{"id":28,"date":"2024-08-19T11:00:06","date_gmt":"2024-08-19T09:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernstandserhebung\/?p=28"},"modified":"2024-08-19T10:54:55","modified_gmt":"2024-08-19T08:54:55","slug":"verschiedene-methoden-und-programme-fuer-digitale-lernstandserhebungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernstandserhebung\/2024\/08\/19\/verschiedene-methoden-und-programme-fuer-digitale-lernstandserhebungen\/","title":{"rendered":"Verschiedene Methoden und Programme f\u00fcr digitale Lernstandserhebungen"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag soll es also nun darum gehen, mit welchen Methoden und Programmen \u00fcberhaupt digitale Lernstandserhebungen durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Im letzten Beitrag wurden schon kurz Programme angerissen, mit welchen Tests durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Auf solche Programme und welche, die noch ganz andere M\u00f6glichkeiten bieten k\u00f6nnen, werde ich jetzt eingehen. Dabei versuche ich mich auf solche zu beschr\u00e4nken, die auch meine Studienf\u00e4cher Physik und Franz\u00f6sisch abdecken, weswegen ich auf andere Programme vielleicht nur am Rande eingehen werde, weil es sich dann um Programme handelt, die unabh\u00e4ngig vom Fach genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Plattformen und Websites<\/strong><\/p>\n<p>Die ersten Versuche, Plattformen zu finden, gestaltet sich als schwierig, da einige Plattformen ihren Dienst eingestellt haben. Wenige f\u00fchren diesen auf einer neuen Plattform fort. Weiterhin erfragen viele Plattformen die Identifikationsnummer der Schule. Da ich allerdings noch an keiner Schule arbeite, konnte ich diese entsprechend nicht testen.<\/p>\n<p>Die erste Website, die ich testen konnte, ist <em>Classtime<\/em>. Es ist eine Website, die kostenlos genutzt werden kann, aber einen Account ben\u00f6tigt. Zu Testzwecken habe ich erstmal meinen Google-Account verwendet. Man kann sich jedoch auch mit iServ einloggen, wenn die Schule dies nutzt. Mit <em>Classtime<\/em> k\u00f6nnen Frageb\u00f6gen genutzt werden. Es gibt bereits vorgefertigte Frageb\u00f6gen, die gesucht und benutzt werden k\u00f6nnen, man kann aber auch eigene Frageb\u00f6gen erstellen. Erstellt man selbst eine Frage, so kann ausgesucht werden, wie diese Antwort anzugeben ist. Das bedeutet, dass Single-Choice, Multiple-Choice, offene Aufgaben und viele andere Optionen m\u00f6glich sind. Mein erster Eindruck sagt mir, dass dies bei den Fremdsprachen als Alternative zu herk\u00f6mmlichen Vokabeltests genutzt werden kann. Auch reine Wissensabfragen wie Formeln physikalischer Gesetze k\u00f6nnen gut abgefragt werden. Bestimmt ist dies f\u00fcr alle Schulf\u00e4cher und Altersstufen geeignet. Zu den Fragen k\u00f6nnen auch Musterl\u00f6sungen angegeben werden; auch Videos oder Audios, die zur Beantwortung einer Aufgabe ben\u00f6tigt werden, k\u00f6nnen eingef\u00fcgt werden. Jede Frage gibt Punkte. Ich nehme an, dass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Gesamtpunktzahl am Ende mitgeteilt bekommen, denn das kann ich leider nicht einsehen. Entsprechend kann ich nicht einsch\u00e4tzen, ob gezeigt wird, welche Fragen richtig und welche falsch beantwortet werden.<\/p>\n<p>Ansonsten gibt es f\u00fcr das Programm noch ein kostenpflichtiges Upgrade. Je nach Wahl des Abos k\u00f6nnen unterschiedliche Zusatzfunktionen wie etwa noch mehr Optionen der Fragetypen oder eine Klassenverwaltung. Der Vorteil der Schullizenz gegen\u00fcber der Einzellizenz liegt in einigen Zusatzfunktionen, denn mit der Schullizenz k\u00f6nnen beispielsweise mehrere Lehrkr\u00e4fte auf eine Klasse zugreifen oder auch Daten integriert werden.<\/p>\n<p>Aus meiner pers\u00f6nlichen Sicht ist dieses Programm sinnvoll, um Wissen zu \u00fcberpr\u00fcfen und Wissensl\u00fccken zu erkennen. Sicherlich lassen sich damit auch Pr\u00fcfungen simulieren, sodass f\u00fcr k\u00fcnftige Klausuren eventuell die Pr\u00fcfungsangst genommen werden k\u00f6nnte. Die Audios, die integriert werden k\u00f6nnen, k\u00f6nnten auch gerade f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, bei denen eine LRS-Diagnose vorliegt, eine Unterst\u00fctzung bieten, um die Aufgaben beantworten zu k\u00f6nnen. Au\u00dferdem ist es m\u00f6glich, je nach Leistungsstand unterschiedlich schwere Frageb\u00f6gen zu erstellen, damit eine Binnendifferenzierung m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Allerdings kann ich aktuell nicht einsch\u00e4tzen, ob auch Scaffolding m\u00f6glich ist. Mit Scaffolding k\u00f6nnen Aufgaben verst\u00e4ndlich gemacht werden, doch abgesehen davon, die Formulierungen ggf. anzupassen, sehe ich aktuell keine M\u00f6glichkeit, zum Beispiel Hilfen einzuf\u00fcgen wie Hilfekarten. Audios und Videos k\u00f6nnen immer nur begrenzt eingesetzt werden, womit dann keine weiteren Hilfen mehr eingef\u00fcgt werden k\u00f6nnen. Weiterhin k\u00f6nnen damit nur Ergebnisse aus Frageb\u00f6gen zur Lernstandserhebung genutzt werden, was allerdings nicht ausreicht, da auch Fl\u00fcchtigkeitsfehler entstehen k\u00f6nnen, die die Kompetenzen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gar nicht widerspiegeln. Auch gerade bei bestehender Pr\u00fcfungsangst ist keine Gew\u00e4hrleistung vorhanden, dass die wirkliche Leistung der jeweiligen Person dargestellt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine weitere Website, auf die ich gesto\u00dfen bin, ist <em>Splint<\/em>. Dabei handelt es sich um ein Programm, mit welchem Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler anhand von bestimmten Kriterien beobachtet werden k\u00f6nnen. Jede Person kann mit Namen, Geburtsdatum und Jahrgangsstufe in das System hinzugef\u00fcgt werden. Weiterhin k\u00f6nnen dann Aspekte wie St\u00e4rken und Schw\u00e4chen, Vereinbarungen, die mit der jeweiligen Person getroffen wurden, Nachteilsausgleich und Beobachtungen und F\u00f6rderungen eintragen werden. Ich habe dies einmal an einem imagin\u00e4ren Sch\u00fcler ausprobiert. Unter dem Reiter &#8222;Beobachtung&#8220; kann von unterschiedlichen Kolleginnen und Kollegen eine Beobachtung angefragt werden, was prinzipiell f\u00fcr jedes Schuljahr funktioniert. Bis zur achten Klasse k\u00f6nnen auch didaktische Beobachtungen angefragt werden, allerdings nur f\u00fcr die Hauptf\u00e4cher Mathematik, Deutsch und Englisch. Es gibt aber auch allgemeine Frageb\u00f6gen, die von den Lehrkr\u00e4ften ausgef\u00fcllt werden k\u00f6nnen, sodass in unterschiedlichen Situationen der Sch\u00fcler oder die Sch\u00fclerin einerseits bewertet werden kann, andererseits pl\u00f6tzliche Leistungsver\u00e4nderungen erkennbar werden. Es gibt zus\u00e4tzliche Frageb\u00f6gen f\u00fcr Lernende mit der Diagnose Autismus, um ihre F\u00e4higkeiten besser einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen und auch zu erkennen, was sie brauchen. Im Grunde soll mit diesem Programm die Inklusion in der Schule gef\u00f6rdert werden, weil der Sch\u00fcler oder die Sch\u00fclerin mit ihren F\u00e4higkeiten und Problemen im Fokus steht.<\/p>\n<p>Inwieweit dies jedoch f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler selbst einsehbar ist, ist schwer zu sagen. Man kann sich als Sch\u00fclerin oder Sch\u00fcler registrieren, wodurch sicherlich ein gewisser Zugriff auf die Daten gew\u00e4hrleistet werden kann. Au\u00dferdem f\u00e4llt auf, dass Fertigkeiten auf die F\u00e4cher Mathe, Englisch und Deutsch f\u00fcr Klasse 1 bis 8 beschr\u00e4nkt sind. Lediglich die Autismus-Schwerpunkte lesen, h\u00f6ren etc. sind auch f\u00fcr die Oberstufe zug\u00e4nglich. Es ist also eher ein Programm, das f\u00fcr j\u00fcngere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler geeignet ist. F\u00fcr den Einsatz f\u00fcr andere F\u00e4cher ist diese Seite nicht geeignet. Entsprechend wird dies eher ein Programm sein, mit welchem ich nur wenig bis gar nicht arbeiten k\u00f6nnte. Ein weiterer Grund ist auch die Beschr\u00e4nkung auf Autismus, wobei Autismus erstmal ein Spektrum an Auff\u00e4lligkeiten beschreibt und auch andere psychische Beeintr\u00e4chtigungen existieren, die in Schulen Thema sind. Trauma wird hier nur mit einem Fragebogen an die Eltern thematisiert, ADHS oder ADS finden keine Beachtung und andere Behinderungen werden ebenfalls nicht thematisiert. Wenn ein Programm sich mit Diagnosen besch\u00e4ftigt, sollte dies zumindest nicht nur f\u00fcr eine genutzt werden k\u00f6nnen, sondern vor allem f\u00fcr die g\u00e4ngigsten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ebenfalls f\u00fcr die Lernstandsdiagnostik kann die Website EduMaps genutzt werden, bei welchem es sich um eine digitale Pinnwand handelt. Diese Pinnwand kann f\u00fcr sehr viele Methoden benutzt werden, darunter f\u00fcr Gruppenarbeiten, Pr\u00e4sentationen oder die Planung und Organisation von Unterricht. Durch die verschiedenen Optionen der Nutzung ist sie prinzipiell f\u00fcr jedes Fach und jede Altersstufe geeignet. Doch da stellt sich die Frage, wie eine Lernstandserhebung stattfinden kann. Zun\u00e4chst k\u00f6nnen f\u00fcr jede Person Notizen in jeweils separate Dateien eingef\u00fcgt werden, die nur die betreffende Person einsehen kann. Dies kann mittels eines Zugriffsrecht wie folgt durchgef\u00fchrt werden: Zuerst wird eingestellt, wie die jeweilige Person sich die Map anschauen kann. Sie kann sie dann Lesen ohne Login, Bearbeiten mit oder ohne Login. Wenn das am Ende geteilt werden soll, kann dies einer Person mit Account oder der ganzen Klasse geteilt werden. Die betroffene Person kann also regelm\u00e4\u00dfig ein Feedback bekommen, wie sie sich im Unterricht oder bei Klassenarbeiten etc. macht und die Person bekommt einen \u00dcberblick \u00fcber ihre Leistungen und ihre Mitarbeit. Wie oft dies durchgef\u00fchrt werden sollte, ist vom eigenen Aufwand abh\u00e4ngig, sollte allerdings regelm\u00e4\u00dfig gemacht werden. Ich pers\u00f6nlich denke da an alle ein bis zwei Wochen, damit eine gewisse Kontinuit\u00e4t vorhanden ist und die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler regelm\u00e4\u00dfig transparent \u00fcber ihre Leistungen informiert werden k\u00f6nnen. Dies kann zur Folge haben, dass sie sich mithilfe des Feedbacks der Lehrkraft an ihren Wissensl\u00fccken arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Insgesamt bedeutet dies aber auch ein hoher Aufwand, f\u00fcr jeden einzelnen Sch\u00fcler und jede einzelne Sch\u00fclerin eine separate Map anzufertigen, um sie \u00fcber ihre Leistungen zu informieren. Das bedeutet auch, dass sich t\u00e4glich mit den Lernenden auseinandersetzen muss, um ein faires Feedback notieren zu k\u00f6nnen, wobei sich da die Frage gestellt werden muss, inwieweit sich die Lernenden damit auch auseinandersetzen m\u00f6chten. Weiterhin stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, wenn das nur von Tarife f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte und Einzelpersonen, aber auch f\u00fcr Schulen, bei denen die Nutzung von der Anzahl der Lehrkr\u00e4fte abh\u00e4ngig ist. Als Einzelperson ohne Sch\u00fcler*innen zahlt man nichts, als Lehrkraft mit 200 Lernenden etwa 4\u20ac pro Monat, mit unbegrenzter Anzahl an Lernenden etwa 5\u20ac im Monat, was aus meiner Sicht recht g\u00fcnstig ist f\u00fcr ein Programm, was vielseitig einsetzbar ist. Es gibt aber auch \u00e4hnliche Programme wie Padlet, die \u00e4hnliche Funktionen anbieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Externe Programme<\/strong><\/p>\n<p>Neben unterschiedlichen Plattformen gibt es auch externe Programme und Apps, die f\u00fcr eine Lernstandsdiagnostik genutzt werden k\u00f6nnen. Diese werden nun einmal betrachtet.<\/p>\n<p>Am bekanntesten ist wohl die App <em>ANTON<\/em>, da sie in vielen Schulen bereits genutzt wird. Mit dieser App lassen sich f\u00fcr viele Unterrichtsf\u00e4cher Aufgaben interaktiv l\u00f6sen. Dies kann von den Lehrkr\u00e4ften in der Regel beobachtet werden, ob und wie eine Person die interaktiven Aufgaben gel\u00f6st hat. Die Aufgaben sind vorgegeben, aber die Lehrkraft kann innerhalb der App entscheiden, welche Aufgaben von den Lernenden zu bearbeiten sind. Au\u00dferdem k\u00f6nnen diese immer wieder bearbeitet werden, wodurch auch eine Wiederholbarkeit m\u00f6glich ist. Es ist zudem auch transparent, weil die Lernenden selbst ihren Leistungsstand \u00fcberpr\u00fcfen und dann die Aufgaben bei Wissensl\u00fccken wiederholen k\u00f6nnen. Die App kann alters\u00fcbergreifend und f\u00fcr unterschiedliche F\u00e4cher genutzt werden.<\/p>\n<p>Ein Nachteil jedoch liegt in den vorgegebenen Aufgaben, da sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Antworten merken und dann die Aufgabe mit den richtig gemerkten Antworten l\u00f6sen, was dazu f\u00fchrt, dass f\u00fcr die lernende Person kein Mehrwert dahintersteckt. Gerade w\u00e4hrend des Nachhilfeunterrichts habe ich viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gesehen, die bei einer falschen Antwort sich die richtige Antwort merken, die Aufgabe dann abbrechen und dann mit den richtig gemerkten Antworten neu starten, damit sie am Ende ihre drei gr\u00fcnen Balken stehen haben und sich nicht von der App sagen lassen m\u00fcssen, dass sie noch daran arbeiten m\u00fcssen. Da ist dann auch die Frage, wie die Motivation in der Verwendung der App verankert ist. Zudem k\u00f6nnen keine eigenen Aufgaben erstellt werden, womit keine Abwechslung stattfindet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein weiteres Programm, welches ich gefunden habe, ist die App <em>QuizAcademy<\/em>. Bei dieser App geht es darum, Quizze zu l\u00f6sen in Form von Karteikarten. Das bedeutet, dass auf der einen Seite eine Frage steht, die dann m\u00fcndlich beantwortet wird. Dann darf die Karte umgedreht werden und die L\u00f6sung wird angezeigt. Im Anschluss dr\u00fcckt man auf den &#8222;Daumen hoch&#8220;-Button, wenn man die Frage richtig beantwortet hat, oder auf den &#8222;Daumen runter&#8220;-Button im entgegengesetzten Fall. Am Ende werden die Gesamtergebnisse zusammengetragen und der lernenden Person mitgeteilt. Diese kann dann im Anschluss aus dem Fundus ein neues Quiz ausw\u00e4hlen bzw. sich einen entsprechenden Kurs herunterladen. Die Lehrperson selbst kann Quizze angepasst an die im Unterricht behandelte Unterrichtseinheit. Es k\u00f6nnen aber auch externe Kurse heruntergeladen werden, sofern sie nicht passwortgesch\u00fctzt sind. In der Regel bekommen die Lernenden von der Lehrperson einen QR-Code, \u00fcber welchen der Kurs erreichbar ist.<\/p>\n<p>Von dieser App gibt es mehrere Versionen: F\u00fcr Studierende gibt es die Hochschulversion, f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die School Edition und es gibt noch eine allgemeine Version. Die App ist kostenfrei, kann aber auch mit einer Schullizenz benutzt werden.<\/p>\n<p>Insgesamt ist die App vergleichbar mit der Plattform <em>Classtime<\/em>, wodurch die Vorteile recht \u00e4hnlich sind. Aus einem Fundus an Frageb\u00f6gen oder Quizze kann ausgew\u00e4hlt, jedoch auch selbst etwas eigenes erstellt werden. Zudem bekommen die Lernenden am Ende eine R\u00fcckmeldung, damit sie erkennen, ob sie sich mit dem Thema gut auskennen oder Nachholbedarf haben.<\/p>\n<p>Trotzdem hat <em>QuizAcademy<\/em> gegen\u00fcber <em>Classtime<\/em> den Nachteil, dass die Karteikarten umgedreht werden ohne irgendeine direkte Antwort abzufragen. Die Karteikarte wird umgedreht und dann gibt der Sch\u00fcler oder die Sch\u00fclerin an, ob er oder sie es gewusst hat. Es liegt also in der Verantwortung der lernenden Person, wie ehrlich sie zu sich selbst ist und auf den richtigen Button dr\u00fcckt. In diesem Fall ist die Qualit\u00e4t der Lernstandserhebung fragw\u00fcrdig. Aus diesem Grund sollten die in der App dargestellten Ergebnisse im stetigen Vergleich mit sonstigen festgehaltenen Leistungen verglichen werden und nur als Unterst\u00fctzung dienen. Ein vollst\u00e4ndiges Vertrauen auf die App kann nicht gew\u00e4hrleistet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei der n\u00e4chsten App sind s\u00e4mtliche Informationen durch Recherche zustande gekommen, da ich Probleme mit der Registrierung habe. Aber die App, um die es hierbei geht, hei\u00dft\u00a0<em>Edkimo<\/em>. Mit ihr lassen sich Lernstandserhebungen in Form von Befragungen durchf\u00fchren. Dabei k\u00f6nnen einerseits Frageb\u00f6gen zu Wissen erstellt werden wie auch schon bei\u00a0<em>Classtime<\/em> oder aber auch Umfragen erstellt werden, mit denen die Lehrkraft einsehen kann, wo vielleicht Schwachstellen sind, und schnell darauf reagieren kann, sogar schon in der darauffolgenden Stunde. Die Lehrkraft bekommt also eine R\u00fcckmeldung dar\u00fcber, inwieweit das Gelernte verstanden wurde (vgl. o.A. 2022). Die R\u00fcckmeldung erfolgt anonym, womit keine Antwort einem Sch\u00fcler oder einer Sch\u00fclerin direkt zugeordnet werden kann. Das hat zur Folge, dass zwar allgemein Wissensl\u00fccken thematisiert werden k\u00f6nnen, allerdings keine individuelle F\u00f6rderung, da nicht bekannt ist, welche Person Schwierigkeiten angibt. Die individuelle F\u00f6rderung, die von vielen Seiten sehr gew\u00fcnscht ist, kann hierbei zu kurz geraten, denn es stellt sich die Frage, ob nochmal auf eine Schwierigkeit eingegangen werden soll, wenn sich maximal zwei Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nicht sicher im Umgang mit einer Unterrichtseinheit oder mit einem Begriff f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Ansonsten ist die App kostenfrei, bedarf lediglich einer Registrierung. Sie scheint auch in allen g\u00e4ngigen App Stores verf\u00fcgbar zu sein. Sie kann unabh\u00e4ngig von der Altersstufe und den F\u00e4chern genutzt werden, sodass im Grunde jeder und jede damit arbeiten kann, sofern gew\u00fcnscht oder vorgegeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es stellt sich nun die Frage, welche Programme ich mir vorstellen k\u00f6nnte zu nutzen. Das wird in einem neuen Beitrag angegeben. Ich freue mich sonst \u00fcber Feedback, andere Vorschl\u00e4ge und Empfehlungen und eure Meinungen zu den bereits genannten Programmen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literaturreferenz<\/strong><\/p>\n<p>ohne Autor (2022): &#8222;Mit Edkimo den Lernstands schnell erfassen&#8220;; in: Edkimo &lt;https:\/\/edkimo.com\/de\/edkimo-lernstand-erfassen\/&gt; [Letzter Zugriff: 19.08.2024]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag soll es also nun darum gehen, mit welchen Methoden und Programmen \u00fcberhaupt digitale Lernstandserhebungen durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Im letzten Beitrag wurden schon kurz Programme angerissen, mit welchen Tests durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Auf solche Programme und welche, die noch ganz andere M\u00f6glichkeiten bieten k\u00f6nnen, werde ich jetzt eingehen. 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