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Antwort zu RV08

1. Greiner (2019) formuliert verschiedene Dilemmata, die mit der Forderung nach Inklusion an den Schulen verbunden sind. Nehmen Sie zu dreien Ihrer Wahl Stellung.

Antwort

Ich möchte mit dem Kategorisierungsdilemma beginnen, weil es meines Erachtens mit dem vorangegangenen Vortrag von Prof. Dr. F. J. Müller zur inklusiven Pädagogik zusammenhängt. Es stimmt zwar, dass inklusiver Unterricht einerseits eine individuelle Diagnostik und individuelle Anforderungen erfordert, andererseits könnte dieser Ansatz aber für das Leitungsgremium sehr aufwändig und anspruchsvoll sein, denn es wären zusätzliche Arbeitskräfte und mehr Geld für die Anschaffung der benötigten Unterrichtsmaterialien erforderlich. Zweitens könnten die Befürworter einer individuellen Diagnostik und individueller Anforderungen argumentieren, dass jeder bedürftige Schüler etwas Besonderes ist und daher ein besonderes Umfeld braucht, um optimal lernen zu können; dennoch könnte die Opposition diesen Ansatz gegenüber den anderen Schülern als unfair empfinden, denn Gleichheit gilt für alle. Meiner Meinung nach besteht die ganze Idee der Inklusion darin, den Bedürftigen das Gefühl zu geben, von ihren Mitschülern akzeptiert und geliebt zu werden, gleiche Kenntnisse wie andere Schüler zu erlangen, anstatt wie eine Insel ausgespart zu werden. Daher ist die Kategorisierung mit anderen ähnlich bedürftigen Schülern nicht der beste Ansatz.

Das nächste Gesprächsthema wäre das Zustimmungsdilemma. Es gibt dieses berühmte Sprichwort, das besagt: „Man kann das Pferd zum Bach bringen, aber kann es nicht zwingen, Wasser zu trinken“. Wenn nun ein bedürftige/r Schüler/in seine/ihre Situation erkennt, akzeptiert und bereit ist, sie zu ändern, dann sind etwa 80 Prozent der Arbeit bereits getan. Alles, was dann noch nötig ist, ist die Anleitung und Unterstützung durch die Lehrkräfte. Wenn es andererseits keine Zustimmung gibt, dann wäre der Weg definitiv sehr holprig. Meiner Meinung nach müssen daher von beiden Seiten Anstrengungen unternommen werden, um die gewünschten Ziele zu erreichen.

Zuletzt wäre da noch die Individualförderung- statt – Unterricht Dilemma. Der zentrale Aspekt der Inklusion ist der kollektive Unterricht. Doch angesichts der Tatsache, dass bedürftige Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Formen der Unterstützung benötigen, wird die Kategorisierung und damit der kollektive Unterricht zum Anlass zur Sorge. Jedoch bietet unsere heutige Gesellschaft außerschulische Hilfen an. Mein Standpunkt zu diesem kontroversen Thema wäre daher, dass jede/r Schüler/in kollektiv unterrichtet wird, und nach dem Schultag zusätzliche Stunden individueller Förderung bekommt.

2. Die Vermittlung und Reflexion der deutschen Sprache ist nicht nur Aufgabe des Deutschunterrichts, sondern fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip. Wo sehen Sie in Ihrem (ggf. zweiten) Fach Möglichkeiten, um

a) Vielsprachigkeit als Ressource zu nutzen,

b) gendersensibel Unterrichtsgegenstände auszuwählen und Aufgaben zu konstruieren.

Antwort

a) Eine der einfachsten Möglichkeiten für zwei Menschen, einander zu verstehen, ist durch Kommunikation und in jeder Kommunikation ist eine Sprache erforderlich. Vielsprachigkeit ist vor allem in meinem Fach (Englisch Cultures) eine ausgezeichnete Ressource, erstens wegen der Kreativität und kognitiven Flexibilität, die die vielsprachige Studenten zeigen. Zweitens könnten die in der englischen Sprache erworbenen Fähigkeiten leicht auf eine andere Sprache übertragen werden, z.B. bei einer Party, Konferenz usw. oder vielleicht, um Mitschülern zu überzeugen. Der dritte und letzte wichtige Punkt ist, dass vielsprachige Studenten sehr oft von Gleichaltrigen geschätzt werden und in der Klasse schnell Freunde finden und kontakte verknüpfen.

b) Im Englischen Fach Linguistik wird meistens Mitte der Vorlesung paar Lieder gehört und dazu Dehnungsübungen zur Entspannung der Muskeln und Gehirn getan. Meiner Meinung nach wartet jeder sowohl die Mädels als auch den Jungs jedes Mal auf diesen besonderen zehn Minuten Erholungszeit. Das hilft auch dabei der Stoff zu verstehen und mit neue Unterrichtsthemen reibungslos klar zu kommen. Zweitens gibt es ab und zu im Englischen Fach ULS 2 meistens Wortschatz spiele gespielt, um unsere Fremdwortkenntnisse besonders beim Essays zu erweitern. Zu meiner Überraschung werden die Mehrheit der Mädels beim Spiel oft leicht als den Jungs von den neuen Wörtern überzeugt.

 

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