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kommentar zu RV07

1.) Reflektieren Sie die Konsequenzen der Aussonderung von Schüler_innen mit Förderbedarf?

Antwort

Zu den Konsequenzen gehören: das Gefühl der Einsamkeit, die relativ langsame Entwicklung sozialer Fähigkeiten, das begrenzte Angebot an kooperativem Lernen.

Da wir Menschen soziale Wesen sind, bekommt man ganz schnell das Gefühl der Einsamkeit, wenn man immer alleine alles tut, die normalerweise zu zweit oder mit einer Gruppe getan werden könnte. Aus Grund einer Aussonderung entwickelt sich auch die soziale Kompetenzen der-/diejenige sehr langsam, da er/sie sehr oft mit vergleichsweise wenigen Leuten in Kontakt kommt. Schließlich kommt noch dazu das das Angebot an kooperativem Lernen der ausgesonderten Schülern relativ begrenzt ist, da sie sehr oft individuelle Bedürfnisse haben.

2.) Welche Informationen sind in der Diagnose „Förderschwerpunkt Wahrnehmung&Entwicklung“ bzw. „Förderschwerpunkt Lernen“ enthalten? Welche Informationen benötigen Sie von einer Schüler_in um Ihren Unterricht ggf. anzupassen?

Antwort

Beim Umgang mit Schülern mit besonderen Bedürfnissen gibt es viel zu bedenken. Dinge wie Kategorisierung oder Verallgemeinerung sind strikt zu vermeiden, da beispielsweise ein/e langsame Lerner/in in Geschichte möglicherweise kein langsamer Lerner in Mathematik sein könnte. Einige hilfreiche Informationen bzw Methoden wären, so viele Probetests wie möglich durchzuführen und zu notieren, wo der/die einzelne Schüler/in als Ganzes verbessert werden muss. Zweitens wäre es ratsam, ein tiefes Gespräch mit den Eltern, Verwandten oder Freunden des/der Schülers/in zu führen. Drittens und letztens gilt es, nach der Durchführung dieser Tests und Diskussionen die optimale Umgebung zu finden, die jede Form von Negativität und Einsamkeit aus dem Bewusstsein des/der Schülers/in beseitigt.

3.) Wie können Sie in Ihrem Unterricht die Zugänglichkeit und Anschaulichkeit von Medien/Materialien verbessern? Welche Verbündeten können sie dazu gewinnen?

Antwort

Das ist eine sehr praktische und interessante Frage. Damit meine ich, wenn die Lösungen für dieses Problem auf die richtige Art und Weise durchgeführt werden, dann werden die Ergebnisse definitiv positiv sein. Die allererste besteht in vielen visuellen Spielen, die das Leben der Schülerinnen und Schüler unter Schwierigkeit und das Leben der positiven Vorbilder widerspiegeln. Auf diese Weise erhält der Schüler/die Schülerin nicht nur die Gewissheit, dass er/sie nicht allein ist, sondern glaubt auch, dass er/sie eines Tages die Barriere überwinden kann, wie es sein/ihr Vorbild gelungen hat. Zweitens sollte die positive soziale Kompetenz (zum Beispiel durch Wortschatz-spiele miteinander) verbessert und die Konferenztisch-Sitzposition genutzt werden. Dies fördert Interdependenz, mehr Interaktion, Gleichheit und Einheit. Und schließlich ist es von entscheidender Bedeutung, trotz der unterschiedlichen Schwierigkeiten, mit denen man konfrontiert ist, gemeinsam als Team voranzukommen.

4.) Wählen Sie eines der Lernvideos auf path2in.uni-bremen.de aus, schauen Sie es sich an und schreiben Sie kurz eine begründete Empfehlung für Ihre Kommiliton_innen, warum es sich ggf. lohnt sich das Video anzusehen.

Antwort

Das video Dr. Katja Scheidt – Gemeinsamkeit und Individualisierung   ( https://www.youtube.com/watch?v=izoJ5CKdRQ4&t=1419s)  hat meine Interesse am meisten geweckt. Dieses Video ist meiner Meinung nach sehenswert, weil es sich um eine praktische Grundlage des Menschenlebens handelt. In der Welt, merkt man häufig das es sehr verschiedene Leute mit individuelle Eigenschaften und super Fähigkeiten gibt, trotzdem braucht jeder Mensch zwei Hände, zwei Beine, zwei Lungen, zwei Mal von allen wichtigsten Sachen damit wir alle gemeinsam vorankommen. Das ist ein typisches Beispiel wobei die Natur uns  zeigt, das individuell können wir was erreichen, aber gemeinsam sind wir am stärksten und am besten.

Dieser Fall von Gemeinsamkeit in Schulen erklärt Dr. Scheidt in dem video mittels selben Raum, soziale Kontakte und „kinder voneinander lernen“.

Individualisierung erklärt sie als das was jede/r Schüler/in mitbringt, wie das gemeinsame Lernangebot mit der Situation jeder individuelle Schüler/in angepasst werden könnte und der gesamte Entwicklung jeder Schüler als Mensch anstatt nur Lernentwicklung.

Außerdem hat Dr. Scheidt ein super beispiel in dem video genutzt, das mit einem normalen und einen anderen Schüler mit Down Syndrom zu tun hat. Trotz der individuellen schreib und verstehensniveau der beiden Schülern, ist es den gelungen ein gemeinsames Werk zu realisieren.

Schließlich redet Dr. Scheidt über paar Vorschläge bzw Empfehlungen. Zum Beispiel in dem strukturellen ebene sollte anstatt mehr fächern und Leistungsdruck, eher Freiarbeit (mit dem Fokus auf individualisiertes lernen), Projektzeit (mit dem Fokus auf gemeinsames Lernen der Lerngruppe) und Gesprächskreis (mit dem Fokus auf gemeinsames lernen der gesamte Gruppe.)

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