{"id":20,"date":"2023-08-31T21:42:28","date_gmt":"2023-08-31T19:42:28","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/?p=20"},"modified":"2023-08-31T21:42:28","modified_gmt":"2023-08-31T19:42:28","slug":"abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/2023\/08\/31\/abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<p><b>Abschlussreflexion\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>Jolien M\u00fcller<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\"><b>Aufgabe 1:<\/b><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: 400;font-family: 'times new roman', times, serif\">Die Ringvorlesung \u201eUmgang mit Heterogenit\u00e4t in der Schule&#8220; hat mein Wissen in vielen unterschiedlichen Schwerpunkten erweitern k\u00f6nnen. Vor allem die Verschiedenheit und die Vielf\u00e4ltigkeit aller Sch\u00fcler*innen wurde mir sehr nahegebracht. Dies empfinde ich als besonders wichtig, da es mich auf meinen sp\u00e4teren Klassenraum vorbereitet. Das Konzept, unterschiedliche Menschen f\u00fcr sich sprechen zu lassen, half mir, unterschiedliche Perspektiven nachvollziehen zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\"><span style=\"font-weight: 400\">Die erste theoretische, f\u00fcr mich zentrale Erkenntnis, welche ich durch die Vortr\u00e4ge aus der Ringvorlesung mitnehmen konnte, ist die der vier verschiedenen Konzepte von Behinderung. Das medizinische, das soziale, das kulturelle und das menschenrechtliche Modell. Dabei besonders pr\u00e4gnant f\u00fcr mich sind das medizinische und das soziale Modell. Diese stehen gegens\u00e4tzlich zueinander. Das medizinische Modell erkennt eine Behinderung als eine Abweichung von der nat\u00fcrlichen Norm des Menschen. Es beschreibt <\/span><span style=\"font-weight: 400\">die Behinderung als defizit\u00e4re Eigenschaft eines Menschen, welche zu behandeln gilt. <\/span><span style=\"font-weight: 400\">Diese sehr wissenschaftliche Blickweise auf das Thema behandelt eine Behinderung, also wie eine Anomalie in der Natur, welche es zu \u00e4ndern gilt (inrev 2019). Das soziale Modell von Behinderungen ist weniger wissenschaftlich und mehr am Menschen orientiert als das medizinische Modell von Behinderung. Die Umgebung, in der eine Person lebt, also die r\u00e4umlichen sowie gesellschaftlichen Begebenheiten, sind es, die eine Behinderung ausmachen (Gottwald, 2019). Ich fand im Kontrast zu den vier Konzepten die Ringvorlesung 04 \u201cMenschen berichten \u00fcber ihre Erfahrungen mit Inklusion in der Schule und im Beruf\/Studium\u201d\u00a0 besonders einpr\u00e4gsam, da oftmals viele Menschen sich ein eigenes Bild zu Menschen mit Behinderungen machen, ohne \u00fcberhaupt die Sichtweise der betroffenen Menschen zu beachten. In den Definitionen werden meist gar nicht die Perspektiven miteinbezogen, was f\u00fcr Schwierigkeiten Menschen mit Behinderung, aber auch die verantwortlichen Elternteile haben in Bezug zum Recht auf Bildung.\u00a0 Die zweite theoretische f\u00fcr mich zentrale Erkenntnis erhielt ich durch die Vorlesung zum Thema Migration, laut mehrerer Studien haben Sch\u00fcler*innen ohne einen Migrationshintergrund h\u00e4ufig h\u00f6here Schulabschl\u00fcsse als Sch\u00fcler*innen mit einem Migrationshintergrund (Vgl. Statista Research Department,2023). Die Statistiken \u00fcbereinstimmen mit dem Konzept der sozialen Behinderung, welche, wie bereits von mir beschrieben, die Umgebung, in der eine Person lebt, eine Behinderung ausmacht.\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: 400;font-family: 'times new roman', times, serif\">Ich selber studiere die F\u00e4cher Englisch und Religion, wo ich nat\u00fcrlich auch auf sprachliche, sowohl als auch kulturelle Differenzen sto\u00dfen werde. Diese sollte ich als Lehrkraft nicht au\u00dfen vor lassen. Dennoch sollte ich trotz dessen nicht Barrieren schaffen, indem ich meine Sch\u00fcler*innen in verschiedene Kategorien stecke, sondern eine unvoreingenommene Haltung beibehalten, da jede\/r Sch\u00fcler*innen individuell zu betrachten ist.\u00a0<\/span><\/p>\n<ol style=\"text-align: left\" start=\"2\">\n<li><span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\"><b> Aufgabe<\/b><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: 400;font-family: 'times new roman', times, serif\">Im Moment befinde ich mich in meinem Orientierungspraktikum, weshalb ich die zwei Aspekte zur Migration und Behinderung in Aufgabe 1 genannt habe. Denn diese zwei Themen besch\u00e4ftigen mich nun in der Praxis mit am meisten, \u201cWie ich meine sp\u00e4teren Sch\u00fcler*innen am besten f\u00f6rdern kann, ohne Barrieren als Lehrerkraft zu schaffen\u201d. Ich finde diese Auseinandersetzung besonders wichtig, aber auch schwierig zu beantworten. Die Vorlesung Umgang mit Heterogenit\u00e4t\u00a0 hat mir pers\u00f6nlich geholfen, indem es mich auf die Individualit\u00e4t der Sch\u00fcler*innen vorbereitet hat. Dabei wurde auch eine pers\u00f6nliche Ebene durch Betroffene geschaffen. Diesen Einblick empfand ich als besonders lehrreich, da man sich gr\u00f6\u00dftenteils nur mit dem theoretischen Anteil auseinandersetzt. Die Praxis weicht aber ab, da wie bereits angemerkt jeder Mensch und auch jede Erfahrung individuell ist. Ich muss mich oft an Momente der vierten Ringvorlesung zur\u00fcckerinnern, wo die Eltern \u00fcber ihre Schwierigkeiten erz\u00e4hlt haben, wie z. B. das Auseinandersetzen mit Lehrern, aber auch mit dem Bildungssystem. Dies hat mir n\u00e4her gebracht, wie beschwerlich es die Sch\u00fcler*innen, aber auch Eltern durch ihre Behinderung (medizinisches Konzept sowohl als auch soziales Konzept) haben. In meiner jetzigen Praxiserfahrung merke ich dies auch besonders, da wir viele Sch\u00fcler*innen mit einer Sprachbarriere haben. Oftmals leiden nicht nur die Sch\u00fcler*innen, sondern auch die Eltern darunter. Viele der Eltern mit einer Sprachbarriere haben Probleme, die Lehrer zu verstehen und umgekehrt genauso haben viele Lehrer Probleme damit, die Eltern zu verstehen, aber auch mit diesen zu kommunizieren.<\/span><\/p>\n<ol style=\"text-align: left\" start=\"3\">\n<li><span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\"><b> Aufgabe<\/b><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: 400;font-family: 'times new roman', times, serif\">Deshalb w\u00fcrde ich gerne im weiteren Verlauf meines Studiums erfahren, inwiefern diese Sch\u00fcler*innen gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen und wie man dies notentechnisch differenzieren sollte. Ich finde es auch interessant zu erfahren, wie man mit den betroffenen Eltern umgehen sollte. Mich w\u00fcrde dabei auch ein Bericht von einer betroffenen Person, eines Elternteils , auch die Erfahrung eines Lehrers interessieren. Denn ich empfinde es als belangvoll, mehrere Perspektiven oder auch Erfahrungen mir anh\u00f6ren zu k\u00f6nnen. Generell finde ich den Bezug zur Praxis sehr wichtig. Die Erz\u00e4hlungen sind mir auch w\u00e4hrend meines Praktikums im Kopf geblieben. Durch die unterschiedlichen Perspektiven schafft man Verst\u00e4ndnis und Empathie.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\"><b>Quellen:<\/b><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: 400;font-family: 'times new roman', times, serif\">F\u00fcrstenau, Sara (2009). \u201eLernen und Lehren in heterogenen Gruppen.&#8220; In: F\u00fcrstenau, Sara, Gomolla, Mechthild (Hrsg.) Migration und schulischer Wandel: Unterricht. VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften, S. 8.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: 400;font-family: 'times new roman', times, serif\">Gottwald, Claudia, 2019. Behinderung [online]. socialet Lexikon. Bonn: socialnet,<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: 400;font-family: 'times new roman', times, serif\">24.06.2019. Medizinisches Modell von Behinderung \u2013 inrev (Zugriff am: 31.08.2023)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: 400;font-family: 'times new roman', times, serif\">Inklusive Religionsp\u00e4dagogik der Vielfalt (inrev), 2019. Medizinisches Modell von Behinderung. https:\/\/inrev.de\/glossary\/medizinisches-modell-von-behinderung <\/span><span style=\"font-weight: 400;font-family: 'times new roman', times, serif\">(Zugriff am: 31.08.2023)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: 400;font-family: 'times new roman', times, serif\">Statista Research Department, 05.05.2023. Bildungsstand &#8211; Bev\u00f6lkerung nach Migrationshintergrund und Schulabschluss 2022\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"font-weight: 400;font-family: 'times new roman', times, serif\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/245651\/umfrage\/bildungsstand-verteilung-der-bevoelkerung-nach-migrationshintergrund-und-schulabschluss\/ (Zugriff am: 31.08.2023)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschlussreflexion\u00a0 Jolien M\u00fcller Aufgabe 1: Die Ringvorlesung \u201eUmgang mit Heterogenit\u00e4t in der Schule&#8220; hat mein Wissen in vielen unterschiedlichen Schwerpunkten erweitern k\u00f6nnen. Vor allem die Verschiedenheit und die Vielf\u00e4ltigkeit aller Sch\u00fcler*innen wurde mir sehr nahegebracht. Dies empfinde ich als besonders wichtig, da es mich auf meinen sp\u00e4teren Klassenraum vorbereitet. Das Konzept, unterschiedliche Menschen f\u00fcr sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14637,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[9],"class_list":["post-20","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-abschluss"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14637"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20\/revisions\/21"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jolienmueller\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}