{"id":39,"date":"2024-08-21T21:16:45","date_gmt":"2024-08-21T19:16:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kimk\/?p=39"},"modified":"2024-08-27T12:35:19","modified_gmt":"2024-08-27T10:35:19","slug":"abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kimk\/2024\/08\/21\/abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei Bezug auf:<\/strong><\/p>\n<p><strong>a. unterschiedliche fachdidaktische Aspekte.<\/strong><\/p>\n<p>Der Begriff Heterogenit\u00e4t hat einen wichtigen Aspekt f\u00fcr dieses Modul und der zuk\u00fcnftigen Lehrausbildung, so hat dieses Themenfeld eine durchgehende Einnahme -und Daseinsberechtigung. So hat dieses Themenfeld auch eine zentrale Bedeutung im schulischen Kontext. So war\u00a0 der Vortrag von Frau Dr. Beausetha Bruwer\u00a0 \u00fcber das Schulsystem in Namibia dementsprechend interessant und aufschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Heterogenit\u00e4t ist ein aktives Konstrukt im schulischen Kontext. Die heterogenen Strukturen innerhalb der Schule werden produziert, hierbei sind allerlei Unterschiede von Bedeutung. Sozial-\u00f6konomische Herkunft, Bildungsstandards usw. gelten als wichtige Verschiedenartigkeit, um die Heterogenit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten. Hierbei ist es f\u00fcr die Lehrkr\u00e4fte bedeutend didaktische aber auch soziale Kompetenzen zu besitzen, um einen angemessenen\u00a0 Umgang mit den SuS zu garantieren und auf entsprechende Bed\u00fcrfnisse ein zu gehen, sowie die Heterogenit\u00e4t zu h\u00e4ndeln. M\u00f6glicherweise kann daher die Ausbildung zur Lehrkraft unzureichend sein. (vgl. Budde 2018; Gomolla\/F\u00fcrstenau 2009)<\/p>\n<p><strong>b. generelle Erkenntnisse zur Beziehungsarbeit in Schule &amp; Unterricht<\/strong><\/p>\n<p>Dank meines Praktikums ist mir die Wichtigkeit der Beziehungsarbeit in Schule und Unterricht nochmal verdeutlicht. Hierbei hat mir dieses Modul die M\u00f6glichkeit gegeben theoretische Aspekte kennenzulernen, daraus zu lernen und zu verinnerlichen. In der Praxis wird immer deutlicher welche heterogenen Zust\u00e4nde existent sind, so ist es f\u00fcr die Lehrkr\u00e4fte bedeutsam Empathie und Aufmerksamkeit hinsichtlich der Bed\u00fcrfnisse von SuS zu lauschen. In meinem Praktikum habe ich bereits Erfahrungen sammeln k\u00f6nnen, wie Lehrkr\u00e4fte diese kraftvollen Handlungen aus\u00fcben oder sie ignorieren. Das Gef\u00fchl von Unverst\u00e4ndnis ausgehend von den Lehrkr\u00e4ften gegen\u00fcber SuS lernte ich bereits kennen. Obwohl die Schule f\u00f6rmlich von Heterogenit\u00e4t sprengt, wie sozial-\u00f6konomische Nachteile, Sprachschwierigkeiten oder besonders kulturelle Unterschiede scheint es mir so, als w\u00fcrden die meisten Lehrkr\u00e4fte zu den SuS durchdringen und angepasste Basen f\u00fcr jeweilige SuS errichten. Auch wenn im Unterricht Schwierigkeiten f\u00fcr das Verstehen von Inhalten ersichtlich sind, wird doch sehr oft ein Grundstein f\u00fcr alle gesetzt, um das h\u00f6chste individuelle Niveau zu erreichen.<\/p>\n<p><strong>2. Welche Faktoren zum schulischen Umgang mit Heterogenit\u00e4t, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, pr\u00e4gen im R\u00fcckblick auf ihre eigenen Praxiserfahrungen den Schulalltag besonders stark \u2013 und warum?<\/strong><\/p>\n<p>Der ausgepr\u00e4gteste Aspekt ist in Hinsicht auf meine Praxiserfahrung die Mehrsprachigkeit der SuS. Die Lernenden werden f\u00fcr die folgende Schulbildung vorbereitet, so werden Deutschkurse usw. angeboten und wahrgenommen, doch einige SuS sprechen trotz Vorbereitung wenig Deutsch, einige wiederum hervorragend. Hier liegt das Problem, von manchen SuS ist Deutsch die Muttersprache oder Zweitsprache sind aber dennoch in Deutschland aufgewachsen. Andere SuS sind nicht in Deutschland aufgewachsen und versuchen sich Deutsch als Zweitsprache anzueignen. Ist es Zeit f\u00fcr die ,,normale&#8220; Schuldbildung sind nicht alle sprachlich auf einem Niveau. Daher habe ich es in meiner Praxiserfahrung erlebt, wie enorm einige SuS Probleme aufweisen, um den Inhalten zu folgen. So werden die SuS\u00a0 mitgeschleppt, auf ihre\u00a0 individuell Bed\u00fcrfnisse wird nicht eingegangen oder nur kurzweilig. So ist die Nutzung der Mehrsprachigkeit als Ressource ausschlaggebend. Zuk\u00fcnftig aber auch hinsichtlich der Inklusion ist die Unterrichtsvorbereitung und eine F\u00f6rderung multilingualen Unterrichts von Relevanz \u00a0(vgl. Gogolin 1994).<\/p>\n<p><strong>3. Zu welchen Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, w\u00fcrden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium in Bezug auf das Modulthema BAUMHET? Welche haben Sie vermisst?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist das Thema ,,Strukturelle und individuelle Formen der Ausgrenzung und Abwertung&#8220; sehr interessant und erschreckend. Die Feststellung, dass Mobbing meist in der Abwesenheit der Lehrkraft geschieht (Ehlert 2006,S. 115) hat mir vor Augen gef\u00fchrt, wie ich zuk\u00fcnftig das Thema aufgreifen und zur Sprache bringe, sowohl sollen sich SuS immer an mich wenden k\u00f6nnen. Hilfreich w\u00e4ren hier theoretische Ans\u00e4tze, um Lehrkr\u00e4ften eine Idee f\u00fcr die Handhabung zu geben. Das zweite Thema ,,Emotionen&#8220; war f\u00fcr mich h\u00f6chst interessant, da ich selbst ein emotionaler Mensch bin. Als Lehrkraft ist es wichtig stabile Emotionen zu haben und sich selbst reflektieren und kontrollieren zu k\u00f6nnen. So sind auch die Emotionen von SuS relevant und ernst zu nehmend. Dementsprechend kann bei der Unterrichtsvorbereitung R\u00fccksicht auf Emotionen genommen werden. Hier w\u00e4re f\u00fcr das Modul eine Alltagssituation als Beispiel hilfreich, um ein Gef\u00fchl daf\u00fcr zu entwickeln, wie bei einem emotionalen Ausbruch gehandelt werden kann.<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte einen weiteren Punkt der mich interessieren w\u00fcrde, hierbei bin ich mir aber mit der Stimmigkeit vom Modul unsicher. Wie schaffe ich es eine gute Beziehung zu meinen SuS aufzubauen? Von Jahrgang 5. bis hin zu Jahrgang 10. muss eine Verbindung zu den SuS erschaffen werden aber wie schaffe ich es altersgerecht mit Beachtung von den Unterschiedlichkeiten der SuS? Ich m\u00f6chte wissen, wie ich am besten mit jungen Sus kommuniziere, denn so wie ich mit \u00e4lteren SuS rede w\u00e4re es meiner Meinung nach nicht passend. Wie schaffe ich es trotz Sprachbarrieren bei einem SuS eine gute Verbindung aufzubauen? Bei kulturellen Unterschieden dennoch den Respekt zu bekommen? Nat\u00fcrlich m\u00f6chte ich das nicht verallgemeinern aber in meiner Schullaufbahn wurden von den SuS oft die Verschiedenartigkeiten von Lehrkr\u00e4ften und Sch\u00fclerInnen hervorgehoben und als Ausdruck von Respektlosigkeit gegen\u00fcber den Lehrkr\u00e4ften dahin geschmissen. Allgemein, wie kann ich mit Empathie und Freundlichkeit einen gesunden und respektvollen Umgang gegen\u00fcber mir erlangen, sodass die SuS meine Gutm\u00fctigkeit nicht ausnutzen. Wie ermahne ich SuS in unterschiedlichen Altersstufen, wie lobe ich sie, wie motiviere ich sie oder welche Belohnungen gibt es? Wie gestalte ich meinen Unterricht f\u00fcr die heterogene Gruppe? Ich m\u00f6chte sp\u00e4ter mit reinem Gewissen sagen, dass ich eine faire Lehrkraft bin, die sich stehts bem\u00fcht aber dennoch Grenzen zieht. Ich m\u00f6chte zu jedem SuS eine gute Beziehung aufbauen k\u00f6nnen, sodass f\u00fcr die gesamte heterogene Gruppe eine Sch\u00fclerInnen-LehrerInnen-Verbindung besteht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literaturverzeichnis:<\/p>\n<p>Budde, J\u00fcrgen (2018): Heterogenit\u00e4t in Schule und Unterricht. Verf\u00fcgbar unter: Heterogenit\u00e4t in Schule und Unterricht | Gesellschaft der Vielfalt | bpb.de [Letzter Zugriff: 28.07.2024]<\/p>\n<p>Ehlert, C. (2006): Sch\u00fclermobbing an Hauptschulen: Bestandsaufnahme, Hintergr\u00fcnde, Intervention, Saarbr\u00fccken, In: VDM, S.115<\/p>\n<p>Gogolin, Ingrid (1994): Der monolinguale Habitus der multilingualen Schule. M\u00fcnster: Waxmann.<\/p>\n<p>Gomolla, Mechthild; F\u00fcrstenau, Sara (2009): Migration und schulischer Wandel: Elternbeteiligung. VS Verlag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei Bezug auf: a. unterschiedliche fachdidaktische Aspekte. Der Begriff Heterogenit\u00e4t hat einen wichtigen Aspekt f\u00fcr dieses Modul und der zuk\u00fcnftigen Lehrausbildung, so hat dieses Themenfeld eine durchgehende Einnahme -und Daseinsberechtigung. 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