{"id":5,"date":"2023-05-05T18:57:21","date_gmt":"2023-05-05T16:57:21","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/?p=5"},"modified":"2023-05-05T18:57:21","modified_gmt":"2023-05-05T16:57:21","slug":"rv04-menschen-berichten-ueber-ihre-erfahrungen-mit-inklusion-in-der-schule-und-im-berufstudium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/2023\/05\/05\/rv04-menschen-berichten-ueber-ihre-erfahrungen-mit-inklusion-in-der-schule-und-im-berufstudium\/","title":{"rendered":"rv04 Menschen berichten \u00fcber ihre Erfahrungen mit Inklusion in der Schule und im Beruf\/Studium"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 18pt\"><strong>Nichts \u00fcber uns ohne uns \u2013 Menschen berichten \u00fcber ihre Erfahrung mit Inklusion in der Schule und im Beruf\/Studium<\/strong><\/span><\/p>\n<ol>\n<li><strong>Was bedeutet der Slogan: \u201eNichts \u00fcber uns ohne uns!\u201c, hinsichtlich der gleichberechtigten Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung?-<\/strong> Er\u00f6rtern Sie dies anhand eines Beispiels und beziehen sich dabei auf die UN-BRK.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left\">Der Slogan \u201eNicht \u00fcber uns ohne uns\u201c entstand in den 80er Jahren und ist seit her in der UN-Behindertenrechtskonvention verankert. Ziel des Slogans ist die\u00a0Gleichberechtigung,<br \/>\nChancengleichheit, umfassende Mitbestimmung und selbstbestimmte Teilhabe \u2013 in allen<br \/>\nLebensbereichen f\u00fcr Menschen mit Inklusionsbedarf. Dabei sollen Menschen mit Behinderungen Voraussetzungen gegeben sein, um an unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen (Arbeit, Politik, Schule etc.) teilhaben zu k\u00f6nnen<span style=\"font-size: 8pt\">\u00a0(vgl. Beauftragter der Bundesregierung f\u00fcr die Belange von Menschen mit Behinderungen, 2018).<\/span><\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr die Bedeutung des Slogans in Bezug auf die gleichberechtigte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung l\u00e4sst sich innerhalb des Themas Bildung und Schule zu ordnen. Durch die UN-Konvention wird vorgesehen, dass alle Kinder unabh\u00e4ngig von ihrer Beeintr\u00e4chtigung optimal gef\u00f6rdert werden m\u00fcssen, dies impliziere, dass auch der Staat und die Schulen der Pflicht nachgehen sollten, die entsprechenden Bedingungen hierf\u00fcr zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Dies ist leider nicht immer der Fall, wie Silas Palkowski schildert. Er berichtet, dass eine Lehrkraft darauf bestanden habe, dass er seine Abgaben handschriftlich einreicht, wof\u00fcr Herr Palkowski nach dem Unfall nicht im Stand gewesen sei <span style=\"font-size: 8pt\">(vgl. Silas Palkowski,2023)<\/span>. Dementsprechend gibt seine Situation ein Beispiel her, weshalb der Slogan noch heute so wichtig und pr\u00e4sent ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. Bitte reflektieren Sie die Erfahrungen der beiden G\u00e4ste, Amelie Gerdes und Silas Palkowski, vor dem Hintergrund Ihrer eigenen Erfahrungen: Welche Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren (u. a. r\u00e4umlich, personell, materiell) sind in der Schule und im Ubergang in den Beruf \/ das Studium bezogen auf die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung f\u00f6rderlich und welche hinderlich?<\/p>\n<p>Die Erfahrungen der beiden G\u00e4ste Amelie Gerdes und Silas Palkowski wichen voneinander ab, zeigten aber auch \u00e4hnliche Herausforderungen, wenn es um die eigene Weiterbildung sowie um den pers\u00f6nlichen Werdegang ging. Besonders Silas Palkowski habe zun\u00e4chst Schwierigkeiten, nach seinem Unfall gehabt, wieder in den Schulbetrieb eingegliedert zu werden. Dies lag vor allem an die pers\u00f6nliche Umstellung, denn nach seinem Unfall sei Silas Palkowski nicht einmal in der Lage gewesen, \u00fcberhaupt Notizen handschriftlich aufzuschreiben, geschweige denn sich k\u00f6rperlich Fortzubewegen. Er musste erst einmal erlernen, wie er selber mit seinen Einschr\u00e4nkungen umgeht. Generell seien die Lehrer*innen \u00fcberfordert mit der Situation und einige nicht flexibel genug gewesen, sich dieser neuen Situation anzupassen. Amelie Gerdes berichtet dagegen, dass es f\u00fcr sie sehr f\u00f6rderlich gewesen sei, dass sie im Laufe ihrer Schulbahn mit der gleichen Klasse gelernt habe. Die Klasse habe ein besonderes Merkmal darauf gelegt, gemeinsam die Schulzeit zu absolvieren. Sie habe das Gl\u00fcck, gehabt auf dem Weg sehr viel Unterst\u00fctzung bekommen zu haben. Dies liegt aber auch an der Involvierung der eigenen Mutter als Elternsprecher.<\/p>\n<p>Gleichzeitig muss aber auch beachtet werden, dass wir zwei unterschiedliche Formen der Beeintr\u00e4chtigung vorliegen haben. Dadurch sind auch unterschiedliche Arten von Erfahrungen gegeben.<\/p>\n<p>Meine eigene Erfahrung ist schwer in Worte zu fassen, da ich selbst nie wirklich von der Problematik betroffen war. Es gab zwar in meiner Grundschule ein M\u00e4dchen mit Down-Syndrom in meiner Parallelklasse. Ich selber sowie als auch meine Klasse hatten damit jedoch weniger zu tun. Ich wei\u00df nur, dass das M\u00e4dchen eine pers\u00f6nliche Assistenz hatte, welche das M\u00e4dchen mitbetreut hatte.<\/p>\n<p>3. In der Vorlesung wurde auch die Perspektive der Eltern von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung angesprochen. Welche Bedeutsamkeit messen Sie der Zusammenarbeit mit Eltern bei und welche Schlussfolgerungen leiten Sie daraus f\u00fcr sich als angehende<br \/>\nLehrkraft ab?<\/p>\n<p>Beide Elternteile haben betont, dass f\u00fcr die erfolgreiche Schulbildung der Kinder die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkr\u00e4ften essenziell ist. Die Eltern \u00f6ffnen den Sch\u00fclerinnen die T\u00fcren zur inklusiven Schulbildung, indem sie den Lehrerinnen Wege aufzeigen, wie ihre behinderten Kinder trotz ihrer unterschiedlichen Einschr\u00e4nkungen am Unterricht teilnehmen k\u00f6nnen. Frau Gerdes sagte, dass Lehrkr\u00e4fte sich eher darauf fokussieren w\u00fcrden, was die Kinder nicht leisten k\u00f6nnen, anstelle das hervorzuheben, wozu die Kinder in der Lage seien. Die Kinder w\u00fcrden oft in eine Schublade gesteckt werden. Des Weiteren sind sich viele Menschen nicht dar\u00fcber bewusst, wie viel Zeit die Eltern jeden Tag damit verbringen m\u00fcssen, sich um ihr Kinder mit Beeintr\u00e4chtigungen k\u00fcmmern zu m\u00fcssen. Als sp\u00e4tere Lehrkraft m\u00f6chte ich dies verhindern, indem ich mich darauf fokussieren, was die Kinder k\u00f6nnen und dementsprechend L\u00f6sungen finden, welche f\u00fcr beide Partien einen Mittelweg darstellen.<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt\">Beauftragter der Bundesregierung f\u00fcr die Belange von Menschen mit Behinderungen<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt\">(Hrsg.) (2018). Die UN-Behindertenrechtskonvention \u00dcbereinkommen \u00fcber die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Stand: November 2018. Bonn.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nichts \u00fcber uns ohne uns \u2013 Menschen berichten \u00fcber ihre Erfahrung mit Inklusion in der Schule und im Beruf\/Studium Was bedeutet der Slogan: \u201eNichts \u00fcber uns ohne uns!\u201c, hinsichtlich der gleichberechtigten Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung?- Er\u00f6rtern Sie dies anhand eines Beispiels und beziehen sich dabei auf die UN-BRK. 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