{"id":183,"date":"2023-06-26T12:54:13","date_gmt":"2023-06-26T10:54:13","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/?p=183"},"modified":"2023-06-26T12:55:19","modified_gmt":"2023-06-26T10:55:19","slug":"flipped-classroom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/2023\/06\/26\/flipped-classroom\/","title":{"rendered":"Flipped Classroom"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Foto von <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/@ivalex?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Ivan Aleksic<\/a> auf <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/de\/fotos\/PDRFeeDniCk?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1><strong>Beschreibung der Methode<\/strong><\/h1>\n<p>Im traditionellen Unterricht werden neue Inhalte von den Lehrkr\u00e4ften eingef\u00fchrt und gemeinsam mit den SuS erarbeitet. Die \u00dcbungen finden dann meist in Form von Hausaufgaben zu Hause statt. Der Flipped Classroom dreht, wie der Name es bereits vermuten l\u00e4sst, diesen Ablauf um und verortet die Informationsphase au\u00dferhalb des Unterrichts. SuS bereiten hier neue Inhalte anhand bereitgestellter Medien selbstst\u00e4ndig und im eigenen Tempo vor. Im darauffolgenden pr\u00e4sentischen Unterricht finden anschlie\u00dfend die zugeh\u00f6rigen gemeinsamen \u00dcbungen sowie eine Vertiefung statt.<\/p>\n<p>Das Ziel ist es, durch die Auslagerung der Informationsphase mehr Zeit im Unterricht f\u00fcr \u00dcbungen und Fragen zu gewinnen. Die SuS k\u00f6nnen im eigenen Lerntempo arbeiten und lernen, eigenverantwortlich zu agieren.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1><strong>Ablauf der Methode<\/strong><\/h1>\n<ol>\n<li>Zu Beginn bereitet die Lehrkraft das Informationsmaterial zu dem neuen Thema vor, das mit Hilfe von Leitfragen den SuS einen roten Faden vorgibt und wichtige Aspekte des zu Lernenden hervorhebt.<\/li>\n<li>Die Lehrkraft gibt den SuS die Aufgabe, anhand des der Materialien die neuen Inhalte zu Hause zu erarbeiten und skizziert die folgende Unterrichtsstunde.<\/li>\n<li>Die SuS erarbeiten sich die Inhalte anhand des Lernmaterials (Phase 1).<\/li>\n<li>In der folgenden Unterrichtsstunde bearbeiten die SuS \u00dcbungsaufgaben zum neuen Thema, die Lehrkraft steht hier f\u00fcr Fragen zur Verf\u00fcgung und moderiert die Stunde. Wichtig ist darauf zu achten, dass keine Inhalte aus der \u201egeflippten\u201c Phase erneut erarbeitet werden m\u00fcssen (Phase 2).<\/li>\n<\/ol><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1><strong>Ben\u00f6tigte Medien und Materialien<\/strong><\/h1>\n<p>Je nach Gestaltung der Informationsphase ben\u00f6tigen die SuS ein digitales Endger\u00e4t, um sich bspw. Videos oder PowerPoint Pr\u00e4sentationen ansehen und diese ggf. auch digital bearbeiten zu k\u00f6nnen. Diese Medien m\u00fcssen auch in der folgenden Unterrichtsstunde bereitstehen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1><strong>Variation der Methode<\/strong><\/h1>\n<ol>\n<li>Der Standard Flipped Classroom<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Klassische Ablauf, bei dem die SuS in einer ersten Phase Inhalte anhand eines Lernvideos erarbeiten und in einer zweiten Phase im darauffolgenden Unterricht \u00fcben und vertiefen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Der diskussionsorientierte Flipped Classroom<\/li>\n<\/ol>\n<p>In der ersten Phase informieren sich die SuS mittels verschiedener Videos zu einem Thema und lernen verschiedene Standpunkte kennen. In der zweiten Phase wird das Thema im Unterricht gemeinsam diskutiert.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Der demonstrationsorientierte Flipped Classroom<\/li>\n<\/ol>\n<p>Hier wird in der ersten Phase ein Video z.B. zur Durchf\u00fchrung eines Experiments bereitgestellt, welches die SuS in ihrem eigenen Tempo und ggf. auch mehrmals schauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Der gruppenbasierte Flipped Classroom<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die erste Phase l\u00e4uft wie beim Standard Flipped Classroom, in der zweiten Phase arbeiten die SuS jedoch gemeinsam an den \u00dcbungen und k\u00f6nnen sich so in Gruppen gegenseitig unterst\u00fctzen.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>Der virtuelle Flipped Classroom<\/li>\n<\/ol>\n<p>In dieser Variante wird auch die zweite Phase digital und ggf. asynchron durchgef\u00fchrt, auch die \u00dcbungen werden digital abgegeben. Diese Methode findet haupts\u00e4chlich an Hochschulen Anwendung und erfordert ein hohes Ma\u00df an Eigenverantwortung.<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>\u201eFlipping the Teacher\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<p>In dieser Methode wird das Lernmaterial nicht nur von der Lehrkraft vorbereitet, sondern auch von den SuS. Dadurch geraten diese in eine erkl\u00e4rende Position und m\u00fcssen das Thema daf\u00fcr didaktisch aufbereiten. Die entstehenden Materialien k\u00f6nnen das Produkt der zweiten Phase sein.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1><strong>Praxisbei<\/strong><strong>spiel und R\u00fcckmeldung zur Methode<\/strong><\/h1>\n<p>Wir haben die Methode zur Vorbereitung auf unsere Seminarsitzung selber durchgef\u00fchrt. Dabei haben wir drei verschiedene Power-Point Pr\u00e4sentationen zur Verf\u00fcgung gestellt, die unterschiedlich zwischen Video- und Textmaterial gewichtet waren. Als Bearbeitungszeit haben wir 30 Minuten veranschlagt, die R\u00fcckmeldungen zeigten aber, dass es hier gr\u00f6\u00dferen Variationen gab und das Material teilweise zu umfangreich war. Ein Student ben\u00f6tigte mehr als eine Stunde, um die Aufgaben zu bearbeiten. Dies wurde als Hauptkritikpunkt aufgef\u00fchrt. Hier ist in Hinblick auf unsere abgesch\u00e4tzte Bearbeitungsdauer einerseits der Aufgabenumfang zu hinterfragen, andererseits bietet diese Methode gerade jedem\/jeder Lernenden die M\u00f6glichkeit, im Sinne der Binnendifferenzierung ein eigenes Arbeitstempo zu w\u00e4hlen. Das grunds\u00e4tzliche Feedback zur Methode war jedoch sehr positiv.<\/p>\n<p>Praxisbeispiele finden sich auf der Seite der Uni Passau unter: <a href=\"https:\/\/blog.dilab.uni-passau.de\/courses\/flipped-classroom\/lessons\/iii-praxisbeispiele-fuer-den-flipped-classroom\/\">https:\/\/blog.dilab.uni-passau.de\/courses\/flipped-classroom\/lessons\/iii-praxisbeispiele-fuer-den-flipped-classroom\/<\/a><\/p>\n<p>Auch eine Metastudie von Strelan et al. (2020) zeigt, dass der Flipped Classroom fach\u00fcbergreifend und durch alle Jahrg\u00e4nge hinweg zu einem erh\u00f6hten Lernerfolg beigetragen hat. Demnach ist der Hauptfaktor hierf\u00fcr die M\u00f6glichkeit, selbstst\u00e4ndig strukturiert, aktiv und problemorientiert arbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1><strong>Zuordnung zur AVIVA-Phase<\/strong><\/h1>\n<p>Der Flipped Classroom l\u00e4sst sich nur bedingt in dem AVIVA Modell verorten, da die Vorwissens- und Informationsphase ausgelagert werden. In der \u00dcbungsstunde soll gerade auf Wiederholung verzichtet und darauf vertraut werden, dass die SuS sich das Wissen eigenst\u00e4ndig erarbeitet haben. Deshalb f\u00e4llt diese Phase in Pr\u00e4senz weg und der Schwerpunkt liegt hier auf der Erarbeitungsphase, f\u00fcr die gerade die zus\u00e4tzliche Zeit durch die Auslagerung gewonnen wurde.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1>Literatur<\/h1>\n<p>Strelan, P., Osborn, A., &amp; Palmer, E. (2020). The flipped classroom: A meta-analysis of effects on student performance across disciplines and education levels. <em>Educational Research Review<\/em>, <em>30<\/em>, 100314.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.dilab.uni-passau.de\/courses\/flipped-classroom\/\">https:\/\/blog.dilab.uni-passau.de\/courses\/flipped-classroom\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/teachingtools.uzh.ch\/de\/tools\/flipped-classroom\">https:\/\/teachingtools.uzh.ch\/de\/tools\/flipped-classroom<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.utep.edu\/technologysupport\/_Files\/docs\/Flipping-the-Class-Models.pdf\">https:\/\/www.utep.edu\/technologysupport\/_Files\/docs\/Flipping-the-Class-Models.pdf<\/a><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1>Lizensierung<\/h1>\n<p><span>Flipped Classroom<\/span> is marked with <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/publicdomain\/zero\/1.0?ref=chooser-v1\" target=\"_blank\" rel=\"license noopener noreferrer\">CC0 1.0<img decoding=\"async\" style=\"height:22px!important;margin-left:3px;vertical-align:text-bottom\" src=\"https:\/\/mirrors.creativecommons.org\/presskit\/icons\/cc.svg?ref=chooser-v1\"><img decoding=\"async\" style=\"height:22px!important;margin-left:3px;vertical-align:text-bottom\" src=\"https:\/\/mirrors.creativecommons.org\/presskit\/icons\/zero.svg?ref=chooser-v1\"><\/a><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":12346,"featured_media":187,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"coauthors":[],"class_list":["post-183","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-methoden"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/183","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12346"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=183"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/183\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":189,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/183\/revisions\/189"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/187"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=183"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=183"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=183"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=183"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}