{"id":65,"date":"2020-08-30T21:31:50","date_gmt":"2020-08-30T19:31:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/klausenblog\/?p=65"},"modified":"2020-08-30T21:34:48","modified_gmt":"2020-08-30T19:34:48","slug":"abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/klausenblog\/2020\/08\/30\/abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\"><b>1. Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten (mindestens zwei verschiedene) theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich als besonders pr\u00e4gnant mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei konkret sowohl Bezug auf:<br \/>\na.) die unterschiedlichen, fachdidaktischen Aspekte und \u00fcbertragen Sie diese in der Ringvorlesung gewonnenen Erkenntnisse auf die Didaktiken der von Ihnen studierten F\u00e4cher. Beziehen Sie sich hierbei auch auf didaktische Erkenntnisse mindestens eines Fachs, das Sie nicht selbst studieren.<br \/>\nb.) generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Schule und Unterricht.<br \/>\nBitte benennen Sie f\u00fcr diesen Aufgabenteil dabei konkret mindestens zwei relevante Literaturquellen (Autor*innen, Jahr, Titel).<\/b><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\">F\u00fcr mich war die RV05 sehr wichtig, da diese direkt eins meiner studierten F\u00e4cher behandelt hat (Mathematik). In der Vorlesung und in der Nachbearbeitung dieser, ist mir die Vielfalt der Lehrmethoden im Matheunterricht klar geworden, welcher ich mir vorher nicht bewusst war. Mein eigener Matheunterricht fand fast nur frontal statt. Spiele oder Experimente waren sehr seltene Ausnahmen, obwohl mir der auf diese Art vermittelte Stoff viel pr\u00e4senter ist als der andere. Ein weiterer Vorteil ist, dass beim Spielen in Gruppen weniger Langeweile entsteht, da unterforderte SuS, die sonst vielleicht den Unterricht st\u00f6ren, \u00fcberforderten SuS, die sonst vielleicht aufgeben, das Spiel und dessen Prinzip nochmal erkl\u00e4ren und beibringen k\u00f6nnen. Beim Spielen im Unterricht wird somit auch die Kommunikation untereinander wesentlich gest\u00e4rkt. (vgl. Jochen Jakob, 2007, S. 27-30) interessant finde ich auch die \u00dcberlegung, wie Spiele in anderen F\u00e4chern noch sinnvoll eingesetzt werden k\u00f6nnen, wie z.B. im Deutschunterricht. Ein Spiel, welches z.B. die Wortarten behandelt, kann f\u00fcr mehr Abwechslung im Unterricht sorgen und direktes Auswendiglernen, welches sehr einseitig sein kann, umgehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\">In RV08 wurden mir die Dilemmata nach Greiner (Greiner, 2019) im Schulalltag vor Augen gef\u00fchrt. Ich hatte selber Probleme mich bei einigen Dilemmata zu positionieren, weil mir oft die zwei Standpunkte der Dilemmata nicht genau bekannt waren. Durch die Vorlesung f\u00e4llt mir eine Positionierung viel leichter, da ich mir die einzelen Vor- und Nachteile einzelner Dilemmata erarbeitet habe oder dies noch tun werde. Sehr wichtig, nicht nur f\u00fcr den Unterricht, ist auch die Erkenntnis, dass Gerechtigkeit nicht Gleichheit bedeutet. SuS haben eigentlich immer verschiedene Startbedingungen, man kann nicht erwarten, dass sie alle das gleiche Ziel in der gleichen Zeit erreichen (vgl. Reinhold Miller, 1991, S. 103f).<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\">Auf die Fachdidaktiken meiner studierten F\u00e4cher kann ich leider nicht (tiefer) eingehen, da ich bis jetzt im Studium noch keine entsprechenden Module belegt habe.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\"><b>2. Welche Faktoren zum schulischen Umgang mit Heterogenit\u00e4t (z.B. Unterrichtsformen, Schulformen, schulstrukturelle Fragen, schulkulturelle Aspekte, Lehrer*innenhandeln)), die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, pr\u00e4gen im R\u00fcckblick auf ihre eigenen Praxiserfahrungen (eigene Schulzeit, Berichte aus der Praxis, ggf. auch schon eigene Praxiserfahrungen) den Schulalltag besonders stark \u2013 und warum? Hier k\u00f6nnen Sie aus Ihrer Sicht besonders gelungene oder auch weniger gelungene Beispiele geben. Inwiefern helfen Ihnen die Inhalte der Vorlesung, eine solche Einsch\u00e4tzung vorzunehmen? Nehmen Sie konkret Bezug auf entsprechende Begriffe, Theorien, Konzepte, die Sie jetzt kennengelernt haben.<\/b><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\">Mir hat das Modul geholfen, den Stellenwert von dem Umgang mit Heterogenit\u00e4t und Inklusion zu erkennen. Ich bin in einem l\u00e4ndlicherem Gebiet zur Schule gegangen und es gab an meiner Schule eher \u201eweniger\u201c Heterogenit\u00e4t, also z.B. sehr wenig SuS mit Migrationshintergrund oder aus sozial schw\u00e4cheren Familien. W\u00e4hrend den Vorlesungen wurde mir erst vor Augen gef\u00fchrt, wie heterogen Schulen\/Klassen, vor allem in Gro\u00dfst\u00e4dten, sein k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\">W\u00e4hrend der Vorlesung RV08 ist mir klar geworden, dass in Schulen meist die SuS gleich, aber nicht gerecht behandelt werden. So m\u00fcssen alle SuS (meist) die gleichen Ziele, gleich gut erreichen um die gleiche Note zu bekommen. Nat\u00fcrlich gibt es mittlerweile Anpassungen, um mehr Gerechtigkeit zu erreichen, z.B. durch den Nachteilsausgleich bei LRS aber diese Anpassungen betreffen nicht alle SuS und dies hat zur Folge, dass nicht alle SuS gerechter behandelt werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\"><b><br \/>\n3. Zu welchen zwei erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, w\u00fcrden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium im Bezug auf das Modulthema UMHET? Welche haben Sie vermisst? Bitte begr\u00fcnden Sie Ihre Wahl.<\/b><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\">Eine meiner gr\u00f6\u00dften Sorgen zum Thema Inklusion ist der Leistungsunterschied in inklusiven Klassen. Ich habe die Erfahrung mit inklusiven Klassen gemacht, dass diese immer sehr chaotisch, laut und anstrengend waren, oft auch wegen der starken Leistungsheterogenit\u00e4t. Die unterforderten SuS langweilten sich und st\u00f6rten deshalb den Unterricht, die \u00fcberforderten nahmen nicht mehr Teil am Unterricht, da sie diesem nicht folgen konnten und st\u00f6rten deshalb genauso den Unterricht. Dieser Belastung waren viele Lehrkr\u00e4fte an meiner alten Schule nicht gewachsen, sodass fast halbj\u00e4hrig der\/die Klassenlehrer\/-in von inklusiven Klassen gewechselt wurde. Daher w\u00fcrde mir eine Bearbeitung des Themas Umgang mit Leistungsheterogenit\u00e4t in inklusiven Klassen helfen. Da ich aus o.g. Gr\u00fcnden inklusiven Klassen in der Umsetzung eher etwas kritisch gegen\u00fcberstehe, w\u00fcrde mich eine Aufarbeitung zur Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit von Inklusion in Schulen in meiner Professionalisierung weiterbringen.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\">Zu meinen Ausf\u00fchrungen zu 2. stelle ich mir die Frage, wie oder ob es \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist gerechter oder komplett gerecht als Lehrer*in zu handeln. Da, wie bei 2. Erw\u00e4hnt, in Schulen eher alle gleich als gerecht behandelt werden und ich pers\u00f6nlich ungerechtes Handeln nicht ausstehen kann, m\u00f6chte ich eine ungerechte Behandlung der SuS unbedingt bestm\u00f6glich vermeiden.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\"><br \/>\nLiteraturquellen:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\"><span style=\"font-size: medium\">Jochen Jakob, Spiele im Mathematikunterricht \u2013 eine Chance f\u00fcr lernschwache Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler einer 7. Klasse?, Friedrichsdorf, 2007. http:\/\/lernarchiv.bildung.hessen.de\/afl\/aflmath\/spiele_im_mu.pdf<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\">Reinhold Miller, Lehrer lernen, 4. Auflage, Beltz Verlag, Weinheim und Basel, 1991.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif\">Greiner 2019; wurde aus RV08 entnommen, es wurden dort keine weiteren Verweise zur Prim\u00e4rquelle gemacht.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten (mindestens zwei verschiedene) theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich als besonders pr\u00e4gnant mitgenommen haben. 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