{"id":1376,"date":"2025-01-26T09:57:15","date_gmt":"2025-01-26T08:57:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/?p=1376"},"modified":"2025-02-05T10:27:21","modified_gmt":"2025-02-05T09:27:21","slug":"lernmemory","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/2025\/01\/26\/lernmemory\/","title":{"rendered":"Lernmemory"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p class=\"Uni\">Beitragsbild von\u00a0<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/User:Matthew_(WMF)\">Matthew Roth (WMF)<\/a> steht unter <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/3.0\/deed.en\">CCO 3.0 Attribution<\/a>.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1><strong>Beschreibung der Methode<\/strong><\/h1>\n<p class=\"Uni\">Das Lernmemory ist eine Methode, die sich durch Variation der verwendeten Inhalte an unterschiedlichste Lerngruppen und Fachthemen anpassen l\u00e4sst. Sie zeichnet sich durch die spielerische Aktivierung der Sch\u00fcler*innen aus und l\u00e4sst sich in verschiedenen Phasen des Unterrichts einsetzen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1><strong>Ablauf der Methode<\/strong><\/h1>\n<p class=\"Uni\">Zu Beginn werden auf einer freien Fl\u00e4che, beispielsweise dem Boden des Klassenraums, Karten (Bodenkarten) verdeckt ausgelegt. Alle Sch\u00fcler*innen erhalten au\u00dferdem ebenfalls eine Karte (Handkarte). Die Sch\u00fcler*innen stellen sich nun in einem Halbkreis um die auf dem Boden liegenden Karten. Nun erkl\u00e4rt die Lehrkraft den Ablauf des Lernmemorys: Ein*e Sch\u00fcler*in beginnt und deckt eine der Karten auf dem Boden auf. Passt diese Karte zur Karte, die die Person in der Hand hat, hat sie ein P\u00e4rchen gefunden und die n\u00e4chste Person ist an der Reihe. Dieser Prozess wird so lange wiederholt, bis alle Sch\u00fcler*innen eine passende Bodenkarte zu ihrer Handkarte gefunden haben. Die Sch\u00fcler*innen sind dabei aufgefordert, sich gegenseitig zu unterst\u00fctzen, besonders, wenn sie ihr P\u00e4rchen bereits gefunden haben.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1><strong>Ben\u00f6tigte Medien und Materialien<\/strong><\/h1>\n<p class=\"Uni\">Zun\u00e4chst wird eine freie Fl\u00e4che ben\u00f6tigt. Abh\u00e4ngig von der Gr\u00f6\u00dfe der Karten eignet sich daf\u00fcr beispielsweise ein Teil des Bodens des Klassenraums, oder auch die Oberfl\u00e4che von zusammengeschobenen Schultischen. Weiterhin m\u00fcssen die Memorykarten erstellt werden. Dazu sind pro Sch\u00fcler*in genau zwei Karten \u2013 eine Hand und eine Bodenkarte \u2013 n\u00f6tig. F\u00fcr manche Inhalte kann es sinnvoll sein, die Bodenkarten von den Handkarten unterscheidbar zu gestalten. Hierbei bietet sich eine farbliche Unterscheidung an. Um den Vorbereitungsprozess vor der Stunde so gering wie m\u00f6glich zu halten, sollten Hand- und Bodenkarten einander zugeordnet und als P\u00e4rchen transportiert werden. Somit kann die Lehrkraft zu Beginn der Stunde die Anzahl der Kartenp\u00e4rchen an die Anzahl der anwesenden Sch\u00fcler*innen anpassen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1><strong>Variation der Methode<\/strong><\/h1>\n<p>Da sich Memory-Karten mit den unterschiedlichsten Inhalten gestalten lassen, l\u00e4sst sich das Lernmemory in diversen F\u00e4chern in den Unterricht einbinden. Im Mathematikunterricht kann beispielsweise mit verschiedenen Darstellungsformen von Funktionen gearbeitet werden, die die Sch\u00fcler*innen einander zuordnen sollen. Dies schult die Kompetenz, mit verschiedenen Darstellungsformen von Funktionen umgehen zu k\u00f6nnen (vgl. Praxis d. Mathematik 2011). Im Geometrieunterricht k\u00f6nnten beispielsweise Abbildungen von geometrischen Formen deren Bezeichnung oder auch deren Eigenschaften zugeordnet werden. Im Sprachunterricht k\u00f6nnten zum Beispiel Vokabeln trainiert werden, indem Sch\u00fcler*innen Fremdw\u00f6rter entweder einer Abbildung oder auch einer \u00dcbersetzung in einer ihnen bekannten Sprache zuordnen sollen. Auch im Grundschulbereich lassen sich Anwendungskontexte finden. So k\u00f6nnten beispielsweise im Sachunterricht Tiere oder Pflanzen deren verschriftlichten Namen zugeordnet werden. Insofern l\u00e4sst sich die Methode abh\u00e4ngig von den Inhalten der Memorykarten auf unterschiedlichste Klassenstufen und Anforderungsbereiche skalieren.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1><strong>Praxisbei<\/strong><strong>spiel und R\u00fcckmeldung zur Methode<\/strong><\/h1>\n<p class=\"Uni\">Im Rahmen eines Erziehungswissenschaften-Seminars an der Universit\u00e4t bekam ich die M\u00f6glichkeit, das Lernmemory als Methode zu testen. Da sich die Stunde um verschiedene Darstellungsformen von Br\u00fcchen und den Wechsel zwischen jenen Darstellungsformen konzentrieren sollte, w\u00e4hlte ich das Lernmemory als Methode, mit der die Lernenden ihr Vorwissen aktivieren konnten. Daf\u00fcr erstellte ich Memory-Karten mit Br\u00fcchen, wobei ich die Bodenkarten, auf welchen ungek\u00fcrzte Br\u00fcche abgebildet waren, farblich von den Handkarten, auf denen eben diesen Br\u00fcchen in vollst\u00e4ndig gek\u00fcrzten Versionen abgebildet waren, unterscheidbar machte. In der Sitzung wurden die Bodenkarten auf einer freien Bodenfl\u00e4che im Raum ausgelegt. Die Lernenden bekamen je eine Handkarte sowie die Anweisung, die entsprechende Bodenkarte dazu durch Aufdecken zu finden. Dadurch sollte die Kometenz geschult werden, gek\u00fcrzte und ungek\u00fcrzte Br\u00fcche einander zuordnen zu k\u00f6nnen. In der Sitzung wurde dabei keine spezifische Reihenfolge durch die Lehrperson vorgegeben, sodass alle Lernenden gleichzeitig Karten aufdeckten. Dies erwies sich als ung\u00fcnstig, da schon in der recht kleinen Lerngruppe teils Verwirrung dadurch entstand, dass alle Lernenden gleichzeitig Karten aufdeckten. Au\u00dferdem kann das parallele Aufdecken vor allem f\u00fcr Sch\u00fcler*innen, die sich weniger durchsetzen k\u00f6nnen oder wollen zu Problemen f\u00fchren. Insofern scheint es besonders in gr\u00f6\u00dferen Lerngruppen sinnvoll, in irgendeiner Form eine Reihenfolge festzulegen bzw. die Lernenden eine Reihenfolge festlegen zu lassen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1><strong>Zuordnung zur AVIVA-Phase<\/strong><\/h1>\n<p>Die Methode eignet sich entweder f\u00fcr den Unterrichtseinstieg, also f\u00fcr die Phasen \u201eVorwissen aktivieren\u201c, oder f\u00fcr die Vertiefung von Inhalten, als f\u00fcr die Phase \u201eVerarbeiten\u201c. Sind die Inhalte bereits aus den Stunden zuvor bekannt oder handelt es sich um Alltagswissen, bietet das Lernmemory Sch\u00fcler*innen die M\u00f6glichkeit, ihr Vorwissen durch eigene T\u00e4tigkeit und strukturiert durch die Lehrperson zu aktivieren (Vgl. St\u00e4deli 2010, S.20). Geht es darum, Inhalte, die in der Stunde erarbeitet wurden, zu vertiefen, so l\u00e4sst sich das Lernmemory auch in der Phase \u201eVerarbeiten\u201c als ein Hilfsmittel einsetzen, mit dessen Hilfe Sch\u00fcler*innen Inhalte \u201everarbeiten, vertiefen, \u00fcben, anwenden [oder] konsolidieren\u201c (St\u00e4deli 2010, S.20) k\u00f6nnen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1>Literatur<\/h1>\n<p class=\"Uni\">Praxis der Mathematik, Jg. 53, H. 38, 2011: Thema: Eine Funktion \u2013 viele Gesichter. Darstellen und Darstellungen wechseln.<\/p>\n<p class=\"Uni\">St\u00e4deli, Christoph: Die f\u00fcnf S\u00e4ulen der guten Unterrichtsvorbereitung. Das AVIVA-Modell f\u00fcr den kompetenzorientierenten Unterricht, in: Folio, Nr. 6 (2010), S.20-23.<b><\/b><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h1>Lizensierung<\/h1>\n<div class=\"tabs-panel is-active\">\n<p class=\"license-text richtext\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/?p=1376&amp;preview=true\" target=\"_blank\" rel=\"cc:attributionURL noopener noreferrer\"> Unterrichtsmethode - Lernmemory <\/a> by Johanna Brunn is marked with <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/publicdomain\/zero\/1.0\/?ref=chooser-v1\" target=\"_blank\" rel=\"license noopener noreferrer\"> CC0 1.0 Universal <span class=\"icon\" data-v-a0d4e8a8=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chooser-beta.creativecommons.org\/img\/cc-logo.f0ab4ebe.svg\" width=\"20\" height=\"20\" data-v-a0d4e8a8=\"\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/chooser-beta.creativecommons.org\/img\/cc-zero.f5450231.svg\" width=\"20\" height=\"20\" data-v-a0d4e8a8=\"\" \/><\/span><\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":12618,"featured_media":1411,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[3,10,9],"tags":[13,14,66],"coauthors":[57],"class_list":["post-1376","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-methoden","category-verarbeiten","category-vorwissen-aktivieren","tag-methode","tag-verarbeiten","tag-vorwissen-aktivieren"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1376","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12618"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1376"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1376\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1508,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1376\/revisions\/1508"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1411"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1376"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1376"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1376"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lernen\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=1376"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}