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Antwort auf RV10

1. Welche Berührungspunkte hatten Sie bereits mit dem Thema Antisemitismus? Beschreiben Sie für Sie wichtig erscheinende Situationen und wie Sie diese vor dem Hintergrund dieser Vorlesung bewerten würden.

Nun, meine allererste Erfahrung mit Antisemitismus habe ich in einem Dokumentarfilm gemacht. Was mir auffiel, war die Tatsache, dass selbst in einer riesigen Stadt wie New York die jüdischen Menschen die Wege der Stadt verleugnet und sich in einem Viertel zurückgezogen haben.

Einige für mich wichtige Situationen, die sich auf den Hintergrund des Vortrags beziehen, sind: kleine Kinder in Schulen üben bereits Antisemitismus aus, ob diese Praxis aus unwissender Nachahmung oder aus bewussten Handlungen stammt, kann ich nicht sagen. Zweitens zieht man aus dem Vortrag den Schluss, dass es verschiedene Arten von Antisemitismus gibt, die vor allem aus religiösen Konflikten und kulturellen Unterschieden herrühren.

2. Welche Fragen haben sich für Sie durch den Vortrag ergeben? In welchen Bereichen fühlen Sie sich noch unzureichend informiert oder vorbereitet, um sich mit Antisemitismus in der Schule als Lehrkraft zu befassen?

Es gibt einige ernsthafte Fragen, die mir beim lesen des Vortags sofort einfallen. Zum Beispiel:
Wenn Antisemitismus ein so ernstes Problem ist, warum wird dann nicht mehr jüdischer Unterricht in den Lehrplan der Grundschulen aufgenommen?
Wenn man bedenkt, dass die meisten Schülerinnen und Schüler manchmal unwissentlich schlechte Gewohnheiten wie Mobbing, Antisemitismus usw. aufgreifen, warum gibt es dann in den Grundschulen nicht viel mehr Unterrichtseinheiten über relevante Themen wie Mobbing, Religion, kulturelle Vielfalt usw.?

Wo ich mich irgendwie als Lehrkraft noch nicht vorbereitet bin, ist bei der Bestrafung. Gibt es nicht irgendeine Form von Bestrafung für Antisemitismus, besonders in Schulen damit die Schüler/in lernen früh an das sowas nicht toleriert wird?

3. Beschäftigen Sie sich mit folgendem Szenario: Ein Elternteil spricht Sie persönlich als Lehrkraft darauf an, dass ein Schüler Ihrer Klasse von verbalen antisemitischen Übergriffen betroffen war. Überlegen Sie, wie ein konstruktiver Umgang mit dieser Situation aussehen könnte.

Zunächst wäre es empfehlenswert, sich mit beiden Parteien (Opfer und Täter) zusammenzusetzen und mit ihnen eingehend über Antisemitismus zu diskutieren, was sich auf die erste konstruktive Methode bezieht, die im Vortrag (Seite 29) vorgeschlagen wurde.
Zweitens wäre es ratsam, in jeder Lektion ein 15-30-minütiges Thema über jüdisches Bewusstsein einzuführen, das mit dem zweiten im Vortrag (Seite 29) vorgeschlagenen Punkt übereinstimmt.

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Antwort zu RV08

1. Greiner (2019) formuliert verschiedene Dilemmata, die mit der Forderung nach Inklusion an den Schulen verbunden sind. Nehmen Sie zu dreien Ihrer Wahl Stellung.

Antwort

Ich möchte mit dem Kategorisierungsdilemma beginnen, weil es meines Erachtens mit dem vorangegangenen Vortrag von Prof. Dr. F. J. Müller zur inklusiven Pädagogik zusammenhängt. Es stimmt zwar, dass inklusiver Unterricht einerseits eine individuelle Diagnostik und individuelle Anforderungen erfordert, andererseits könnte dieser Ansatz aber für das Leitungsgremium sehr aufwändig und anspruchsvoll sein, denn es wären zusätzliche Arbeitskräfte und mehr Geld für die Anschaffung der benötigten Unterrichtsmaterialien erforderlich. Zweitens könnten die Befürworter einer individuellen Diagnostik und individueller Anforderungen argumentieren, dass jeder bedürftige Schüler etwas Besonderes ist und daher ein besonderes Umfeld braucht, um optimal lernen zu können; dennoch könnte die Opposition diesen Ansatz gegenüber den anderen Schülern als unfair empfinden, denn Gleichheit gilt für alle. Meiner Meinung nach besteht die ganze Idee der Inklusion darin, den Bedürftigen das Gefühl zu geben, von ihren Mitschülern akzeptiert und geliebt zu werden, gleiche Kenntnisse wie andere Schüler zu erlangen, anstatt wie eine Insel ausgespart zu werden. Daher ist die Kategorisierung mit anderen ähnlich bedürftigen Schülern nicht der beste Ansatz.

Das nächste Gesprächsthema wäre das Zustimmungsdilemma. Es gibt dieses berühmte Sprichwort, das besagt: „Man kann das Pferd zum Bach bringen, aber kann es nicht zwingen, Wasser zu trinken“. Wenn nun ein bedürftige/r Schüler/in seine/ihre Situation erkennt, akzeptiert und bereit ist, sie zu ändern, dann sind etwa 80 Prozent der Arbeit bereits getan. Alles, was dann noch nötig ist, ist die Anleitung und Unterstützung durch die Lehrkräfte. Wenn es andererseits keine Zustimmung gibt, dann wäre der Weg definitiv sehr holprig. Meiner Meinung nach müssen daher von beiden Seiten Anstrengungen unternommen werden, um die gewünschten Ziele zu erreichen.

Zuletzt wäre da noch die Individualförderung- statt – Unterricht Dilemma. Der zentrale Aspekt der Inklusion ist der kollektive Unterricht. Doch angesichts der Tatsache, dass bedürftige Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Formen der Unterstützung benötigen, wird die Kategorisierung und damit der kollektive Unterricht zum Anlass zur Sorge. Jedoch bietet unsere heutige Gesellschaft außerschulische Hilfen an. Mein Standpunkt zu diesem kontroversen Thema wäre daher, dass jede/r Schüler/in kollektiv unterrichtet wird, und nach dem Schultag zusätzliche Stunden individueller Förderung bekommt.

2. Die Vermittlung und Reflexion der deutschen Sprache ist nicht nur Aufgabe des Deutschunterrichts, sondern fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip. Wo sehen Sie in Ihrem (ggf. zweiten) Fach Möglichkeiten, um

a) Vielsprachigkeit als Ressource zu nutzen,

b) gendersensibel Unterrichtsgegenstände auszuwählen und Aufgaben zu konstruieren.

Antwort

a) Eine der einfachsten Möglichkeiten für zwei Menschen, einander zu verstehen, ist durch Kommunikation und in jeder Kommunikation ist eine Sprache erforderlich. Vielsprachigkeit ist vor allem in meinem Fach (Englisch Cultures) eine ausgezeichnete Ressource, erstens wegen der Kreativität und kognitiven Flexibilität, die die vielsprachige Studenten zeigen. Zweitens könnten die in der englischen Sprache erworbenen Fähigkeiten leicht auf eine andere Sprache übertragen werden, z.B. bei einer Party, Konferenz usw. oder vielleicht, um Mitschülern zu überzeugen. Der dritte und letzte wichtige Punkt ist, dass vielsprachige Studenten sehr oft von Gleichaltrigen geschätzt werden und in der Klasse schnell Freunde finden und kontakte verknüpfen.

b) Im Englischen Fach Linguistik wird meistens Mitte der Vorlesung paar Lieder gehört und dazu Dehnungsübungen zur Entspannung der Muskeln und Gehirn getan. Meiner Meinung nach wartet jeder sowohl die Mädels als auch den Jungs jedes Mal auf diesen besonderen zehn Minuten Erholungszeit. Das hilft auch dabei der Stoff zu verstehen und mit neue Unterrichtsthemen reibungslos klar zu kommen. Zweitens gibt es ab und zu im Englischen Fach ULS 2 meistens Wortschatz spiele gespielt, um unsere Fremdwortkenntnisse besonders beim Essays zu erweitern. Zu meiner Überraschung werden die Mehrheit der Mädels beim Spiel oft leicht als den Jungs von den neuen Wörtern überzeugt.

 

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kommentar zu RV07

1.) Reflektieren Sie die Konsequenzen der Aussonderung von Schüler_innen mit Förderbedarf?

Antwort

Zu den Konsequenzen gehören: das Gefühl der Einsamkeit, die relativ langsame Entwicklung sozialer Fähigkeiten, das begrenzte Angebot an kooperativem Lernen.

Da wir Menschen soziale Wesen sind, bekommt man ganz schnell das Gefühl der Einsamkeit, wenn man immer alleine alles tut, die normalerweise zu zweit oder mit einer Gruppe getan werden könnte. Aus Grund einer Aussonderung entwickelt sich auch die soziale Kompetenzen der-/diejenige sehr langsam, da er/sie sehr oft mit vergleichsweise wenigen Leuten in Kontakt kommt. Schließlich kommt noch dazu das das Angebot an kooperativem Lernen der ausgesonderten Schülern relativ begrenzt ist, da sie sehr oft individuelle Bedürfnisse haben.

2.) Welche Informationen sind in der Diagnose „Förderschwerpunkt Wahrnehmung&Entwicklung“ bzw. „Förderschwerpunkt Lernen“ enthalten? Welche Informationen benötigen Sie von einer Schüler_in um Ihren Unterricht ggf. anzupassen?

Antwort

Beim Umgang mit Schülern mit besonderen Bedürfnissen gibt es viel zu bedenken. Dinge wie Kategorisierung oder Verallgemeinerung sind strikt zu vermeiden, da beispielsweise ein/e langsame Lerner/in in Geschichte möglicherweise kein langsamer Lerner in Mathematik sein könnte. Einige hilfreiche Informationen bzw Methoden wären, so viele Probetests wie möglich durchzuführen und zu notieren, wo der/die einzelne Schüler/in als Ganzes verbessert werden muss. Zweitens wäre es ratsam, ein tiefes Gespräch mit den Eltern, Verwandten oder Freunden des/der Schülers/in zu führen. Drittens und letztens gilt es, nach der Durchführung dieser Tests und Diskussionen die optimale Umgebung zu finden, die jede Form von Negativität und Einsamkeit aus dem Bewusstsein des/der Schülers/in beseitigt.

3.) Wie können Sie in Ihrem Unterricht die Zugänglichkeit und Anschaulichkeit von Medien/Materialien verbessern? Welche Verbündeten können sie dazu gewinnen?

Antwort

Das ist eine sehr praktische und interessante Frage. Damit meine ich, wenn die Lösungen für dieses Problem auf die richtige Art und Weise durchgeführt werden, dann werden die Ergebnisse definitiv positiv sein. Die allererste besteht in vielen visuellen Spielen, die das Leben der Schülerinnen und Schüler unter Schwierigkeit und das Leben der positiven Vorbilder widerspiegeln. Auf diese Weise erhält der Schüler/die Schülerin nicht nur die Gewissheit, dass er/sie nicht allein ist, sondern glaubt auch, dass er/sie eines Tages die Barriere überwinden kann, wie es sein/ihr Vorbild gelungen hat. Zweitens sollte die positive soziale Kompetenz (zum Beispiel durch Wortschatz-spiele miteinander) verbessert und die Konferenztisch-Sitzposition genutzt werden. Dies fördert Interdependenz, mehr Interaktion, Gleichheit und Einheit. Und schließlich ist es von entscheidender Bedeutung, trotz der unterschiedlichen Schwierigkeiten, mit denen man konfrontiert ist, gemeinsam als Team voranzukommen.

4.) Wählen Sie eines der Lernvideos auf path2in.uni-bremen.de aus, schauen Sie es sich an und schreiben Sie kurz eine begründete Empfehlung für Ihre Kommiliton_innen, warum es sich ggf. lohnt sich das Video anzusehen.

Antwort

Das video Dr. Katja Scheidt – Gemeinsamkeit und Individualisierung   ( https://www.youtube.com/watch?v=izoJ5CKdRQ4&t=1419s)  hat meine Interesse am meisten geweckt. Dieses Video ist meiner Meinung nach sehenswert, weil es sich um eine praktische Grundlage des Menschenlebens handelt. In der Welt, merkt man häufig das es sehr verschiedene Leute mit individuelle Eigenschaften und super Fähigkeiten gibt, trotzdem braucht jeder Mensch zwei Hände, zwei Beine, zwei Lungen, zwei Mal von allen wichtigsten Sachen damit wir alle gemeinsam vorankommen. Das ist ein typisches Beispiel wobei die Natur uns  zeigt, das individuell können wir was erreichen, aber gemeinsam sind wir am stärksten und am besten.

Dieser Fall von Gemeinsamkeit in Schulen erklärt Dr. Scheidt in dem video mittels selben Raum, soziale Kontakte und „kinder voneinander lernen“.

Individualisierung erklärt sie als das was jede/r Schüler/in mitbringt, wie das gemeinsame Lernangebot mit der Situation jeder individuelle Schüler/in angepasst werden könnte und der gesamte Entwicklung jeder Schüler als Mensch anstatt nur Lernentwicklung.

Außerdem hat Dr. Scheidt ein super beispiel in dem video genutzt, das mit einem normalen und einen anderen Schüler mit Down Syndrom zu tun hat. Trotz der individuellen schreib und verstehensniveau der beiden Schülern, ist es den gelungen ein gemeinsames Werk zu realisieren.

Schließlich redet Dr. Scheidt über paar Vorschläge bzw Empfehlungen. Zum Beispiel in dem strukturellen ebene sollte anstatt mehr fächern und Leistungsdruck, eher Freiarbeit (mit dem Fokus auf individualisiertes lernen), Projektzeit (mit dem Fokus auf gemeinsames Lernen der Lerngruppe) und Gesprächskreis (mit dem Fokus auf gemeinsames lernen der gesamte Gruppe.)