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RV14 – Abschlussreflexion

RV14 – Abschlussreflexion

1.  Heterogenität, wie der Name schon sagt, befasst sich mit Fragen, die unsere Vielfalt als menschliche Wesen betreffen. Dieser Kurs hat definitiv einiges Licht auf viele kritische Themen geworfen, aber wenn es drei Vorträge gibt, die am meisten aufgefallen sind, dann sind sie es sicherlich: „Mathematische Leistungsunterschiede – empirische Befunde und Konsequenzen für das mathematische Lernen“ (Prof. Dr. Knipping C., 2020), „Heterogenität und Inklusion im Deutschunterricht der Sekundarstufen (Prof. Dr. Kepser M., 2020) und „über jüdisches Leben reden – (k)ein Tabu? (Horn, Suchodolski, 2020). In der Ringvorlesung RV05 von Prof. Dr. Knipping wurde festgestellt, dass manche Lehrer/innen benutzen Spiele als kognitive Aktivierung des Gehirns, um mathematische Probleme zu lösen. Wie effektiv dieses Method war, kam in Frage, denn sowohl das Rechnen mit den Fingern als auch die mathematische Rätselspiele sind meist nutzlos, wenn die Kursübungen komplizierter werden. Also war die entscheidende Lösung eine schritt für schritt Herangehensweise mit jeder Lektion damit alle Schüler/innen am gleichen Lernniveau sind. Zweitens fand ich die RV08 von Dr. Kepser wirklich belehrend, denn die verschiedenen Dilemmas, die bei der Vorlesung besprochen wurde, sind konkrete Beispiele der Hürde, die alle Schule betreffen zum Beispiel Kategorisierungsdilemma, Individualförderung- statt- Unterricht Dilemma. Wenn man noch tiefer in die Ringvorlesung 08 nachschaut, wird es klar das paar Fächern werden eher von den Jungs bevorzugt zum Beispiel Computerspiele ist beliebt bei Jungs als Mädchen und mehr Bücher werden eher gelesen von Mädchen als Jungs (Kepser, Heterogenität im Deutschunterricht, s. 27,28, 2020). Zunächst hat die RV 10 meine Kenntnisse über das jüdische Leben sehr erweitert. Bei der Vorlesung ist mir immer diese Frage aufgetaucht: Wieso gibt es unzählige Religionen und Kulturen dieser Welt, aber nur ein paar werden hoch stigmatisiert, sodass es manchmal zu Mobbing, streiten, sogar töten unter Schüler/innen hinführt? Zuletzt war es mir klar, dass manche Schule wissen oder tun wenig gegen Antisemitismus, denn das wird ganz klar festzustellen in dem Schreiben von Claudia Rittel in „ein massives Problem“ (Rittel, Claudia. „ein massives Problem, 2020).

2. Wenn ich zurück auf meine Schulzeit blicke, fällt mir sofort ein die falsche Schulstrukturelle Aspekte, abgelaufene Unterrichtformen und komische Lehrer/innenhandeln. Als allererst gab es diese Unterschätzung der Schülerinnen bei Naturwissenschaften. Fächern wie Mathe, Chemie, Physik gab es oft doppelt so viele Jungs als Mädchen und das komischerweise wurde wenig getan, um die Schülerinnen zu motivieren, fördern oder sensibilisieren. Im Vergleich zu den aktuellen Zeiten werden die Naturwissenschaften eher von den Schülerinnen dominiert, was sehr gelungen ist. Eine andere Schulform den ich besonders gut fand, ist der in Kanada, wo den Schülern, gemeinsam nach der Schule mit den Eltern in Praxis Workshops arbeiten können. Zum Thema Gemeinsamkeit und Individualisierung könnte ich auch eine Verbindung zu meiner Schulzeit knüpfen, denn in dem Video von Dr. Katja Scheidt auf Path2in ist zu verstehen, wie sie von zwei Schülern mit unterschiedlichen Verstehens Niveau erzählt, die ein gemeinsames Projekt realisiert haben. Negatives habe ich schon längst erfährt bis jetzt auch in Deutschland, dass die hundertprozentige Akzeptierung der Ausländer in Schulen nur ein Traum ist. Zum Beispiel in meinem Fach Englisch werden meistens den Engländern oder Amerikanern gewählt beim Aussprechen eines neuen Worts, was nicht so gut im punkto Lehrer/innenhandeln ist.

3. Zukünftig würde ich mich beschäftigen mit dem Thema „Vorstellungen und politisches Bewusstsein als Ausgangspunkt sozialwissenschaftlichen Lernens“, denn ich stelle mich schon längst die Frage warum das deutsche Schulsystem sehr aufgeteilt ist als die in anderen Ländern wie Kanada oder Kamerun? Zweitens ist die Fragestellung „über jüdisches Leben reden- (k)ein Tabu?“ von großem Interesse, denn ich stelle mich schon die Frage, wann werden die Menschen endlich verstehen, dass wir alle irgendwie verbunden sind, gleich sind und sollten nicht immer gegeneinander kämpfen?“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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RV14 – Abschlussreflexion

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Beitrag zu RV13

1.) Wenn Sie an die Schwerpunktvorlesungen zu Migration (RV02 Karakasoglu) und Inklusion RV06 (Frau Schwarzenberg) und RV07 (Herr Müller) zurückdenken, wo sehen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Inklusionsverständnis zwischen Kanada und
dem, was Sie in der Vorlesung über Deutschland gelernt haben? Bitte nennen Sie mindestens 2 Aspekte und begründen Ihre Wahl mit Bezug zu den Vorlesungsinhalten.

Antwort

Es liegt auf der Hand, dass es dort, wo es verschiedene Rassen gibt, zwangsläufig Schwierigkeiten in Bezug auf Inklusion, Kultur usw. geben wird. Im Hinblick auf unsere aktuelle Fallstudie, die sich mit der Inklusion in Schulen befasst, ist es offensichtlich, dass verschiedene Länder unterschiedliche Methoden zum Umgang mit dem Problem haben. Kanada auf der einen Seite bevorzugt ein gemeinsames Lernsystem, die Einbeziehung anderer Fremdsprachen in den Lehrplan, Workshops für Handarbeit nach der Schule und die Einbeziehung der Eltern in die Aktivitäten der Schüler nach der Schule. Zum anderen bevorzugt Deutschland eine Trennung der Bildungsstufen. Wenn man auf ein typisches Beispiel im Vortrag von Dr. Frank Müller auf Seite 21 zurückblickt, wird deutlich, wie die Inklusion im deutschen Schulsystem falsch getan wird. Man beobachtet an diesem Beispiel, dass der bedürftige Schüler mit anderen in einer Klasse sitzt, aber dennoch eine besondere pädagogische Hilfe erhält. Dies ist ein Unterschied zwischen Inklusion in Deutschland und Kanada. Ein zweiter Unterschied wäre die Einbindung der Eltern in schulische Freiwilligen Workshops am Nachmittag. Trotz der erwähnten Unterschiede gibt es eine Ähnlichkeit zwischen Inklusion in Deutschland und Kanada.Ein gutes Beispiel wäre das Video von Dr. Katja Scheidt über Gemeinsamkeit und Individualisierung. In dem Video legen zwei Schülern mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Verständnisniveaus ihre Unterschiede beiseite und realisieren gemeinsam ein Projekt.

2.) Eine plastische Vorstellung von der Umsetzung der im Vortrag geschilderten Leitlinien der kanadischen Schulpolitik in der Praxis vermittelt der Blog aus meinem Forschungsund Entwicklungsprojekt TraMiS (Transnationale Mobilität in Schule) unter folgendem Link. Bitte lesen Sie ihn sich durch. Welche Fragen stellen sich Ihnen als angehende Lehrer*in hinsichtlich der Übertragbarkeit von dort erwähnten inklusiven Maßnahmen und Projekten auf den deutschen Schulkontext. Begründen Sie ihre Perspektive:

Antwort

Es ist schön, guten Beispielen nachzueifern, aber was ist, wenn die mit der Umsetzung dieser neuen Beispiele verbundenen Risiken und Kosten zu hoch sind? lohnt es sich dann, sie zu kopieren?In diesem Hinsicht möchte ich auf das „FREI-RAUM FÜR DIE UMFASSENDE BERÜCKSICHTIGUNG VON VIELFALT UND EINE AUSGEPRÄGTE WILLKOMMENSKULTUR“ und „OFF-CAMPUSES FÜR EINEN FRISCHEN START“ eingehen. In der ersten inklusive Maßnahme heißt es: „es handelt sich um eine barrierearme, inklusive öffentliche Schule, die alle Bildungsgänge bis zum High School Diploma anbietet“. Letztere würde bei einer Umsetzung in Deutschland auf große Ressourcen-, Finanz- und Infrastrukturprobleme stoßen. Zum Beispiel: Woher bekäme man all die Lehrer, die die verschiedenen Kurse zu unterrichten hätten? Zweitens: Würde man auch die Ausbildung der Universitätsstudenten ändern, um die Aufgabe als neu eintretende Lehrkraft zu übernehmen? Und schließlich: Würde sich die bereits bestehende Infrastruktur für diese Änderung eignen oder ist für dieses Projekt ein neues Budget erforderlich?
Des Weiteren liest man, dass das “ OFF-CAMPUSES FÜR EINEN FRISCHEN START“ eine “ Rund-um-die-Uhr-Betreuung“ bietet. Sicherlich würde diese inklusive Maßnahme mehr als nur Lehrern/innen benötigen, denn Momente, in denen Kämpfe entbrennen, könnten Sicherheit zur Beruhigung der Lage erfordern. Sicherheit ist, wie man weiß, eine Fähigkeit, die für eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung viel kostet. Sind die deutschen Schulen also bereit für diese zusätzlichen Kosten der Überwachung?

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Antwort auf RV10

1. Welche Berührungspunkte hatten Sie bereits mit dem Thema Antisemitismus? Beschreiben Sie für Sie wichtig erscheinende Situationen und wie Sie diese vor dem Hintergrund dieser Vorlesung bewerten würden.

Nun, meine allererste Erfahrung mit Antisemitismus habe ich in einem Dokumentarfilm gemacht. Was mir auffiel, war die Tatsache, dass selbst in einer riesigen Stadt wie New York die jüdischen Menschen die Wege der Stadt verleugnet und sich in einem Viertel zurückgezogen haben.

Einige für mich wichtige Situationen, die sich auf den Hintergrund des Vortrags beziehen, sind: kleine Kinder in Schulen üben bereits Antisemitismus aus, ob diese Praxis aus unwissender Nachahmung oder aus bewussten Handlungen stammt, kann ich nicht sagen. Zweitens zieht man aus dem Vortrag den Schluss, dass es verschiedene Arten von Antisemitismus gibt, die vor allem aus religiösen Konflikten und kulturellen Unterschieden herrühren.

2. Welche Fragen haben sich für Sie durch den Vortrag ergeben? In welchen Bereichen fühlen Sie sich noch unzureichend informiert oder vorbereitet, um sich mit Antisemitismus in der Schule als Lehrkraft zu befassen?

Es gibt einige ernsthafte Fragen, die mir beim lesen des Vortags sofort einfallen. Zum Beispiel:
Wenn Antisemitismus ein so ernstes Problem ist, warum wird dann nicht mehr jüdischer Unterricht in den Lehrplan der Grundschulen aufgenommen?
Wenn man bedenkt, dass die meisten Schülerinnen und Schüler manchmal unwissentlich schlechte Gewohnheiten wie Mobbing, Antisemitismus usw. aufgreifen, warum gibt es dann in den Grundschulen nicht viel mehr Unterrichtseinheiten über relevante Themen wie Mobbing, Religion, kulturelle Vielfalt usw.?

Wo ich mich irgendwie als Lehrkraft noch nicht vorbereitet bin, ist bei der Bestrafung. Gibt es nicht irgendeine Form von Bestrafung für Antisemitismus, besonders in Schulen damit die Schüler/in lernen früh an das sowas nicht toleriert wird?

3. Beschäftigen Sie sich mit folgendem Szenario: Ein Elternteil spricht Sie persönlich als Lehrkraft darauf an, dass ein Schüler Ihrer Klasse von verbalen antisemitischen Übergriffen betroffen war. Überlegen Sie, wie ein konstruktiver Umgang mit dieser Situation aussehen könnte.

Zunächst wäre es empfehlenswert, sich mit beiden Parteien (Opfer und Täter) zusammenzusetzen und mit ihnen eingehend über Antisemitismus zu diskutieren, was sich auf die erste konstruktive Methode bezieht, die im Vortrag (Seite 29) vorgeschlagen wurde.
Zweitens wäre es ratsam, in jeder Lektion ein 15-30-minütiges Thema über jüdisches Bewusstsein einzuführen, das mit dem zweiten im Vortrag (Seite 29) vorgeschlagenen Punkt übereinstimmt.

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Antwort zu RV08

1. Greiner (2019) formuliert verschiedene Dilemmata, die mit der Forderung nach Inklusion an den Schulen verbunden sind. Nehmen Sie zu dreien Ihrer Wahl Stellung.

Antwort

Ich möchte mit dem Kategorisierungsdilemma beginnen, weil es meines Erachtens mit dem vorangegangenen Vortrag von Prof. Dr. F. J. Müller zur inklusiven Pädagogik zusammenhängt. Es stimmt zwar, dass inklusiver Unterricht einerseits eine individuelle Diagnostik und individuelle Anforderungen erfordert, andererseits könnte dieser Ansatz aber für das Leitungsgremium sehr aufwändig und anspruchsvoll sein, denn es wären zusätzliche Arbeitskräfte und mehr Geld für die Anschaffung der benötigten Unterrichtsmaterialien erforderlich. Zweitens könnten die Befürworter einer individuellen Diagnostik und individueller Anforderungen argumentieren, dass jeder bedürftige Schüler etwas Besonderes ist und daher ein besonderes Umfeld braucht, um optimal lernen zu können; dennoch könnte die Opposition diesen Ansatz gegenüber den anderen Schülern als unfair empfinden, denn Gleichheit gilt für alle. Meiner Meinung nach besteht die ganze Idee der Inklusion darin, den Bedürftigen das Gefühl zu geben, von ihren Mitschülern akzeptiert und geliebt zu werden, gleiche Kenntnisse wie andere Schüler zu erlangen, anstatt wie eine Insel ausgespart zu werden. Daher ist die Kategorisierung mit anderen ähnlich bedürftigen Schülern nicht der beste Ansatz.

Das nächste Gesprächsthema wäre das Zustimmungsdilemma. Es gibt dieses berühmte Sprichwort, das besagt: „Man kann das Pferd zum Bach bringen, aber kann es nicht zwingen, Wasser zu trinken“. Wenn nun ein bedürftige/r Schüler/in seine/ihre Situation erkennt, akzeptiert und bereit ist, sie zu ändern, dann sind etwa 80 Prozent der Arbeit bereits getan. Alles, was dann noch nötig ist, ist die Anleitung und Unterstützung durch die Lehrkräfte. Wenn es andererseits keine Zustimmung gibt, dann wäre der Weg definitiv sehr holprig. Meiner Meinung nach müssen daher von beiden Seiten Anstrengungen unternommen werden, um die gewünschten Ziele zu erreichen.

Zuletzt wäre da noch die Individualförderung- statt – Unterricht Dilemma. Der zentrale Aspekt der Inklusion ist der kollektive Unterricht. Doch angesichts der Tatsache, dass bedürftige Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Formen der Unterstützung benötigen, wird die Kategorisierung und damit der kollektive Unterricht zum Anlass zur Sorge. Jedoch bietet unsere heutige Gesellschaft außerschulische Hilfen an. Mein Standpunkt zu diesem kontroversen Thema wäre daher, dass jede/r Schüler/in kollektiv unterrichtet wird, und nach dem Schultag zusätzliche Stunden individueller Förderung bekommt.

2. Die Vermittlung und Reflexion der deutschen Sprache ist nicht nur Aufgabe des Deutschunterrichts, sondern fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip. Wo sehen Sie in Ihrem (ggf. zweiten) Fach Möglichkeiten, um

a) Vielsprachigkeit als Ressource zu nutzen,

b) gendersensibel Unterrichtsgegenstände auszuwählen und Aufgaben zu konstruieren.

Antwort

a) Eine der einfachsten Möglichkeiten für zwei Menschen, einander zu verstehen, ist durch Kommunikation und in jeder Kommunikation ist eine Sprache erforderlich. Vielsprachigkeit ist vor allem in meinem Fach (Englisch Cultures) eine ausgezeichnete Ressource, erstens wegen der Kreativität und kognitiven Flexibilität, die die vielsprachige Studenten zeigen. Zweitens könnten die in der englischen Sprache erworbenen Fähigkeiten leicht auf eine andere Sprache übertragen werden, z.B. bei einer Party, Konferenz usw. oder vielleicht, um Mitschülern zu überzeugen. Der dritte und letzte wichtige Punkt ist, dass vielsprachige Studenten sehr oft von Gleichaltrigen geschätzt werden und in der Klasse schnell Freunde finden und kontakte verknüpfen.

b) Im Englischen Fach Linguistik wird meistens Mitte der Vorlesung paar Lieder gehört und dazu Dehnungsübungen zur Entspannung der Muskeln und Gehirn getan. Meiner Meinung nach wartet jeder sowohl die Mädels als auch den Jungs jedes Mal auf diesen besonderen zehn Minuten Erholungszeit. Das hilft auch dabei der Stoff zu verstehen und mit neue Unterrichtsthemen reibungslos klar zu kommen. Zweitens gibt es ab und zu im Englischen Fach ULS 2 meistens Wortschatz spiele gespielt, um unsere Fremdwortkenntnisse besonders beim Essays zu erweitern. Zu meiner Überraschung werden die Mehrheit der Mädels beim Spiel oft leicht als den Jungs von den neuen Wörtern überzeugt.

 

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kommentar zu RV07

1.) Reflektieren Sie die Konsequenzen der Aussonderung von Schüler_innen mit Förderbedarf?

Antwort

Zu den Konsequenzen gehören: das Gefühl der Einsamkeit, die relativ langsame Entwicklung sozialer Fähigkeiten, das begrenzte Angebot an kooperativem Lernen.

Da wir Menschen soziale Wesen sind, bekommt man ganz schnell das Gefühl der Einsamkeit, wenn man immer alleine alles tut, die normalerweise zu zweit oder mit einer Gruppe getan werden könnte. Aus Grund einer Aussonderung entwickelt sich auch die soziale Kompetenzen der-/diejenige sehr langsam, da er/sie sehr oft mit vergleichsweise wenigen Leuten in Kontakt kommt. Schließlich kommt noch dazu das das Angebot an kooperativem Lernen der ausgesonderten Schülern relativ begrenzt ist, da sie sehr oft individuelle Bedürfnisse haben.

2.) Welche Informationen sind in der Diagnose „Förderschwerpunkt Wahrnehmung&Entwicklung“ bzw. „Förderschwerpunkt Lernen“ enthalten? Welche Informationen benötigen Sie von einer Schüler_in um Ihren Unterricht ggf. anzupassen?

Antwort

Beim Umgang mit Schülern mit besonderen Bedürfnissen gibt es viel zu bedenken. Dinge wie Kategorisierung oder Verallgemeinerung sind strikt zu vermeiden, da beispielsweise ein/e langsame Lerner/in in Geschichte möglicherweise kein langsamer Lerner in Mathematik sein könnte. Einige hilfreiche Informationen bzw Methoden wären, so viele Probetests wie möglich durchzuführen und zu notieren, wo der/die einzelne Schüler/in als Ganzes verbessert werden muss. Zweitens wäre es ratsam, ein tiefes Gespräch mit den Eltern, Verwandten oder Freunden des/der Schülers/in zu führen. Drittens und letztens gilt es, nach der Durchführung dieser Tests und Diskussionen die optimale Umgebung zu finden, die jede Form von Negativität und Einsamkeit aus dem Bewusstsein des/der Schülers/in beseitigt.

3.) Wie können Sie in Ihrem Unterricht die Zugänglichkeit und Anschaulichkeit von Medien/Materialien verbessern? Welche Verbündeten können sie dazu gewinnen?

Antwort

Das ist eine sehr praktische und interessante Frage. Damit meine ich, wenn die Lösungen für dieses Problem auf die richtige Art und Weise durchgeführt werden, dann werden die Ergebnisse definitiv positiv sein. Die allererste besteht in vielen visuellen Spielen, die das Leben der Schülerinnen und Schüler unter Schwierigkeit und das Leben der positiven Vorbilder widerspiegeln. Auf diese Weise erhält der Schüler/die Schülerin nicht nur die Gewissheit, dass er/sie nicht allein ist, sondern glaubt auch, dass er/sie eines Tages die Barriere überwinden kann, wie es sein/ihr Vorbild gelungen hat. Zweitens sollte die positive soziale Kompetenz (zum Beispiel durch Wortschatz-spiele miteinander) verbessert und die Konferenztisch-Sitzposition genutzt werden. Dies fördert Interdependenz, mehr Interaktion, Gleichheit und Einheit. Und schließlich ist es von entscheidender Bedeutung, trotz der unterschiedlichen Schwierigkeiten, mit denen man konfrontiert ist, gemeinsam als Team voranzukommen.

4.) Wählen Sie eines der Lernvideos auf path2in.uni-bremen.de aus, schauen Sie es sich an und schreiben Sie kurz eine begründete Empfehlung für Ihre Kommiliton_innen, warum es sich ggf. lohnt sich das Video anzusehen.

Antwort

Das video Dr. Katja Scheidt – Gemeinsamkeit und Individualisierung   ( https://www.youtube.com/watch?v=izoJ5CKdRQ4&t=1419s)  hat meine Interesse am meisten geweckt. Dieses Video ist meiner Meinung nach sehenswert, weil es sich um eine praktische Grundlage des Menschenlebens handelt. In der Welt, merkt man häufig das es sehr verschiedene Leute mit individuelle Eigenschaften und super Fähigkeiten gibt, trotzdem braucht jeder Mensch zwei Hände, zwei Beine, zwei Lungen, zwei Mal von allen wichtigsten Sachen damit wir alle gemeinsam vorankommen. Das ist ein typisches Beispiel wobei die Natur uns  zeigt, das individuell können wir was erreichen, aber gemeinsam sind wir am stärksten und am besten.

Dieser Fall von Gemeinsamkeit in Schulen erklärt Dr. Scheidt in dem video mittels selben Raum, soziale Kontakte und „kinder voneinander lernen“.

Individualisierung erklärt sie als das was jede/r Schüler/in mitbringt, wie das gemeinsame Lernangebot mit der Situation jeder individuelle Schüler/in angepasst werden könnte und der gesamte Entwicklung jeder Schüler als Mensch anstatt nur Lernentwicklung.

Außerdem hat Dr. Scheidt ein super beispiel in dem video genutzt, das mit einem normalen und einen anderen Schüler mit Down Syndrom zu tun hat. Trotz der individuellen schreib und verstehensniveau der beiden Schülern, ist es den gelungen ein gemeinsames Werk zu realisieren.

Schließlich redet Dr. Scheidt über paar Vorschläge bzw Empfehlungen. Zum Beispiel in dem strukturellen ebene sollte anstatt mehr fächern und Leistungsdruck, eher Freiarbeit (mit dem Fokus auf individualisiertes lernen), Projektzeit (mit dem Fokus auf gemeinsames Lernen der Lerngruppe) und Gesprächskreis (mit dem Fokus auf gemeinsames lernen der gesamte Gruppe.)

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Antwort zur Fragen RV05

1.  Sind Unterschiede in den mathematischen Leistungen von
Schülerinnen und Schülern ein Grund zur Sorge? Welche
Bedeutung kommt dem zweigliedrigen Schulsystem
(Oberschule / Gymnasien) in Bremen diesbezüglich zu?

Antwort: Deutlich Ja, das ist ein Grund zur Sorge. Das bedeutet, von der Definition von Mathematische Kompetenz laut „OECD, 2004, S. 42; vgl. auch OECD, 2009“ kann ein Schüler/in die Wichtigkeit der Mathematik in dieser Welt nicht verstehen und dadurch folgt eine dekonstruktive Herangehensweise mit mathematische Probleme im leben. In Bezug auf dem zweigliedrigen Schulsystem in Bremen ist es von größter Wichtigkeit, dass die Schülern/innen die Basen und essenzielle Konzepte von Anfang an verstehen.

2. Spielen im Mathematikunterricht, kann das angesichts von
Leistungsunterschieden ein Ansatz sein? Beziehen und
begründen Sie eine Position aus Lehrenden-Sicht, die auch
Schülersichtweisen einbezieht.

Antwort: Ja, dies ist ein ausgezeichneter Ansatz. Studien haben gezeigt, dass das Gehirn eine ausgezeichnete Menge an Informationen speichert, wenn es als Spiel präsentiert wird. Darüber hinaus hilft dieser Ansatz dem Lehrer, tiefergehende Diagnosen der Verstehensorientierung und Denkstil der Schülern/innen festzustellen. Dieser Ansatz hilft dem Lehrer auch, nicht nur die fokussierte Adaptivität der Schülern/innen zu überwachen, sondern auch die vielfältige Prinzipien zu erkennen, mit denen die Schülern/innen Hürden im Spiel überwinden.

3. Spielen kann im Handeln „stecken bleiben“, das Denken
kommt zu kurz. Formulieren Sie zwei Fragen, welche
Ihnen helfen können, mögliche Denkhandlungen von
Lernenden zu beobachten.

Antwort: 1- Welche Strategien und Bearbeitungswege werden benutzt?                 2- Welche Darstellungen und Vorstellungen werden gemacht?

4. Benennen Sie zwei unterschiedliche Möglichkeiten, wie Sie
als Lehrkraft ausgehend vom Spielen eine weitere
kognitive Aktivierung von Lernenden anregen können.

Antwort: Erstens ist das entdeckende Lernen sehr effektive. Aufgaben wie berechnen, vergleichen und beurteilen spielen eine große Rolle. Hinzu kommt auch individuelle Rechercheprojekte und Gruppenarbeit, da es sehr oft mit ungeeigneten Arbeitsmaterialien zu tun hat. Eine zweite Möglichkeit ist durch produktives üben. Hier werden zum Beispiel weltliche Vorstellungen gemacht, die das Gehirn anders stimuliert.

 

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Antwort auf RV03

1.Bei der Veranstaltung zur Sprachenwahl für die 2. Fremdsprache sind Sie als Klassenlehrer einer 5. Klasse anwesend und stellen fest, dass die FS-Kolleg*innen in ihrer Präsentation für die Eltern auf Stereotypen zurückgegriffen haben. Äußern Sie sich den Kolleg*innen kritisch gegenüber und verweisen Sie dabei auf das Byram Modell.

ANTWORT:Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich zwei Schlüsselwörter definieren, Stereotyp und Byram Modell. Im Grunde genommen ist ein Stereotyp ein geistiges Bild oder eine Vorstellung, die man zu einem bestimmten Thema vorhat. Das Byram Modell ist ein Werkzeug zum Lehren und Lernen Interkultureller Kommunikativer Kompetenz.
Betrachten wir nun ein Wort Afrika,das  an die Tafel geschrieben wird. Drei Wörter, die dem Schüler in den Sinn kommen, sind vielleicht: Krieg, Hunger und Krankheit. Das letztere ist das, was Byram „Savoir etre“ nennt, was die Neugier weckt und kulturelle Unterschiede hervorruft. Nun bittet die Lehrerin die Schüler/-innen, Daten über Afrika zu finden, die sich auf die drei auf der Tafel geschriebenen Wörter beziehen, was die Schülerinnen und Schüler auch tun. Dies bereichert ihr kulturelles Wissen. Doch später spielt der Lehrer ein kurzes Video einer afrikanischen Gesellschaft mit zufriedenen Kindern, wohlhabenden Eltern und friedlichen Nachbarschaften. Dieses kurze Video stellt daher einen Kontrast zu dem stereotypen kulturellen Wissen der Schüler dar, das Byram „savoir apprendre/faire“ nennt.Wenn ein Schüler/eine Schülerin darüber hinaus die von den Afrikanern in dem Video gesprochene Muttersprache recherchiert und/oder neue afrikanische Freunde finden möchte, entwickelt er/sie mit der Zeit eine positive Einstellung und ein kritisches kulturelles Bewusstsein. Dies nennt Byram „savoir s`engager.“

2. Erinnern Sie, welche kulturellen Inhalte Bestandteil ihres Fremdsprachenunterrichts in der Schule gewesen sind und mit welchem Ziel diese behandelt worden sind. Stellen Sie dabei den Konnex zu der heutigen Sitzung.

ANTWORT:Zufälligerweise waren  Deutsch und Spanisch die Fremdsprachen an meiner Schule. Es ist komisch, dass ich Deutsch gewählt habe. Wenn ich auf unseren Lehrplan zurückblicke, fallen mir drei wesentliche Dinge auf: die Kultur, der Diskurs und die Sprachwissenschaft. In Bezug auf die Kultur wurde gelehrt, dass die Deutschen extrem fleißig sind, Produkte mit exzellenter Qualität  herstellen und gerne in den Ferien reisen. Dieser Aspekt des Unterrichts half uns, eine interkulturelle Verbindung zwischen unseren täglichen afrikanischen Aktivitäten und dem deutschen Lebensstil zu finden. Was den Diskurs anbelangt, so haben wir in der Regel Forschungen betrieben und lange Berichte über die deutsche Geschichte geschrieben. Diese Feldforschung und das selbständige Lernen stärkten die positive Einstellung, die wir den Deutschen gegenüber hatten. Schließlich beschäftigte sich die linguistische Abteilung mit Grammatik, Phonologie usw., die unsere Kenntnisse im Schreiben, Lesen und Sprechen der deutschen Sprache weiterentwickelte.

3. Formulieren Sie eine kurze Aufgabenstellung in einem Ihrer Fächer, die zu einer fachübergreifenden Projektarbeit zum „Coronavirus“ als kulturelles Phänomen passen würde.

ANTWORT:Für diese Antwort möchte ich auf meinen sprachwissenschaftlichen Experimentierkurs eingehen, in dem wir das Verhalten von Passagieren untersuchen sollten, die neben jemandem sitzen, der gerade geniest hat.
Schockierenderweise waren die Ergebnisse in allen Teilen der Welt ähnlich.

4. Gerade in der Behandlung von Kultur(en) und Gesellschaft(en) im Fremdsprachenunterricht kann die im Klassenraum vorhandene Heterogenität einbezogen werden. Wie bewegen Sie diese Schülerinnen und Schüler dazu, ihr Vorwissen und ihre Kompetenz einfließen zu lassen?

ANTWORT:Eine gute Lösung dieser Situation wäre die „savoir apprendre/faire“ und „savoir s`engager“ vom Byram Modell zu implementieren.

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Beitrag RV02 Fragen

1. Was ist gemeint mit einer ’nationalen Orientierung des Bildungssystems‘? Woran kann das festgemacht werden im Hinblick auf seine Zielgruppen, Inhalte/Fächer, Strukturen? (denken Sie hier auch an ihre eigenen Erfahrungen aus der Schulzeit zurück)

2. Was nehmen Sie aus dem öffentlichen Diskurs über ‚Migration als Herausforderung für die Schule‘ und über sog. ‚Schüler mit Migrationshintergrund‘ […]

BEITRAG

1.  Man würde dies als das Bildungssystem betrachten, das eine integrierte Gruppe von Eigenschaften und Überzeugungen repräsentiert. Damit meine ich, dass unabhängig von Ihrem Hintergrund das erworbene Wissen einheitlich und international ist und alle Standards repräsentieren soll.

2. Bevor ich mich zu diesem sehr interessanten Thema äußere, möchte ich sagen, dass es für eine Schule eine große Herausforderung ist, einen Lehrplan zu erstellen, der alle Schüler unabhängig von ihrer Herkunft am besten repräsentiert. Wenn ich jedoch an meine Schulzeit denke, bekomme ich sofort ein Bild davon, wie Kinder aus anderen Ländern andere (mathematische ) Symbole verwenden würden, um dieselbe Idee wie ich zu repräsentieren. Das war faszinierend, muss ich sagen, aber noch erstaunlicher war die Tatsache, dass unsere Lehrer ihre Unterschiede akzeptierten und versuchten zu erklären, wie wir in den Unterschieden Gemeinsamkeiten finden konnten.