass Kinder unabhängig ihres Geschlechts ihren eigenen Interessen folgen und ihre eigene Identität entwickeln sollen, auch wenn das nicht den stereotypischen Genderrollen entspricht. Die Lehrkraft sollte deshalb auf einen sensiblen Umgang mit Genderrollen achten. Im Sachunterricht sollten Themen außerdem vielperspektivisch betrachtet werden, um jedem Kind einen passenden Zugang zu dem Thema zu ermöglichen.

 

 

3. Zu welchen zwei erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, würden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium im Bezug auf das Modulthema BAUMHET. Bitte begründen Sie Ihre Wahl?

 

Mich haben tatsächlich sehr viele Fragestellungen der Ringvorlesung angesprochen und Interesse in mir geweckt. Aus diesem Grund ist mir noch einmal klar geworden wie groß das Themenfeld der Heterogenität ist und ich hoffe in den weiteren Seminaren dazu noch mehr erfahren zu können.

Zwei Themenbereich, welche mich aber besonders ansprechen sind einmal die Leistungsrückmeldung sowie der Umgang mit dem Vorwissen der Kinder.

Ich würde gerne mehr über den Themenbereich „Leistungen wahrnehmen, rückmelden und beurteilen“ erfahren, da ich es als sehr wichtig empfinde mit den Kindern in den individuellen Austausch zu gehen, um ihnen größtmögliche Transparenz zu ihren Leistungen geben zu können. Dies geschah bei mir bis jetzt immer eher intuitiv und ich denke durch ein tieferes Wissen zu diesem Themenbereich kann ich dies noch viel besser ausbauen. Auch würde mich interessieren wie man diese Atmosphäre der Rückmeldung am besten gestaltet, so dass sie nicht aufgesetzt wirkt und man den Kindern ein positives Gefühl gibt, auch wenn ihre Leistungen etwas anderes wiederspiegeln. Denn jedes Kind verdient es, angenommen zu werden wie es ist und es bestmöglich zu fördern.

Durch eine weitere Erkenntnis, welche ich durch die Vorlesung erwerben durfte, nämlich dass das Vorwissen der Kinder wichtiger als ihre Intelligenz ist, ist der Umgang mit diesem Vorwissen für mich sehr interessant.

Ich würde mich in Zukunft gerne noch tiefergehender damit beschäftigen, welche Möglichkeiten/Methoden Lehrkräfte nutzen können, um die gewonnenen Erkenntnisse aus der Erhebung des Vorwissens der Schülerinnen und Schüler auch zu verwenden. Hierbei würde ich mir konkrete Beispiele für Unterrichtsformen und Aufgabenarten wünschen, welche sich besonders eignen, um die unterschiedlichen Vorkenntnisse der einzelnen Kinder aufzugreifen und jeweils genau dort (individuell) anzusetzen.

 

 

4. Welche in den Vorlesungseinheiten von BAUMHET thematisierten Problematiken/Aspekte sehen Sie für sich persönlich als besondere Herausforderung? Wie könnten Sie sich, im Uni-Kontext oder auch darüber hinaus, auf diese Herausforderungen vorbereiten?

 

Eine besondere Herausforderung sehe ich bei mir im Themenkontext der Leistungsrückmeldung. Dies benötigt ein sehr starkes und umfangreiches Wissen zu dem Thema und meiner Meinung nach besonders praktische Erfahrungen. Im Uni-Kontext kann ich mir dazu gut Seminare vorstellen, welche den theoretischen Hintergrund fördern können, weshalb ich hoffe ein solches Seminar noch besuchen zu können. Jedoch fehlt es mir an jeglicher professionellen praktischen Erfahrung. Bei meinen bisherigen Erfahrungen, ob im Bundesfreiwilligendienst oder im Praktikum, geschah die Leistungsrückmeldung von mir nur intuitiv und ohne jegliches Wissen zu diesem Thema. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass ich nicht immer alles richtig gemacht habe. Aus diesem Grund würde ich mir in zukünftigen Praktika wünschen in dieses Themenfeld deutlich stärker miteinbezogen zu werden, sowie selbst üben zu können und dann professionelles Feedback zu dem Thema zu erhalten.

Auch zum Thema Mehrsprachigkeit fehlt mir viel an praktischer Erfahrung und stellt deshalb für mich eine Herausforderung dar. Ich habe bis jetzt nicht viel Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit sammeln können, da an den Schulen an denen ich bis jetzt war der Migrationsanteil noch sehr gering war. Dies entspricht ja aber definitiv nicht dem Regelfall und waren deshalb Ausnahmen. Auch hier würde ich mir im Uni-Kontext noch eine tieferes theoretisches Wissen wünschen, doch besonders wichtig sind für mich direkte Beispiele für Handlungsmöglichkeiten und besonders praktische Erfahrungen.

Kognitive Dimensionen von Heterogenität

Juli 14th, 2019

1. Erläutern Sie den Einfluss von Intelligenz und Vorwissen auf den Lernerfolg. In welchem Verhältnis stehen diese beiden Heterogenitätsdimensionen? Und was muss man tun, um ihren jeweiligen Einfluss empirisch zu untersuchen?

 

Intelligenz und Wissen sind zwei Heterogenitätsdimensionen im Schulalltag. Das Zusammenspiel beider Dimensionen ist sehr wichtig, da sie in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen. Ein gutes und breitgefächertes Vorwissen nützt einem nichts, wenn man nicht weiß wie man dieses richtig nutzt. Im besten Falle entwickelt ein Mensch durch diese beiden Faktoren das intelligente Lernen. Es wird also nicht nur gesehen was die Person weiß, sondern auch wie das Wissen am besten genutzt wird und wie sie sich weiterbilden kann. Dies ist eine wichtige Erkenntnis für den Lernerfolg der Schülerschaft. Es ist nicht nur von Bedeutung was ein Kind schon vorher weiß, sondern auch, wie dieses Kind dieses Wissen nutzen kann. Aus diesem Grund müssen beide Dimensionen ermittelt und gefördert werden.
Doch diese Dimensionen empirisch zu untersuchen ist ziemlich schwierig. Damit empirische Untersuchungen aussagekräftig sind, müssen sie in Breitbandstudien durchgeführt werden. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass das Vorwissen und die Intelligenz eines Kindes nur in unterschiedlichen Tests ermittelt werden kann, damit es aussagekräftig ist.

 

2. (Wie) sind Sie bisher mit dem (heterogenen) Vorwissen Ihrer SuS umgegangen? Und: Welche (evtl. negativen) Erfahrungen haben Sie schon mit mangelnder Kenntnis oder falschen Annahmen über den (Vor-)Wissensstand Ihrer SuS gemacht?

 

Das Vorwissen der Kinder in einer Klasse ist immer sehr individuell. Ich habe allerdings bist jetzt noch nicht in Schulklassen richtig unterrichtet, sondern durfte nur einzelne Unterrichtssequenzen gestalten. Dabei hat es sich meist um gemeinsames Spielen gehandelt und das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler hat deshalb keine entscheidende Rolle gespielt. Trotzdem habe ich vor jedem Spiel nachgefragt, ob dieses Spiel schon bekannt ist bei den Schülerinnen und Schülern. Falls dies der Fall war, habe ich immer nachgefragt, ob die Kinder es ihren Mitschülern erklären möchten, ob wir es gemeinsam erklären möchten oder ob ich es erklären soll.

In meiner eigenen Schullaufbahn habe ich allerdings schon viele Erfahrungen als Schülerin gesammelt, in denen mein eigenes Vorwissen von Lehrkräften falsch eingeschätzt wurde.

 

3. Einige Befunde der heutigen Sitzung waren für Sie möglicherweise überraschend. Oder Sie sehen einige der Forschungsergebnisse kritisch in Bezug auf Schule und Unterricht. Welche Forschungsfragen ergeben sich daraus (z.B. für Ihr nächstes Praktikum)? Und wie können Sie diese Fragen beantworten?

 

Meiner Meinung nach, gibt es gerade bezüglich der Themen Vorwissen, Intelligenz und Leistungsheterogenität ein breites Feld in dem man sich bewegt und in dem es etliche Fragen gibt, welche noch beantwortet und untersucht werden müssen. Da es wichtig ist, das Vorwissen der Kinder im Unterricht mit einzubeziehen, finde ich dieses Themenfeld deshalb äußerst interessant und bedarf weiterer Untersuchungen um das Vorwissen der Kinder ideal nutzen und die Intelligenz fördern zu können.

Beispiel Forschungsfrage: Inwiefern kann das Vorwissen der Schülerschaft erhoben werden? Welche Methode zur Erhebung des Vorwissens würden Sie persönlich empfehlen und warum?
Im nächsten Praktikum kann zu dieser Frage mit verschiedenen Tests gearbeitet werden. Es ist ein guter Anlass sich mit den verschiedenen Tests und Methoden zur Erhebung des Vorwissens zu beschäftigen.

Heterogenitätskategorie Geschlecht in Schule und Ansätze zur Entwicklung einer interkulturellen geschlechtersensiblen Pädagogik

Juli 7th, 2019

Dr. Christoph Fantini – Heterogenitätskategorie Geschlecht in Schule und Ansätze zur Entwicklung einer interkulturellen geschlechtersensiblen Pädagogik
Fokussierung des Vorlesungsthemas – Aspekte zum Spannungsfeld von Inszenierung und Zuschreibung in Bezug auf Gender(-pädagogik) in der Schule; theoriegeleitete Reflexion

Das Thema Genderpädagogik und Gleichberechtigung für alle Geschlechter ist auch heutzutage ein sehr aktuelles Thema. Zu der Genderpädagogik gehören mehrere Aspekte und sie wird auch durch viele andere Elemente beeinflusst.  Diese Elemente sind beispielsweise Geschlechterdynamik gerade bei Schülerinnen und Schüler, der schulische Einfluss, sozialer, kultureller und gesellschaftlicher Einfluss. Aus diesen Aspekten ergeben sich bestimmte Konsequenzen für die pädagogische Arbeit.

 

Reflexion bisheriger Praxiserfahrungen aus der eigenen Schulzeit und ersten Praktika zum schulischen „Genderplay“, möglichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenitätsfeld der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung o.ä..

Genderplay bedeutet zu Deutsch Geschlechterrollenspiel. Dabei geht es darum, dass die Geschlechterrollenspielerisch z.B. getauscht werden. Das bedeutet nicht, dass zwangsläufig die Klamotten des anderen Geschlechts getragen werden müssen.

Wenn ich an Genderplay denke während meiner eigenen Schullaufbahn kommt mir direkt eine Situation in den Sinn. In der Realschule in der 10. Klasse war es üblich zum Abschluss eine Mottowoche zu veranstalten. Die Themen dafür wurden von einem Komitee beschlossen ohne die Meinung aller zu beachten. Ein Thema war für eine Tag Geschlechtertausch. Das heißt, dass alle Jungs als Mädchen verkleidet zur Schule kommen und andersrum. Dies hat den meisten Jungs viel Spaß bereitet, viele Mädchen hatten allerdings Probleme damit sich als Junge äußerlich auszugeben. Vor allem bei den Mädchen mit soziokulturellem Background war das ein größeres Problem. Da die Mottowoche allerdings freiwillig von den Schülerinnen und Schülern veranstaltet wurde, war keiner gezwungen daran teilzunehmen. Das haben viele dieser Mädchen dann auch in Anspruch genommen.

 

Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe für kommende Praktika zum Thema „gendersensible Pädagogik“, möglichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenitätsfeld der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung o.ä..

Welche der Genderplay-Spiele werden von der Schülerschaft einer 2. Klasse bevorzugt? Dabei sollte eine Berücksichtigung des soziokulturellen Backgrounds stattfinden und es müssten eine gewisse Anzahl an unterschiedlichen Genderplay-Spielen gespielt werden, bzw. auch genügend verschiedene Genderplay-Spiele zur Auswahl stehen. Danach muss eine Befragung der Schülerschaft stattfinden.

Welche Heterogenitätsdimensionen spielen im naturwissenschafftlich-technischen Unterricht eine besondere Rolle?

Juni 23rd, 2019

Prof. Dr. Lydia Murmann – „Welche Heterogenitätsdimensionen spielen im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht eine besondere Rolle?“
1. Im Rahmen eines Projekttages dürfen die Schüler*innen der 3b wählen, ob sie lieber Naturgegenstände sammeln und damit ein Wald-Mandala gestalten oder aber in Bäumen aufgehängte Nistkästen abhängen und reparieren möchten. Sandra interessiert sich mehr für die Nistkästenaufgabe, wählt aber wie die meisten anderen Mädchen der Klasse das Mandala-Vorhaben. Finden Sie mögliche Erklärungen für diese Entscheidung vor dem Hintergrund der „grundlegenden psychologischen Bedürfnisse“ nach Deci und Ryan (1993).

 

Nach Deci und Ran ist ein Aspekt der grundlegenden psychologischen Bedürfnisse die soziale Eingebundenheit. Kinder möchten von ihrer Umgebung akzeptiert und anerkannt werden. Diese Akzeptanz bekommt die Schülerin in diesem Beispiel über die Wahl der Mandala-Aufgabe.

 

2. Welche didaktischen Entscheidungen konterkarieren in dieser Situation (paradoxer Weise?) für den Großteil der 3b die Förderung vielfältiger Interessen?

 

Ein weiterer Aspekt nach Deci und Ryan ist die Selbstbestimmung/ Autonomie. Dem zur Folge können die Kinder selbstbestimmt und eigenständig ihre eigenen Ziele und Vorgehensweisen frei wählen. Diese Aussagen stehen im Kontrast zu der ersten Aussage von Deci und Ryan.

 

3. Eine Kollegin berichtet im Lehrer*innenzimmer, dass sie im Werkunterricht bei Partnerarbeiten meist Junge/Mädchen kombiniert, um Kompetenzunterschiede auszugleichen. Kommentieren Sie diesen Ansatz mit Blick auf verschiedene denkbare Ausprägungen technikbezogener Selbstkonzepte der Schülerinnen und Schüler.

 

Im Grundschulalter ist es normalerweise so, dass noch nicht so große Unterschiede in Bezug auf die handwerklichen Kompetenzen der Kinder bestehen. Allerdings wird den Kindern gesellschaftlich vorgelebt, dass die Jungen handwerklich bessere Kompetenzen besitzen müssten. Dadurch kann es passieren, dass die Mädchen sich dem gesellschaftlichen Bild anpassen und aus der Thematik zurückziehen. Somit entziehen sie sich diesem Themenfeld und können ihre Kompetenzen in diesem Bereich nicht weiter ausbauen. Dadurch bleiben sie auf dem schon vorhandenen Stand im handwerklichen Bereich. Andererseits könnten sich auch die Jungen unter Druck gesetzt fühlen. Laut gesellschaftlichem Bild sind sie diejenigen, die handwerklich begabter seien sollten.

 

4. Sie möchten eine Bachelorarbeit zu gendersensiblem Sachunterricht schreiben. Formulieren Sie eine mögliche Forschungsfrage hierzu und erläutern Sie, inwiefern Unterrichtsbeobachtungen oder Befragungen von Schüler*innen bzw. Lehrer*innen für Ihre Bearbeitung der Forschungsfrage hilfreich sein könnten.

 

Inwiefern wird der Sachunterricht einer zweiten Klasse gendersensibel und dementsprechend differenziert gestaltet?

In dieser Forschungsfrage könnte man mit Befragungen oder Unterrichtsbeobachtungen arbeiten. Vor allem um das subjektive Befinden der Schülerschaft herauszufinden, sind Befragungen sehr wichtig.

Schule für wirklich alle? Ziele Herausforderungen, Beispiele

Juni 9th, 2019

Welcher heutige Inhalt (insb. aus dem Inputteil von N. Korff) war anschlussfähig oder widersprüchlich zu einem Inhalt ihres bisherigen Studiums?
Nennen Sie mindestens einen anschlussfähigen oder einen widersprüchlichen Aspekt (mit Quelle/Herkunft aus dem Studium) und erläutern Sie genauer warum und was sie daraus für sich schlussfolgern.(Sie dürfen gerne auch mehrere Aspekte benennen, aber Pflicht ist einer.)

 

In der bisherigen Laufbahn meines Studiums war der Begriff „Inklusion“ zwar schon oft in aller Munde, aber wurde dabei leider wenn dann immer nur kurz angeschnitten oder nebenbei erwähnt. Eine genauere und tiefere Ausführung hat dabei leider nicht stattgefunden. Der Begriff „Heterogenität“ wurde deutlich öfter und tiefgehender thematisiert, beispielsweise in den Vorlesungen zur Mathedidaktik und in der Vorlesung bei Prof. Dr. Baar im ersten Semester. Ich finde es sehr gut, dass das Thema „Heterogenität“ so umfangreich angesprochen wird, da es eine sehr zentrale Rolle in dem späteren Beruf spielt. Als Nicht-IP-Studentin würde ich mir jedoch etwas mehr Input zur Inklusion wünschen.

 

 

Wo finden sich in Ihrer Praxiserfahrung gelungene Beispiele, in denen sich – zumindest in Ansätzen – Elemente wiederfinden, die von den Studierenden der Lernreise als wichtige Aspekte einer gelingenden (inklusiven) Schulentwicklung entdeckt wurden? Beschreiben Sie ein möglichst konkretes Beispiel und erläutern kurz inwiefern es zu den einem Aspekt der Lernreise-Poster passt [Sollte Ihnen gar kein Positivbeispiel einfallen: Beschreiben Sie eine noch nicht gelungene Situation und formulieren zwei konkrete Vorschläge wie diese weiter entwickelt werden könnte im Sinne der von der Lernreise mitgebrachten Faktoren]

 

In meinem einjährigen Bundesfreiwilligendienst in einer Grundschule bin ich das erste mal mit der Thematik „Inklusion“ in Berührung gekommen. Aus meiner eigenen Grundschulzeit kannte ich die Thematik nämlich nicht, da es dort noch üblich war, dass Kinder mit Behinderungen oder ähnlichem auf gesonderte Schulen gingen. In der Grundschule in der ich gearbeitet hatte, wurde für ein Iklusionskind sogar ein ganzes Klassenzimmer extra für ihn angepasst umgebaut.

Auch mit persönlichen Assistenzen für Kinder mit Behinderungen, psychischen Problem, oder Epilepsie waren mir neu. Sie gehörten dabei für die Schüler ganz normal zur Klassengemeinschaft und wurden auch gerne von den Lehrkräften mit einbezogen.

An der Schule gab es auch Förderpersonal, welches Schülerinnen und Schüler mit Lernschwächen bestimmten Fächern in manchen Schulstunden gesondert betreut hat. Dies kannte ich allerdings auch schon aus meiner eigenen Schulzeit, als Förderunterricht.

 

 

Welches – kleine, konkrete und erreichbare – Ziel zur Reduktion von Barrieren könnten Sie sich für Ihre nächste Unterrichtseinheit im Studium setzen? 

 

Ein Ziel für meine nächste Unterrichtseinheit wäre die Differenzierung von Aufgaben und darauf zu achten, dass diese auch passiert und gelingt. Es ist wichtig, dass kein Kind über oder unterfordert ist und den Lernstoff für sich bestmöglich lernt und sich kein Kind ausgeschlossen fühlt.

Leistungsheterogenität – Leistung wahrnehmen, rückmelden und beurteilen

Mai 19th, 2019

Der folgende Beitrag bezieht sich auf die fünfte Sitzung der Ringvorlesung „Umgang mit Heterogenität in der Schule“. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Leistungsheterogenität.

 

In der Schule wird von Schülerinnen und Schülern (SuS) Leistung gefordert, sie funktioniert also nach einem Leistungsprinzip. Die Kinder sollen Leistungen erbringen und dabei bestätigt, bestärkt und unterstützt werden. Man würde denken, dass die Lehrkraft darauf am größten Einfluss hat, doch laut Befunden einer empirischen Bildungsforschung (national: Helmke, Lipowsky et al., 2007 und international: z.B. Hattie (2009) nach Zierer, 2014) haben die Lehrkräfte nur 20-25% Einfluss darauf, wie leistungsstark die SuS sind.

Es spielen noch weiter Faktoren auf die Leistung eines Schulkindes mit ein, wie beispielsweise die zur Verfügung stehende Ressourcen wie z.B. Zeit, personelle, räumliche, materielle Ausstattung. Auch die strukturellen Unterrichtskonzeptionen sowie die Zusammensetzung einer Lerngruppe spielen eine wichtige Rolle.

Aber vor allem die Kinder selbst in ihren unterschiedlichen Entwicklungen und Erfahrungen, sowie ihre Bedingungen Zuhause (also ihr Elternhaus, ihre Eltern) sind entscheidend. Deshalb ist für eine guten Lernerfolg die Zusammenarbeit aller am Unterrichtsprozess Beteiligten notwendig.

Um einen guten Lernerfolg generieren zu können, muss die Leistungsheterogenität der Kinder berücksichtigt werden, welche sich nach Wenning (2007) in Geschwindigkeit, Fähigkeit, Bereitschaft und die im Abschluss abweichenden Ergebnisse beim Lernprozess unterscheiden.

Dafür muss die Leistung jedes/r einzelnen Schülers/in von der Lehrkraft wahrgenommen und differenziert werden, es muss eine effektive Rückmeldung stattfinden und die Leistung muss beurteilt werden, um den Kindern eine Orientierung zu geben, Motivationen zu schaffen und eine weitere positive Lernentwicklung zu ermöglichen.

 

In meinem Orientierungspraktikum wurde ich in einer ersten Klasse eingesetzt. Dort konnte ich feststellen, dass die Schülerinnen und Schüler sich stark in ihrer Leistung unterschieden haben. Da ich in den Wochen auch viel über ihren sozialen Background erfahren durfte, wurde mir auch schnell klar wieso sich die Kinder so stark unterschieden. Dabei habe ich schnell erkennen können, dass eben viele verschiedene Faktoren auf die Leistung der SuS Einfluss haben, denn die Lehrkraft war zu jedem Kind relativ gleich in ihrem Verhalten. Leistungsrückmeldung gab es meiner Meinung in den ersten Wochen sehr viel. Dabei war diese, meiner Meinung nach aber überhaupt nicht differenziert und somit etwas unnütz. Kinder die etwas nicht richtig gemacht haben wurden mit den anderen Kindern gleichgestellt und auf ihre Fehler wurde nicht groß eingegangen. Ich denke die Lehrkraft wollte die Kinder am Anfang ihrer Schulzeit nicht direkt entmutigen, aber meiner Meinung nach hätte ein korrektives Feedback auf positiver Art und Wise viel mehr gebracht, als die Kinder denken zu lassen, sie machen alles richtig und toll.

In meinem Bundesfreiwilligendienst an einer Grundschule, habe ich mehr im Bereich Leistungswahrnehmung, -rückmeldung und -beurteilung und deren Herausforderungen kennengelernt. Dabei kann die Zeit eine große Herausforderung sein. Es kann schwer sein, jedem/jeder einzelnen Schüler*in eine ausführliche Rückmeldung zu seinem/ihrem Leistungsstand zu geben. In der Grundschule, in der ich gearbeitet habe, wurde dies in den höheren Klassen oftmals durch individuelle Wochenpläne gelöst, die die SuS selbstständig bearbeiten konnten. Dies gab der Lehrperson die Zeit den SuS einzeln Feedback geben zu können und beobachten zu können, wo der/die jeweilige Schüler*in individuell in seinem/ihrem Leistungsstand steht.

 

Forschungsfragen könnten sein, inwieweit die Lehrkraft die Entwicklungsübersicht für ihre Unterrichtsplanung verwendet oder inwieweit werden individuelle, vielleicht auch Unterrichts unabhängige Lernerfolge von SuS in dem Modell deutlich. Mich würde auch interessieren ob durch das Bremer Kompo-Lei Modell der Leistungsdruck ensteht, wie er mit Schulnoten entstehen kann?

 

Fend beschreibt die „Leistungsbeurteilung als Werkzeug zur Aufrechterhaltung von Ungleichheit“ (Fend 1980). Das Bildungssystem legt seinen Fokus also weiterhin auf die Aufrechterhaltung des Leistungsprinzips der Schule, bei dem die Unterschiede zwischen den einzelnen Leistungen in den Fächern bei einem Kind sowie die zwischen den einzelnen SuS aufgezeigt werden. Dafür kann die Notenvergabe oder dafür entsprechende Ausdrücke verwendet werden. Dies könnte einerseits bewirken, dass das Kind für ihn erreichbare Ziele anstrebt, sich bewusst über unterschiedliche Leistungserwartungen wird und seine Anstrengungen und Motivation zur Verbesserung bestimmter Leistungen verstärkt. Andererseits könnte dies auch bewirken, dass es zu Frustration und Demotivation führt, wenn die Schüler ständig im Vergleich zu anderen stehen und die Beurteilung nur als Endergebnis gilt und nicht die individuellen Entwicklungen der Schüler berücksichtigt.

Integrierte Frühförderung von Sprache und Mathematik

Mai 12th, 2019

Der folgende Beitrag bezieht sich auf die vierte Sitzung der Ringvorlesung „Umgang mit Heterogenität in der Schule“. Der Schwerpunkt liegt dabei auf die integrierte Frühförderung von Sprache und Mathematik.

 

Dabei wurde in der Vorlesung ein Förderkonzept vorgestellt, welches durch die Arbeit und das Spiel mit Büchern und Spielen darauf zielt, zum Lernerfolg der Kinder in der Kita beizutragen.

Dieses Konzept, welches eigentlich gezielt für die Kita entwickelt wurde, lässt sich aber auch sehr gut auf den schulischen Kontext übertragen. Dabei sollte aber beachtet werden, dies sinnvoll und dem Alter, sowie dem Wissensstand der Schülerinnen und Schüler angemessen zu tun.

Bücher und Spiele sind auch in der Grundschule noch sehr angesagt und finden immer wieder Anklang. Meiner Meinung nach, wird aber ein solches Material nur gerne und wiederholt genutzt, wenn die Kinder sich damit auch gefordert fühlen oder sich dafür interessieren. Aus diesem Grund ist eben die Anpassung von Kita-Kindern zu Schulkindern sehr wichtig, da sich in dieser Zeitspanne schon viel an Entwicklung und Interesse bei den Kindern verändert haben kann.

Durch solch ein Förderkonzept bekommen die Kinder die Möglichkeit, Medien wie Spiele und Bücher in der Schule freiwillig nutzen zu können. Gerade für Kinder, die Zuhause nicht auf solche Medien zurückgreifen können, ist dies eine wunderbare Möglichkeit.

Allerdings sollte, meiner Meinung nach, unbedingt eine genaue Aufklärung der Eltern stattfinden und sie sollten gut in das Förderkonzept eingebunden werden, damit auch die Nutzung Zuhause stattfindet und dies auch richtig geschieht.

Rundum finde ich ein solches Konzept sehr hilfreich und ich denke es bereitet den Kindern sehr viel Spaß. Nur der zeitliche Rahmen im Gebrauch in der Schule könnte meiner Meinung nach, ein Problem aufweisen. Damit dieses Konzept funktioniert ist eine zeitintensive Zusammenarbeit und Besprechung nötig. Dies lässt sich im Schulalltag nicht unbedingt gut integrieren. Deshalb würde ich vielleicht auf ein Projekt oder eine AG ausweichen, um das Konzept sinngemäß nutzen zu können.

 

Nicht nur im Deutschunterricht spielt die Sprache eine Rolle. Auch im Sachunterricht ist die Sprache wichtig um Kontexte verstehen zu können. Je nachdem in welchem Themenbereich man sich gerade befindet, ist ein bestimmter Fachjargon von Nöten um das Thema verstehen und damit arbeiten zu können. Aus diesem Grund muss eine Grundlage an Fachsprache bei den Schülerinnen und Schülern aufgebaut und gefestigt werden. Dies ist wichtig um sich angemessen mit den Themen des Sachunterrichts auseinandersetzen zu können und auch in der späteren Schullaufbahn (besonders wenn der Sachunterricht sich in viele verschiedene Unterrichtsfächer aufteilt) Anschluss zu finden und mitarbeiten zu können.

 

Wie können Lehrerkräfte die Sprache der Schülerinnen und Schüler angemessen fördern und inwiefern erfolgt dieses bereits?

 

Wie werden die Eltern in schulinterne Förderkonzepte/Projekte mit einbezogen?

Soziokulturelle Heterogenität

April 11th, 2019

In der Pädagogik gibt es verschiedene Modelle, welche sich mit der soziokulturellen Heterogenität auseinandersetzen. Diese Modelle initiieren verschiedene Maßnahmen, Projekte und Initiativen im schulischen Umfeld um soziokulturelle Heterogenität anzuerkennen.

Sie bestehen aus den Konzepten der Ausländerpädagogik, der Interkulturelle Pädagogik, der Antirassistische Pädagogik und dem Konzept der Diversity Education.
Alle haben sie unterschiedliche Adressaten und wollen unterschiedliche Ziele erreichen.

Die Ausländerpädagogik richtet sich an ausländische Schülerinnen und Schüler und verfolgt das Ziel einer homogenen Gesellschaft, durch die Behebung eines Defizits (meist die Sprache).

Die Interkulturelle Pädagogik richtet sich an alle Lehrenden und Lernenden und strebt die Anerkennung von Heterogenität jedes einzelnen an, was zu einer heterogenen Gesellschaft führt.

Den Abbau von Diskriminierungen, durch antirassistische Projekte und Konfliktpädagogik, strebt das Konzept der Antirassistischen Pädagogik an, mit dem Ziel einer gerechten Gesellschaft. Das Konzept richtet sich an die Schule, das Schulsystem und die Gesellschaft als Adressaten.

Das Konzept der Diversity Education ist an die Modelle der Interkulturellen Pädagogik und der Antirassistischen Pädagogik angelehnt und um weitere Heterogenitätsdimensionen, wie beispielsweise Gender, Beeinträchtigungen und die soziale Lage, erweitert.

In meinem Bundesfreiwilligendienst in einer Grundschule habe ich auch solche Konzepte kennen lernen dürfen.

Es wurden beispielsweise nicht nur die christlichen Feiertage in der Schule anerkannt und gefeiert, sondern auch die muslimischen Feiertage waren ein Thema. Das Zuckerfest wurde in vielen Klassen mit allen Schülern gefeiert und so kamen die Kinder und die Lehrenden in einen interkulturelle Dialog und konnten auch andere Kulturen und ihre Bräuche kennen lernen.

Dies würde ich der interkulturellen Pädagogik zuordnen. Es wird offen thematisiert, welche Feiertage es noch in anderen Kulturen gibt und dies nicht nur mündlich, sondern die Kinder durften es auch ein Stück weit selbst erleben.

Außerdem habe ich viel in einer Inklusionsklasse gearbeitet. Dort war ein Kind mit verminderten Hörvermögen. Außerdem auch zusätzlich noch drei Kinder, welche aus einem schweren und sozial schwachen Umfeld stammen, eins davon hatte bereits eine Schulbegleitung.

Für das Kind mit verminderten Hörvermögen wurde der Raum extra umgestaltet mit Teppichboden und besonderen Wänden, damit es ihm leichter fällt hören zu können. Außerdem hatte die Lehrkraft ein kleines Mikrofon zum anstecken, welches mit dem Hörgerät des Kindes verbunden werden konnte.

Dies waren aber auch schon die einzigen Besonderheiten. Ansonsten wurden die Kinder ganz normal behandelt und in den Schulalltag integriert, wie jedes andere Kind. Die anderen Kinder der Klasse waren sich ihrer Heterogenität bewusst, aber haben immer aufeinander Rücksicht genommen und als Klassengemeinschaft sehr homogen miteinander funktioniert.

Ich konnte beobachten, das die Kinder zwar immer noch normale Kinder waren, aber im Vergleich zu anderen Klassen sind sie mir als wesentlich rücksichtsvoller im Umgang miteinander aufgefallen. Das „Anderssein“ wurde als etwas normales angesehen und hat die Kinder auch aufmerksamer gemacht, wie man miteinander umgehen sollte, damit sich jeder gut fühlt.

In dieser Klasse wurde also viel mit dem Konzept der Diversity Education gearbeitet.

Dies hat mich sehr beeindruckt, wie positiv sich das Verhalten dabei auf die ganze Klassengemeinschaft ausgewirkt hat und es wäre spannend in einem nächsten Praktika zu beobachten, ob dies auch in anderen Inklusionsklassen der Fall ist.

Ich habe noch nicht viele weiter Vergleichsmöglichkeiten, aber mir hat der Umgang miteinander in dieser Klasse sehr zugesagt. Ich denke es ist sehr gut, sich schon im frühen Alter mit dem „Anderssein“ anderer Menschen auseinander zu setzen und zu lernen, wie man damit umgeht, ohne diese Menschen als „Außenseiter“ zu betrachten, sondern sie zu integrieren.

Aus diesem Grund denke ich, dass Inklusionsklassen eine große Bereicherung sein können, für beide Seiten, und deshalb wesentlich häufiger an Schulen vertreten sein sollten.