{"id":35,"date":"2019-08-09T15:12:14","date_gmt":"2019-08-09T13:12:14","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lotte\/?p=35"},"modified":"2019-08-09T15:12:14","modified_gmt":"2019-08-09T13:12:14","slug":"reflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lotte\/2019\/08\/09\/reflexion\/","title":{"rendered":"Reflexion"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt\"><span style=\"color: #333333\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei konkret Bezug auf a.) fachdidaktische Aspekte, indem Sie Erkenntnisse auf die Didaktiken ihrer <\/span><\/span><strong><span style=\"color: #333333\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">eigenen beiden F\u00e4cher <\/span><\/span><\/strong><span style=\"color: #333333\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">beziehen und b.) zwei generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Schule und Unterricht mit Bezug zu den relevanten Quellen benennen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Jeder Sch\u00fcler und jede Sch\u00fclerin ist anders. Die Schule ist ein Ort, an dem verschiedene Kulturen, Haushalte, Talente, Probleme usw. aufeinander treffen. An diesem Ort der Begegnung bedarf es noch viel Arbeit, um jeden Einzelnen individuell zu f\u00f6rdern. Nach dem allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ist es verboten, Menschen wegen Geschlecht, Behinderung, Alter, Religion, Weltanschauung sowie ethnischer Herkunft zu vernachl\u00e4ssigen. Einen Schulalltag zu schaffen, in dem niemand unbewusst benachteiligt ist, stellt jedoch alle vor gro\u00dfe Schwierigkeiten. In jeder Klasse gibt es Sch\u00fcler*innen mit besonderen fachlichen Kenntnissen, Lernproblemen, Konzentrationsproblemen usw., weshalb jeder individuell gef\u00f6rdert werden sollte. Es muss sowohl Gleichheit, als auch Gerechtigkeit geschaffen werden. Ich habe aus diesem Semester verschiedene Ideen mit genommen, wie dies umgesetzt werden kann.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><br \/>\nNach Heinze gibt es im Fach Mathematik schon ab der ersten Klasse Leistungsunterschiede, die im Laufe der Grundschule zunehmen. Eine Analyse der Leistungsentwicklung in der Schullaufbahn (SOKKE) zeigt, dass Kinder mit und ohne Migrationshintergrund dieselbe Leistungsentwicklung haben. Mathematik ist f\u00fcr viele ein unbeliebtes Schulfach. So zeigt auch die PISA Studie aus dem Jahr 2000, dass 15-j\u00e4hrige in Deutschland erhebliche mathematische R\u00fcckst\u00e4nde haben. In diesem Fach ist es also besonders wichtig, seine Sch\u00fcler*innen zu begeistern und Lernprobleme individuell zu f\u00f6rdern. Hierbei k\u00f6nnen einem verschiedene Methoden helfen. Eine davon ist das spezielle Fingerrechnen von Natascha Korff, das Kindern mit Downsyndrom erm\u00f6glichen soll, Rechenaufgaben zu l\u00f6sen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Auch Musik ist ein Fach, indem einige bereits viel Vorwissen, bzw. viel Begabung mitbringen, mit dem andere jedoch bis zum Zeitpunkt der ersten Unterrichtsstunde keinerlei Kontakt hatten. Dieses Fach eignet sich sehr gut, um Gruppenarbeiten zu gestalten. Musikalisch begabte Kinder k\u00f6nnen ihren Mitsch\u00fcler*innen beispielsweise einfache Rhythmen beibringen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Allgemein ist es in der Schule wichtig, einen guten Einstieg in ein Thema oder eine Stunde zu finden, egal in welchem Fach man unterrichtet. Man kann den Beginn mit Alltagssituationen, Spielen oder anderen Methoden, die Sch\u00fcler*innen kognitiv aktivieren, gestalten. Ebenfalls von Bedeutung sind unterrichtspraktische Erhebungen. Mit einem neuen Thema kann sich eine Klasse nach Klee auf drei verschiedene Weisen vertraut machen. Zum einen kann man eine selbstreflektierte Begegnung gestalten, indem individuelle Vorkenntnisse in beispielsweise einer Mindmap gesammelt werden. Eine kommunikative Begegnung vermischt diese Vorkenntnisse oder Vorstellungen mit denen der Mitsch\u00fcler. In der differenzierten Begegnung wird sich durch Hilfsmaterialien, wie Zeitungsartikel usw., in ein Thema eingearbeitet.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">W\u00e4hrend des gesamten Unterrichts muss nach der Arbeitshypothese ,,doppelte Heterogenit\u00e4t\u2018\u2018 darauf geachtet werden, dass es zu keinerlei Missverst\u00e4ndnissen zwischen Sch\u00fcler*innen und Lehrer*innen kommt. Verschiedene Vorkenntnisse bringen unterschiedliche Verst\u00e4ndnisse f\u00fcr einige Begriffe mit sich. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Neben diesen Beispielen habe ich weitere Methoden kennen gelernt, die es mir erm\u00f6glichen, Schule als einen heterogenen Ort zu gestalten.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\n<ol start=\"2\">\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Welche Faktoren zum schulischen Umgang mit Heterogenit\u00e4t (z.B. Unterrichtsformen, Schulformen, schulstrukturelle Fragen, schulkulturelle Aspekte), die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, pr\u00e4gen in Ihrer Wahrnehmung aus eigenen Praxiserfahrungen (eigene Schulzeit, Praktika, Berichte aus der Praxis) den Schulalltag besonders stark \u2013 und warum? An welcher Stelle k\u00f6nnten Sie einzelne der unter 1 genannten Erkenntnisse zur Erkl\u00e4rung heranziehen?<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Ein pr\u00e4gender Punkt f\u00fcr den Schulalltag ist meiner Meinung nach die Unterrichtsform. Ich selber habe in meiner Schulzeit immer viel in Gruppen oder Teams gearbeitet. Wir haben uns h\u00e4ufig Themen gen\u00e4hert, indem wir Gruppenpuzzle oder andere Lernspiele durchgef\u00fchrt haben. Ich hatte bei den meisten Lehrer*innen das Gef\u00fchl, dass sie versuchen, uns f\u00fcr ihren Unterricht zu begeistern. W\u00e4hrend eines dreimonatigen Aufenthaltes in Frankreich habe ich eine andere Unterrichtsform kennen gelernt, den Frontalunterricht. Der Unterricht wurde wie eine Art Vorlesung gestaltet, so dass ich den Eindruck bekam, die Sch\u00fcler*innen h\u00e4tten weniger Interesse an den Themen. Die Schulstunden vergingen deutlich langsamer, als ich es bisher kannte. Des Weiteren hat diese Unterrichtsform es nicht erm\u00f6glicht, dass sich die Lehrer*innen individueller Probleme der Sch\u00fcler*innen annehmen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">In Bezug auf Sozialverhalten spielt meiner Meinung nach die Schulform eine gro\u00dfe Rolle. Auf dem Gel\u00e4nde meiner Grundschule befand sich eine Schule f\u00fcr Kinder mit geistigen und k\u00f6rperlichen Behinderungen. Einige Unterrichtsf\u00e4cher, wie beispielsweise Sport, hatten wir manchmal mit den Sch\u00fcler*innen dieser Schule gemeinsam. Hierdurch wurde uns die M\u00f6glichkeit gegeben, schon fr\u00fch Kontakt zu Menschen mit Behinderungen zu bekommen und zu lernen, mit so einer Situation umzugehen. Meinen Bundesfreiwilligendienst habe ich an einer privaten Grundschule durchgef\u00fchrt. Es gab tolle Angebote f\u00fcr die Sch\u00fcler*innen. Solche Angebote (z.B Geige als Schulfach) sind auf einer staatlichen Schule wahrscheinlich kaum realisierbar. Verglichen mit anderen Schulen liegt hier definitiv keine Gleichheit vor. Dennoch werden die Kinder sp\u00e4ter wom\u00f6glich die selbe weiterf\u00fchrende Schule Besuchen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\n<ol start=\"3\">\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Zu welchen zwei erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, w\u00fcrden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium im Bezug auf das Modulthema UMHET. Bitte begr\u00fcnden Sie Ihre Wahl?<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Besonders zu der Fragestellung ,,Meint Inklusion wirklich alle\u2018\u2018 aus der sechsten Vorlesung w\u00fcrde ich gerne noch mehr erfahren. Wir haben uns viel mit den Unterschieden jedes Einzelnen besch\u00e4ftigt und damit, welche Methoden angewandt werden k\u00f6nnen, um alle individuell zu f\u00f6rdern und eine Ausgrenzung einzelner zu vermeiden. Es wurde immer wieder ein aktueller Bezug hergestellt, jedoch w\u00fcrde mich interessieren, wie sehr schon Inklusion im Schulalltag verwirklicht wird bzw. nicht, besonders auch unter Betrachtung verschiedener Bundesl\u00e4nder oder sogar im internationalen Vergleich. Des Weiteren w\u00fcrde ich gerne noch ausf\u00fchrlicher die Fragestellung ,,Migration als Kernthema der Ver\u00e4nderung von Schule\u2018\u2018 behandeln. Besonders in den letzten Jahren ist Migration zu einem bedeutenden Thema in unserer Gesellschaft geworden. Die Schule wird immer mehr zu einem Ort, an dem verschiedene Kulturen aufeinander Treffen. Ich denke, besonders unsere Generation an Lehrer*innen wird viel mit den Themen Migration und Inklusion zu tun haben. Unterschiedliche Sprachkenntnisse m\u00fcssen durch den Unterricht so umgangen werden, dass jeder ihm folgen kann.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\n<ol start=\"4\">\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Welche in den Vorlesungseinheiten von BAUMHET thematisierten Problematiken\/Aspekte sehen Sie f\u00fcr sich pers\u00f6nlich als besondere Herausforderung? Wie k\u00f6nnten Sie sich, im Uni-Kontext oder auch dar\u00fcber hinaus, auf diese Herausforderungen vorbereiten?<\/span><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 12pt\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Als besondere Herausforderung f\u00fcr mich sehe ich meinen zuk\u00fcnftigen Mathematikunterricht. Ich selber habe in meiner Schulzeit oft erlebt, dass Sch\u00fcler*innen kein Interesse an diesem Fach haben und es bei vielen das absolute ,,Hassfach\u2018\u2018 ist. Mit dieser gespaltenen Meinung gehen auch unterschiedliche Lernniveaus einher. Den Unterricht so zu gestalten, dass niemand gelangweilt und niemand \u00fcberfordert ist, wird mit Sicherheit nicht einfach. Ich hoffe, dass ich durch mein Orientierungspraktikum einen Eindruck von verschiedenen Formen des Mathematikunterrichts bekommen kann. Weiterhin w\u00fcnsche ich mir, dass ich durch meine Praktika die M\u00f6glichkeit bekommen mit Mathelehrer*innen \u00fcber ihre pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit Leistungsdifferenzen zu sprechen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: 12pt\"><span style=\"color: #333333\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Eine weitere Herausforderung die ich f\u00fcr mich sehe, ist der Umgang mit Gleichheit und Gleichberechtigung. Bereits in der ersten Vorlesung kam dieses Thema zur Sprache und besch\u00e4ftig<\/span><\/span><span style=\"color: #333333\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">t<\/span><\/span><span style=\"color: #333333\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"> mich seit dem sehr. Gleichberechtigung bedeutet nicht unbedingt Gleichheit. Doch wie gelingt es mir, niemanden zu bevorzugen, auf alle gleich viel R\u00fccksicht zu nehmen und dennoch alle auf einen Stand zu bringen? Ich erhoffe mir, dass ich sowohl im Praktikum, als auch in Fachdidaktischen uns weiterf\u00fchrenden p\u00e4dagogischen Seminaren noch mehr zu diesem Thema erfahre.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #333333;font-size: 14pt\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich mitgenommen haben. 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