eTeachr KW 28

1a) ich habe gemerkt, dass in der Schule sehr wenig digitale Medien von Lehrkräften eingesetzt werden und die SuS noch seltener selber digitale Medien im Unterricht nutzen können. Durch Lehrkräfte werden Beamer, Laptop, Tablet (alle 3 selten), Computerraum (letzteres sehr selten) genutzt, am häufigsten smartphones mit den die SuS recherchieren, fotografieren oder mal einen Film drehen dürfen.

Ich weiß nun, wo in der Schule in der ich war die fest installierten Beamer, Laptop, Kabel, Fernbedienung sind. Ich weiß nun wo die mobilen Beamer, Laptop, Boxen etc. sind. Ich weiß, wo die Listen für die Beamerreservierung sind und ich weiß nun wo der Computerraum ist.

1b) Ich habe die Nutzung von RSS-Diensten kennengelernt und bin dadurch besser auf dem Laufenden, was Schulbezogene Nachrichten betrifft, das finde ich gut. Ich wurde animiert digitale Medien stärker im Unterricht einzusetzen.

2) Ich finde praktische Seminare immer besser, daher wäre mir ein Seminar lieber gewesen bei dem ich direkten Kontakt mit den Dozent_innen habe und Methoden und Medien ausprobieren kann. Da ich in Oberschulen unterrichten werde, fände ich es sinnvoll mit Medien vertraut zu werden, die SuS mit körperlichen Beeinträchtigungen nutzen und wie ich den Unterricht bzw. das Material so erstelle, dass sie es auch nutzen können. Ich denke da z.B. an Sprachcomputer die mithilfe der Hände oder auch der Augen bedient werden. Es gibt sicher viele Programme, mit Hilfe derer die SuS z.B. Arbeitsblätter /digitale Lernumgebungen bearbeiten könnten, ich kenne aber kein einziges das für NW-Unterricht geeignet ist, so dass ich nicht wüsste, wie ich meinen Unterricht für diese Schüler_innen vorbereiten könnte. Und es gibt sicher noch viel mehr…

 3) Die SuS gehen selbstverständlicher und sicherer mit Medien um, fast alle haben ein Smartphone, sie telefonieren damit, fotografieren, hören Musik, schauen Videos, schreiben sich Nachrichten und surfen im Internet, oft auf bestimmten Seiten. Damit sind die SuS vielen Lehrkräften um einiges voraus. Die SuS dürfen die Smartphones im Unterricht nicht nutzen, außer die Lehrkraft erlaubt es ausdrücklich zu unterrichtszwecken. Die klare Haltung der Schule gibt den SuS eine klare Orientierung und es kommt selten vor, dass sich SuS dem widersetzen.

Dort, wo SuS mit Laptop, Beamer etc. umgehen sind sie oft sehr kompetent oder können sich Lösungswege selber erarbeiten. Einige SuS haben keinen Computer, Drucker oder Internet zu Hause, hier sind große Unterschiede im routinierten Umgang zu erkennen. Der Unterricht gleicht diese Diffferenzen nicht aus, da Computer relativ selten genutzt werden (zumindest in den NW). Einige (ältere) Lehrkräfte können alltägliche digitale Medien nicht anbieten, weil sie im Umgang selber nicht sicher oder sehr unerfahren sind. Die jüngeren Lehrkräfte gehen meist routiniert mit den Medien um.

4) Ich gehe davon aus, dass sich die Mediennutzung sehr stark ändern wird. Ich denke in Zukunft hat tatsächlich jedes Kind seinen/ihren eignen Arbeitsplatz an der Schule an dem auch ein eigener Computer o.ä. steht. Alles was in der Schule mit Organisation zu tun hat wird digital bearbeitet werden: Stundenplan, Vertretungsplan, Notensammlung, Anwesenheitskontrollen, Klausuren, Protokolle, Lernkontrollen, Elternkontakte. Auch die Bearbeitung von Aufgaben wird zum Teil digital ablaufen. Ich denke, es ist sogar möglich, dass SuS zum Lernen gar nicht mehr die volle Zeit in der Schule arbeiten, sondern zum Teil zu Hause oder woanders. Es ist natürlich alles eine Frage der Finanzierung und der Ausbildung der Lehrkräfte, aber wenn man sich die letzten 30 Jahre ansieht, ist schon sehr! viel passiert. Die Entwicklung wird schneller voranschreiten und die Akzeptanz steigen, da sich viele Vorteil, Verbesserungen und Erleichterungen aus der Nutzung neuer Medien ergeben.

Ich gehe davon aus, dass es viele Fortbildungen geben wird, einiges wird man auch aus dem alltäglichen Gebrauch lernen und im Unetrricht übernehmen. Impulse von SuS sind wertvolle Ideen, die ernst genommen werden sollten, da viele SuS auf neuerem Stand als die Lehrkräfte sind. Es wird wichtig sein, die Medien für ihren Einsatz im Unterricht zu prüfen, denn bei weitem nicht alles wird für Unetrricht angemessen sein. Dies wird zu den Aufgaben von Lehrkräften gehören: zu kennen, zu prüfen und die Inhalte so aufzubereiten, dass sie mit Hilfe neuer Medien besser vermittelt werden sowie den SuS die eigene Gelegenheit bieten, mit neue Medien zu arbeiten.

eTeachr KW 25

Im Bildungsplan des Landes Bremen ist für den Chemiunterricht der 9./10. Klasse vorgesehen, dass die SuS „Chemie im Alltag“ kennenlernen. Dazu gehört, Säuren, Laugen und Salze kennenzulernen. In meinem Chemie-Unterricht sollten die SuS daher NaCl (Kochsalz), welches sie täglich zu sich nehmen, lecker finden und für ihre Gesundheit wichtig ist, aus NaOH (Natronlauge) und HCl (Salzsäure) in einem Versuch selber herstellen. Da es sich hierbei um eine Neutralisation handelt, kann man den Reaktionsverlauf mit einem Indikator verfolgen. Beim Farbumschlag des Universalindikators ins grüne liegt NaCl vor.

Die SuS sollten den Versuch zunächst einmal in 4er Gruppendurchführen und genau beobachten was passiert. Anschließend sollten sie, ebenfalls in 4er Gruppen, mit ihren Smartphones ein Lehrvideo (für sich und ihre Mitschüler_innen) drehen. Dies beinhaltete eine kurze Versuchsvorstellung, das Zeigen des Materials, die praktische und kommentierte Durchführung, das Kommentieren der wichtigen Beobachtungen während die Reaktion abläuft sowie das Ergebnis zu erklären.

Die SuS sollten sich ein Drehbuch schreiben, damit sie flüssig sprechen können und das ganze mit ruhiger Musik unterlegen. Die einzelnen SuS hatten dabei verschiedene Rollen:

1. Kamerafrau/Kameramann, 2. Sprecherin/Sprecher, 3. Assistentin/Assistent die /der das Material zeigt bzw. den Versuch durchführt, 4. Assistentin/Assistent die/der auf wichtige Aspekte zeigt, die Musik bedient, und alles weitere im Blick hat.

Das Video sollten die SuS zu Hause auf CD brennen. Außerdem sollten sie in der nächsten Stunde den Schullaptop und Schulbeamer bedienen, so dass sie ihr Video zeigen können.

2. Zum Unterricht erschienen nur 9 von 17 Schüler_innen, was in dieser 10. Klasse häufig passiert. Sie waren zu Beginn sehr unmotiviert, finden das Thema „Chemie im Alltag“ nicht sehr spannend. Sie hatten auch wenig Lust NaCl selber herszustellen, die meisten bekamen aber Lust als sie ein Video davon drehen durften. Die Gruppen wählten die SuS selber aus, ein Schüler wollte sich nicht zuordnen, so dass schließlich zwei 4er Gruppen entstanden und der 9. S half etwas mit. Die Gruppen arbeiteten konzentriert und nahmen einige Szenen mehrmals auf, da sie noch nicht zufrieden waren. Bis zum Ende der Stunde arbeiteten sie sehr eigenständig. Die Videos zeigten sie in der darauffolgenden Stunde, sie sind sehr schön geworden und haben einigen SuS, die gefehlt hatten sicher auch einen guten Eindruck vom Versuch gegeben. Die SuS, die ihre Video zeigten, waren fröhlich und sehr stolz auf ihr Video. Die Klasse hatte Interese, die Videos der anderen zu sehen. Mit dem Schullaptop und Schulbeamer konnten einige schon problemlos umgehen, für andere war der Umgag neu und sie haben die Bedienung etwas üben können.

3. Die Nutzung des Smartphones als Kamera hatte großen Wert, da die SuS Ehrgeiz entwickelten ein tolles Video zu drehen. Das Schreiben des Drehbuchs verdeutlichte den SuS die markanten Aspekte bei der Versuchsdurchführung, korrigierten gegenseitig ihre fachlich falschen Vorstellungen und beim Drehen des Videos übten sie ihre Sprache/Stimme als Werkzeug einzusetzen. Die Zusammenarbeit und Präsentation stärkte die Gruppen. Die SuS übten den Umgang mit dem Laptop und Beamer Sie betrachteten es als großen Vorteil den Beamer zum Zeigen ihrer eigenen Videos nutzen zu können, da somit alle gleichzeitig ihr Video gut erkennen konnten.

Gut wäre gewesen, ein oder zwei Ersatz-Smartphones o.ä. vorrätig zu haben, da nicht alle SuS ein Smartphone haben und sich dadurch kurz zurückzogen. Außerdem wäre es auch gut gewesen, Musik für die Hintergrundmusik anbieten zu können, da die SuS kaum geeignete Musik mit ihren Smartphones abspielen konnten.