{"id":368,"date":"2015-11-05T23:17:32","date_gmt":"2015-11-05T22:17:32","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kuwiahoi\/?p=368"},"modified":"2017-11-10T20:37:05","modified_gmt":"2017-11-10T19:37:05","slug":"ersti-fahrt-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kuwiahoi\/2015\/11\/05\/ersti-fahrt-2015\/","title":{"rendered":"Ersti-Fahrt 2015"},"content":{"rendered":"<h4><em>\u201eIch stelle mir bisweilen vor, wenn ich durch die Stra\u00dfen gehe, ich sei ein Fremder, und erst dann entdecke ich, wie viel zu sehen ist, wo ich sonst achtlos vor\u00fcbergehe.\u201c &#8211;\u00a0<\/em><i>Rabindranath Thakur<\/i><\/h4>\n<p><strong>Eindr\u00fccke vom Klimahaus<\/strong><\/p>\n<p>Hier ein paar Eindr\u00fccke, die unsere Reporterinnen T\u00fclin und Jasmin eingefangen haben:<\/p>\n\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Eindr\u00fccke vom Auswandererhaus<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Besuch im Auswandererhaus in Bremerhaven haben wir die Erstis gebeten, uns ihre Eindr\u00fccke aufzuschreiben. Hier findet ihr eine Zusammenfassung:<\/p>\n<p>Ab 1827 begannen die Leute aus Deutschland\/Europa \u00fcber Bremerhaven auszuwandern. Auch wir begannen unsere Reise in der nachgestellten Wartehalle des Norddeutschen Lloyd f\u00fcr die Passagiere der dritten Klasse, also der untersten Kategorie mit der man reisen konnte.<\/p>\n<p>\u201eHabe ich die richtige Entscheidung getroffen? Werde ich meine Familie wieder sehen? Komme ich heile an?\u201c<br \/>\nDiese Fragen, die sich die Personen stellten, sind noch immer hochaktuell!<\/p>\n<p>Die Aufbruchstimmung und Unsicherheit, die die Auswanderer vermutlich hatten, wurde mit passendem Lichteinsatz verst\u00e4rkt, z.B. war es am Kai \u00a0sehr dunkel, und unheimlich und man konnte die Stimmung sehr gut nachempfinden.<br \/>\nWir verfolgten Schicksale von den uns zugewiesenen Auswanderern. Sie waren alle ganz unterschiedlich, hatten aber alle das gleiche Ziel. Ihre alte Heimat zu verlassen und sich woanders ein neues Leben aufzubauen.<br \/>\nDie Gr\u00fcnde daf\u00fcr, waren abh\u00e4ngig von der Zeit, z.B. in der Zeit von 1830-1870 gab es keine Arbeit, Hungersn\u00f6te, schlechte Lebensbedingungen aufgrund der Industrialisierung; also haupts\u00e4chlich wirtschaftlich Gr\u00fcnde.<br \/>\nMit mehr Zeit h\u00e4tte man die pers\u00f6nlichen Schicksale noch besser verfolgen k\u00f6nnen, doch auch so empfanden wir diese Idee als sehr ansprechend.<br \/>\nUnser Museumsf\u00fchrer zog einen Vergleich zur aktuellen Fl\u00fcchtlingssituation und erw\u00e4hnte auch, dass der Begriff \u201eGastarbeiter\u201c kritisch zu betrachten sei; vermittelte also eine differenzierte und kritische Sichtweise.<\/p>\n<p>Wir fragen uns jetzt:\u00a0Welche Aufgabe hat das Auswandererhaus aktuell?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Eindr\u00fccke von Till Finke: KuWi-Erstifahrt nach Bremerhaven<\/b><\/p>\n<p>Wir sind vom 7.11 \u2013 8.11 mit 26 Kulturwissenschaftsstudenten nach Bremerhaven gereist, um das Klimahaus und das Auswanderermuseum zu besuchen. Angefangen mit einer kurzen Zugfahrt, bei der wir Erstis schon sehr herzlich von den Stugas empfangen wurden, ging die coole Reise los! Einige der Mitreisenden kannte ich schon, jedoch habe ich auch viele neue Leute kennengelernt und interessante Gespr\u00e4che f\u00fchren k\u00f6nnen. In Bremerhaven angekommen, ging es nach dem Einchecken in der gut ausgestatteten Jugendherberge auch schon direkt ins Klimahaus, in dem wir eine F\u00fchrung durch einige Bereiche mitverfolgen konnten. Da ich das Klimahaus davor noch nicht besucht hatte und nur Gutes dar\u00fcber geh\u00f6rt habe, freute ich mich auf die F\u00fchrung und die unterschiedlichen R\u00e4ume. Insgesamt waren alle Bereiche, die wir sehen konnten auch ziemlich interessant und nett aufgebaut, jedoch wurden wir aufgrund von Zeitmangel ziemlich durch die R\u00e4umlichkeiten gehetzt. Somit hatte ich oft nicht die Chance mir alles anzuschauen, obwohl mich viele Kleinigkeiten interessiert haben. Trotzdem hat mir der Besuch im Klimahaus gefallen und dadurch, dass es noch so viel zu entdecken gibt, denke ich, dass ich dort nochmal hinfahren werde, um mir alles in Ruhe anzuschauen. Nachdem jeder einmal durch die verschiedenen Klimazonen gereist ist, haben wir uns alle zusammen in einem Restaurant versammelt und bei Pizza &amp; Pasta geschnackt und gelacht. Mit vollen B\u00e4uchen ging es dann wieder ab zur Jugendherberge, in der wir dann alle zusammen bei Billard, Tischtennis, Tischkicker und diversen anderen Spielen den Abend gem\u00fctlich ausgeklungen haben. Am Sonntagmorgen machten wir uns wieder auf den Weg und landeten beim Auswanderermuseum, in welchem wir auch eine F\u00fchrung bekommen haben, die mir pers\u00f6nlich auch viel besser gefallen hat. Alleine der Aufbau des Museums mit all den verschiedenen Darstellungen aus dem Leben eines Auswanderers hat mich angesprochen und auch hier gab es viele Kleinigkeiten, die mein Interesse weckten. Nach dem Ende dieser kurzen, aber ziemlich unterhaltsamen Reise nehme ich mit, dass Geschichte doch gar nicht so langweilig ist, wie ich es immer gedacht habe. Au\u00dferdem ist mir durch die Erstifahrt klargeworden, dass ich mal \u00f6fters solche Besichtigungen und F\u00fchrungen wahrnehmen sollte, um das kulturelle Verst\u00e4ndnis zu erweitern. Es war ein sehr cooles Wochenende mit allen und ich w\u00fcrde immer wieder gerne mitkommen, wenn so etwas gestartet wird!<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Eindr\u00fccke von Antonia Hachmann: ERSTI-Fahrt nach Bremerhaven<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">Nun sollte das Abenteuer Studium also losgehen. Noch kannte man sich nicht, doch dann wurde man schon aufgerufen, sich f\u00fcr eine kostenlose Ersti-Fahrt nach Bremerhaven einzutragen, wo nur ca. 30 Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stehen. Mit kostenlosen Angeboten lockt man also sehr erfolgreich Studenten!<\/p>\n<p align=\"left\">Nun ist sie um, die Sause. Folgendes haben wir erlebt:<\/p>\n<p align=\"left\">Das Klimahaus stand am Samstag auf dem Programm. Wir hatten eine F\u00fchrung gebucht bekommen und wurden also innerhalb von 1 1\/2 Stunden durch das Haus gescheucht.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen: der Reise und der Perspektiven.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Reise ist genauer gesagt eine Reise durch die verschiedenen Klimazonen der Erde entlang des L\u00e4ngengrad 8\u00b0 Ost \u00fcber Stationen wie die Schweiz, Sardinien, Niger und Alaska.<\/p>\n<p align=\"left\">Diese Reise durch die R\u00e4ume des Klimahauses l\u00e4sst die Besucher an den Temperaturen, Ger\u00e4uschen, Tieren, Ger\u00fcchen, Vegetation und manchmal auch Br\u00e4uchen Teilhaben.<\/p>\n<p align=\"left\">Im Teil der Perspektiven geht es haupts\u00e4chlich um den Klimawandel in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Leider hatten wir keine Zeit uns dieses Bereich n\u00e4her anzusehen.<\/p>\n<p align=\"left\">Im Allgemeinen bin ich pers\u00f6nlich nicht \u00fcberzeugt von der Ausf\u00fchrung der Idee das Klima, ihren Wandel und die Ursachen des Wandels der Gesellschaft n\u00e4her zu bringen. Einerseits stehen sie vor einem mit erhobenem Zeigefinger und andererseits heizen sie R\u00e4ume f\u00fcr ihre Ausstellung auf bis zu 40 Grad und nebenan wird einer auf -8 Grad herunter gek\u00fchlt. Das brachte mich zum Nachdenken.<\/p>\n<p align=\"left\">Au\u00dferdem werden dort Tiere auf sehr kleinem Raum gehalten, wobei ich schon beim Zuschauen ein beengtes Gef\u00fchl bekommen. Der Begriff der Artgerechten Tierhaltung ist meiner Meinung nach etwas zu dehnbar.<\/p>\n<p align=\"left\">Am Sonntag standen wir dann um 11:30 vor dem deutschen Auswandererhaus. Auch hier hatten wir eine F\u00fchrung durch die Ausstellung des Hauses. Uns wurde ein \u201eBoarding Pass\u201c ausgeh\u00e4ndigt, der uns durch die Ausstellung begleitete. Jeder bekam zwei Biografie zweier realen, meist schon verstorbener, Personen zugewiesen: Eine Person die nach Amerika und eine die nach Deutschland eingewandert ist. Diesen Personen sind wir dann auf ihrem Weg in ein neues Leben gefolgt. Die Ausstellung war beeindruckend gro\u00df und real. Man konnte sich richtig in die Lage der Menschen hineinversetzen. Besonders die sanit\u00e4ren, r\u00e4umlichen und sozialen Lebensbedingungen auf der \u00dcberfahrt wurden mir bewusst, als ich durch die Nachbauten der Kaj\u00fcten ging.<\/p>\n<p align=\"left\">Im Gro\u00dfen und Ganzen war es eine sehr gelungene Ersti-Fahrt. Wir wurden immer wieder dazu aufgerufen unseren kritischen Blick zu schulen und die Ausstellungen nicht einfach auf uns einprasseln zu lassen. Das und viele neue Eindr\u00fccke nehme ich mit ins Studienleben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch stelle mir bisweilen vor, wenn ich durch die Stra\u00dfen gehe, ich sei ein Fremder, und erst dann entdecke ich, wie viel zu sehen ist, wo ich sonst achtlos vor\u00fcbergehe.\u201c &#8211;\u00a0Rabindranath Thakur Eindr\u00fccke vom Klimahaus Hier ein paar Eindr\u00fccke, die unsere Reporterinnen T\u00fclin und Jasmin eingefangen haben: Eindr\u00fccke vom Auswandererhaus Nach dem Besuch im Auswandererhaus [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3012,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[543067],"tags":[],"class_list":["post-368","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ersti-fahrt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kuwiahoi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kuwiahoi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kuwiahoi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kuwiahoi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3012"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kuwiahoi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=368"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kuwiahoi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/368\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":373,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kuwiahoi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/368\/revisions\/373"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kuwiahoi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kuwiahoi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kuwiahoi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}