{"id":33,"date":"2016-06-01T07:54:56","date_gmt":"2016-06-01T05:54:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/?p=33"},"modified":"2016-06-01T07:54:56","modified_gmt":"2016-06-01T05:54:56","slug":"mathematik-ditaktik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/2016\/06\/01\/mathematik-ditaktik\/","title":{"rendered":"Mathematik Ditaktik"},"content":{"rendered":"<p><em>1. Sind Unterschiede in den mathematischen Leistungen von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern ein Grund zur Sorge?<\/em><\/p>\n<p>Es ist allgemeines Wissen, dass Mathematik einigen liegt und anderen nicht, einige interessieren sich da\u00fcr und andere nicht. Ich denke, dass das Interesse auch im Unterricht eine Rolle spielt. Denn f\u00fcr ein Fach oder Thema, mit dem ich begeistert arbeite und selbst nachforschen m\u00f6chte, um dar\u00fcber mehr zu lernen f\u00e4llt es mir oft leichter den Stoff zu verstehen und zu durchdringen, oder wenn nicht, setze ich mich aus eigenem Interesse so lange daran, bis ich es verstanden habe, weil Ehrgeiz vothanden ist. Solch eine Motivation macht es auf jeden Fall leichter gute Leistungen zu zeigen.<\/p>\n<p>Auch ist mir\u00a0 (als Mathestudentin und Nachhilfelehrerin) bekannt, dass es Sch\u00fcler mit Dyskalkulien gibt. Dies wirkt sich so aus, wie eine Lese- Rechtschreibschw\u00e4che im Bereich Zahlen, Rechnen und Logik. F\u00fcr diese SuS ist es, egal ob M\u00e4dchen oder Junge, sehr schwer mathematische Zusammenh\u00e4nge zu verstehen. Es h\u00e4ngt also nicht vom Geschlecht ab.<\/p>\n<p>Dennoch gilt f\u00fcr den Gro\u00dfteil der Sch\u00fcler, die Schwierigkeiten in Mathe habem, dass sie an irgendeinem Punkt nicht mehr mitgekommen sind. Mathematik ist logisch von unten nach oben aufgebaut. Auch, wenn es immer einen schlechten Tag w\u00e4hrend einer Klausur oder einfach eine Aufgabe gibt, die einem nicht liegt, kann man generell bei einer Schwierigkeit genau sagen, an welchem Punkt der Aufgabe oder des Themas generell es hapert. Wenn die Wissensl\u00fccke weit zur\u00fcck geht, ist es wahrscheinlich, dass der SoS andere Themen, die darauf aufgebaut haben auch schon nicht wirklich verstanden hat. Wenn man diese L\u00fccke jedoch gefunden hat, kann man sie mit Widerholen des Stoffes meist f\u00fcllen und von da aus wieder aufbauen. Der heutige Mathematikunterricht in der Schule l\u00e4sst es oft aus zeitlichen Gr\u00fcnden nicht zu, dass auf eventuell aufkommende L\u00fccken jeden Sch\u00fcleres geachtet wird, wenn aber die Eigeninitiative der Sus vorhanden ist, kann man dies leicht umgehen.<\/p>\n<p>Insegesamt ist jedoch auch bekannt, dass generell Jungen mathematische und naturwissenschaftliche F\u00e4cher eher liegen und interessieren, M\u00e4dchen eher Sprachen, K\u00fcnste und andere kreativere F\u00e4cher.<\/p>\n<p>Ich denke also, wenn man sich diesen Punkten bewusst ist, kann man versuchen dagegen zu steuern, z. B. mit Lebensinhalten, die M\u00e4dchen interessieren, damit sie einen pers\u00f6nlichen Zugang zur Mathematik f\u00e4nden. Nat\u00fcrlich ist meine Spekulation nicht wissenschaftlich hinterlegt, jedoch denke ich, dass der Hauptspekt der Leistungsunterschiede zwischen M\u00e4dchen unt Jungen das Interesse an dem Fach ist. Der Rest ist mehr oder weniger Zufall. Denn ob eine M\u00e4dchen oder ein Junge eine Dyskalkulie oder mal einen schlechten Tag in Mathe hatte und deshalb zur\u00fcckliegt, hat keinen Grund.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Sind Unterschiede in den mathematischen Leistungen von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern ein Grund zur Sorge? Es ist allgemeines Wissen, dass Mathematik einigen liegt und anderen nicht, einige interessieren sich da\u00fcr und andere nicht. Ich denke, dass das Interesse auch im Unterricht eine Rolle spielt. 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