Inklusion Online

Recherchieren Sie auf der Seite inklusion-online.net einen Artikel zum Umgang mit Heterogenität in der Schule, der Sie thematisch anspricht (es darf auch ein übergreifender Text sein z.B. zu aeblism).
Begründen Sie kurz Ihre Auswahl, fassen Sie die Kernaussagen des Artikels zusammen und nehmen Sie abschließend dazu Stellung – auch mit Blick auf Ihre zukünftige Unterrichtspraxis.

Der Artikel „Kinder in Armut als Herausforderung für eine inklusive Perspektive“, geschrieben von Hans Weiß, erschien online auf der Internetseite inklusion-online.net in der Ausgabe 04/2010. Ich habe mich für diesen Artikel entschieden, da mir das Thema Armut im Bezug auf Heterogenität bisher nur oberflächlich bekannt ist, und ich die Gelegenheit nutzen wollte mich nun damit auseinander zusetzen.

Der Artikel beschäftigt sich mit der Thematik der sozial und wirtschaftlich Ausgegrenzten auf der einen und den privilegierten, bewusst selbst abgesonderten reichen Gruppen auf der anderen Seite. Armut betrifft hierbei meist Familien in Deutschland, die vielen Kinder haben und junge Erwachsenen, sowie Migrantenfamilien. Auf die Bildung hat das Armutsrisiko schwere Folgen: Für Deutschland wurde belegt, dass es Zusammenhänge gibt zwischen Armut und sozialer a) Benachteiligung und b) Entwicklungsgefährdungen.

Im Bezug auf meine spätere Unterrichtspraxis möchte ich das Fazit des Textes  wieder aufgreifen. Es wird nämlich gesagt, dass es darauf ankommt, die „Kinder und Jugendlichen in Armutslagen (sowie ihre Eltern) nicht zu beschämen und mit ihren Schamgefühlen respektvoll umzugehen“. Außerdem sollte man ein Gespür dafür entwickeln, die Lebens- und Lerngeschichten der SuS zu begreifen und respektvoll mit diesen umzugehen um eine „kontextsensitive Realitätsnähe“ zu erreichen. Grade dieser Punkt ist für mich besonders nachvollziehbar und würde ihn später mit Freude vertreten wollen, da ich meinen zukünftigen SuS eine Chance bieten möchte eine Bildung zu erfahren wie jeder andere besser situierte Schüler auch, um einen gerechten Bildungsstandard für alle zu ermöglichen.

Aufgabe zum 11. Vorlesungstermin – Prof. Dr. Marx

Aufgabe: Untersuchen Sie ein Lehrwerk für Ihre studierte Schulform (ein Deutschlehrwerk ist am besten; Sie können aber jedes Werk nehmen, solange es NICHT für Fremdsprachen ist!). Finden Sie eine Übung oder Aufgabe, die eine andere Sprache als Deutsch einbezieht. Analysieren Sie die Übung anhand der Punkte, die in der Vorlesung diskutiert wurden. Geben Sie die genaue Quellenangabe an, beschreiben Sie kurz die Übung oder Einheit und reflektieren Sie diese kritisch.

An der Schule an der ich zuletzt arbeitete wurde das Grundschullesebuch „Piri“ genutzt. Hierin findet sich ein komplettes Kapitel über England. Es geht um Themen wie englisches Frühstück, die Schuluniform in England etc. Eine Überschrift im Kapitel lautet „Englisch sprechen“. Hier sollen die Kinder sehen, dass uns englische Wörter auch in der deutschen Sprache im Alltag begegnen.

Der Text zur Aufgabe ist folgender:

Wir tragen T-Shirts, Boxershorts und Jeans. Wir fahren Inliner und spielen mit dem Gameboy. Wir lesen Comics und sammeln Sticker

 

Die Aufgabe der Kinder ist es nun, die Wörter die sie erkennen konnten und dem Englischen zuordnen herauszuschreiben und noch mehr englische Wörter zu notieren.

Meiner Meinung nach ist es ein toller Einstieg (um mit englischen Wörtern zu arbeiten), wenn man die Lebenswelt der Kinder direkt einbezieht. So können sie direkt bemerken, dass sie eventuell Tag täglich Anglizismen nutzen und werden verstärkt darauf achten. Das Sprachbewusstsein, sowie die Sprachreflexion werden hier gefördert. Weiterführend könnte man über andere Wörter aus und in anderen Sprachen sprechen und deren Verwendung aufzeigen.

Hock-Schatz, Angela et al.(2007): Piri. Das Sprach-Lese-Buch 2. 1. Auflage. Leipzig: Klett-Verlag, S. 106.

Aufgabe zum 10. Vorlesungstermin – Dr. Markic

Sprachliche Heterogenität im naturwissenschaftlichen Unterricht – eine Herausforderung oder eine Chance?“

Meines Erachtens nach, ist sprachliche Heterogenität im naturwissenschaftlichen Unterricht als Chance zu sehen, die aber auf jeden Fall mit einer Herausforderung verbunden ist.

Im naturwissenschaftlichen Unterricht wurden auch zu meiner Schulzeit vermehrt englischsprachige Texte verwendet, was für viele SuS kein Hindernis, sondern eine Erweiterung des bisherigen Wortschatzes darstellte, für andere, die mit der englischen Sprache weniger vertraut waren, eine große Herausforderung. Dennoch sehe ich in jedem „Level“ der SuS eine große Chance sich durch diese sprachliche Heterogenität weiterzuentwickeln, auch wenn es eine Herausforderung darstellt.

In Kooperation mit der Englisch-Lehrkraft, könnten Fachbegriffe im Englischunterricht wiederholt und gefestigt werden. Außerdem können stärkere SuS den etwas schwächeren helfen und gemeinsam einen Text erarbeiten.

 

Aufgabe zum 05. Vorlesungstermin – Prof. Dr. Klee

Diskutieren Sie die Relevanz der Arbeitshypothese der „doppelten Heterogenität“ für eines ihrer Fächer und stellen sie dies anhand einen konkreten Unterrichtsinhaltes dar.

Die Arbeitshypothese der doppelten Heterogenität bezieht sich auf die differenzierten Ansichten und Vorstellungen der SuS und der Lehrkräfte in Bezug auf die handelte Thematik im Unterricht.

Die „doppelte Heterogenität“ bedeutet, dass zu den üblichen  Heterogenitätsmerkmalen wie z.B Alter, Geschlecht, Religion etc. andere Faktoren von Heterogenität hinzukommen. Hierbei ist die Rede von Faktoren wie z.B. Lernbereitschaft, Lerninteressen etc.. Die Lehrkraft muss sich aus diesem Grund darauf einstellen, dass Kinder mit unterschiedlichem Vorwissen, Interessen, Leistungsständen und Lernmotivation in einer Klasse vorhanden sind, und muss diese Faktoren in der Unterrichtsplanung und Durchführung berücksichtigt.

Im Fach Deutsch wird diese „doppelte Heterogenität“ deutlich sichtbar. Deutsch ist ein Fach, welches für viele Kindern toll ist, bei anderen Kindern wiederum aber auf Ablehnung stößt. Auch die Leistungsunterschiede im Fach Deutsch sind deutlich sichtbar. Das Vorwissen ist durch eventuelles Üben mit den Eltern schon ausgeprägter, als das der Kinder, die eher wenig berührung mit den Inhalten hatten. Bei Lernstandserhebungen in der ersten Klasse können einige Kinder bereits alle Buchstaben schreiben und auch vereinzelnd Sätze/Texte schreiben, während andere Kinder mit Mühe wenige einzelne Wörter schreiben können. In meinen Praktika habe ich festgestellt, dass meistens die Kinder, die in Deutsch nicht so leistungsstark sind, auch eine geringere Lernmotivation im Fach Deutsch aufweisen.

Aufgabe zum 04. Vorlesungstermin – Dr. Kenngott

Eine Gefahr begegnungspädagogischer Konzepte ist das „Othering“. Was genau sind die Probleme, und wie werden sie didaktisch erzeugt? Erläutern Sie an einem Beispiel, vorzugsweise aus Ihrer eigenen Schulerfahrung.

Unter dem Begriff „Othering“ (engl.: andersartig) versteht man eine Distanzierung und Differenzierung der eigenen Person oder Gruppe von einer anderen als „andersartig“ klassifizierten Gruppe. Durch die negative Darstellung der Anderen soll die Postion der eigenen Person oder Gruppe als „korrekt“darzustellen. Diese Art von Abgrenzung erfolgt auf Grund des Geschlechts, der Ethik, der Nationalität, der Muttersprache oder der Kultur (uvm.). Konsequenzen des Otherings können dementsprechend Mobbing, Diskriminierung oder Vorurteile der „fremden“ Gruppe gegenüber sein. So kann „Othering“ auch zu Rassismus führen, wenn z.B. Angehörige einer Gruppe um die Veränderung der eigenen Kultur fürchten, weil sich fremde „Einflüsse“ auf diese übertragen und sie damit bedrohen.

Ziel der Begegnungspädagogik ist es, Verständnis und Achtung den Menschen anderer Kulturen und Religionen entgegenzubringen.

Kinder lernen allein in Institutionen wie Kindergarten oder Schule viele verschiedene Kulturen, Nationalitäten oder Sprachen kennen. Im Religionsunterricht oder Sachunterricht könnte man diese Voraussetzungen nutzen und die SuS vertiefend mit den Kulturen und Religionen der anderen Kinder der Klasse/ Schule bekannt machen. So lernen SuS sich verstehen und gegenseitig zu achten, sie können voneinander lernen.  Die Lehrkräfte sollten SuS zeigen,  dass „andere“ Gruppen nicht direkt (ab)wertend zu betrachten sind Ganz im Gegenteil, Kinder sollten lernen Verständnis für diese zuzulassen, sodass (im Idealfall) Achtung und Respekt vor jener Gruppe entstehen kann. Weiterführend kann daraus auch Interesse entstehen, sich vertiefend mit anderen Gruppen zu beschäftigen. So kann „Othering“ gezielt eingegrenzt oder gar unterbunden werden.

Zu meiner Schulzeit gab es z.B. vermehrt Konflikte zwischen den Schülern der Integrierten Gesamtschule und denen der Hauptschule.

 

Das Spannungsfeld Heterogenität-Homogenität (RV01)

Zwischen Heterogenität und Homogenität lässt sich ein Spannungsfeld verzeichnen, welches sich vor allem auf die Schülerschaft bezieht. Eine Schülerschaft ist z.B. in Punkten wie Geschlecht, Religion, Kultur, dem Herkunftsland der Familie der Schüler oder auch auf das Alter bezogen sehr heterogen und vielfältig. Heterogenität bedeutet also, dass es eine große Vielfalt unter den Menschen gibt, die wie beispielsweise in der Schule Tag täglich Zeit miteinander verbringen. So bringt jeder Schüler, ganz individuell, andere Lernvoraussetzungen oder Lernmöglichkeiten, Erfahrungen, Erwartungen und noch viele weitere Faktoren mit. Durch Differenzierung und Individualisierung versuchen Lehrer und Lehrerinnen diesen Faktoren gerecht zu werden. Eine Homogenisierung lässt sich hierbei nicht vermeiden, denn es besteht eine gewisse Chancengleichheit der Schüler. Hier zeichnet sich das Spannungsfeld ab, da trotz der zentralen Rolle der Heterogenität Homogenisierung durch äußere Differenzierung (durch ein einheitliches Curriculum für eine Altersstufe, ein einheitliches Schuleingangsalter, Sitzenbleiben) stattfindet.

Heterogenität ist wichtig und jeder Schüler und jede Schülerin sollte die Möglichkeit haben seinem/ihrem eigenen Tempo entsprechend arbeiten zu können. Kinder brauchen dabei jedoch die richtige Unterstützung von genügend Lehrkräften, welche der Heterogenität der Klasse gerecht werden können (z.B. in jahrgangsübergreifenden Klassen).

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