„Begabt“ Ein Film durch die Augen einer Schülerin

                                                               „Begabt“

                               Ein Film – Durch die Augen einer Schülerin

Der Film „begabt“ handelt von einem jungen Mädchen namens Mary, dass in Florida mit ihrem Onkel lebt und eingeschult werden soll. Sie will aber nicht in die Schule, weil sie schon ahnt, dass dort nur „Idioten“ sein werden. Ihr Onkel lässt Mary aber keine andere Wahl, als das zu durchleben, was alle anderen Kinder auch in ihrem Alter erleben. Er möchte nicht, dass sie keine Freunde hat. Er möchte, dass auch sie ganz „normal“ zur Grundschule geht und sich dort Sozialkompetenzen aneignet. Doch es dauert nicht lange, da erscheint Marys Großmutter und es kommt zu einem gerichtlichen Verfahren. Es wird um das Sorgerecht der kleinen Mary gestritten. Das Gericht soll entscheiden, wer besser für das Wohl der 5-jährigen Mary sorgen kann und ihr all das bieten kann, was sie für eine angemessene und individuell-förderliche Entwicklung braucht. Der ganze Prozess soll mit einer potenziellen Pflegefamilie gelöst werden. So sieht sich die kleine Mary zerrissen zwischen drei Welten.

Ich habe mir den Film mit meiner 13-jährigen Nachbarin und Mathe- Nachhilfeschülerin (7.Klasse) mit sonderpädagogischen Förderbedarf unter den Gesichtspunkten angeschaut, wie es sich wohl anfühlen muss in Mathe hochbegabt zu sein. Für meine Nachhilfeschülerin war die Hochbegabung der Mary zunächst einmal ein ganz klarer Vorteil mit einer unfassbar coolen Fähigkeit, dass sie sich wünschte auch so begabt in Mathe zu sein, wie Mary. Sie stellte sich vor, es ihren LehrernInnen und MitschülernInnen zu zeigen, sie zu überraschen und vom Gegenteil zu überzeugen, weil sie vermutet, dass ihre MitschülerInnen und LehrerInnen sonst nicht von ihr erwartet hätten in Mathe gut zu sein bzw. auf einmal brillant zu sein. Sie ging sogar so weit, dass sie sagte: „ Oh ey! Es gibt doch bestimmt Ärzte, die eine solche Gehirntransplantation vornehmen könnten, um den Hochbegabten, die nicht zufrieden sind mit ihrem Leben, einen Teil rausoperieren und denen hineinpflanzen, die sich wünschten ein bischen von ihrer Hochbegabung abzubekommen.“ Sie konnte sich also auch die andere Seite der Begabung vorstellen. Dass es nicht immer unbedingt einfach und ein Vorteil ist hochbegabt zu sein. Dass es sehr stark vom Umfeld abhängt, wie mit der Hochbegabung des Mädchens umgegangen wird. Und, dass jede Person eine andere Meinung und Stellung dazu einnimmt.

Nichtsdestotrotz habe ich meiner Mathe-Nachhilfeschülerin versucht Mut zu machen und aufzuzeigen, was für Stärken sie inne hat und diese fokussieren soll, um diese jetzt und v.a. später mit glücklichem Erfolg zum Ausdruck zu bringen.

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