Inklusive Pädagogik – rv11

4 Jul 2012 by Hans auf jeden Fall, 1 Comment »
  • Wie rechtfertigt die Inklusive Pädagogik die schulische Inklusion aller Schüler und Schülerinnen?
  • Worin sehen Sie die Hauptziele und Hindernisse der schulischen Inklusion bzw. einer Inklusiven Pädagogik?

    Im Grunde geht aus empirischen Ergebnissen hervor, warum es unabdingbar, über kurz oder lang, zu einer Inklusion aller Schülerinnen kommen sollte. Die Antwort liegt in dreierlei Ausmaß vor: zum einen ist die positive Wirkung integrativer praxis seit langem belegt, zum anderen konnte die Wirksamkeit von Sonderschulen bis heute nicht belegt werden, was kein Wunder ist, zumal 3/4 aller Schüler aus diesem Bildungszweig keinerlei Abschluss erwerben und zum dritten konnte nachgewiesen werden, dass das Lernen an Sonderschulen höchst unwirksam ist.
    Wie bereits erwähnt ist ein Umdenken bezüglich des momentanen Schulsystems, angesichts solcher Erkenntnisse, nicht länger von der Hand zu weisen.
    Doch auch die Inklusion an Schulen bietet, so schön auch alles klingen mag, einige Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Heterogenität kann zwar Quelle für kreatives Schaffen und engagiertes Arbeiten sein, doch letztlich verbirgt eine solche Verschiedenartigkeit auch immer die Gefahr, dass diese Unterschiede nicht überwunden werden können und stattdessen in Gewalt oder Mobbing bspw. münden. Auch die momentane Anzahl der Schüler in einer Klasse ist hinderlich für ein gelingendes Inklusionsprojekt, denn, und damit komme ich gleich zum Hauptziel (meines Erachtens) der Inklusion, es ist höchst schwierig jedem Schüler gerecht zu werden und ihn in seinem Können zu fördern. Allerdings scheint mir die momentane Situation an Schulen so zu sein, dass man defizitorientiert arbeitet, d.h. die Defizite der Schüler werden ermahnt und mit schlechten Noten getadelt, während individuelles Können keinerlei Rolle spielt. Ich finde wirklich, dass die Schüler individuell gefordert und gefördert und Talente, sowie Interessen einzelner Schüler geachtet werden sollten. Wenn man dieses Ziel erreicht hat, sind wir einer flächendeckenden Inklusion ein ganzes Stück näher gekommen.

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One Comment

  1. Ergin sagt:

    Hallo
    Ich habe deine Zeilen mit großer Interesse gelesen.
    Ich muss sagen , dass ich deine Meinung hinsichtlich der Inklusion in Sonderschulen.
    Ich denke ebenfalls , dass Schüler in der Sonderschule einfach viel zu wenig gefördert werde und , dass sie an diesen Schulen mehr oder weniger ihre wertvolle Zeit für die Zukunft verschwenden zu mal aus den Grund den du genannt hast , dass 3/4 der Schüler keinen Abschluss erwerben.
    Man sollte Schüler dessen Niveau etwas niedriger ist meiner Meinung nach individuell fördern. Sie auszuschließen von der anderen Schülern bringt sie nicht weiter.
    Wie du bereits sagtest , für ein erfolgreiches Inklusionsprojekt wäre es von großer Bedeutung auf individuelle Fähigkeiten der Schüler einzugehen und diese zu fördern.

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