{"id":25,"date":"2019-06-10T08:27:02","date_gmt":"2019-06-10T06:27:02","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kabasln\/?p=25"},"modified":"2019-06-10T08:27:02","modified_gmt":"2019-06-10T06:27:02","slug":"rv09-dr-sabine-horn-katharina-kracht-ueber-juedisches-leben-reden-kein-tabu-umgang-mit-religioeser-diversitaet-am-beispiel-judentum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kabasln\/2019\/06\/10\/rv09-dr-sabine-horn-katharina-kracht-ueber-juedisches-leben-reden-kein-tabu-umgang-mit-religioeser-diversitaet-am-beispiel-judentum\/","title":{"rendered":"RV09 \u2013 Dr. Sabine Horn, Katharina Kracht \u2013 \u00dcber j\u00fcdisches Leben reden \u2013 (k)ein Tabu? Umgang mit religi\u00f6ser Diversit\u00e4t am Beispiel Judentum"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif\">1. Fassen Sie die im Text dargestellten unterschiedlichen Positionen in Bezug auf die Religionsaus\u00fcbung zusammen. (Option 1: Koscheres Essen, verschiedene Haltungen dazu; Option 2: K\u00f6nnen Frauen Rabbinerinnen sein?)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif\">Im Judentum gelten besondere Gesetze, die beziehen sich auf alles was gegessen und eingenommen wird und werden Kaschrut-Regeln genannt. <\/span><span style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif\"><span class=\"s1\">Das Regelwerk wird von den Liberalen Juden als teilweise willk\u00fcrlich bezeichnet. <\/span><span class=\"s2\">Die Nahrungsvorschriften werden von Ihnen daher als eine starke Lebenseinschr\u00e4nkung empfunden. <\/span><span class=\"s1\">Gl\u00e4ubige Juden finden in den Regeln eine St\u00fctze und Hilfe im leben, um es bewusster gestalten zu k\u00f6nnen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen die Regeln den Gl\u00e4ubigen eine gewisse religi\u00f6se Tiefe im Leben geben. <\/span><\/span><span class=\"s1\" style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif\">Die Regeln und Gesetze werden, wie in allen Religionen, mit unterschiedlicher Strenge und<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>auf unterschiedliche Art und Weise unterlegt.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif\"><span class=\"s1\"> 2. <\/span>Wenden Sie die drei Grundannahmen des religionswissenschaftlich-kulturwissenschaftlichen Ansatzes (interne Diversit\u00e4t, Religion als beeinflusst von historischen Prozessen, Religion als Teil soziokultureller Strukturen, s. AB 1) auf den Text bzw. die im Text beschriebenen Haltungen und Praktiken an. Die beiden letzteren sind eventuell eher subtil und implizit im Text angelegt.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif\"> <span style=\"color: #808080\">Im Text zeigt sich<strong> die interne Diversit\u00e4t<\/strong> anhand der verschiedenen Meinungen und unterschiedlichen Praktizierungen der Kaschrut-Regeln. Liberale Juden empfinden die Kaschrut-Regeln als eine enorme Lebenseinschr\u00e4nkung. W\u00e4hrend Orthodoxe sich durch die Regeln n\u00e4her zu ihrem Gott verbunden f\u00fchlen und ein aufmerksameres Leben f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif;color: #808080\">Anhand der Milch- und Fleischprodukte zeigt sich im Text <strong>die zeitliche und politische Beeinflussung<\/strong> der j\u00fcdischen Religion. Der gleichzeitige Verzehr von Ziegenfleisch und Ziegenmilch galt als verboten. Bis heute weitete sich das Verbot auf alle Milch- und Fleischprodukte aus.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif;color: #808080\">Durch die Vermischung unterschiedlicher Kulturen und unterschiedlicher Strenge kommen die <strong>soziokulturellen Strukturen<\/strong> der Religion zustande. Damals wurde Sushi problemlos verzehrt, w\u00e4hrend sich heutzutage die Meinungen spalten und der Verzehr in der Diskussion steht.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif;color: #000000\">3.Beschreiben Sie Ihre eigene Verortung gegen\u00fcber dem im Text angelegten Ph\u00e4nomen. Gehen Sie dabei auf die Fragen auf AB 2 ein.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif;color: #808080\">Die interne Diversit\u00e4t von Religionen ist sehr wichtig und jeder sollte seine Religion so aus\u00fcben d\u00fcrfen, wie es f\u00fcr richtig h\u00e4lt. Ob sich alle Juden an die Kaschrut-Regeln halten oder nicht, sollte ihnen \u00fcberlassen sein. Meiner Meinung nach sollte eine Lehrkraft Toleranz und Respekt gegen\u00fcber der verschiedenen Auslebungen der Religionen haben und diese auch weiter an die SuS vermitteln.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif;color: #808080\">In Zukunft m\u00f6chte ich als Lehrerin diese Einstellung vermitteln, da der Glaube und die Religion sehr pers\u00f6nlich sind und sich meiner Meinung nach keiner f\u00fcr die Auslegung rechtfertigen sollte. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif\">4. Eine schriftliche p\u00e4dagogische Reflexion zum Umgang mit den folgenden Szenarien, der Option 1: Sie haben mit ihrer Klasse ein gemeinsames Essen zur Feier des Schuljahresabschlusses geplant. Eine Sch\u00fclerin m\u00f6chte nicht teilnehmen, da sie nur koscheres Essen zu sich nimmt. Eine andere Sch\u00fclerin sagt ihr, sie sei albern, schlie\u00dflich w\u00fcrde es auch Juden und J\u00fcdinnen geben, die sich nicht koscher ern\u00e4hren.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\" style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif;color: #808080\">Erst einmal w\u00fcrde ich erkl\u00e4ren, dass im Judentum verschiedene Konfessionen zu unterscheiden werden sollten, die durch verschiedene Praxen und Verst\u00e4ndnis entstanden sind. Ausserdem ist es wichtig, den SuS klar zu machen, dass jeder seine Religion so ausleben kann wie es f\u00fcr richtig empfunden wird. Die Erkl\u00e4rung f\u00f6rdert das Verst\u00e4ndnis und die Toleranz der Sch\u00fcler gegenseitig.<\/span><\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s3\" style=\"font-size: 12pt;font-family: helvetica, arial, sans-serif;color: #808080\">Anschliessend w\u00fcrde ich der j\u00fcdischen Sch\u00fclerin anbieten ihr eigenes Essen mitzubringen, damit sie trotzdem am Essen teilnehmen kann, da auch sie ein Teil der Klassengemeinschaft ist. Ich w\u00fcrde ihr erkl\u00e4ren, dass es auch andere SuS gibt, welche nicht alles essen k\u00f6nnen oder m\u00f6chten<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>aufgrund von Allergien oder speziellen Di\u00e4ten (vegetarische\/ Vegane Ern\u00e4hrung), um ihr klar zu machen, dass sie kein Sonderfall ist. Wenn sie dennoch nicht kommen m\u00f6chte, w\u00fcrde ich ihren Wunsch akzeptieren.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Fassen Sie die im Text dargestellten unterschiedlichen Positionen in Bezug auf die Religionsaus\u00fcbung zusammen. (Option 1: Koscheres Essen, verschiedene Haltungen dazu; Option 2: K\u00f6nnen Frauen Rabbinerinnen sein?) Im Judentum gelten besondere Gesetze, die beziehen sich auf alles was gegessen und eingenommen wird und werden Kaschrut-Regeln genannt. Das Regelwerk wird von den Liberalen Juden als &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/kabasln\/2019\/06\/10\/rv09-dr-sabine-horn-katharina-kracht-ueber-juedisches-leben-reden-kein-tabu-umgang-mit-religioeser-diversitaet-am-beispiel-judentum\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eRV09 \u2013 Dr. Sabine Horn, Katharina Kracht \u2013 \u00dcber j\u00fcdisches Leben reden \u2013 (k)ein Tabu? 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