{"id":17,"date":"2021-05-06T10:44:12","date_gmt":"2021-05-06T08:44:12","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/maksimenko\/?p=17"},"modified":"2021-05-10T18:02:18","modified_gmt":"2021-05-10T16:02:18","slug":"chemie-kein-fach-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/maksimenko\/2021\/05\/06\/chemie-kein-fach-fuer-alle\/","title":{"rendered":"Chemie- kein Fach f\u00fcr alle?"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Leser*innen,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>dieser Blogbeitrag bezieht sich auf den Vortrag von N. Belova. Mit der Fragestellung: Wie soll Chemieunterricht moderner und optimal gestaltet werde?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<ol>\n<li>Formulieren Sie basierend auf den Vorlesungsinhalten drei Thesen, die f\u00fcr Sie (!) einen modernen Chemieunterricht f\u00fcr alle ausmachen. Orientieren Sie sich gerne an den Grundannahmen von STL (Scientific and Technological Literacy for All), setzen Sie jedoch eigene Schwerpunkte.<\/li>\n<li>Reflektieren Sie auf Basis der Vorlesungsinhalte und des Grundlagentextes, inwieweit chemisches Wissen im Allgemeinen und naturwissenschaftliches Wissen im Speziellen aus Ihrer Sicht als Teil des Allgemeinwissens (im Sinne einer \u201eScientific Literacy for All\u201c) angesehen werden kann. Beziehen Sie hier auch ihre eigenen Erfahrungen aus dem schulischen Chemieunterricht\/Ihrem Alltag ein.<\/li>\n<li>In einem Interview zur Sinnhaftigkeit des Hinterfragens naturwissenschaftlicher Informationen in sozialen Medien (zum Beispiel naturwissenschaftsbasierter \u201eFakenews\u201c) sagte eine Lehrkraft: <em>\u201eEs ist bl\u00f6d zu sagen, aber es ist im Endeffekt eine intellektuelle Grenze f\u00fcr mich; also auch-\u2026 oder Lebensumstandsgrenze, wenn die [Anm.: Die Sch\u00fcler*Innen] einfach in ihrem Lebensumfeld so anders damit umgehen und nur plakative \u00c4u\u00dferungen sozusagen verbreiten und nutzen und das auch v\u00f6llig in Ordnung ist in deren Umfeld, so\u2026, dann werden die da nicht rauskommen. Also das schaffen die dann alle nicht, das geht dann nicht, das ist dann so Kampf gegen Windm\u00fchlen.\u201c<\/em>. Verfassen Sie eine Antwort darauf.<\/li>\n<\/ol>\n<p>1) \u00a0Zu aller erst sollte der Chemieunterricht f\u00fcr alle Zug\u00e4nglicher gemacht werden. Es w\u00fcrden mehr Sch\u00fcler*innen die gro\u00dfen und umfangreiche Themengebiete der Chemie kennenlernen. Frau Belova machte in Ihrem Vortrag deutlich, dass der gro\u00dfe und negative Eindruck vom Chemieunterricht nicht aus dem Desinteresse resultiert. Es liege eher am Stoff, der f\u00fcr Einsteiger schwer nachzuvollziehen ist. Durch die negativen Eigenschaften der Kontexte, zum Beispiel den Hochofenprozess (vgl. Folie 19, N Belova), sind sehr alltagsfern. Es gibt<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>auch Sch\u00fcler*innen, die sich noch nicht mit der Chemie auskennen. Andererseits gibt es Sch\u00fcler*innen, die sich bereits mit allen Materialien auseinandergesetzt haben, f\u00fcr die alles Nachvollziehbar ist und die beim Zusammenh\u00e4nge erschlie\u00dfen keine Probleme haben.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt ist, dass die Chemie mehr mit allt\u00e4glichen Dingen \u00b4geschm\u00fcckt\u00b4 werden sollte. Es gibt viele spannende und chemische Themen, die man aus dem Alltag kennt. Und durch das behandeln dieser Themen, sind die chemischen Vorg\u00e4nge im Alltag auch nicht mehr wegzudenken. Ein gutes Beispiel sind daf\u00fcr Medikamente, Nahrungsmittel und weitere Produkte aus der Drogerie.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Diese Themen erm\u00f6glichen es den Sch\u00fcler*innen mit ihrem allt\u00e4glichen Leben und den bereits errungenen Erfahrungen zu arbeiten. Wenn man nun das Thema Ern\u00e4hrung w\u00e4hlt, so haben alle Sch\u00fcler*innen ihr eigenes Wissen und ihre eigene Vorlieben, mit denen man eine Vielfalt an Denkweisen zusammenkommt. Durch das mitreden bei solchen Themen, wo keine gro\u00dfartigen Vorkenntnisse erforderlich sind, bekommen Sch\u00fcler*innen eine gewisse Sicherheit und k\u00f6nnen dadurch dem Unterricht zu folgen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Eines der Hauptprobleme des Chemieunterrichts ist die zu starke Orientierung an- und ausrichtung auf das Dom\u00e4ne Fachwissen, nach N. Belova (vgl. Folie 9). Es wird zu wenig auf die Idee der Schaffung einer Allgemeinbildung gesetzt und zu sehr auf das Bilden von tiefgr\u00fcndigem Wissen. Somit sehen Sch\u00fcler*innen, die noch kein Basiswissen in der Chemie haben, das Fach als Irrelevant. Die Priorit\u00e4t des Faches sollte bei der Bildung von Basiswissen bei allen Sch\u00fcler*innen liegen und daf\u00fcr sorgen, dass jeder die M\u00f6glichkeit hat Chemie nachzuvollziehen.<\/p>\n<p>2) Viele Sch\u00fcler*innen sehen keine Verbindung zwischen der Chemie in der Schule und den Dingen die sie umgibt. Aber der Nutzen und die Relevanz wird in der Folie 4 von Fr. Belova deutlich. Es sollte eine Meinungs\u00e4nderung stattfinden. Durch die aufmerksame und t\u00e4gliche Konfrontation der Chemie im Alltag, sehen Sch\u00fcler*innen was im Unterricht behandelt wird und auch an Ihrem Leben teil hat (Arzeneimittel). \u00a0Chemie wird immer ein Teil des Lebens sein. Ohne die Chemie w\u00fcrde es unter anderem auch kein Impfmittel gegen Corona geben. Abgesehen davonzieht \u00a0uns die Chemie, dass es ohne nicht geht. Viele Gegenst\u00e4nde k\u00f6nnen nur geformt werden und entstehen, wenn sie mit anderen Stoffen etc. in Kontakt treten. Es w\u00fcrden mehr das Interesse an der Chemie nicht verlieren, wenn mehr Lehrer ein Bezug zum Leben aufbauen w\u00fcrde, so h\u00e4tte vielleicht auch ich mehr Spa\u00df daran gehabt.<\/p>\n<p>3) Was w\u00e4ren Nachrichten ohne &#8222;fake news&#8220;. Davon gibt es leider viele. Lehrer*innen besitzen durch Ihr Fachwissen, die Position und die M\u00f6glichkeiten\u00a0<span>im Unterricht<\/span><span>\u00a0<\/span><span><span><span>die Sch\u00fcler*innen mit f<\/span><\/span>achrichtigen<span><span>\u00a0Inhalten zu formen, so dass sie von den &#8222;fake news&#8220; aufgekl\u00e4rt werden. Beispiele\u00a0<\/span><\/span>f\u00fcr<span><span>\u00a0&#8222;fake news&#8220; k\u00f6nnen beim\u00a0<\/span><\/span>Verst\u00e4ndnis helfen<span><span>\u00a0und anhand dieser k\u00f6nnen dann die Aussagen richtig gestellt werden.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Danke f\u00fcr Eure Aufmerksamkeit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leser*innen,\u00a0 dieser Blogbeitrag bezieht sich auf den Vortrag von N. Belova. Mit der Fragestellung: Wie soll Chemieunterricht moderner und optimal gestaltet werde?\u00a0 Formulieren Sie basierend auf den Vorlesungsinhalten drei Thesen, die f\u00fcr Sie (!) einen modernen Chemieunterricht f\u00fcr alle ausmachen. 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