{"id":27,"date":"2018-06-12T21:13:55","date_gmt":"2018-06-12T19:13:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lehramtunibremenblog\/?p=27"},"modified":"2018-06-12T21:13:55","modified_gmt":"2018-06-12T19:13:55","slug":"fremdsprache-gender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lehramtunibremenblog\/2018\/06\/12\/fremdsprache-gender\/","title":{"rendered":"Fremdsprache &amp; Gender"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe in der Schule 3 Fremdsprachen gelernt. Wobei die Erste Englisch war. Ich glaube jeder SuS in Deutschland erlernt diese Sprache sp\u00e4testens ab der 3. Klasse, daher waren hier keine genderspezifischen Merkmale zu erkennen.<\/p>\n<p>Ab der 6. Klasse hatten wir die M\u00f6glichkeit zwischen Latein und Franz\u00f6sisch zu w\u00e4hlen. Ich habe mich f\u00fcr Latein entschieden und bin der Meinung das dieses auch der gr\u00f6\u00dfte Teil meiner m\u00e4nnlichen Klassenkameraden getan haben. Ich bin mir nicht sicher warum sie es damals getan haben. Ich habe mich damals daf\u00fcr entschieden, da ich eine Zeit lang mit dem Gedanken spielte \u00c4rztin zu werden. So habe ich mich nicht aufgrund eines genderspezifischen Zuordnung zu einer Sprache entschieden. Au\u00dferdem wurde auch in meinem Kurs das Vorurteil, dass M\u00e4dchen besser in Sprachen w\u00e4ren als Jungs, nicht best\u00e4tigt. Die besten Noten erhielten 2 Jungs und ich hatte nicht das Gef\u00fchl, dass diese bevorzugt wurden.<\/p>\n<p>In der 7. Klasse entschied ich mich daf\u00fcr Spanisch zu w\u00e4hlen. Ich hatte pers\u00f6nliche Gr\u00fcnde daf\u00fcr und entschied mich nicht daf\u00fcr, weil es \u201etypisch M\u00e4dchen\u201c w\u00e4re. Allerdings konnte ich auch hier bemerken, dass das sprachliche Profil von mehr weiblichen Sch\u00fclerinnen besucht wurde, als von m\u00e4nnlichen. Dieses zog sich bis zum Abitur hin. Wir waren letztendlich 12 Sch\u00fcler, davon 2 Jungen.<\/p>\n<p>Generell wurde ich nie aufgrund des Klassendrucks oder \u00c4hnlichem dazu gen\u00f6tigt eine Sprache zu w\u00e4hlen, jedoch wurde ich \u00f6fters mit dem Vorurteil konfrontiert, dass M\u00e4dchen sowieso besser in Sprachen sind und Jungen in Naturwissenschaften.<\/p>\n<p>Das Sprachen lernen erfordert viel Geduld und Ausdauer, daher wurden verschiedenen Motivationsm\u00f6glichkeiten entwickelt. Eine Motivationstheorie beim Fremdsprachenlernen ist das Rubikon-Modell nach Heckhausen und Gollwitzer von 1987.<\/p>\n<p>Dieses teilt das Handeln in 4 Phasen ein. Zun\u00e4chst die bewusste Entscheidung f\u00fcr eine Handlungsm\u00f6glichkeit.Danach folgt die Planung der Umsetzung dieser Handlungsm\u00f6glichkeit. Weiter der Schritt der realen Durchf\u00fchrung, also dem konkreten Handeln, und schlie\u00dflich die Bewertung des Handelns und insbesondere des Handlungserfolges.<\/p>\n<p>Dieses Modell kann man auf das Lernen anwenden und durch die stetige Reflektion des Erfolges, bleibt die Motivation erhalten.<\/p>\n<p>Viele Lehrb\u00fccher gehen noch nicht sensibel genug mit dem Thema Gender um und unterst\u00fctzen Stereotypen. Man kann diese Werke z.B. danach untersuchen, welche Themen Sie behandeln. Dort muss dann \u00fcberpr\u00fcft werden, ob diese Stereotypen unterst\u00fctzen. Wichtig ist, dass die Themen m\u00f6glichst breit gef\u00e4chert sich und m\u00f6glichst genderunspezifische gew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt, der zu beachten w\u00e4re, ist ob die handelnden Personen des Lehrbuches ein Klischee verk\u00f6rpern oder individuell gestaltet sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe in der Schule 3 Fremdsprachen gelernt. 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