Umgang mit Heterogenität 2020

Die kognitive Dimension von Lernerfolg: Intelligenz vs. Vorwissen

Liebe Leser*innen,

in einem ersten Schritt gehe ich auf die Heterogenitätsdimensionen von Intelligenz und Vorwissen ein und erläutere deren Einfluss auf den Lernerfolg. Danach gebe ich meine eigenen Erfahrungen zu dem Thema wieder und erkläre wie ich bisher mit dem (heterogenen) Vorwissen der Schüler*innen umgegangen bin.  Zum Schluss nenne ich noch eine Forschungsfrage für ein nächste Praktikum, die sich daraus ergibt.

Intelligenz und Vorwissen der Kinder spielen beim Lernerfolg eine große Rolle. Durch das Vorwissen können die Kinder ihre bisherigen Erfahrungen zu einen neuen Thema einbringen, sich darüber austauschen und andere Sichtweisen entdecken und entwickeln. Das neue Thema sollte immer am Vorwissen der Kinder anknüpfen, denn so können sie durch bereits bekanntes Wissen, neues dazu lernen. Haben Kinder bereits Vorwissen in einem Thema, so scheint das erfolgreicher zu sein, als „einfach nur intelligent“ zu sein. Dies zeigte ein Beispiel nach Schneider, Körkel & Weinert (1989), aus dem Unterricht. Dennoch ist die Intelligenz nicht irrelevant. Nicht ohne Grund zeigten Rost & Wild (1995) in ihrer Längsschnittstudie „Schule ist das beste Intelligenzförderprogramm, das es gibt!“ Aber auch der Anlage-Umwelt-Einfluss sind von großer Bedeutung bei der Intelligenzentwicklung der Kinder. Auch das sich entwickelnde Kind selbst, trägt zu seiner Intelligenzentwicklung bei.

Das heterogene Vorwissen ist für die Lehrkräfte und für die Schüler*innen gewinnbringend. Die Lehrer*innen erfahren durch das Erfragen des Vorwissens, was die schon über ein Thema wissen, welche widersprüchlichen Eindrücke es gibt, wo sie am besten bei den Schüler*innen anknüpfen müssen und welche Interessen und Wissenslücken die Kinder zu dem Thema haben. Meiner Meinung nach ist es für die Unterrichtsplanung wichtig, das Vorwissen der Schüler*innen zu kennen. Nur so kann am Wissen der Schüler*innen angeknüpft werden und neues Wissen erlernt werden. Auch in meinen bisherigen Praxiserfahrungen habe ich nur positive Kenntnisse gemacht. Zu Beginn eines neuen Themas wurden die Schüler*innen meistens nach ihren Vorerfahrungen gefragt, so haben die Kinder auch Interesse und Motivation am Thema entwickeln können.

Meiner Meinung nach kann ein Kind nur durch Vorwissen, Intelligenz erlangen.

„Der wichtigste Einzelfaktor, der das Lernen beeinflusst, ist das, was der Lernende bereits weiß. Ermittle dies und unterrichte ihn entsprechend.“ (Ausubel, 1968)

Mich hat es überrascht, dass die Intelligenz der Kinder nach nur 2-3 Monaten Schule, um einen einen IQ-Punkt erhöht. Zudem, dass Intelligenz erst ab 4-5 Jahren messbar ist. Außerdem fand ich es spannend, dass vor dem 20. Lebensjahr eher ein Anlageneinfluss vorherrscht, wohingegen es vor zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr eher die Umwelt ist, die die Intelligenzentwicklung beeinflusst.

Meine Forschungsfrage für das nächste Praktikum wäre, die Lehrkräfte zu fragen, ob sie wissen, welchen Einfluss Schule auf die Intelligenz der Kinder hat und ob verschieden Unterrichtsmethoden, die Rolle der Lehrkraft oder bestimmte Unterrichtsthemen verschiedene Auswirkungen auf die Intelligenz der Kinder haben.

1 thought on “Die kognitive Dimension von Lernerfolg: Intelligenz vs. Vorwissen

  1. Hallo Jessica,
    zunächst einmal vielen Dank für deinen interessanten Beitrag zu „Die kognitive Dimension von Lernerfolg: Intelligenz vs. Vorwissen“. Man konnte ihn sehr gut lesen.
    Du hast deine Gedanken seht gut ausgeführt, sodass ich mit allem einverstanden bin was du geschrieben hast. Super auch, dass du in deinem ersten Absatz die beiden Studien mit eingebracht hast.
    Auch ich, denke das Intelligenz nur durch Vorwissen erlangt werden kann.
    Interessant finde ich auch, dass du sagst „dass Intelligenz erst ab 4-5 Jahren messbar ist.“ Ich habe mir gedacht, dass das noch später erst messbar ist, circa ab der 2. oder 3. Klasse.
    Zum Abschluss finde ich auch deine Forschungsfrage sehr gut gewählt und nehme diese auch mit in mein nächstes Praktikum.

    Lieben Gruß
    Niklas

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