{"id":21,"date":"2016-04-28T22:13:37","date_gmt":"2016-04-28T20:13:37","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/?p=21"},"modified":"2016-04-28T22:13:37","modified_gmt":"2016-04-28T20:13:37","slug":"othering","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/2016\/04\/28\/othering\/","title":{"rendered":"Othering"},"content":{"rendered":"<p><em>Eine Gefahr begegnungsp\u00e4dagogischer Konzepte ist das \u201eOthering\u201c. Was genau sind die Probleme, und wie werden sie didaktisch erzeugt? Erl\u00e4utern Sie an einem Beispiel, vorzugsweise aus Ihrer eigenen Schulerfahrung.<\/em><\/p>\n<p>Othering, ein Prozess, der jedem bekannt sein wird. Es ordnen sich hier Personen bewusst einer Gruppe zu, formen vielleicht eine &#8222;Peer Group&#8220;, mit anderen Menschen, mit denen sie denken etwas gemeinsam zu haben. Dies kann die Religion, Nationalit\u00e4t, der kulturelle Hintergrund, die Leidenschaft f\u00fcr einen Sport oder Musik oder vieles anderes sein. Hier findet bewusste ein Vergleich seiner eigenen Person mit der einer oder mehrerer Anderen statt. In der Schule wird dieser Unterschied oft gewertet und im schlimmsten Fall entsteht hieraus Ausgernzung oder gar Mobbing. Wie sich zeigt, ist Othering also ein sehr gef\u00e4hrlicher Prozess, der Kinder und Jugendliche unter Druck setzt sich einer Gruppe von Menschen zuzuordnen. In der Phase der Selbstfindung, wo man sich noch nicht sicher ist, zu welcher kulturellen Gruppe o. a. man dazugeh\u00f6ren m\u00f6chte, kann dies kritisch sein und schwerwiegende Nachfolgen haben (z.B. Pers\u00f6nlichkeitskomplexe, das dauernde Gef\u00fchl der Ausgschlossenheit&#8230;) Es kann f\u00fcr Jugendliche schlimm sein das Gef\u00fchl zu haben anders zu sein. Sie wollen normal sein, wie die anderen. Daraus bilden sich besonders diese Gruppen. Individuell sein, selbst das zu machen, was man gern hat, nicht weil andere es machen&#8230; Das ist f\u00fcr einen Jugendlichen wichtig zu lernen, aber das w\u00e4re ein ganz anderer Aufsatz.<\/p>\n<p>Ein Beispiel von Othering, das mir aus meiner eigenen Schulzeit noch sehr pr\u00e4sent ist, ist die Gruppe von Jungen meines Jahrgangs, die auf hohem Niveau Fu\u00dfball spielen. Dies waren die Jungen, die von der ganzen Schule viel Aufmerksamkeit bekamen, sich selbst gern in den Vordergrund stellten, von den M\u00e4dchen angehimmelt wurden&#8230;SuS, die dieses Muster durchschauten und sich nicht davon angezogen f\u00fchlten mit den &#8222;coolen St. Pauli Spielern&#8220; befreundet zu sein, waren in deren Augen &#8222;uncool&#8220;. Blickkontakt wurde von deren Seite gemieden, sich zu gr\u00fc\u00dfen war auch un\u00fcblich&#8230;Mir selbst machte es nichts aus, f\u00fcr andere, denen es wichtig gewesen w\u00e4re zu den coolen SuS zu geh\u00f6ren war dies oft kr\u00e4nkend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Gefahr begegnungsp\u00e4dagogischer Konzepte ist das \u201eOthering\u201c. Was genau sind die Probleme, und wie werden sie didaktisch erzeugt? Erl\u00e4utern Sie an einem Beispiel, vorzugsweise aus Ihrer eigenen Schulerfahrung. Othering, ein Prozess, der jedem bekannt sein wird. Es ordnen sich hier Personen bewusst einer Gruppe zu, formen vielleicht eine &#8222;Peer Group&#8220;, mit anderen Menschen, mit denen &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/2016\/04\/28\/othering\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Othering<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6037,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_total_topic_count_hidden":0,"_bbp_total_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[207],"tags":[23844],"class_list":["post-21","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-rv04"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6037"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21\/revisions\/23"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lritke\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}