{"id":20,"date":"2024-06-07T22:01:28","date_gmt":"2024-06-07T20:01:28","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/luavy\/?p=20"},"modified":"2024-06-07T22:03:30","modified_gmt":"2024-06-07T20:03:30","slug":"rv8-leistungsheterogenitaet-ursachen-symptome-und-umgang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/luavy\/2024\/06\/07\/rv8-leistungsheterogenitaet-ursachen-symptome-und-umgang\/","title":{"rendered":"RV8: Leistungsheterogenit\u00e4t \u2013 Ursachen, Symptome und Umgang"},"content":{"rendered":"<p>1.) Welche Zusammenh\u00e4nge zwischen der Leistungsheterogenit\u00e4t von Kindern und dem Einfluss von Lehrerinnen und Lehrern auf die schulischen Lernleistungen sind f\u00fcr Sie heute deutlich geworden?<\/p>\n<p>Zur Entwicklung der Leistungsf\u00e4higkeit von Kindern spielen einige Faktoren, wenn auch mit unterschiedlicher Gewichtung, mit. Dazu geh\u00f6rt sowohl das eigene Elternhaus, die Schule in jeglicher Form, das generelle soziale Umfeld und auch die psychische Entwicklung des Kindes (vgl. Trostmann 2024: 7). Da jedes Kind in verschiedenen Eltern und sozial Umfeldern aufw\u00e4chst, hat somit auch jedes Kind andere Startbedinungen, wenn es in die Schule kommt (vgl Trostmann 2024: 10). Durch die oftmals starre Einhaltung des Curriculums seitens der Lehrkr\u00e4fte\/P\u00e4dagog*innen werden diese Ungleichheiten oftmals nur noch mehr verst\u00e4rkt (vgl. ebd.).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Deshalb sollten Lehrkr\u00e4fte bereit und f\u00e4hig sein, die unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse der Kinder wahrzunehmen und darauf aufbauend differenzierte Aufgaben anzubieten und individuelle Lernziele zu vereinbaren (vgl. Tomlinson 1995: 8). Bei den Lernzielen ist es wichtig, dass die Lehrkr\u00e4fte diese transparent dem Kind mitteilen (vgl. Hattie ebd. 2007:97). Durch und durch positives Feedback von Fortschritten tragen zur Selbstwirksamkeit der Kinder bei (vgl. ebd.).<\/p>\n<p>2.) Welche Handlungspraxen im Bereich Leistungsbeurteilung haben Sie in Ihren bisherigen Praxisphasen und aus der eigenen Schulbiografie kennengelernt und inwieweit w\u00fcrden Sie die anerkennende Ber\u00fccksichtigung der Leistungsheterogenit\u00e4t darin als angesprochen beschreiben?<\/p>\n<p>Ich habe in meiner Schullaufbahn schon einige Erfahrungen in dem Bereich Leitungsbeurteilung sammeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zu einem war ich auf einer Oberschule, wo Sch\u00fcler*innen innerhalb einer Klasse verschiedene Abschl\u00fcsse angestrebt haben. Dabei war es ab einer bestimmten Klassenstufe so, dass in manchen F\u00e4chern genau der gleiche Stoff vermittelt wurde und genau die gleichen Klausuren geschrieben wurden, nur dass es so war, dass wer einen \u201eh\u00f6heren\u201c Abschluss angestrebt hat mehr Punkte f\u00fcr eine bestimmte Note gebraucht hat, als die, die einen anderen Abschluss angestrebt haben. Damals habe ich dies als unfair empfunden, da alle die gleiche Klausur geschrieben haben. Heute bin ich mir auch noch ziemlich unsicher, wie sinnvoll ich das finde, da ich denken, dass es definitiv bessere Methoden gibt, um differenzierten Unterricht zu gestalten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Besondern in der 5. und 6. Klasse haben wir, besonders in den Hauptf\u00e4chern mit Stationen gearbeitet, wo man in seinem eigenen Tempo die Aufgaben bearbeiten konnte. Diese gab es auch in verschiedene Schwierigkeitsgraden und man konnte entscheiden, in welcher Reihenfolge man diese bearbeiten m\u00f6chte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Diese Art von Arbeit w\u00fcrde ich in meiner sp\u00e4teren Laufbahn als Lehrkraft auch gerne einsetzen, da so Sch\u00fcler*innen individuell arbeiten k\u00f6nnen und trotzdem herausgefordert werden k\u00f6nnen, ohne \u00fcberfordert zu werden, was ein positives Selbstwertgef\u00fchl und Motivation f\u00f6rdern kann.<\/p>\n<p>3.) Wie positionieren Sie sich zu der Aussage von Hiller als angehende Lehrer*in und welche m\u00f6glichen Forschungsfragen w\u00e4ren f\u00fcr Sie relevant, um seine Position empirisch weiter zu verfolgen?<\/p>\n<p>Zwar stimmt es, dass es viele Lehrkr\u00e4fte gib, die sich viel zu starr am Curriculum halten und nicht auf die Individualit\u00e4t der Sch\u00fcler*innen eingeht, da es eventuell nunmal einfacher ist zu tin. Jedoch w\u00e4re es nicht fair hier von allen Lehrkr\u00e4ften zu reden. Es gibt genug Lehrkr\u00e4fte und ganze Schulen die stetig bem\u00fcht sind ihre Konzepte zu ver\u00e4ndern und zu Verbesser um allen Sch\u00fcler*innen individuell zu helfen und sich vom Curriculum entbinden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Literatur:<\/p>\n<p>Tomlinson, Carol A (1995): How to differentiate instruction in mixed-ability classrooms\u00a0, Association for Supervision and Curriculum Development<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/suche.suub.uni-bremen.de\/cgi-bin\/CiXbase\/brewis\/CiXbase_search?act=search&amp;term=Hattie,%20John&amp;CID=&amp;LAN=DE&amp;IHITS=15&amp;FHITS=15&amp;XML_STYLE=\/styles\/cns-DE.xml&amp;index=L&amp;PRECISION=100&amp;section=b&amp;n_dtyp=1L&amp;n_rtyp=ceEdX\">Hattie, John<\/a>\/<a href=\"https:\/\/suche.suub.uni-bremen.de\/cgi-bin\/CiXbase\/brewis\/CiXbase_search?act=search&amp;term=Timperley,%20Helen&amp;CID=&amp;LAN=DE&amp;IHITS=15&amp;FHITS=15&amp;XML_STYLE=\/styles\/cns-DE.xml&amp;index=L&amp;PRECISION=100&amp;section=b&amp;n_dtyp=1L&amp;n_rtyp=ceEdX\">Timperley, Helen<\/a> (2007): The power of feedback, SAGE Publications<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.) Welche Zusammenh\u00e4nge zwischen der Leistungsheterogenit\u00e4t von Kindern und dem Einfluss von Lehrerinnen und Lehrern auf die schulischen Lernleistungen sind f\u00fcr Sie heute deutlich geworden? Zur Entwicklung der Leistungsf\u00e4higkeit von Kindern spielen einige Faktoren, wenn auch mit unterschiedlicher Gewichtung, mit. 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