{"id":19,"date":"2023-06-12T22:33:52","date_gmt":"2023-06-12T20:33:52","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernjournal\/?p=19"},"modified":"2023-06-14T20:21:33","modified_gmt":"2023-06-14T18:21:33","slug":"kapitel-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernjournal\/2023\/06\/12\/kapitel-2\/","title":{"rendered":"Kapitel 2: Motivation und Grundlagen"},"content":{"rendered":"<p><em>Warum ist der richtige Umgang mit dem Thema Social Media so wichtig?<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Auch auf sozialen Medien werden Straftaten begangen<\/li>\n<li>sinkende Hemmschwelle f\u00fcr digitale Verst\u00f6\u00dfe<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Definition Web 2.0 und Social Media\u00a0<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Web 2.0 = \u00dcberbegriff f\u00fcr die Neugestaltung der Internetnutzung<\/li>\n<li>interaktive, partizipative Internetnutzung<\/li>\n<li>Nutzer:innen st\u00e4rker ins Zentrum ger\u00fcckt<\/li>\n<li>Einbeziehung der Nutzer:innen in das Verfassen von Inhalten auf Internetplattformen<\/li>\n<li>F\u00fcr den Begriff \u201eWeb 2\u201c wurde der Begriff \u201eSocial Media\u201c kreiert<\/li>\n<li>Social Media = z.B. soziale Netzwerke, Blogs, Wikis und Podcasts<\/li>\n<li>Social Media = Tools, die explizit zur Erstellung und Verbreitung von \u201eUser Generated Content\u201c dienen<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Web 1.0 = Internet als globale Informationsquelle<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Kan\u00e4le f\u00fcr private und professionelle Zwecke\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Hier wird auf insgesamt 10 soziale Medien eingegangen, ich werde jedoch nur auf eine Auswahl von 5 eingehen, um den Rahmen nicht zu sprengen. Interessierte k\u00f6nnen sich ebenfalls f\u00fcr den Online-Kurs einschreiben und weitere Informationen sammeln.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Facebook<\/strong>\n<ul>\n<li>Mit \u00fcber 2,3 Milliarden aktive Nutzer:innen gr\u00f6\u00dftes Netzwerk<\/li>\n<li>Nutzer:innen erstellen virtuelles Profil um sich mit anderen zu vernetzen<\/li>\n<li>f\u00fcr Privatpersonen, Personen des \u00f6ffentlichen Lebens, Unternehmen, Stiftungen oder Vereine<\/li>\n<li>Nutzer:innen k\u00f6nnen eigene Inhalte ver\u00f6ffentlichen, Beitr\u00e4ge kommentieren, teilen und mit dem \u201eGef\u00e4llt-mir-Button\u201c reagieren<\/li>\n<li>Unternehmen nutzen Facebook, um ihre Marke zu entwickeln<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Youtube<\/strong>\n<ul>\n<li>im Jahr 2005 entwickelt basierend auf den S\u00e4ulen der Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit, Chancengleichheit und Freiheit der Zugeh\u00f6rigkeit<\/li>\n<li>Nutzer:innen k\u00f6nnen eigene Videos hochladen und mit anderen teilen<\/li>\n<li>Tochtergesellschaft der Google LLC und geh\u00f6rt zum Alphabet-Konzern<\/li>\n<li>mit 1,9 Milliarden aktiven Nutzer:innen das zweitgr\u00f6\u00dfte soziale Medium nach Facebook<\/li>\n<li>Angemeldete Nutzer:innen k\u00f6nnen Videos anschauen, bewerten\/kommentieren und teilen<\/li>\n<li>Nutzer:innen k\u00f6nnen andere YouTube-Kan\u00e4le abonnieren, um alle Videos zu sehen<\/li>\n<li>M\u00f6glichkeit, mit Werbeeinblendungen in eigenen Videos Geld zu generieren (daf\u00fcr muss die Anzeige mindestens 30 Sekunden lang angesehen werden)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Instagram<\/strong>\n<ul>\n<li>2010 von Kevin Systrom und Mike Krieger ver\u00f6ffentlicht (zun\u00e4chst nur im App Store von Apple)<\/li>\n<li>2012 wurde die Android-Version ver\u00f6ffentlicht<\/li>\n<li>2012 \u00fcbernahm Mark Zuckerberg, Gr\u00fcnder von Facebook, die Software<\/li>\n<li>2018 erreichte Instagram 1 Milliarde aktive Nutzer:innen<\/li>\n<li>erm\u00f6glicht das Erstellten und Teilen von Fotos und Videos mit Filtern<\/li>\n<li>Unternehmen, Prominente und Stars nutzen es f\u00fcr Branding und Marketing<\/li>\n<li>Prominente nutzen Instagram, um eine emotionale Bindung zu ihren Follower:innen aufzubauen und auf neue Produkte hinzuweisen (f\u00fcr das Product-Placement werden sie von Unternehmen bezahlt)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Snapchat<\/strong>\n<ul>\n<li>2011 von Robert Murphy und Evan Spiegel gegr\u00fcndet<\/li>\n<li>Kostenlose Instant Messaging-Anwendung von Snap Inc.<\/li>\n<li>Nutzer:innen Bild- und Videonachrichten erstellen und versenden, die als \u201eSnaps\u201c bezeichnet werden<\/li>\n<li>Snaps k\u00f6nnen durch Filter, Effekte und Emojis gestaltet werden<\/li>\n<li>Snaps l\u00f6schen sich nach einer bestimmten Anzahl von Sekunden automatisch<\/li>\n<li>keine eigenen Profile, sondern einseitige ausbaubare Channels<\/li>\n<li>haupts\u00e4chlich von 14-29 J\u00e4hrigen genutzt<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Whatsapp\u00a0<\/strong>\n<ul>\n<li>Messenger-Dienst, der im Jahr 2009 gegr\u00fcndet wurde und 2014 von Facebook \u00fcbernommen wurde<\/li>\n<li>separate App, die als Messaging-Dienst konzipiert ist und weltweit schnell und zuverl\u00e4ssig funktionieren soll<\/li>\n<li>kostenlos und eine Alternative zur SMS<\/li>\n<li>Nutzer:innen k\u00f6nnen neben Textnachrichten auch Sprachnachrichten, Videos und Bilder versenden und empfangen<\/li>\n<li>Kostenlose Anrufe und Videoanrufe m\u00f6glich<\/li>\n<li>Unternehmen k\u00f6nnen WhatsApp Business nutzen, um mit den Kund:innen zu kommunizieren<\/li>\n<li>Unternehmen k\u00f6nnen ein Profil erstellen und Informationen wie \u00d6ffnungszeiten, Abwesenheitsnotizen, E-Mail-Adressen und Website-Links bereitstellen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Weitere Kan\u00e4le: Twitter, Pinterest, Tumblr, Flickr, Xing<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Funktionsweisen von Social Media Kan\u00e4len\u00a0<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Social Media Plattformen bieten eine Vielfalt an Funktionen und Techniken.<\/li>\n<li><strong>Blogs<\/strong> sind \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Websites, die regelm\u00e4\u00dfig mit Eintr\u00e4gen erg\u00e4nzt werden.<\/li>\n<li><strong>Microblogs<\/strong> erm\u00f6glichen kurze, status\u00e4hnliche Mitteilungen und sind beispielsweise auf Twitter zu finden.<\/li>\n<li><strong>Social Networking Sites<\/strong> (SNS) legen den Fokus auf soziale Interaktion und Facebook ist eine bekannte Plattform in dieser Kategorie.<\/li>\n<li><strong>Wikis<\/strong> sind online Lexika, an denen jeder mitarbeiten und Inhalte ver\u00e4ndern kann. Wikipedia ist das bekannteste Beispiel.<\/li>\n<li><strong>Rich Site Summary<\/strong> (RSS) sammelt und filtert \u00c4nderungen an Websites nach den Interessen der Nutzer, z.B. auf Pinterest.<\/li>\n<li><strong>File Sharing Plattformen<\/strong> erm\u00f6glichen das Teilen von multimedialen Inhalten mit einer bestimmten oder offenen Community, wie YouTube oder Instagram.<\/li>\n<li>Es gibt auch Techniken wie <strong>Mashups<\/strong> und <strong>Tagging<\/strong>, die in verschiedenen Plattformen verwendet werden, aber keine eigene Kategorie darstellen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Die verschiedenen Nutzergruppen<\/em><\/p>\n<p>Es gibt folgende Nutzer-Typen: Creators, Conversationalists, Critics, Collectors, Joiners, Spectators und Inactives.<\/p>\n<p><strong>Creators<\/strong> = Nutzer:innen, die aktiv eigenen Inhalte produzieren und diese mit anderen teilen. Sie erstellen Websites, Blogs oder laden selbst erstellte Artikel, Geschichten, Fotos, Videos oder Musikst\u00fccke auf bekannten Plattformen hoch. Ihr generierter Content dient als Grundlage f\u00fcr die Kommunikation mit anderen Nutzer:innen.<\/p>\n<p><strong>Conversationalists<\/strong> = teilt Beitr\u00e4ge in Form von pers\u00f6nlichen Meinungs\u00e4u\u00dferungen, Kommentaren und Postings zu den Inhalten anderer Nutzer:innen. Im Gegensatz zu Creators erstellen sie jedoch keine eigenen Werke. Sie nutzen auch private Chats, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben oder sich mit anderen online-Bekanntschaften zu unterhalten.<\/p>\n<p><strong>Critics<\/strong> = Die Nutzergruppe &#8222;Critics&#8220; teilt ihre Meinungen und Erfahrungen durch Beitr\u00e4ge, insbesondere durch Rezensionen, Bewertungen und konstruktive Kritik zu Produkten und Services. Sie bieten anderen Nutzern n\u00fctzliche Informationen f\u00fcr Kaufentscheidungen. Ihre bevorzugte Form der online-Interaktion sind Postings und Kommentare, in denen sie fachliche Ratschl\u00e4ge geben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Collectors<\/strong> = weniger an der Erstellung eigener Inhalte interessiert, sie suchen aktiv nach interessanten Beitr\u00e4gen und markieren diese mit Bookmarks. Sie teilen die Beitr\u00e4ge mit Freunden und Followern \u00fcber Share-Funktionen oder Tags<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Joiners<\/strong> = registrieren sich oft bei bekannten Plattformen aufgrund des Einflusses ihres sozialen Umfelds. Sie streben nach einem Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl und m\u00f6chten in Kontakt mit Freunden und Bekannten bleiben. Sie sind selten online und weniger aktiv, besuchen jedoch gelegentlich Websites. Joiners teilen, kommentieren und chatten mit ihren Kontakten<\/p>\n<p><strong>Spectators<\/strong> = ein Gro\u00dfteil der User:innen produzieren keine eigenen Inhalte. Trotzdem sind sie oft online, da sie sich f\u00fcr Inhalte der anderen interessieren und diese gerne verfolgen<\/p>\n<p><strong>Inactives<\/strong> = inaktive Nutzer:innen. Sie sto\u00dfen nur zuf\u00e4llig auf soziale Medien<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Nutzungsgruppen nach pers\u00f6nlichen Merkmalen<\/em><\/p>\n<p>Eine Analyse nach Geschlechtergruppen zeigt kaum Unterschiede bei der Nutzungsh\u00e4ufigkeit zwischen M\u00e4nnern und Frauen. Jedoch gibt es gro\u00dfe Unterschiede der Social Media Nutzung in Bezug auf Altersstrukturen.<\/p>\n<ul>\n<li>Facebook bleibt die beliebteste Plattform insgesamt, aber die j\u00fcngere Generation bevorzugt Foto-Sharing-Apps wie Instagram und Snapchat.<\/li>\n<li>Jugendliche verbringen mehrere Stunden t\u00e4glich auf Social Media, teilen Selfies, liken Beitr\u00e4ge und kommentieren Inhalte von Freunden.<\/li>\n<li>Erwerbst\u00e4tige haben weniger Zeit f\u00fcr Social Media und nutzen Plattformen wie Xing f\u00fcr berufliche Zwecke und Vernetzung.<\/li>\n<li>Arbeitssuchende nutzen Social Media, um Stellenangebote zu finden und Kontakte zu kn\u00fcpfen.<\/li>\n<li>F\u00fcr Rentner sind Social-Media-Plattformen ein Mittel gegen Einsamkeit und Depression, um mit Lieben in Kontakt zu bleiben und sich zu verabreden.<\/li>\n<li>Social Media kann Herausforderungen wie unangemessene Inhalte f\u00fcr Jugendliche darstellen, wodurch Erziehungsberechtigte Ma\u00dfnahmen ergreifen m\u00fcssen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum ist der richtige Umgang mit dem Thema Social Media so wichtig? 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