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Beitrag zu RV13

1.) Wenn Sie an die Schwerpunktvorlesungen zu Migration (RV02 Karakasoglu) und Inklusion RV06 (Frau Schwarzenberg) und RV07 (Herr Müller) zurückdenken, wo sehen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Inklusionsverständnis zwischen Kanada und
dem, was Sie in der Vorlesung über Deutschland gelernt haben? Bitte nennen Sie mindestens 2 Aspekte und begründen Ihre Wahl mit Bezug zu den Vorlesungsinhalten.

Antwort

Es liegt auf der Hand, dass es dort, wo es verschiedene Rassen gibt, zwangsläufig Schwierigkeiten in Bezug auf Inklusion, Kultur usw. geben wird. Im Hinblick auf unsere aktuelle Fallstudie, die sich mit der Inklusion in Schulen befasst, ist es offensichtlich, dass verschiedene Länder unterschiedliche Methoden zum Umgang mit dem Problem haben. Kanada auf der einen Seite bevorzugt ein gemeinsames Lernsystem, die Einbeziehung anderer Fremdsprachen in den Lehrplan, Workshops für Handarbeit nach der Schule und die Einbeziehung der Eltern in die Aktivitäten der Schüler nach der Schule. Zum anderen bevorzugt Deutschland eine Trennung der Bildungsstufen. Wenn man auf ein typisches Beispiel im Vortrag von Dr. Frank Müller auf Seite 21 zurückblickt, wird deutlich, wie die Inklusion im deutschen Schulsystem falsch getan wird. Man beobachtet an diesem Beispiel, dass der bedürftige Schüler mit anderen in einer Klasse sitzt, aber dennoch eine besondere pädagogische Hilfe erhält. Dies ist ein Unterschied zwischen Inklusion in Deutschland und Kanada. Ein zweiter Unterschied wäre die Einbindung der Eltern in schulische Freiwilligen Workshops am Nachmittag. Trotz der erwähnten Unterschiede gibt es eine Ähnlichkeit zwischen Inklusion in Deutschland und Kanada.Ein gutes Beispiel wäre das Video von Dr. Katja Scheidt über Gemeinsamkeit und Individualisierung. In dem Video legen zwei Schülern mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Verständnisniveaus ihre Unterschiede beiseite und realisieren gemeinsam ein Projekt.

2.) Eine plastische Vorstellung von der Umsetzung der im Vortrag geschilderten Leitlinien der kanadischen Schulpolitik in der Praxis vermittelt der Blog aus meinem Forschungsund Entwicklungsprojekt TraMiS (Transnationale Mobilität in Schule) unter folgendem Link. Bitte lesen Sie ihn sich durch. Welche Fragen stellen sich Ihnen als angehende Lehrer*in hinsichtlich der Übertragbarkeit von dort erwähnten inklusiven Maßnahmen und Projekten auf den deutschen Schulkontext. Begründen Sie ihre Perspektive:

Antwort

Es ist schön, guten Beispielen nachzueifern, aber was ist, wenn die mit der Umsetzung dieser neuen Beispiele verbundenen Risiken und Kosten zu hoch sind? lohnt es sich dann, sie zu kopieren?In diesem Hinsicht möchte ich auf das „FREI-RAUM FÜR DIE UMFASSENDE BERÜCKSICHTIGUNG VON VIELFALT UND EINE AUSGEPRÄGTE WILLKOMMENSKULTUR“ und „OFF-CAMPUSES FÜR EINEN FRISCHEN START“ eingehen. In der ersten inklusive Maßnahme heißt es: „es handelt sich um eine barrierearme, inklusive öffentliche Schule, die alle Bildungsgänge bis zum High School Diploma anbietet“. Letztere würde bei einer Umsetzung in Deutschland auf große Ressourcen-, Finanz- und Infrastrukturprobleme stoßen. Zum Beispiel: Woher bekäme man all die Lehrer, die die verschiedenen Kurse zu unterrichten hätten? Zweitens: Würde man auch die Ausbildung der Universitätsstudenten ändern, um die Aufgabe als neu eintretende Lehrkraft zu übernehmen? Und schließlich: Würde sich die bereits bestehende Infrastruktur für diese Änderung eignen oder ist für dieses Projekt ein neues Budget erforderlich?
Des Weiteren liest man, dass das “ OFF-CAMPUSES FÜR EINEN FRISCHEN START“ eine “ Rund-um-die-Uhr-Betreuung“ bietet. Sicherlich würde diese inklusive Maßnahme mehr als nur Lehrern/innen benötigen, denn Momente, in denen Kämpfe entbrennen, könnten Sicherheit zur Beruhigung der Lage erfordern. Sicherheit ist, wie man weiß, eine Fähigkeit, die für eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung viel kostet. Sind die deutschen Schulen also bereit für diese zusätzlichen Kosten der Überwachung?