{"id":20,"date":"2018-05-08T21:38:56","date_gmt":"2018-05-08T19:38:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lehramtunibremenblog\/?p=20"},"modified":"2018-05-08T21:38:56","modified_gmt":"2018-05-08T19:38:56","slug":"sprachliche-heterogenitaet-im-deutschunterricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lehramtunibremenblog\/2018\/05\/08\/sprachliche-heterogenitaet-im-deutschunterricht\/","title":{"rendered":"Sprachliche Heterogenit\u00e4t im Deutschunterricht"},"content":{"rendered":"<p>Ein Drittel der deutschen SuS haben einen Migrationshintergrund, eine besondere Gruppe dieser sind die sogenannten \u201eSeiteneinsteiger\u201c. Hierbei handelt es sich um SuS, die neu zugewandert sind, ohne oder mit sehr geringen Deutschkenntnissen. Diese sind bereits in einem nicht deutschsprachigem Land zur Schule gegangen.(Ehrenholz\/ Maak (2013))<\/p>\n<p>Viele dieser Seiteneinsteiger*innen m\u00fcssen besonders gef\u00f6rdert werden, um m\u00f6glichst schnell in den Schulalltag integriert werden zu k\u00f6nnen. Einige m\u00fcssen zun\u00e4chst alphabetisiert werden, danach folgt Auf- und Ausbau der allgemeinsprachlichen Kompetenz, gefolgt von dem Aufbau einer bildungssprachlichen Kompetenz. Dieses wird in den Vorkursen der jeweiligen Schule vermittelt. Nach etwa einem Jahr folgt dann der Wechsel der Seiteneinsteiger*in in den Regelunterricht. Bremen hat besonders gestaffelte Kurse, die je nach Alter\/ Lernstand besucht werden z. B. gibt es extra abschlussorientierte Klassen f\u00fcr SuS der 9.\/10. Klasse.<\/p>\n<p>Ich selber bin nur in der Grundschule in Kontakt mit einem \u201eSeiteneinsteiger\u201c gekommen. Paul, ein Junge, der mit seinen Eltern aus Russland zuwanderte. Er besuchte jedoch nie einen Vorkurs, sondern kam direkt in unsere Klasse, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Am Anfang war es schwierig mit ihm zu kommunizieren, jedoch lernte er die deutsche Sprache sehr schnell und wurde von unserer Klassenlehrerin durch besondere Aufgaben gef\u00f6rdert. Das ist ein gutes Beispiel f\u00fcr eine binnendifferenzierte Ma\u00dfnahme.<\/p>\n<p>Ich befragte eine Bekannte von mir, die Lehrerin ist, wie ihr Standpunkt zur Lesekompetenzentwicklung ehemaliger Vorkurssch\u00fcler*innen sei.<\/p>\n<p>Sie sagte, dass diese SuS meist fl\u00fcssiger lesen k\u00f6nnten, als Muttersprachler*innen. Auch die Sinnentnehmung aus dem Text sei gut, meist mindestens so gut wie bei Muttersprachler*innen. Das beides k\u00e4me daher, dass sie dieses in den Vorkursen intensiv ge\u00fcbt h\u00e4tten. Jedoch w\u00fcrden sie meistens sehr leise lesen, da eine gewisse Hemmschwelle\/ Angst bestehe, etwas falsch zu machen. Nat\u00fcrlich w\u00fcrde man auch ihren Akzent des jeweiligen Herkunftslandes h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Eine Schwierigkeit best\u00fcnde oft in der richtigen Betonung des Textes. Sie h\u00e4tten Probleme darin, den Sinn des Textes so schnell zu verstehen, sodass sie eine angemessene Betonung finden k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Drittel der deutschen SuS haben einen Migrationshintergrund, eine besondere Gruppe dieser sind die sogenannten \u201eSeiteneinsteiger\u201c. Hierbei handelt es sich um SuS, die neu zugewandert sind, ohne oder mit sehr geringen Deutschkenntnissen. 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