{"id":20,"date":"2014-02-25T12:00:33","date_gmt":"2014-02-25T11:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/krossefm\/?p=20"},"modified":"2014-03-04T11:32:36","modified_gmt":"2014-03-04T10:32:36","slug":"mein-radiomoment-keine-angst-vor-abschaltimpulsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/krossefm\/2014\/02\/25\/mein-radiomoment-keine-angst-vor-abschaltimpulsen\/","title":{"rendered":"Mein Radiomoment &#8211; Keine Angst vor Abschaltimpulsen"},"content":{"rendered":"<p>Es war Silvester. Am fr\u00fchen Abend kam ich ins Studio, um f\u00fcr zwei oder drei Stunden bei der ausgelassenen Jahresendsendung unseres Uni-Radios dabei zu sein. Mein Auftrag: Lik\u00f6r mitbringen. Der w\u00e4re allerdings kaum noch n\u00f6tig gewesen, denn schlie\u00dflich feierte unsere CVD zeitgleich noch ihren Geburtstag, sodass das Sendungs- &#8230; nun ja, nennen wir es mal Konzept: &#8222;ein bisschen trinken, ein bisschen Musik und ein bisschen Quatschen&#8220; bereits vor der Sendung ausgiebig zelebriert wurde. Dementsprechend hatten alle anderen auch schon gut einen im Tee, als ich im Studio ankam.<\/p>\n<p>Doch damit nicht genug. Zur weiteren Pegelsteigerung war ein Trinkspiel vorbereitet, das wir live und mit eingeschalteten Mikrofonen spielten. Au\u00dferdem bekamen alle einen kleinen Zettel, auf dem eine pers\u00f6nliche Aufgabe gestellt wurde, die den anderen jedoch nicht verraten werden durfte. Ich musste eine spontane Erk\u00e4ltung vort\u00e4uschen und durch lautstarkes Schniefen und Husten auch alle anderen daran teilhaben lassen. Auch wenn im Studio keiner mehr so richtig zu begreifen schien, weshalb ich meine Atemwege so lauthals benutzte &#8211; der Ohrenschmaus aus dem Radio war perfekt.<\/p>\n<p>Im Prinzip war diese Sendung schlicht eine Geburtstagsfeier mit Live\u00fcbertragung. Doch von unserem kritischen und experimentellen Standpunkt aus gesehen, war sie ein Bollwerk gegen die N\u00fcchternheit der Programme, gegen trockene Moderationen und gegen die Angst vor Abschaltimpulsen. &#8222;Blo\u00df keine Fehler und blo\u00df nichts unangenehmes senden, sonst verlieren wir unsere H\u00f6rer!&#8220; &#8211; dagegen stellten wir unsere Silvester-Radiogala mit der h\u00f6chsten, je gemessenen Dichte an Radiopannen als Gegenkonzept. Denn wir haben den Luxus genossen, uns keiner Quote unterwerfen zu m\u00fcssen oder die Sendung zum Wohlgefallen der breiten Masse glattb\u00fcgeln zu m\u00fcssen. Wir haben im Radio das machen k\u00f6nnen, was Spa\u00df macht &#8211; und sei es, einfach mal einen \u00fcber den Durst zu trinken. Nicht, dass sich so jeder Sendetag gestalten lie\u00dfe. Aber es darf auch mal dazugeh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Einen Archivmitschnitt gibt es von dieser Sendung zu meinem Bedauern &#8211; aber wohl aus gutem Grund &#8211; nicht. Anders verh\u00e4lt es sich da mit anderen anget\u00fcdelten Silvester-Sendungen. So birgt das Internet beispielsweise die folgende Perle des sich nur noch mit M\u00fche artikulierenden Nachrichtensprechers von Radio Fritz, welcher sich bei den ersten Nachrichten des neuen Jahres eine wahre Glanzparade leistete: <a href=\"http:\/\/radiopannen.de\/index.php?pid=109\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">http:\/\/radiopannen.de\/index.php?pid=109<\/a> Ich w\u00fcrde bezweifeln, dass durch diesen Faux pas auch nur ein H\u00f6rer verloren gegangen ist.<\/p>\n<p><em>Felix<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war Silvester. Am fr\u00fchen Abend kam ich ins Studio, um f\u00fcr zwei oder drei Stunden bei der ausgelassenen Jahresendsendung unseres Uni-Radios dabei zu sein. Mein Auftrag: Lik\u00f6r mitbringen. 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