Archiv für den Monat: Oktober 2013

Theorie 2

1. Die Theorieansätze bieten unterschiedliche Beiträge zu den Themen “demokratische Teilhabe” und “Gleichheit”. Bitte überlegen Sie, welche Anforderungen an Staat und Bürger mit diesen Sichtweisen einhergehen.

2. Welcher theoretische Ansatz erscheint Ihnen spontan plausibel und gewinnt Ihre Zustimmung? Warum?

1. Die Theorieansätze beschreiben unterschiedliche Methoden und Ziele. Der Konservatismus steht dabei im direkten Zusammenhang mit der Religion. In der Ideologie des Konservatismus werden die Menschen durch Gott gelenkt. Die Lebensweise der Bürger ist im Konservativismus durch die vorgegebenen Werte und Norme der Religion geprägt.   Die Ziele des Liberalismus haben hingegen ganz andere Absichten. Die Freiheit und die Rechte der Menschen stehen hier im Vordergrund und sollen durch den Staat und die Bürger vermittelt werden. Beim Kommunismus steht die Gleichheit der Bürger im Mittelpunkt. “Schubladendenken” soll vermieden werden und die Gleichstellung aller Bürger sind geforderte Bedingungen.

2. Der theoretische  Ansatz des Liberalismus erscheint für mich spontan plausible und gewinnt meine Zustimmung. Denn ich denke, dass dieser Theorieansatz unserem politischem Staatssystem der Demokratie ansatzweise ähnelt. Unsere Gesellschaft strebt ebenfalls nach Autonomie und Freiheit jeden einzelnen Bürgers.

1.) Wie wandelt sich das Verständnis von Staat/Gesellschaft in den im Text behandelten Epochen?

Es herrschte in der Antike in Athen eine Demokratie, die eine große Beteiligung der Bürger in der Politik bedeutete. Die Gleichberechtigung aller Menschen wurde jedoch trotzdem nicht berücksichtigt. Einige Gruppen der Gesellschaft, wie zum Beispiel Sklaven, Ausländer und Frauen war es nicht erlaubt sich politisch zu beteiligen und blieben somit ausgeschlossen.

Während des Hellenismus gewann die innere Einstellung der Menschen zur Politik an Bedeutung und rückte somit in den Vordergrund, während die Bürgerbeteiligung an der Politik an Bedeutung verlor. Im Hellenismus verbreitete sich die stoische Philosophie. Unter dieser Philosophie verstand man einen Übergang vom Verständnis der Politik als Selbstregierung zu einem Naturrechtsverständnis von Politik.

Im frühen Mittelalter war der Aufstieg des Christentums zur Weltreligion einer der prägendsten Veränderungen.  Denn dieser Aufstieg verknüpfte Statt und Kirche eng miteinander, sodass Gott eine große Bedeutung in der Politik darstellte.

Ab dem 11. Jahrhundert verlor die Kirche jedoch wieder durch das Erreichen der Unabhängigkeit von Städten des Römischen Reiches an Einfluss/ Bedeutung. Die Bürger spielten fortan eine größere Rolle bei der Gesetzgebung und der Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Während der französischen Revolution, im 18. Jahrhundert, begann das revolutionäre Zeitalter. Kant gab dabei Denkanstöße, bei denen die Staatsbürger eine tragende Rolle bei der Gesetzgebung spielten. „Jeder Mensch soll als Staatsbürger an der Gesetzgebung teilnehmen und zugleich den Gesetzten gegenüber untergeordnet sein. “

 

2.)Welche Ideen sind Ihnen im Text begegnet, die Ihnen heute beim Verstehen politischer Zusammenhänge helfen können? Welche Ideen sind Ihnen völlig fremd geblieben und warum?

Der Text gab mir einen Einblick darüber, wie sehr sich die Politik während der einzelnen Epochen verändert hat. Der Zusammenhang zwischen Politik und Kirche ist mir jedoch fremd geblieben, da die Kirche meiner Meinung nach nicht im Sinne der Gesellschaft handelte.

 

Begriffe

A.Was, vermuten Sie, unterscheidet Politikwissenschaft von einem Alltagsverständnis von Politik?

B.Welche Relevanz hat Politikwissenschaft für Ihr Studienfach? (Warum sollten angehende Grundschullehrpersonen sich mit Politikwissenschaft herumschlagen?)

A: Die Politikwissenschaft unterscheidet sich meiner Meinung nach von dem Verständnis für Politik im Bereich der Methodik, die im Bereich ”Verständnis” keinen Platz findet. Bei einer Wissenschaft handelt es sich hingegen immer um Untersuchungen/Forschungen, die einem bestimmten vorgegebenen Muster (einer Methodik) folgen.

B: Politikwissenschaft hat für mein Studienfach eine große Relevanz, da es einen großen Bereich in dem Fach Sachunterricht einnimmt. Als Lehrperson des Sachunterrichtes gilt es den Schülerinnen und Schülern politisches Wissen zu vermitteln. Dies setzt voraus, dass man selbst in der Lage ist politische Zusammenhänge zu verstehen, in Beziehung zueinander zu setzten und zu reflektieren. Politik spielt außerdem eine große Rolle in der Grundschule, da es als Lehrperson gilt die Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgern zu machen.