{"id":22,"date":"2023-08-31T23:26:59","date_gmt":"2023-08-31T21:26:59","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/joleensblog\/?p=22"},"modified":"2023-08-31T23:26:59","modified_gmt":"2023-08-31T21:26:59","slug":"abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/joleensblog\/2023\/08\/31\/abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li><strong> Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten (mindestens zwei verschiedene, gerne auch mehr) theoretischen Erkenntnisse (auf allgemeine Konzepte oder empirische Studien aufbauend), die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei Bezug auf:<\/strong><br \/>\n<strong>a.) unterschiedliche fachdidaktische Aspekte. \u00dcbertragen Sie, wenn m\u00f6glich, die in der Ringvorlesung gewonnenen Erkenntnisse auf die Didaktiken der von Ihnen studierten F\u00e4cher.<\/strong><br \/>\n<strong>b.) generelle Erkenntnisse zur Beziehungsarbeit in Schule und Unterricht.<br \/>\nBitte benennen Sie f\u00fcr Aufgabenteil 1 konkret mindestens zwei relevante Literaturquellen\u00a0 (Namen, Jahr, Titel). Hinweis: Die Vorlesungsfolien stellen keine Literaturquellen dar. Sie k\u00f6nnen jedoch gerne auf die Literatur zur\u00fcckgreifen, auf die auf den Folien verwiesen wird.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Modul \u201eUmgang mit Heterogenit\u00e4t\u201c brachte mir viele neue Erkenntnisse und ich konnte mein Wissen in vielen Aspekten erweitern. Besonders bewusst geworden sind mir die Heterogenit\u00e4t der Sch\u00fcler*innen und ihre unterschiedlichen Voraussetzungen und Lernniveaus. Die Individualit\u00e4t des Einzelnen ist viel entscheidender als ich es h\u00e4tte erwarten k\u00f6nnen und jedem Sch\u00fcler und jeder Sch\u00fclerin zum Lernerfolg zu verhelfen ist eine vielschichtige Aufgabe die nicht nur einen L\u00f6sungsweg enth\u00e4lt.<br \/>\nBesonders entscheidend f\u00fcr mein Unterrichtsfach Englisch war f\u00fcr mich die Vorlesung von Dr. Tim Giesler \u201eEnglisch Unterricht zwischen Inklusion und Selektion\u201c und die Bedeutung der interkulturellen kommunikativen Kompetenz.<br \/>\nAuch wenn ich selbst Englisch auf Lehramt studiere und auch w\u00e4hrend meiner Schulzeit immer aufmerksam im Englisch Unterricht war ist mir dieses Thema nie so bewusst gewesen. Wenn man sich den Kernlehrplan des Landes NRW ansieht f\u00e4llt auch dort auf, dass Interkulturelle Kompetenz eine gro\u00dfe Rolle spielt.<br \/>\n\u201eDie Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler k\u00f6nnen in interkulturellen Kommunikationssituationen sowohl in direkten pers\u00f6nlichen Begegnungen als auch im Umgang mit englischsprachigen Texten und Medien in der Regel angemessen handeln. Sie k\u00f6nnen wesentliche kulturell gepr\u00e4gte Sachverhalte und Situationen verstehen und relevante kulturelle Konventionen und Unterschiede in ihrem interkulturellen Handeln respektvoll und geschlechtersensibel sowie weitgehend sicher ber\u00fccksichtigen.\u201c (Ministerin f\u00fcr Schule und Bildung, 2019, S.36)<br \/>\nKulturelle Kompetenz zu erlernen ist nicht nur f\u00fcr die Zukunft der Sch\u00fcler*innen in einer globalisierten Welt essentiell, sondern auch f\u00fcr den tagt\u00e4glichen Umgang im Klassenraum. Bei einer heterogenen Sch\u00fclerschaft kommen viele Kulturen und Hintergr\u00fcnde zusammen und Respekt und Verst\u00e4ndnis ist f\u00fcr den Umgang miteinander entscheidend. Der Fremdsprachliche Unterricht ist meiner Meinung nach einer der besten Orte um interkulturelle Kompetenzen zu fordern und f\u00f6rdern. Au\u00dferdem hilft die Besch\u00e4ftigung mit anderen Kulturen den Sch\u00fcler*innen, ihre eigene kulturelle Identit\u00e4t besser zu verstehen und zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Der zweite Vortrag, der mir wirklich im Ged\u00e4chtnis geblieben ist, ist der von Prof. Dr. Karsten Wolf. \u201eMehr Bildungschancen f\u00fcr Alle durch digitale Medien? \u2013 Digitale Kl\u00fcfte in digitalen Bildungsr\u00e4umen und was man dagegen tun kann\u201c<br \/>\nMir waren zwar die digitalen Kl\u00fcfte in Bildungsr\u00e4umen bekannt, allerdings hat der Vortrag bei mir noch mehr Bewusstsein f\u00fcr das Thema geschaffen und auch viele verschiedene L\u00f6sungsans\u00e4tze gegeben die man individuell auf die Sch\u00fcler*innen anwenden kann. Gerade im fremdsprachlichen Unterricht gibt es verschiedene Strategien, um mit Heterogenit\u00e4t umzugehen und den individuellen Bed\u00fcrfnissen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gerecht zu werden. Durch die Reflexionsfragen habe ich eine Vielzahl von digitalen Apps und Websites entdeckt, die dabei unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Digitale Medien k\u00f6nnen zum Beispiel Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mit Schwierigkeiten beim Spracherwerb eine hilfreiche Unterst\u00fctzung sein. Es gibt verschiedene Apps und Programme, die \u00dcbersetzungen und Text-zu-Sprache-Funktionen bieten k\u00f6nnen. Dies hilft dann den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern den Inhalt besser zu verstehen und sprachlichen F\u00e4higkeiten zu verbessern.<br \/>\nWas mir auch besonders bewusst geworden ist, ist die Wichtigkeit von Diversit\u00e4t und Repr\u00e4sentation verschiedener Geschlechter bei der Auswahl der Lernmaterialien. \u00a0Die Vielf\u00e4ltigkeit und Diversit\u00e4t in zum Beispiel Lernvideos k\u00f6nnen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern ganz verschiedene Impulse bieten. Durch die Darstellung verschiedener ethnischer Hintergr\u00fcnde, Geschlechter, sexueller Orientierungen und Behinderungen werden Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit unterschiedlichen Hintergr\u00fcnden und Erfahrungen repr\u00e4sentiert. Was mir besonders h\u00e4ngen geblieben ist, ist \u201eals verschiedene SuS zu Lernvideos befragt wurden wurde festgestellt, dass \u00fcberwiegend Wei\u00dfe gesellschaftlich m\u00e4nnlich gelesene Creator als Quellen f\u00fcr Lernvideos genannt wurden\u201c (Honkomp\u2013Wilkens &amp; Wolf, S. 15).<br \/>\nSch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, insbesondere jene, die zu marginalisierten Gruppen geh\u00f6ren, sollten sich durch die Identifikation mit diversen Protagonistinnen und Protagonisten gest\u00e4rkt f\u00fchlen und nicht nur Wei\u00dfe Cis M\u00e4nner in Videos sehen.<\/p>\n<p><strong>Welche Faktoren zum schulischen Umgang mit Heterogenit\u00e4t (z.B. Unterrichtsformen, Schulformen\/-strukturen, schulkulturelle Aspekte, Handeln von Lehrkr\u00e4ften), die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, pr\u00e4gen im R\u00fcckblick auf ihre eigenen Praxiserfahrungen (eigene Schulzeit, Berichte aus der Praxis, ggf. auch schon eigene Praxiserfahrungen) den Schulalltag besonders stark \u2013 und warum? Hier k\u00f6nnen Sie aus Ihrer Sicht besonders gelungene oder auch weniger gelungene Beispiele reflektieren. Inwiefern helfen Ihnen die Inhalte der Vorlesung, eine solche Einsch\u00e4tzung vorzunehmen? Nehmen Sie konkret Bezug auf entsprechende Begriffe, Theorien, Konzepte, die Sie jetzt kennengelernt haben.<\/strong><\/p>\n<p>Was mir als Zugeh\u00f6rige der LGBTQIA+ Community in meiner Schulzeit besonders aufgefallen ist, ist die fehlende Inklusion von Gender Zugeh\u00f6rigkeit und Sexualit\u00e4t. Im Biologieunterricht fehlte Inklusion beim Sexualunterricht und auch sonst wurde das Thema nicht behandelt. Dies hat mir die Bedeutung von Repr\u00e4sentation und Aufkl\u00e4rung f\u00fcr alle Sch\u00fcler*innen wirklich bewusst gemacht. Beleidigungen waren an der Tagesordnung und w. In meinem Unterricht ist es mir deswegen sehr wichtig eine sichere Atmosph\u00e4re f\u00fcr Sch\u00fcler*innen zu schaffen.<br \/>\nEin anderes Problem war die Inklusion neurodiverser Mitsch\u00fcler*innen. Viele hatten Probleme, weil selbst die einfachsten Dinge wie die Verwendung von L\u00e4rm sch\u00fctzenden Kopfh\u00f6rern von Lehrkr\u00e4ften nicht gestattet wurden. Die Inklusion von neurodiversen Sch\u00fcler*innen ist essentiell, da ohne R\u00fccksichtname kein Lernerfolg erreicht werden kann.<br \/>\nDie negativen Erfahrungen aus meiner Schulzeit sind mir w\u00e4hrend der verschiedenen Vorlesungen immer im Hinterkopf geblieben und mir ist nun klar welch eine Aufgabe der richtige Umgang mit Heterogenit\u00e4t sein kann, wie essentiell es aber auch ist sich dieser zu stellen.<\/p>\n<p><strong>Zu welchen, mindestens zwei, Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, w\u00fcrden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium in Bezug auf das Modulthema UMHET? Welche haben Sie vermisst? Bitte begr\u00fcnden Sie Ihre Wahl.<\/strong><\/p>\n<p>Welche Frage mich besonders interessiert hat war \u201eBenennen Sie auf Grundlage des Textes von Debus\/Laumann 2018 die verschiedenen Ebenen auf denen a) Geschlechtliche Vielfalt und b) sexuelle und romantische Orientierungen differenziert werden k\u00f6nnen. Recherchieren Sie als Gegensatz dazu, das Konzept der Heteronormativit\u00e4t und beschreiben Sie kurz, was damit gemeint ist. Arbeiten Sie heraus, inwiefern die geschlechtliche und sexuelle Vielfalt von Menschen auch im Rahmen Ihres eigenen Berufs als Lehrer*in relevant sein k\u00f6nnte in Bezug auf die Lehrinhalte, die Lehrb\u00fccher, die Beziehung zu den Sch\u00fcler*innen und Kolleg*innen. Nennen Sie dazu mindestens zwei konkrete Beispiele.\u201c aus der Vorlesung von Prof. Dr. Alisha Heinemann. Aufgrund der fehlenden Inklusion des Themas in meiner Schulzeit und meines pers\u00f6nlichen Bezugs zu dem Thema interessiert es mich besonders.<br \/>\nWelches Thema mir auch sehr wichtig ist und man noch tiefgr\u00fcndiger behandeln kann ist die Rolle der Migration im Schulsystem. \u201eErkl\u00e4ren Sie mit Bezug auf konkrete Inhalte der Pr\u00e4sentation, inwiefern Migration die Routinen des nationalstaatlich verfassten Schulsystems in Deutschland herausfordert\u201c. Dies wird auch in Zukunft ein Thema sein und eine wichtige Rolle spielen.<br \/>\nWas mir vielleicht noch gefehlt h\u00e4tte w\u00e4re die Inklusion von neurodiversen Sch\u00fcler*innen. Ich kenne mich nicht so gut aus mit dem Thema und w\u00fcrde dazu gerne mehr erfahren.<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>F\u00fcrstenau, Sara (2009). \u201eLernen und Lehren in heterogenen Gruppen.\u201c In: F\u00fcrstenau, Sara, Gomolla, Mechthild (Hrsg.) Migration und schulischer Wandel: Unterricht. VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften, S. 8.<\/p>\n<p><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Honkomp<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">\u2013<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Wilkens, V. &amp; Wolf, K.<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">D. (<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Eingereicht<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">)<\/span>\u00a0<span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Diversit<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">\u00e4<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">t in Erkl<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">\u00e4<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">rvideos auf YouTube: Dekonstruktion<\/span>\u00a0<span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">oder\u00a0<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Bestand einer genderspezifischen Ordnung in informellen audio<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">\u2013<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">visuellen Bildungsr<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">\u00e4<\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">umen?<\/span><\/p>\n<p>Ministerin f\u00fcr Schule und Bildung (2019). Kernlehrplan f\u00fcr die Sekundarstufe I. Gymnasium in Nordrhein-Westfalen. Englisch. Nordrhein-Westfalen: Selbstverlag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten (mindestens zwei verschiedene, gerne auch mehr) theoretischen Erkenntnisse (auf allgemeine Konzepte oder empirische Studien aufbauend), die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung mitgenommen haben. 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