{"id":18,"date":"2018-04-26T13:32:50","date_gmt":"2018-04-26T11:32:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lehramtunibremenblog\/?p=18"},"modified":"2018-04-26T13:32:50","modified_gmt":"2018-04-26T11:32:50","slug":"empirische-forschungen-zum-umgang-mit-heterogenitaet-in-der-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/lehramtunibremenblog\/2018\/04\/26\/empirische-forschungen-zum-umgang-mit-heterogenitaet-in-der-schule\/","title":{"rendered":"Empirische Forschungen zum Umgang mit Heterogenit\u00e4t in der Schule"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt viele Studien zum Umgang mit Heterogenit\u00e4t in der Schule. Viele Menschen sind der Ansicht, dass eine klare Differenzierung der Sch\u00fcler*in, aufgrund ihres Leistungsniveaus, zu einem besseren Lernerfolg f\u00fchrt. Diese Ansicht wurde jedoch mittlerweile von vielen Studien widerlegt. Zwar f\u00fchrt die \u201e\u00e4u\u00dfere Differenzierung\u201c, also die Einteilung in Niveaukurse oder die Gliederung des Schulsystems, kurzzeitig zu einem Lernerfolg, jedoch nur bei den leistungsstarken Sch\u00fcler*innen. Die leistungsschw\u00e4cheren Sch\u00fcler*innen fallen tendenziell noch mehr ab.<\/p>\n<p>Weitere Studien(Gruehn 2000) zeigen, dass eine Binnendifferenzierung, also die Erteilung von Zusatzaufgaben oder die erh\u00f6hte Unterst\u00fctzung durch die Lehrkraft, sich eher kontraproduktiv auf die Leistungen der Sch\u00fcler*innen auswirkt. Das Problem hierbei ist einfach, dass effektive Unterrichtzeit durch die Ma\u00dfnahmen der Binnendifferenzierung verloren geht.<\/p>\n<p>In meiner eigenen Schulzeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine zu gro\u00dfe Leistungsheterogenit\u00e4t in einer Gruppe eher problematisch ist. Ich hatte das Gef\u00fchl, dass sich die Leistungsschwachen auf dem Flei\u00df und den Leistungen der leistungsst\u00e4rkeren Sch\u00fcler*innen ausgeruht haben. Ich selber konnte besser in einer homogenen Gruppe arbeiten, da dort ein gewisser Ehrgeiz bestand, die Aufgaben bestm\u00f6glich zu erledigen. Was ich jedoch auch erlebt habe ist, dass mir Dinge, die ich vorher selber noch nicht ganz verstanden habe, klar geworden sind, als ich sie jemanden anderen erkl\u00e4ren musste.<\/p>\n<p>Im Geschichtsunterricht werden die Sch\u00fcler*innen oft mit Quellen konfrontiert. Sie haben jedoch verschiedene Wissensst\u00e4nde zum historischen Kontext u.\u00e4.. Dadurch ist es wichtig ihnen diese in mehrere Lernstufen n\u00e4her zu bringen. Zun\u00e4chst sollten die Sch\u00fcler*innen die Quelle lesen und Begriffsfragen und Unklarheiten gekl\u00e4rt werden. Danach w\u00e4re es eine gute M\u00f6glichkeit, dass die Sch\u00fcler*innen die Quelle Absatz f\u00fcr Absatz, jeweils in einem kurzen Satz, zusammenfassen. Schlie\u00dflich werden die Ergebnisse im Plenum zusammengetragen und diskutiert.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich werde ich nun noch Stellung zum Zitat einer Kollegin nehmen, die behauptet, dass das Lernen in Oberschulen, die leistungsschw\u00e4cheren Sch\u00fcler*innen \u00fcberfordert und sie frustriert vollkommen abschalten. Diese Ansicht vertrete ich nicht. Zwar wird es solche Ausnahmef\u00e4lle geben, jedoch zeigen Studien, dass sich die Leistung dieser Sch\u00fcler*innen eher steigert und sie motivierter dem Unterricht folgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt viele Studien zum Umgang mit Heterogenit\u00e4t in der Schule. Viele Menschen sind der Ansicht, dass eine klare Differenzierung der Sch\u00fcler*in, aufgrund ihres Leistungsniveaus, zu einem besseren Lernerfolg f\u00fchrt. 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