{"id":34,"date":"2023-06-14T23:04:20","date_gmt":"2023-06-14T21:04:20","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernjournal\/?p=34"},"modified":"2023-06-14T23:04:20","modified_gmt":"2023-06-14T21:04:20","slug":"kapitel-5-privater-umgang-mit-social-media","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernjournal\/2023\/06\/14\/kapitel-5-privater-umgang-mit-social-media\/","title":{"rendered":"Kapitel 5: Privater Umgang mit Social Media"},"content":{"rendered":"<p><em>Einsatzszenario &#8211; Selbstdarstellung<\/em><\/p>\n<p>Soziale Medien werden h\u00e4ufig zur Selbstdarstellung genutzt, wobei das eigene Profil die prim\u00e4re Form daf\u00fcr darstellt. Bei der Registrierung werden oft private Informationen wie Name, Geburtsdatum, Ausbildung, Beruf und Interessen gefordert. Nutzer:innen teilen dann Fotos, Videos, Links und weitere private Informationen mit ihrem Netzwerk. Fr\u00fcher war es un\u00fcblich, private Daten online zu teilen, aber heute stellen Nutzer:innen freiwillig viele Informationen \u00fcber ihre reale Identit\u00e4t bereit. Diese Informationsfreigabe erlaubt es, ein bestimmtes angestrebtes Bild von sich selbst zu inszenieren. Die Selbstdarstellung erfolgt auch durch Posts, die Bilder, Videos und Storys \u00fcber verschiedene Themen enthalten. Die Sichtbarkeit dieser Inhalte kann durch Privatsph\u00e4reneinstellungen gesteuert werden, was viel \u00fcber die Pers\u00f6nlichkeit des Nutzers aussagen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Potenzial zur Selbstdarstellung je Plattform\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Facebook<\/strong>: Die Nutzung von Facebook erfordert die Erstellung eines Nutzerprofils mit pers\u00f6nlichen Informationen. Studien zeigen, dass die Selbstdarstellung auf Facebook in der Regel realit\u00e4ts- und pers\u00f6nlichkeitsgetreu stattfindet, obwohl bestimmte Aspekte f\u00fcr eine optimierte Selbstpr\u00e4sentation manipuliert werden, wie die Wahl des Profilfotos oder die Anzahl der Freunde. Das Facebook-Profil spiegelt die Pers\u00f6nlichkeit der Nutzer:innen wider, kann aber gezielt gestaltet werden, um einen gew\u00fcnschten Eindruck zu erzeugen.<\/p>\n<p><strong>Instagram<\/strong>: Die Nutzung von Instagram erfordert die Erstellung eines Profils mit weniger pers\u00f6nlichen Informationen als bei Facebook. Die Selbstdarstellung auf Instagram konzentriert sich auf visuelle Inhalte, bei denen Nutzer:innen bewusst bestimmte gew\u00fcnschte Eigenschaften betonen. Der Erfolg der Selbstdarstellung wird mit der Anzahl der Follower in Verbindung gebracht, und es wird angenommen, dass eine positive Selbstpr\u00e4sentation angestrebt wird. Anders als bei Facebook wird auf Instagram das Konzept des Folgens verwendet, was Nutzer:innen ermutigt, unbekannten Personen zu folgen, was zu einer hohen Selbstpr\u00e4sentation f\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>YouTube<\/strong>: Die Nutzung von YouTube kann in passive und aktive Nutzung unterteilt werden. Bei der passiven Nutzung werden keine aktiven Nutzerkonten ben\u00f6tigt, w\u00e4hrend f\u00fcr die aktive Nutzung ein Nutzerprofil erforderlich ist. Die aktive Nutzung umfasst sowohl die anonyme Interaktion wie Kommentieren und Liken als auch die aktive Content-Erstellung, insbesondere in Form von Video-Blogs. YouTube legt Wert auf eine gro\u00dfe Followerschaft und die audiovisuelle Selbstdarstellung, bei der eine angepasste oder idealisierte Realit\u00e4t pr\u00e4sentiert wird, um die Zuschauer:innen zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p><strong>Twitter<\/strong>: Die Nutzung von Twitter erfordert eine Registrierung, bei der nur ein Nutzername und eine E-Mail-Adresse angegeben werden m\u00fcssen. Pers\u00f6nliche Informationen sind optional. Twitter zielt darauf ab, dass m\u00f6glichst viele Nutzer:innen die Beitr\u00e4ge lesen, und die Reichweite h\u00e4ngt von der Aktualit\u00e4t und Relevanz der Beitr\u00e4ge ab. Anders als bei visuellen Plattformen wie Instagram liegt der Fokus auf der Verpackung von Meinungen in kurzen Beitr\u00e4gen, was zu einer intellektuellen und wissensvermittelnden Selbstdarstellung f\u00fchren kann.<\/p>\n<p><strong>Snapchat<\/strong>: Die Nutzung von Snapchat erfordert eine Registrierung mit pers\u00f6nlichen Daten und ist daher nicht anonym. Im Gegensatz zu anderen Plattformen bietet Snapchat keine gute Grundlage f\u00fcr eine idealisierte Selbstdarstellung, da Chats und Snaps nach kurzer Zeit gel\u00f6scht werden. Dennoch nutzen viele Benutzer:innen die Story-Funktion, um t\u00e4gliche Aktivit\u00e4ten und ungew\u00f6hnliche Ereignisse mit einer selbstbestimmten Gruppe zu teilen, wobei die Selbstdarstellung experimenteller und weniger strategisch ist als auf anderen Plattformen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Technische Einstellungen, die das Ziel der Selbstdarstellung unterst\u00fctzen<\/em><\/p>\n<p><strong>Facebook<\/strong>: Um eine gr\u00f6\u00dfere Reichweite und eine erfolgreiche Selbstdarstellung auf Facebook zu erzielen, k\u00f6nnte man die Privatsph\u00e4reeinstellungen lockern und Beitr\u00e4ge, Abonnenten, Seiten, Storys und Profilinformationen \u00f6ffentlich sichtbar machen. Dadurch k\u00f6nnen mehr Nutzer auf die eigenen Aktivit\u00e4ten aufmerksam werden und es wird einfacher, von anderen gefunden zu werden.<\/p>\n<p><strong>Instagram<\/strong>: Um eine optimale Selbstdarstellung auf Instagram zu erreichen, k\u00f6nnen verschiedene technische Einstellungen vorgenommen werden. Dazu geh\u00f6ren das F\u00fchren eines \u00f6ffentlichen Kontos, das Reposten von Beitr\u00e4gen in Storys anderer Nutzer:innen, die Erlaubnis f\u00fcr Kommentare von allen Nutzern, das automatische Posten von Instagram-Beitr\u00e4gen auf Facebook und die Aktivierung von Filtern f\u00fcr Kommentare und bestimmte Begriffe. Die genauen Einstellungen k\u00f6nnen der Abbildung entnommen werden.<\/p>\n<p><strong>YouTube<\/strong>: Die Einstellungen auf YouTube bieten keine spezifischen Optionen zur Reichweitenoptimierung, abgesehen von der M\u00f6glichkeit, Videos und Abonnements \u00f6ffentlich oder privat einzustellen, w\u00e4hrend es keine Einstellungen f\u00fcr die Kommunikation oder Nachrichtenfunktionen gibt.<\/p>\n<p><strong>Twitter<\/strong>: Auf Twitter k\u00f6nnen Nutzer:innen ihre Tweets sch\u00fctzen, \u00e4hnlich wie ein privates Konto auf Instagram, jedoch empfiehlt es sich, diese Option zu deaktivieren, um eine gr\u00f6\u00dfere Reichweite zu erzielen, und es gibt auch Optionen f\u00fcr Fotomarkierungen, Live-Videos und die Auffindbarkeit \u00fcber E-Mail und Handynummer.<\/p>\n<p><strong>Snapchat<\/strong>: Um eine hohe Reichweite auf Snapchat f\u00fcr die Selbstdarstellung zu erzielen, kann die Einstellung f\u00fcr die Sichtbarkeit der Story auf &#8222;Jeder&#8220; gesetzt werden, w\u00e4hrend man auch erlauben kann, in den Vorschl\u00e4gen anderer Nutzer:innen angezeigt zu werden, und die Kontaktaufnahme entweder f\u00fcr alle oder nur f\u00fcr Freunde erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Einsatzszenario &#8211; Soziale Interaktion\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Die soziale Interaktion umfasst verschiedene Stufen, beginnend mit der unbewussten Aufmerksamkeit bis hin zur dialogorientierten Kommunikation. In sozialen Medien wie Social-Media-Plattformen k\u00f6nnen diese Stufen durch das Scrollen durch den Feed, das Geben von Likes, das Teilen von Beitr\u00e4gen und das Kommentieren von Inhalten erreicht werden.<\/p>\n<p><em>Potenzial zur sozialen Interaktion je Plattform\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Facebook<\/strong>:\u00a0Auf Facebook kann man im Messenger verschiedene Aktionen wie das Teilen von Dateien, das Versenden von Sticker, GIFs und Emojis, Sprachaufnahmen, Spieleinladungen und das Teilen von Fotos mit Gesichtsfiltern durchf\u00fchren, w\u00e4hrend au\u00dferhalb des Messengers Interaktionen wie Kommentieren, Markieren von Freunden und Weiterleiten von Beitr\u00e4gen m\u00f6glich sind, wodurch soziale Interaktion auf der Plattform stattfindet.<br \/>\n<strong>Instagram<\/strong>: Auf Instagram erm\u00f6glicht die Direct Message-Funktion den Nutzern, miteinander zu schreiben, Bilder und Videos zu teilen, GIFs zu verschicken und spezielle Video- und Fotofunktionen wie Boomerang, Fokus und Superzoom zu nutzen, w\u00e4hrend au\u00dferhalb des Messengers auf Instagram \u00e4hnliche Funktionen wie auf Facebook verf\u00fcgbar sind, da beide Plattformen zum gleichen Konzern geh\u00f6ren.<br \/>\n<strong>Twitter<\/strong>:\u00a0Auf Twitter k\u00f6nnen Nutzer:innen \u00fcber Direktnachrichten Nachrichten, Smileys, GIFs, Bilder und Videos austauschen, w\u00e4hrend die Verwendung von Hashtags eine wichtige Methode ist, um \u00fcber bestimmte Themen zu diskutieren, und Tweets mit einer Begrenzung von 280 Zeichen genutzt werden, um Nachrichten zu teilen, Nutzer zu markieren, Hashtags zu verwenden, live zu gehen, Standorte zu teilen und Fotos sowie Videos hochzuladen.<br \/>\n<strong>YouTube<\/strong>: Auf YouTube gibt es eine Chatfunktion, die es Nutzer:innen erm\u00f6glicht, Videos zu teilen, zu liken und Textnachrichten zu versenden, w\u00e4hrend die eigentliche soziale Interaktion in Form von Kommentaren unter den Videos stattfindet, wo Nutzer sich austauschen, andere markieren und gemeinsam Videos anschauen und teilen k\u00f6nnen.<br \/>\n<strong>Snapchat<\/strong>: Auf Snapchat erm\u00f6glicht die Chatfunktion das Senden von Nachrichten, Telefonieren, Videoanrufe, den Versand von Smileys, Fotos und Videos, wobei das Hauptaugenmerk auf den kurzlebigen Snaps liegt, die nur f\u00fcr maximal zehn Sekunden sichtbar sind, und es keine Funktionen wie \u00f6ffentliche Kommentare oder das Teilen von Beitr\u00e4gen gibt. Jedoch kann man Storys von Freunden und Nachrichteninstitutionen im Feed sehen und eigene Storys mit Freunden teilen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Technische Einstellungen, die das Ziel der sozialen Interaktion unterst\u00fctzen<\/em><\/p>\n<p><strong>Facebook<\/strong>: Um die soziale Interaktion auf Facebook zu optimieren, sollte der Facebook Messenger installiert sein, um den Chat nutzen zu k\u00f6nnen. In den Einstellungen zur Chronik und Markierungen k\u00f6nnen Benutzer:innen festlegen, wer auf ihre Pinnwand posten und wer diese Beitr\u00e4ge sehen kann. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sie einstellen, dass Markierungen in Beitr\u00e4gen genehmigt werden m\u00fcssen, um unerw\u00fcnschte Markierungen zu verhindern.<\/p>\n<p><strong>Instagram<\/strong>: Um die soziale Interaktion zu optimieren, k\u00f6nnen die Einstellungen f\u00fcr Stories, Kommentare und Nachrichten angepasst werden. Beispielsweise kann man ein \u00f6ffentliches Konto f\u00fchren, anderen Nutzer:innen erlauben, Beitr\u00e4ge zu reposten, und eine breitere Antwortm\u00f6glichkeit erm\u00f6glichen. Zudem k\u00f6nnen Kommentare von bestimmten Personen blockiert, beleidigende Inhalte versteckt und ein manueller Filter f\u00fcr bestimmte Begriffe aktiviert werden, um die gew\u00fcnschte Kommentarkultur zu gestalten.<\/p>\n<p><strong>Twitter<\/strong>: Um die soziale Interaktion auf Twitter zu verbessern, kann der\/die Nutzer:in seine Tweets sch\u00fctzen und sie nur f\u00fcr seine\/ihre Follower sichtbar machen. In den Direktnachrichten kann er\/sie einstellen, ob jede:r Nutzer:in oder nur Freunde ihm Nachrichten senden k\u00f6nnen, wobei auch ein Qualit\u00e4tsfilter f\u00fcr unangemessene Nachrichten aktiviert werden kann. Die Option der Lesebest\u00e4tigung hat keinen direkten Einfluss auf die soziale Interaktion.<\/p>\n<p><strong>YouTube<\/strong>: Auf YouTube gibt es begrenzte Einstellungsm\u00f6glichkeiten zur Reichweitenoptimierung, wie die Privatsph\u00e4reoptionen f\u00fcr Videos, Abonnements und gespeicherte Abonnements, w\u00e4hrend es keine Einstellungen f\u00fcr die Nachrichtenfunktionen oder die Kommunikation auf der Plattform gibt.<\/p>\n<p><strong>Snapchat<\/strong>: Um die Reichweite der Selbstdarstellung auf Snapchat zu maximieren, kann der\/die Nutzer:in die Einstellung f\u00fcr die Sichtbarkeit seiner\/ihrer Story auf &#8222;Jeder&#8220; setzen und erlauben, in den Vorschl\u00e4gen anderer Nutzer:innen angezeigt zu werden, um neue Freunde zu finden, w\u00e4hrend f\u00fcr eine optimale Kommunikation mit Freunden die Kontaktaufnahme entweder f\u00fcr alle oder nur f\u00fcr Freunde m\u00f6glich ist, was auch f\u00fcr die Story-Anzeige gilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Einsatzszenario &#8211; Informationssuche\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Soziale Medien sind eine reichhaltige Quelle f\u00fcr Informationen \u00fcber den Alltag von Menschen, weltweite Ereignisse sowie Marken und Institutionen. Sie haben einen gro\u00dfen Einfluss auf die Bev\u00f6lkerung, insbesondere auf Student:innen und Jugendliche, die regelm\u00e4\u00dfig soziale Medien zur Informationssuche nutzen. Studien zeigen, dass Plattformen wie Facebook, YouTube, Snapchat, Instagram und Twitter beliebte Kan\u00e4le f\u00fcr die Informationsbeschaffung sind, wobei fast 80% der Student:innen angeben, regelm\u00e4\u00dfig soziale Medien f\u00fcr die Suche nach Informationen zu nutzen.<\/p>\n<p><em>Potenzial zur Informationssuche je Plattform<\/em><\/p>\n<p><strong>Facebook<\/strong>: Laut der Studie von Aillerie et al. ist Facebook die beliebteste Plattform f\u00fcr die Informationssuche, wobei mehr als die H\u00e4lfte der Teilnehmer:innen angaben, Facebook f\u00fcr diesen Zweck zu nutzen. Facebook bietet vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten, Informationen \u00fcber den Freundeskreis, kulturelle Veranstaltungen, Nachrichten von Verlagen, Mode- und Beauty-Trends, Schulprojekte, Karrierem\u00f6glichkeiten und Sportnachrichten zu finden, w\u00e4hrend praktische Anleitungen und gesundheitsbezogene Informationen weniger h\u00e4ufig gesucht werden.<\/p>\n<p><strong>Instagram<\/strong>: Die Nutzung von Instagram zur Informationssuche ist im Vergleich zu Facebook geringer, wobei nur ein kleiner Anteil der Nutzer:innen die Plattform f\u00fcr diesen Zweck nutzt. Instagram bietet Informationen \u00fcber Freunde, Beauty- und Fashiontrends, Spiele, Anleitungen und Gesundheitsthemen, jedoch sind bestimmte Informationen wie kulturelle Veranstaltungen und Nachrichten nicht so gut verf\u00fcgbar. Die Qualit\u00e4t der Informationen zu Gesundheitsthemen sollte kritisch betrachtet werden.<\/p>\n<p><strong>YouTube<\/strong>: YouTube ist eine beliebte Plattform f\u00fcr die Informationssuche, insbesondere f\u00fcr internationale und nationale Nachrichten, Mode- und Beauty-Inhalte sowie Wissensvermittlung in verschiedenen Bereichen. Es gibt auch Inhalte zu Spielen und Sportereignissen, einschlie\u00dflich Let&#8217;s Play-Videos und Spielzusammenfassungen.<\/p>\n<p><strong>Snapchat: <\/strong>Snapchat hat zwar eine hohe Anzahl von registrierten Accounts und regelm\u00e4\u00dfigen Nutzer:innen, wird aber f\u00fcr die Informationssuche nur selten genutzt. Die Plattform bietet M\u00f6glichkeiten, Informationen \u00fcber Freunde \u00fcber Snapchat-Storys zu erhalten und verf\u00fcgt \u00fcber eine geolokale Karte, um geb\u00fcndelte Storys \u00fcber Veranstaltungen zu sehen. Allerdings sind bildungsinformative Inhalte auf Snapchat kaum vorhanden, w\u00e4hrend Karriereinformationen und Sportnachrichten beliebte Inhalte sind.<\/p>\n<p><strong>Twitter<\/strong>: Twitter belegt den dritten Platz als soziale Plattform f\u00fcr die Informationssuche, obwohl es weniger regelm\u00e4\u00dfige Nutzer:innen hat als Facebook und YouTube. Auf Twitter findet man Informationen \u00fcber kulturelle Events durch Live-Tweets w\u00e4hrend der Veranstaltungen und wichtige Nachrichten, da es von Journalist:innen zur Informationsverbreitung genutzt wird. Mit den richtigen Schlagw\u00f6rtern kann man auf Twitter Informationen und Meinungen zu fast jedem Thema finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Technische Einstellungen, die das Ziel der Informationssuche unterst\u00fctzen<\/em><\/p>\n<p><strong>Facebook<\/strong>: Die Einstellungen auf Facebook umfassen technische Anpassungen f\u00fcr Werbepr\u00e4ferenzen, Interessen, Werbeanzeigen, News-Feed-Priorit\u00e4ten und das automatische Abspielen von Videos zur Optimierung der Informationssuche, des Entertainment und der individuellen Zeitgestaltung.<\/p>\n<p><strong>Instagram:<\/strong> Instagram bietet keine spezifischen Einstellungen, die den Nutzer:innen eine optimierte Informationssuche erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>Twitter<\/strong>: Durch verschiedene Einstellungen wie personalisierte Werbung, Anpassung der Inhaltsvorlieben und Sucheinstellungen erm\u00f6glicht Twitter eine verbesserte Informationssuche und personalisierte Inhalte f\u00fcr die Nutzer:innen.<\/p>\n<p><strong>YouTube<\/strong>:\u00a0Nutzer:innen k\u00f6nnen ihre Informationssuche auf YouTube durch das Deaktivieren des eingeschr\u00e4nkten Modus anpassen und durch das Aktivieren von Autoplay und das Streamen von Inhalten auf den Fernseher verbessern. Es stehen auch weitere Einstellungen wie Benachrichtigungen, Downloads und Zahlungseinstellungen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>Snapchat<\/strong>: Auf Snapchat k\u00f6nnen Nutzer:innen ihre Informationssuche verbessern, indem sie zielgruppenspezifische Werbung aktivieren und verschiedene Interessen in den Einstellungen ausw\u00e4hlen, die auch die Bereiche Entertainment, Entspannung und Zeitvertreib beeinflussen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Einsatzszenario &#8211; Entertainment, Entspannung und Zeitvertreib\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Die Nutzung von Social Media-Plattformen wie Instagram, Snapchat und YouTube erm\u00f6glicht Entertainment, Entspannung und Zeitvertreib. Durch die Bereitstellung von Tools und Funktionen haben Nutzer Zugang zu unterhaltsamem Content, der Flucht, Vergn\u00fcgen, \u00e4sthetischem Genuss und emotionalem Loslassen bietet. Social Media dient auch als Plattform zur Stressreduzierung und zum Zeitvertreib in Situationen der Langeweile oder des Wartens.<\/p>\n<p><em>Potenzial je Plattform\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Facebook<\/strong>: Auf Facebook bietet sich eine Vielzahl von M\u00f6glichkeiten zum Entertainment, zur Entspannung und zum Zeitvertreib, darunter das Spielen von verschiedenen Spielen, das Verfolgen von Musikerscheinungen und Sport, sowie das Versenden von GIFs, Stickern, Smileys und selbstl\u00f6schenden Videos und Fotos mit Filtern im Chat.<\/p>\n<p><strong>Instagram<\/strong>: Auf Instagram k\u00f6nnen Nutzer:innen Sportergebnisse verfolgen, Musik h\u00f6ren und sich \u00fcber den Entdecker-Feed Inhalte erschlie\u00dfen, die sie nicht selbst abonniert haben. Die Chatfunktionen erm\u00f6glichen Unterhaltung durch GIFs, Sticker, Smileys und selbstl\u00f6schende Fotos und Videos, w\u00e4hrend Instagram TV Videos von Nutzern mit einer L\u00e4nge von bis zu 60 Minuten pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p><strong>Twitter<\/strong>: Auf Twitter kann man sich zur Unterhaltung Sport- und Musikinhalte anschauen bzw. anh\u00f6ren, wobei die Chatfunktion nur Bilder, Smileys und GIFs unterst\u00fctzt, was im Vergleich zu anderen Plattformen, au\u00dfer YouTube, weniger Funktionen bietet.<\/p>\n<p><strong>YouTube<\/strong>: YouTube bietet eine Vielzahl an Unterhaltungsm\u00f6glichkeiten, darunter das Anschauen und Anh\u00f6ren von Musikvideos, Remixen und anderen Inhalten, die zur Entspannung und Unterhaltung dienen, sowie das St\u00f6bern nach neuen Inhalten im Trend-Feed und die M\u00f6glichkeit, Videos zu suchen und zu teilen.<\/p>\n<p><strong>Snapchat<\/strong>: Snapchat bietet verschiedene M\u00f6glichkeiten zur Unterhaltung, Entspannung und zum Zeitvertreib, darunter der Trend-Feed mit regelm\u00e4\u00dfigem Content von abonnierten Kan\u00e4len, Troph\u00e4en, Geofenced-Storys, Bitmojis und Chatfunktionen mit GIFs, Stickern, Filtern und Smileys.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Technische Einstellungen, die das Ziel unterst\u00fctzen<\/em><\/p>\n<p><strong>Facebook<\/strong>: Die Einstellungen auf Facebook erm\u00f6glichen es den Nutzer:innen, ihre Werbepr\u00e4ferenzen anzupassen, Werbeanzeigen basierend auf Partnerdaten und eigenen Klicks zu aktivieren, den News-Feed an ihre Interessen anzupassen, Inhalte von bestimmten Personen priorisieren oder ausblenden und das automatische Abspielen von Videos zu aktivieren.<\/p>\n<p><strong>Instagram<\/strong>: Instagram bietet keine spezifischen Einstellungen, die eine optimierte Informationssuche erm\u00f6glichen, und es fehlen auch Empfehlungen zur Einstellung, die die Nutzungsmotivationen im Bereich Entertainment, Entspannung und Zeitvertreib f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Twitter: <\/strong>Twitter bietet verschiedene Einstellungen im Bereich individualisierter Werbung an, um die Informationssuche, das Entertainment, die Entspannung und den Zeitvertreib zu verbessern. Nutzer:innen k\u00f6nnen personalisierte Werbeanzeigen basierend auf ihren Ger\u00e4ten, besuchten Orten und au\u00dferhalb von Twitter besuchten Websites aktivieren. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen sie ihre Daten mit Twitters Gesch\u00e4ftspartner:innen teilen und ihre Inhaltsvorlieben einstellen, um relevante Tweets und personalisierte Trends basierend auf ihrem Standort und den Personen, denen sie folgen, anzuzeigen. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen in den Sucheinstellungen Tweets mit sensiblen Inhalten ausgeblendet und blockierte Accounts ausgefiltert werden.<\/p>\n<p><strong>YouTube<\/strong>: Auf YouTube kann k\u00f6nnen Nutzer:innen ihre Informationssuche anpassen, indem sie den eingeschr\u00e4nkten Modus deaktiviert und Funktionen wie Autoplay und das Streamen von Inhalten auf den Fernseher aktivieren. Diese Einstellungen sind auch f\u00fcr das Entertainment, die Entspannung und den Zeitvertreib geeignet, und es besteht die M\u00f6glichkeit, den Standort einzustellen, Benachrichtigungen anzupassen, Downloads einzustellen (nur mit YouTube Premium verf\u00fcgbar) und Zahlungseinstellungen vorzunehmen.<\/p>\n<p><strong>Snapchat<\/strong>: Auf Snapchat k\u00f6nnen in den Einstellungen die Freundschafts-Emojis angepasst werden, die bei bestimmten Bedingungen beim Versenden von Snaps angezeigt werden, einschlie\u00dflich der Anpassung der Hautfarbe der Emojis. Es gibt auch Optionen in den Benachrichtigungseinstellungen, um Benachrichtigungen f\u00fcr verschiedene Ereignisse zu aktivieren, wie z.B. wenn Freunde Inhalte hochladen, den Bildschirm aufwecken oder Freundschaftsvorschl\u00e4ge erhalten. Weitere Einstellungen umfassen die Aktivierung von Vibration, Klingelton und Anrufbenachrichtigungen sowie die Benachrichtigung \u00fcber Erw\u00e4hnungen in fremden Stories.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Allgemeine Empfehlungen zur Gestaltung des eigenen digitalen Auftritts auf sozialen Medien sind:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Anpassen der Privatsph\u00e4re-Einstellungen, um den Schutz der pers\u00f6nlichen Daten zu gew\u00e4hrleisten<\/li>\n<li>sorgf\u00e4ltige Auswahl der Informationen, die preisgegeben werden, um potenziellen Arbeitgeber:innen und anderen Interessent:innen gegen\u00fcber keine unerw\u00fcnschten Details preiszugeben<\/li>\n<li>Ablehnen von unerw\u00fcnschten Anfragen und Fokus auf Qualit\u00e4t statt Quantit\u00e4t bei den Kontakten<\/li>\n<li>Vorsicht bei der Ver\u00f6ffentlichung von Inhalten, da das Internet nichts vergisst und impulsive Eintr\u00e4ge langfristige Auswirkungen haben k\u00f6nnen<\/li>\n<li>Beachtung der Netiquette und respektvolle Kommunikation in sozialen Medien.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Empfehlungen zum Schutz der Privatsph\u00e4re\u00a0<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Nutzen Sie die umfangreichen Privatsph\u00e4re-Einstellungen auf sozialen Netzwerken und passen Sie diese an, anstatt sich auf die Standardeinstellungen zu verlassen.<\/li>\n<li>Sch\u00fctzen Sie Ihre pers\u00f6nlichen Daten, indem Sie Ihr \u00f6ffentliches Profil abschotten und kontrollieren, wer mit Ihnen Kontakt aufnehmen darf.<\/li>\n<li>\u00dcberpr\u00fcfen Sie regelm\u00e4\u00dfig die Sicherheitseinstellungen Ihrer Konten auf sozialen Netzwerken, um Betr\u00fcger:innen den Zugriff auf private Daten zu erschweren.<\/li>\n<li>Vermeiden Sie die Ver\u00f6ffentlichung von vollen Namen, Adressen und sensiblen Informationen Ihrer Kinder oder Enkelkinder.<\/li>\n<li>Sch\u00fctzen Sie Ihre prim\u00e4re E-Mail-Adresse, da sie als Schl\u00fcssel f\u00fcr die meisten Ihrer Online-Konten dient.<\/li>\n<li>Seien Sie vorsichtig beim Ver\u00f6ffentlichen von Scans, Fotos und Reisedetails, um die Gefahr von Identit\u00e4tsdiebstahl und Einbr\u00fcchen zu minimieren.<\/li>\n<li>Vermeiden Sie die Nutzung von unsicheren WLAN-Netzwerken und verwenden Sie zuverl\u00e4ssige Passw\u00f6rter.<\/li>\n<li>Denken Sie auch an die Privatsph\u00e4re Ihrer Kinder und vermeiden Sie das Ver\u00f6ffentlichen von Inhalten, die ihnen sp\u00e4ter schaden k\u00f6nnten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Empfehlungen f\u00fcr Sch\u00fcler:innen und Student:innen<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Es gibt verschiedene Arten von Facebook-Gruppen (geheime, geschlossene, offene), die sich in ihren Privatsph\u00e4reneinstellungen unterscheiden.<\/li>\n<li>Gruppenbenachrichtigungen k\u00f6nnen individuell angepasst werden, um eine \u00dcberflutung des Nachrichtenstroms zu vermeiden.<\/li>\n<li>Unter dem Abschnitt &#8222;Dateien&#8220; in Gruppen k\u00f6nnen Dokumente und hochgeladene Dateien gefunden werden.<\/li>\n<li>Die Gruppensuche erm\u00f6glicht es, Beitr\u00e4ge und Mitglieder anhand von Stichworten, Themen oder Namen zu suchen.<\/li>\n<li>Durch Erw\u00e4hnungen (@ + Name) in Beitr\u00e4gen kann ein Mitglied direkt angesprochen werden und erh\u00e4lt eine Benachrichtigung dar\u00fcber.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einsatzszenario &#8211; Selbstdarstellung Soziale Medien werden h\u00e4ufig zur Selbstdarstellung genutzt, wobei das eigene Profil die prim\u00e4re Form daf\u00fcr darstellt. 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