Wählen Sie ein Angebot zur Politischen Bildung aus und beschreiben Sie kurz die inhaltliche Ausrichtung und das Ziel des Angebots.

Ich habe mich für das politische Thema “Grundrechte – Mädchen und Jungen sind gleichberechtigt” entschieden. Denn ich denke, dass dieses Thema immer aktuell und bedeutsam für die gesamte Welt ist. Bei dem Grundrecht geht es um die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen. Der Einfluss von Lehrer und Lehrerinnen auf die Kinder in dem Alter ist enorm. Deshalb eignet sich das Thema besonders gut in der Grundschule. Die Lehrer und Lehrerinnen sollten den Kindern Denkanstöße zu der Gleichberechtigung von Mann und Frau geben und den Kindern von festgelegten Rollenvorstellungen lösen. Gerade den Kindern mit Migrationshintergrund (oft kulturelle und religiöse Unterschiede) sollte das Grundrecht der Gleichberechtigung vermittelt werden. Denn ihnen sollte vermittelt werden, dass niemand aufgrund seines Geschlechts einen Nachteil haben sollte.

Konflikte, Krisen und Kriege auf internationaler Ebene

1)   Was sind Konflikte, Krisen und Kriege auf internationaler Ebene? Wie werden sie definiert und abgegrenzt? Sind diese Definitionen schlüssig?

Konflikte: Von einem Konflikt spricht man, wenn Interessen oder Vorstellungen von Personen nicht miteinander übereinstimmen. Dabei wird zwischen verschiedenen Konflikten, sowie unterschiedlichen Ursachen von Konflikten unterschieden. Betrachtet man den Begriff „Konflikt“ auf internationaler Ebene geht es meistens um politische und soziale Werte, bei denen Themen wie Ländergrenzen oder die Unabhängigkeit von den Bürgern eine zentrale Rolle spielen.

Kriese: Bei einer Krise ist im Gegensatz zum Konflikt das Gewaltrisiko höher, sodass bei einer Eskalation der Krise ein Krieg durchaus möglich ist. Außerdem beschreibt eine Krise häufig eine problematische Situation, bei der ein Wendepunkt eintrifft.

Die Definitionen von Konflikten und Krisen sind meiner Meinung nach schlüssig und grenzen sich voneinander ab.

 

Ursachen für Kriege

Ursachen für Kriege zwischen Staaten:

– Territorialansprüche: Konkurrenz um Grenzen und Gebiete

– Herrschaftsinteressen: Durchsetzung politischer und ökonomischer Interessen durch Eliten

– Fehlwahrnehmung: Falsche Beurteilung der Stärke und Absichten anderer Staaten

– Herrschaftssicherung: Furcht vor einer Bedrohung von außen

– Ablenkung: Von Konflikten innerhalb eines Staates ablenken

– Machtkonkurrenz: Kampf um Vormachtstellungen in der Region

– Rohstoffbedarf: Konkurrenz um Ressourcen

 

Ursachen für Kriege innerhalb von Staaten:

– Interner Kolonialismus: Ökonomische Ausbeutung und politische Unterdrückung von Bevölkerungsgruppen  und Regionen

– Sozio-ökonomische Heterogenität: Auf krasser sozialer Ungerechtigkeit beruhende Gesellschaftssysteme

– Ethnisch-kulturelle Heterogenität: Kein Interessensausgleich angesichts unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen, die keine „einheitliche Nation“ bilden.

Internationale Beziehungen

 

  1. Recherchieren Sie: was versteht man unter internationalen Beziehungen?

Unter internationalen Beziehungen versteht man eine Beziehung von Staaten. Es handelt sich hierbei somit um die Interaktion zwischen zwei oder mehreren Staaten miteinander. Dabei ist nicht festgelegt, um welche Art Akteure (Einzelperson, Staaten, Organisationen, Unternehmen) es sich handelt und auf welcher Ebene (Wirtschaft, Politik, Kultur,…) die Beziehung stattfindet.

  1. Benennen und erläutern Sie in ihrem Blogbeitrag ganz knapp zwei aktuelle Themen der internationalen Beziehungen. Bitte begründen Sie in Ihrem Blogeintrag die Auswahl Ihrer Tageszeitung und die Auswahl der Themen knapp aber aussagekräftig.

Meiner Meinung nach lässt sich das Thema „Internationale Beziehungen“ an dem Beispiel des Tsunami´s von 2004 gut veranschaulichen. Es ist der zweite Weihnachtstag, an dem Hunderttausend Menschen an der Küste Thailands von den Wellen überrascht werden. Über Zweihunderttausend Menschen starben und wer überlebte verlor nicht nur Familie und Verwandte sondern nahezu seine gesamte Existenz. Die Menschen, die zu diesem Zeitpunkt alles verloren hatten, konnten durch die internationalen Beziehungen, ein Stück weit Hoffnung gewinnen. Schon nach wenigen Stunden gab es Hilfe von vielen Staaten. Flugzeuge wurden zur Verfügung gestellt, kleine Krankenhäuser entstanden, um die verletzten Vorort zu versorgen, Trinkwasseraufbereitungsanlagen wurden zu Verfügung gestellt, Ärzte und Nahrung wurden eingeflogen. Außerdem sammelten viele Hilfsorganisationen spenden, um die Betroffenen zu unterstützen (Tageszeitung: Zeit Online; Ich habe mich für dieses Beispiel entschieden, da sich an diesem großem Ausmaß der Katastrophe der Begriff „Internationale Beziehungen“ möglichst präzise und verständlich erklären lässt. Außerdem verwendete ich also Quelle die „Zeit Online“, da ich diese Tageszeitung als sehr vertrauenswürdig empfinde).

Als zweites Beispiel für Internationale Beziehungen habe ich mich für die Schuldenkrise von Griechenland entschieden. Griechenland hat bis Herbst 2012 über 300 Milliarden Euro Schulden angehäuft und war seitdem auf die internationalen Rettungsprogramme angewiesen. Dabei  erhielt Griechenland viele Hilfskredite der EU- Mitgliedsstaaten, unter anderem auch Deutschland (Tageszeitung: Zeit Online; Für dieses Beispiel habe ich mich entschieden, da die EU- Mitgliedsstaaten für mich persönlich ein gutes Beispiel für Internationale Beziehungen sind und außerdem dazu beigetragen haben, dass es in Griechenland bereits wieder Bergauf geht).

Parteiensysteme der Bundesrepublik Deutschland

Wie beurteilen Sie die Rolle von Parteien (und Verbänden) im Staat? Was können Parteien leisten und wo sind die Grenzen?

Ich persönlich sehe die Rolle einer Partei darin, als Vertreter die persönlichen Ziele und Interessen der Bürger durchzusetzen. Dabei steht jede Partei für unterschiedliche Schwerpunkte. Eine Partei sollte damit in der Lage sein, eine Kommunikation zwischen Bürgern (Gesellschaft) und dem Staat zu ermöglichen. Jedoch gibt es auch immer bestimmte Grenzen, die einzuhalten sind. Grenzen erhalten die Parteien zum einen, durch gesetzliche Richtlinien, durch die nicht alle, von der Gesellschaft geforderte Ziele, zu erreichen sind.

Wie sehen Sie das Verhältnis der Parteien zu Verbänden?

Das Verhältnis der Parteien zu Verbänden sehe ich vor allem in der politischen Macht. Denn Parteien sind, im Gegensatz zu Verbänden, verpflichtet an Bundestagswahlen und Landtagswahlen teilzunehmen.  Daher entsteht auch der Unterschied, dass Parteien in der Lage sind Macht auszuüben und Regierungsverantwortung zu übernehmen. Verbände hingegen tragen ihre Interessen lediglich an die politischen Parteien heran, in der Hoffnung Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen.

Analyse und Vergleich politischer Systeme

Welches sind die wesentlichen Merkmale autokratischer Systeme? Was versteht man unter dem „3 Säulen Modell“ und was soll es erklären?

Die wesentlichen Merkmale des autokratischen Systems orientieren sich vor allem an dem System der Hierarchie. Es gibt einen Führer, der nicht durch die Bürger in sein Amt gewählt worden ist. Der Führer übt einen unbegrenzten Herrschaftsanspruch aus und das Volk unterliegt der vollkommenen Macht des Führers. Die Bevölkerung ist somit bei Entscheidungen komplett ausgeschlossen. Die Autokratie ist also das Gegenteil der Demokratie. Wohingegen ein starker Bezug zum System der Hierarchie besteht.

Das auf Gerschewski basierendes „Drei- Säulen- Modell“ besteht aus drei Säulen, die Einfluss und Auswirkungen auf die Stabilität und Instabilität des autokratischen Systems. Die Säulen bestehen aus der Repression, der Legitimation und der Kooption. Dabei müssen alle Säulen im Gleichgewicht zueinander sein, um das Regime aufrecht zu erhalten. Wird eine Säule schwächer, kann diese zwar durch eine andere ausgeglichen werden, jedoch kann es dabei zu einer Überlastung führen. Was dazu führen würde, dass alle Säulen einstürzen.

Das Regime ist also auf die Stabilität der Säulen angewiesen und wird stark davon beeinflusst.

Vortrag vom 19.11.2013

Welche Anregungen und Fragen für den Sachunterricht nehmen Sie aus dem Vortrag mit?

Der Vortrag vom 19. November von Herr Prof. Dr. Hedtke in der Sparkasse Bremen beschäftigte sich mit den Themen Politik und Wirtschaft im Unterricht. Dabei verdeutlichte Herr Prof. Dr. Hedtke seine Meinung, im Hinblick auf politisch- ökonomische Bildung.

Der Vortrag von Herrn Prof. Dr. Hedtke war, was den Inhalt angeht, meine Meinung nach durchaus interessant.  Der Inhalt war sehr umfangreich, dieser wurde jedoch komprimiert dargestellt und war somit stellenweise nur lückenhaft verständlich. Der Fokus des Vortrags lag im Bereich Sekundarstufe I und Sekundarstufe II. Hierbei waren wir somit nicht das direkte Zielpublikum, was ich etwas Schade finde.

Übertragend auf die Primarstufe lässt sich jedoch sagen, dass das der Grundstein über politische und ökonomische Grundkenntnisse bereits in der Grundschule fallen sollte. Meiner Meinung nach sollten Kinder bereits im Sachunterricht diese Grundkenntnisse in Verbindung mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen erlernen.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Vortrag für mich persönlich motivierende Wirkung zeigte.  Ich sehe mich als zukünftige Lehrerin fortan berufen den Kindern bereits in der Grundschule politisch- ökonomische Grundkenntnisse zu vermitteln.

Was bedeutet deliberative Demokratie?

Mitte des 20 Jahrhunderts wurde in Deutschland die deliberative Demokratie, vor allem das  von  Habermas entwickelte Konzept, geprägt. Dabei steht Diskurs und Beratung im zentralen Mittelpunkt dieses Ansatzes. Den Bürgerinnen und Bürgern soll hierbei ermöglich werden, durch öffentliche Kommunikationen an Entscheidungsprozessen Einfluss zu haben. Deliberative Demokratie erfordert ein Diskurs über ein politisches Themenfeld.

Habermas sieht als Merkmal der deliberativen Demokratie zunächst die Grundrechte. Diese stellen die Grundlage der kommunikativen Entscheidungsfindung dar.

Außerdem sollte jeder Bürger und jede Bürgerin, unabhängig ihrer Herkunft, die Möglichkeit der Teilhabe haben (die differenzempfindliche Inklusion).

Zuletzt gibt es noch das Merkmal der diskursiven Volkssouveränität.  Dieser Punkt, bedeutet, dass die wichtigsten Entscheidungen des Gemeinwesens im Gespräch zwischen den politischen Entscheidungsträgern und den Bürgern getroffen werden.

 

Theorie 2

1. Die Theorieansätze bieten unterschiedliche Beiträge zu den Themen “demokratische Teilhabe” und “Gleichheit”. Bitte überlegen Sie, welche Anforderungen an Staat und Bürger mit diesen Sichtweisen einhergehen.

2. Welcher theoretische Ansatz erscheint Ihnen spontan plausibel und gewinnt Ihre Zustimmung? Warum?

1. Die Theorieansätze beschreiben unterschiedliche Methoden und Ziele. Der Konservatismus steht dabei im direkten Zusammenhang mit der Religion. In der Ideologie des Konservatismus werden die Menschen durch Gott gelenkt. Die Lebensweise der Bürger ist im Konservativismus durch die vorgegebenen Werte und Norme der Religion geprägt.   Die Ziele des Liberalismus haben hingegen ganz andere Absichten. Die Freiheit und die Rechte der Menschen stehen hier im Vordergrund und sollen durch den Staat und die Bürger vermittelt werden. Beim Kommunismus steht die Gleichheit der Bürger im Mittelpunkt. “Schubladendenken” soll vermieden werden und die Gleichstellung aller Bürger sind geforderte Bedingungen.

2. Der theoretische  Ansatz des Liberalismus erscheint für mich spontan plausible und gewinnt meine Zustimmung. Denn ich denke, dass dieser Theorieansatz unserem politischem Staatssystem der Demokratie ansatzweise ähnelt. Unsere Gesellschaft strebt ebenfalls nach Autonomie und Freiheit jeden einzelnen Bürgers.

1.) Wie wandelt sich das Verständnis von Staat/Gesellschaft in den im Text behandelten Epochen?

Es herrschte in der Antike in Athen eine Demokratie, die eine große Beteiligung der Bürger in der Politik bedeutete. Die Gleichberechtigung aller Menschen wurde jedoch trotzdem nicht berücksichtigt. Einige Gruppen der Gesellschaft, wie zum Beispiel Sklaven, Ausländer und Frauen war es nicht erlaubt sich politisch zu beteiligen und blieben somit ausgeschlossen.

Während des Hellenismus gewann die innere Einstellung der Menschen zur Politik an Bedeutung und rückte somit in den Vordergrund, während die Bürgerbeteiligung an der Politik an Bedeutung verlor. Im Hellenismus verbreitete sich die stoische Philosophie. Unter dieser Philosophie verstand man einen Übergang vom Verständnis der Politik als Selbstregierung zu einem Naturrechtsverständnis von Politik.

Im frühen Mittelalter war der Aufstieg des Christentums zur Weltreligion einer der prägendsten Veränderungen.  Denn dieser Aufstieg verknüpfte Statt und Kirche eng miteinander, sodass Gott eine große Bedeutung in der Politik darstellte.

Ab dem 11. Jahrhundert verlor die Kirche jedoch wieder durch das Erreichen der Unabhängigkeit von Städten des Römischen Reiches an Einfluss/ Bedeutung. Die Bürger spielten fortan eine größere Rolle bei der Gesetzgebung und der Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Während der französischen Revolution, im 18. Jahrhundert, begann das revolutionäre Zeitalter. Kant gab dabei Denkanstöße, bei denen die Staatsbürger eine tragende Rolle bei der Gesetzgebung spielten. „Jeder Mensch soll als Staatsbürger an der Gesetzgebung teilnehmen und zugleich den Gesetzten gegenüber untergeordnet sein. “

 

2.)Welche Ideen sind Ihnen im Text begegnet, die Ihnen heute beim Verstehen politischer Zusammenhänge helfen können? Welche Ideen sind Ihnen völlig fremd geblieben und warum?

Der Text gab mir einen Einblick darüber, wie sehr sich die Politik während der einzelnen Epochen verändert hat. Der Zusammenhang zwischen Politik und Kirche ist mir jedoch fremd geblieben, da die Kirche meiner Meinung nach nicht im Sinne der Gesellschaft handelte.

 

Begriffe

A.Was, vermuten Sie, unterscheidet Politikwissenschaft von einem Alltagsverständnis von Politik?

B.Welche Relevanz hat Politikwissenschaft für Ihr Studienfach? (Warum sollten angehende Grundschullehrpersonen sich mit Politikwissenschaft herumschlagen?)

A: Die Politikwissenschaft unterscheidet sich meiner Meinung nach von dem Verständnis für Politik im Bereich der Methodik, die im Bereich ”Verständnis” keinen Platz findet. Bei einer Wissenschaft handelt es sich hingegen immer um Untersuchungen/Forschungen, die einem bestimmten vorgegebenen Muster (einer Methodik) folgen.

B: Politikwissenschaft hat für mein Studienfach eine große Relevanz, da es einen großen Bereich in dem Fach Sachunterricht einnimmt. Als Lehrperson des Sachunterrichtes gilt es den Schülerinnen und Schülern politisches Wissen zu vermitteln. Dies setzt voraus, dass man selbst in der Lage ist politische Zusammenhänge zu verstehen, in Beziehung zueinander zu setzten und zu reflektieren. Politik spielt außerdem eine große Rolle in der Grundschule, da es als Lehrperson gilt die Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgern zu machen.