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Gegenstandsbeschreibung – Eintrag #3

Bei dem Gegenstand handelt es sich um einen Kronkorken der Biermarke Astra in der Variation „Rotlicht“. Er wurde am 12.11.16 auf einer Party in Witten gefunden.

Er hat einen Durchmesser von etwa 33mm, ist ca. 6mm hoch und hat 21 Zacken. Außen ist er rot und trägt das Astra-Logo, sowie den Schriftzug „Rotlicht“.

 

Kreativteil: Interview

Ich treffe mich heute mit Herr* Frau Kronkorken von und zu Astra Rotlicht zum Interview um mehr über sein*ihr spannendes Leben als Kronkorken eines der beliebtesten Biere Deutschlands zu erfahren.
Dazu haben wir uns stilecht in einer Kneipe, dem Rum Bumpers im Bremer Viertel, getroffen.

Ich: Guten Tag Herr/Frau Astra Rotlicht, schön, dass es endlich mit uns geklappt hat. Sie sind ja ein sehr beschäftigter Kronkorken.

Astra: So als Kronkorken kommt man schon gut rum. Aber lassen wir doch die Förmlichkeiten, sag ruhig Kroni zu mir.

Ich: Sollen wir dann auch einfach direkt einsteigen? Man vermutet ja, dass sie aus Hamburg kommen, aber meiner Recherche nach stimmt das gar nicht.

Astra: Das ist richtig. Wir Kronkorken stammen entweder aus Küps, Vesmold, Limburg oder Delmenhorst. Das kann man jeweils am Randzeichen erkennen. Aber wirklich was aus der Zeit erzählen kann ich nicht, da war ich noch zu jung um mich dran zu erinnern. In Hamburg geht meine Geschichte erst so wirklich los.

Ich: Was muss man denn so mitbringen um ein guter Kronkorken zu sein?

Astra: Zunächst einmal ist es wichtig die richtige Anzahl an Zacken zu haben. Früher waren 24 üblich, aber mittlerweile ist man dazu übergegangen, dass alle 21 haben. Bei einer geraden Anzahl kann es nämlich passieren, dass wir im stressigen Produktionsalltag verkannten.

Ein wichtiger Bestandteil meines Jobs, neben dem offensichtlichen Verschließen der Flasche, ist es auch für die Sicherheit zu sorgen. Wenn es zu warm in der Flasche wird oder es zu Erschütterungen kommt, geben wir ein bisschen nach um Druck entweichen zu lassen. So geht die Flasche nicht gleich kaputt, aber ist auch nicht mehr so gut verschlossen wie zu Anfang. Aber das ist halt ein Risiko, das zum Job dazu gehört.

Ich: Wow, klingt ja echt nach einer Menge Verantwortung.

Astra: Ja, das ist den meisten gar nicht so bewusst.

Ich: Die Marke Astra gibt es ja schon wirklich lange und hat auch einige interne Wandel durchgemacht.

Astra: Das stimmt. Uns gibt es sogar schon seit 1647! Bis 1909 hießen wir witzigerweise noch Bavaria Beer und das als Hamburger (lacht). Eine kurze Zeit gehörten wir dann der Stadt Hamburg, bis wir 1999 von der Holsten Gruppe übernommen wurden. Heute gehören wir zur Carlsberg.

Oh und fun fact: unser tolles Logo haben wir erst seit 2000, das von feldmann + schultchen entworfen wurde.

Ich: Da gibt es ja echt eine Menge über sie und ihre Herkunft zu erfahren. Wie sind sie denn von Hamburg in Witten gelandet?

Astra: Also sobald wir unsere Ausbildung abgeschlossen haben und fest auf unseren Flaschen sitzen, werden wir in Gruppen eingeteilt. Mit 26 anderen Kollegen geht es dann also in einen Kasten und dann erstmal ins Lager. Die Chefetage koordiniert dann wo welche Gruppe eingesetzt wird und dann geht es erstmal auf die Reise.

Für mich und mein Team ging es dann eben nach Witten, wo wir auf einer Privatveranstaltung eingesetzt wurden. Die Party war sehr unterhaltsam, der restliche Einsatz jedoch kurz. Die Leute waren gut durstig (lacht). Nachdem meine Flasche also geöffnet war, hatte ich Dienstschluss und konnte mich noch etwas unter die Leute mischen.

So habe ich dann auch die Person kennen gelernt, die mich mit nach Bremen genommen hat. Und das ist im Grunde auch schon die Geschichte wie ich hier gelandet bin.

Ich: Echt ne spannende Geschichte! Ich danke dir für das Interview und wünsche dir noch eine tolle Zeit in Bremen.

Lerntagebucheintrag #2

Moin und Hallo!

Die Leitfrage dieser Einträge lautet nach wie vor „Was habe ich gelernt?“

Antwort: Verdammt viel! So viel, dass mir gerade ganz gut der Kopf schwirrt.

Bremen, Oldenburg, Bremen, Zuhause, Arbeiten, schlafen, lesen, essen, Oldenburg, Bremen, und so weiter und so fort.

Aber wie schon ein allseits beliebter und bekannter Reiseführer in großen Lettern auf seinem Cover prangen hatte: DON’T PANIC!

So steht neben all den inhaltlichen Themen des Studiums ganz oben auf meiner „to learn“-Liste: Zeitmanagement!

 

Aber nun zu den Inhalten der Ethnologie Veranstaltungen:
Im Tutorium ging es letzte Woche um das Führen des Lerntagebuchs bzw. wie wir kommentieren wollen und kommentiert werden wollen. Außerdem haben wir uns damit beschäftigt was Wissenschaftlichkeit und wissenschaftliches Arbeiten bedeuten.
Damit ging es zum Teil auch im Seminar und in der Vorlesung weiter.

Im Seminar haben wir zudem den Text zur Feldforschung zum Thema Obdachlosigkeit, anhand einer Gruppe in der Hamburger Innenstadt, von Dr. Martin Gruber thematisiert. Erst allgemein mit der gesamten Seminargruppe und dann anhand dreier Fragestellungen in Kleingruppen.
In der Vorlesung haben wir daran angeschlossen und die dazugehörige Dokumentation angesehen.

Mein persönlicher Lernzuwachs hier ist für mich jedoch eher schwer greifbar, da mir das Thema vorher nicht ganz neu war. Interessant fand ich jedoch wie meine Kommiliton_innen reagiert haben und dazu gesagt haben.
Ich freu mich gerade sehr auf morgen, wenn wir den Text von Augé zu den Orten und Nicht-Orten besprechen.

 

Tedelü!