{"id":30,"date":"2019-06-16T12:35:42","date_gmt":"2019-06-16T10:35:42","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kabasln\/?p=30"},"modified":"2019-06-16T12:36:39","modified_gmt":"2019-06-16T10:36:39","slug":"30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kabasln\/2019\/06\/16\/30\/","title":{"rendered":"Mehrsprachigkeit als Ausgangspunkt und Ziel schulischer Bildung in Gymnasium und Oberschule"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 14pt;font-family: verdana, geneva, sans-serif\">1. An Ihrer Schule gibt es eine \u2013 wie \u00fcblich sehr heterogen besetzte \u2013 Vorklasse, in welcher\u00a0sogenannte Seiteneinsteiger*innen Deutsch lernen und auf die Teilnahme am\u00a0Regelunterricht vorbereitet werden. F\u00fcr einige wird nun der \u00dcbergang diskutiert. Ein\u00a0Gro\u00dfteil der Lehrkr\u00e4fte pl\u00e4diert \u2013 mit Verweis auf die noch nicht vollst\u00e4ndig\u00a0ausreichenden (bildungssprachlichen) Deutschkenntnisse \u2013 sie an eine Realschule zu\u00a0\u00fcberweisen, obwohl die Sch\u00fcler*innen hinsichtlich ihrer Lernf\u00e4higkeit und ihrer\u00a0Vorbildung eigentlich die Voraussetzungen f\u00fcr das Gymnasium mitbringen und gerne an\u00a0der Schule bleiben w\u00fcrden. Nehmen Sie auf Basis der Vorlesung Stellung dazu.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;font-family: verdana, geneva, sans-serif;color: #808080\">Meiner Meinung nach w\u00e4re es eine ung\u00fcnstige Entscheidung, die Seiteneinsteiger*innen, welche f\u00fcr das Gymnasium qualifiziert sind, auf eine Realschule zu schicken. Es werden zwar noch Sprachbarrieren vorhanden sein, diese k\u00f6nnen jedoch ausgeglichen werden durch den regelm\u00e4\u00dfigen Kontakt mit Muttersprachler*innen. Eine Sprache wird n\u00e4mlich am schnellsten durch das h\u00e4ufige h\u00f6ren der Sprache gelernt. Meiner Meinung nach, sollte man den Seiteneinsteiger*innen eine Chance geben, wenn sie auf das Gymnasium kommen. H\u00e4ufig wird eine Sprache in jungen Jahren schneller gelernt, daher haben die Sch\u00fcler*innen eine Chance auf das Gymnasium. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;font-family: verdana, geneva, sans-serif;color: #808080\">Au\u00dferdem schr\u00e4nkt sich die Heterogenit\u00e4t an den Gymnasien ein, wodurch weniger \u00fcber Kulturen gelernt werden kann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;font-family: verdana, geneva, sans-serif\">2. Welche Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit \u2013 in der hier verstandenen breiten Sicht \u2013 in\u00a0Schule und Unterricht (selbst als Sch\u00fcler*in und (oder Praxiserfahrungen) haben Sie\u00a0bislang gemacht? Diskutieren Sie die Erfahrungen vor dem Hintergrund dieser Vorlesung<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;font-family: verdana, geneva, sans-serif;color: #808080\">Ich habe immer Schulen besucht, an denen deutsche Muttersprachler eine Minderheit dargestellt haben, so bin ich schon sehr fr\u00fch mit der Mehrsprachigkeit in Kontakt gekommen. Vor allem an meiner Oberschule habe ich viele Erfahrungen mit den Mehrsprachigkeiten gemacht. Ich habe sowas immer als selbstverst\u00e4ndlich und nicht als ein Hindernis gesehen. Damals gab es eine Seiteneinsteigern in unserer Klasse. Ein M\u00e4dchen, welches aus Frankreich kam und der deutschen Sprache nicht m\u00e4chtig war. Sie erzielte Erfolge in der Schule. Das M\u00e4dchen aus Frankreich, wurde trotz mangelnden Deutschkenntnissen in den Mathe E-Kurs eingeteilt und erbrachtet dort<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>gute Leistungen. In unserer Klassen konnten wir uns gegenseitig unterst\u00fctzen und helfen. Da zum Beispiel einige Sch\u00fcler*innen, welche Franz\u00f6sisch als zweite Fremdsprache dazu gew\u00e4hlt hatten, h\u00e4ufiger bei fehlenden Vokabeln oder inhaltlichen Fragen helfen und teilweise \u00fcbersetzen konnten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;font-family: verdana, geneva, sans-serif\">3.Was m\u00f6chten Sie nach dem Besuch dieser Vorlesung bei Ihrer zuk\u00fcnftigen Unterrichtsgestaltung beachten? Welches Wissen und welche F\u00e4higkeiten fehlen Ihnen daf\u00fcr noch? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;font-family: verdana, geneva, sans-serif;color: #808080\">Ich m\u00f6chte meinen sp\u00e4teren Unterricht sprachsensibel f\u00fchren und mangelnde sprachliche Kenntnisse nicht als ein Problem, sondern als eine Herausforderung sehen. Ich m\u00f6chte meinen Sch\u00fcler*innen klar machen, dass Sprachbarrieren keine<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Hinderung f\u00fcr Motivation und Lernf\u00e4higkeiten sind. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;font-family: verdana, geneva, sans-serif;color: #808080\">Ich erhoffe mir w\u00e4hrend meines Studiums und w\u00e4hrend des Orientierungspraktikums weitere F\u00e4higkeiten anzueignen, um besser mit dem Umgang der Mehrsprachigkeit fertig zum erden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;font-family: verdana, geneva, sans-serif\">4. Wie muss Schule unserer mehrsprachigen Gesellschaft gestaltet sein? Welche\u00a0Rahmenbedingungen m\u00fcssen gegeben sein, damit Sie die Mehrsprachigkeit ihrer\u00a0Sch\u00fcler*innen einbeziehen und einen registersensiblen Fachunterricht gestalten k\u00f6nnen?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;font-family: verdana, geneva, sans-serif;color: #808080\">Eine Gesellschaft die mehrsprachig ist muss vor allem tolerant und offen gegen\u00fcber allen Mitgliedern sein. Es darf keine Ausgrenzung der Migranten betrieben werden. Es ist keine Norm, dass jeder deutsch sprechen kann und meiner Meinung nach ist es sinnvoll Seiteneinsteiger*innen nicht in separate Klassen einzuordnen. Mehrsprachigkeit sollte als Normalfall betrachtet werden und Sch\u00fcler*innen mit mangelnden Deutschkenntnissen sollten von Lehrkr\u00e4ften als eine Herausforderung und nicht als ein Problem gesehen werden.\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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