{"id":16,"date":"2020-07-17T17:06:26","date_gmt":"2020-07-17T15:06:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jbheterogenitaet\/?p=16"},"modified":"2020-07-17T17:06:26","modified_gmt":"2020-07-17T15:06:26","slug":"rv13-prof-dr-yasemin-karakasoglu-schule-in-kanada","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jbheterogenitaet\/2020\/07\/17\/rv13-prof-dr-yasemin-karakasoglu-schule-in-kanada\/","title":{"rendered":"RV13 \u2013 Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu: Schule in Kanada"},"content":{"rendered":"<p><em>1.) Wenn Sie an die Schwerpunktvorlesungen zu Migration (RV02 Karakasoglu) und Inklusion RV06 (Frau Schwarzenberg) und RV07 (Herr M\u00fcller) zur\u00fcckdenken, wo sehen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Inklusionsverst\u00e4ndnis zwischen Kanada und dem, was Sie in der Vorlesung \u00fcber Deutschland gelernt haben? Bitte nennen Sie mindestens 2 Aspekte und begr\u00fcnden Ihre Wahl mit Bezug zu den Vorlesungsinhalten.<\/em><\/p>\n<p>Das kanadische Schulsystem unterscheidet sich in vielen Bereichen stark von dem deutschen. Das Inklusionsverst\u00e4ndnis in Deutschland ist ein sehr administratives. In der Vorlesung zur Inklusive P\u00e4dagogik wurde deutlich, dass F\u00f6rdergelder in Deutschland den betroffenen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern individuell zugewiesen werden. Diese Regelung ist zwar zielgenau, jedoch erm\u00f6glicht sie den Schulen keine koh\u00e4rente Inklusionsarbeit. Schulen in Kanada wird hingegen ein F\u00f6rderbudget anhand von Sch\u00fcler*innencodes zugewiesen. Die kanadischen Schulen haben also die M\u00f6glichkeit die Inklusionsma\u00dfnahmen auf das gesamte Schulkonzept anzupassen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wurde aus der Vorlesung deutlich, dass Lehrerende in Kanada wesentlich mehr Unterst\u00fctzung bei der Inklusion erfahren. Durch multiprofessionelle Lehrendenteams wird kann dem inklusiven Unterricht also mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Die Inhalte der vorherigen Vorlesungen haben gezeigt, dass Lehrende in Deutschland oft nur wenig unterst\u00fctzt werden &#8211; sei es durch mehr Personal oder ausreichend Schulungsangebote.<\/p>\n<p>Eine nicht unerheblicher Gemeinsamkeit des deutschen und kanadischen Schulsystems ist jedoch, dass die Bildung an allgemeinen Schulen und Kinderg\u00e4rten geb\u00fchrenfrei gestaltet ist. Besonders die fr\u00fchkindliche Bildung in inklusiven Kinderg\u00e4rten kann einen gro\u00dfen Beitrag zur Chancengleichheit in der Bildung leisten. Jedoch muss man auch darauf hinweisen, dass noch nicht jedes deutsche Bundesland die fr\u00fchkindliche Bildung geb\u00fchrenfrei anbietet.<\/p>\n<p><em>2.) Eine plastische Vorstellung von der Umsetzung der im Vortrag geschilderten Leitlinien<\/em>\u00a0<em>der kanadischen Schulpolitik in der Praxis vermittelt der Blog aus meinem Forschungs- und Entwicklungsprojekt TraMiS (Transnationale Mobilit\u00e4t in Schule) unter folgendem Link. Bitte lesen Sie ihn sich durch. Welche Fragen stellen sich Ihnen als angehende Lehrer*in hinsichtlich der \u00dcbertragbarkeit von dort erw\u00e4hnten inklusiven Ma\u00dfnahmen und Projekten auf den deutschen Schulkontext. Begr\u00fcnden Sie ihre Perspektive.<\/em><\/p>\n<p>Die vorgestellte Schule hat einige Konzepte und Gegebenheiten, die ich sehr gerne auf den deutschen Schulkontext \u00fcbertragen s\u00e4he. Viele der Ma\u00dfnahmen, die vor allem der Zurschaustellung kulturellen Diversit\u00e4t der Schule dienen, sind ohne weitere Fragen \u00fcbertragbar auf deutsche Schulen. Jedoch habe ich in meiner eigenen Schulzeit auch erlebt, dass dem Aspekt der kulturellen Diversit\u00e4t nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Es stellt sich mir die Frage, warum Schulen kein Augenmerk auf diesen Aspekt legen und durch welche politischen F\u00f6rderprogramme kulturelle Diversit\u00e4t an alle deutschen Schulen zum Ausdruck kommt.<\/p>\n<p>Ein weiterer Aspekt ist die r\u00e4umliche Ausstattung der vorgestellten Schule. Wie schafft man es Schulen R\u00e4ume zur Inklusive und Gemeinschaft zur Verf\u00fcgung zu stellen? Oft habe ich erlebt, dass es an deutschen Schulen schon an Fachr\u00e4umen mangelt. Platz f\u00fcr kulturelle, kreative oder inklusive Projekte ist oft eher der zweite Gedanke. Besonders interessiert hat mich der feste Raum f\u00fcr den Student Council. Als angehender Politiklehrer ist es meine \u00dcberzeugung, dass die Schule nur dann gut und bed\u00fcrfnisgerecht gestaltet werden kann, wenn es eine\u00a0aktive Sch\u00fcler*innenvertretung gibt. Mein ehemaliges Gymnasium hatte eine sehr unabitionierte Sch\u00fcler*innenvertretung. Schafft man den Raum und den Rahmen f\u00fcr SuS ihre Interessen auszuarbeiten und zu artikulieren, so ist das der einzige Weg, um Schulprojekte inklusiv zu gestalten<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.) Wenn Sie an die Schwerpunktvorlesungen zu Migration (RV02 Karakasoglu) und Inklusion RV06 (Frau Schwarzenberg) und RV07 (Herr M\u00fcller) zur\u00fcckdenken, wo sehen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Inklusionsverst\u00e4ndnis zwischen Kanada und dem, was Sie in der Vorlesung \u00fcber Deutschland gelernt haben? 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