{"id":5,"date":"2024-05-10T21:12:28","date_gmt":"2024-05-10T19:12:28","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/luavy\/?p=5"},"modified":"2024-05-10T21:12:28","modified_gmt":"2024-05-10T19:12:28","slug":"rv05-heterogenitaetskategorie-geschlecht-in-schule-und-ansaetze-zur-entwicklung-einer-geschlechtersensiblen-paedagogik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/luavy\/2024\/05\/10\/rv05-heterogenitaetskategorie-geschlecht-in-schule-und-ansaetze-zur-entwicklung-einer-geschlechtersensiblen-paedagogik\/","title":{"rendered":"Rv05 Heterogenit\u00e4tskategorie Geschlecht in Schule und Ans\u00e4tze zur Entwicklung einer geschlechtersensiblen P\u00e4dagogik"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>Erl\u00e4utern Sie das in der Vorlesung thematisierte\u00a0 Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Zuschreibung in Bezug auf\u00a0 Genderdynamiken und -p\u00e4dagogik in der Schule. Nehmen Sie daf\u00fcr Bezug auf\u00a0 die in der Vorlesung genannten theoretischen Ans\u00e4tze (v.a. Folien\u00a0 26-30).<\/li>\n<\/ol>\n<p>In der Vorlesung wurde \u00fcber das Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Zuschreiben in Bezug auf Genderdynamiken und -p\u00e4dagogik in der Schule geredet. Dabei handelt es sich bei der Inzinierung darum, dass die traditionellen Geschlechterrollen auf verschiedene Arten immer noch \u00a0auf verschiedene Art und Weisen konstruiert werden (vgl. Kehlenbeck 2004: 40). Bei der Zuschreiben geht es darum, dass diese Konstruktionen so ausma\u00df nehmen k\u00f6nnen, dass die Sch\u00fcler*innen selbst Interessen und sich selbst F\u00e4higkeiten zuschreiben, die nach irrer Interpretation in ihre Rolle als Junge oder M\u00e4dchen passen (vgl. Leunig 2023: S.102). In der Vorlesung wurde auch darauf eingegangen, dass M\u00e4dchen besonders in den MINT-F\u00e4chern benachteiligt werden (vgl. Fantini 2024: rv05). Viehoff geht darauf ein und erl\u00e4utert, dass Frauen so gut ausgebildet wie noch nie waren, jedoch immer noch eine deutliche Trennung von Geschlechtern bei der Auswahl des Studiengangs und des Berufs (vgl. Viehoff 2015: 79). Obwohl in einer Studie aus 2012 zeigt, dass M\u00e4dchen in den MINT-F\u00e4chern durchschnittlich bessere Ergebnisse erzielen als Jungs, landen die wenigsten Frauen in MINT-Studieng\u00e4ngen (vgl. ebd.). Viehoff gibt daran den immer noch bestehende Genderrollen und die damit fehlenden Vorbilder f\u00fcr junge M\u00e4dchen die schuld (vgl. ebd.).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. Reflektieren Sie ihre bisherigen Praxiserfahrungen aus der eigenen Schulzeit und ersten Praktika zum schulischen \u201eGenderplay\u201c,\u00a0 m\u00f6glichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenit\u00e4tsfeld\u00a0 der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung,\u00a0 Inklusion.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meiner Schulzeit konnte ich einige Erfahrungen zum &#8222;Genderpaly&#8220; sammeln. Zu einem wurden meistens immer nur Jungs genommen, um &#8222;schwere&#8220; Sachen zu tragen oder aufzubauen, was mich schon in der Grundschule gest\u00f6rt hat, weil ich mich gefragt habe, woher die Lehrer*innen wissen wollen, dass ich &#8222;schw\u00e4cher&#8220; als ein Junge bin, nur weil ich ein M\u00e4dchen bin. Zudem habe ich seit der Grundschulzeit schon \u00f6fter geh\u00f6rt, dass M\u00e4dchen prinzipiell eine sch\u00f6nere Schrift h\u00e4tten als Jungs und bessere in sprachlichen F\u00e4chern sind, Eingegensatz zu den Jungen, die wohl besser in den MINT F\u00e4chern seinen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3. Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe f\u00fcr kommende\u00a0 Praktika zum Thema \u201egendersensible P\u00e4dagogik\u201c, auch hier m\u00f6glichst unter\u00a0 Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenit\u00e4tsfeld der\u00a0 Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung,\u00a0 Inklusion, um deutlich zu machen, dass die Kategorie Gender nicht f\u00fcr\u00a0 sich steht, sondern andere Dimensionen von Heterogenit\u00e4t oftmals\u00a0 wesentlich mit beeinflusst (intersektionale Perspektive).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beobachten Sie, wie Lehrer*innen den Sch\u00fcler*innen Feedback geben und Leistungen bewerten. Achten Sie darauf, ob und wie &#8222;Genderplay&#8220; dabei eine Rolle spielt und ob klassische Gender Stereotype Einfluss auf die Leistungsbewertung haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literaturverzeichnis:<\/p>\n<p>Augustin-Dittmann, Sandra\/ Gotzmann, Helga (2015): <span style=\"font-family: georgia, palatino, serif;font-size: 12pt\">MINT gewinnt Schu\u0308lerinnen, Wiesbaden, Deutschland: Springer Verlag<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif;color: #000000\"><span style=\"font-size: 12pt\"><a style=\"color: #000000\" title=\"Mehr von dieser Person\" href=\"https:\/\/suche.suub.uni-bremen.de\/cgi-bin\/CiXbase\/brewis\/CiXbase_search?act=search&amp;term=Voigt-Kehlenbeck,%20Corinna&amp;CID=&amp;LAN=DE&amp;IHITS=15&amp;FHITS=15&amp;XML_STYLE=\/styles\/cns-DE.xml&amp;index=L&amp;PRECISION=100&amp;section=b&amp;n_dtyp=1L&amp;n_rtyp=ceEdX\">Voigt-Kehlenbeck, Corinna (2004): <\/a><\/span><span style=\"font-size: 12pt\">Genderpa\u0308dagogik ist eine Herausforderung: u\u0308ber die Inszenierung der nachfolgenden Generationen &#8211; oder: den Blick scha\u0308rfen fu\u0308r die pa\u0308dagogische Funktion von Frauen und Ma\u0308nnern in Einrichtungen mit gemischtem Klientel, <span style=\"font-family: georgia, palatino, serif\"><i>Sozial Extra<\/i> <b>28<\/b>, 40\u201345, [online] https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s12054-004-0071-x#citeas [abgerufen am 10.05.2024]<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Fantini, Christoph (2024): Heterogenit\u00e4tskategorie Geschlecht\/Gender in Schule &#8211; im Spannungsfeld von Inzinierung und Zuschreibung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erl\u00e4utern Sie das in der Vorlesung thematisierte\u00a0 Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Zuschreibung in Bezug auf\u00a0 Genderdynamiken und -p\u00e4dagogik in der Schule. 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