{"id":22,"date":"2023-05-18T16:24:48","date_gmt":"2023-05-18T14:24:48","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jasminatblog\/?p=22"},"modified":"2023-05-18T16:26:25","modified_gmt":"2023-05-18T14:26:25","slug":"englischunterricht-zwischen-selektion-und-inklusion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jasminatblog\/2023\/05\/18\/englischunterricht-zwischen-selektion-und-inklusion\/","title":{"rendered":"Englischunterricht zwischen Selektion und Inklusion"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>Reflektieren Sie, inwiefern ihr eigener Englisch- (bzw. Fremdsprachen-) Unterricht funktionale und formale Aspekte beinhaltete.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400\">W\u00e4hrend meines Englisch Unterrichtes, vor allem in der Qualifikationsphase, war der Fokus auf das Sprechen gelegt. Ich war in einem Englisch Leistungskurs mit einer wirklich sehr lieben und bem\u00fchten Lehrerin. Unsere Lehrerin ging davon aus, dass wir alle die notwendigen Grammatikalischen Grundlagen der Sprache schon perfekt beherrschen und wollte, dass wir die auch im Sprachgebrauch anwenden,. Bei ihr war es sozusagen \u201everboten\u201c Deutsch zu sprechen. Es war sehr am\u00fcsant Sie dabei zu sehen, wie sie deutsche W\u00f6rter h\u00f6rt und laut sagte \u201eI hear german words!\u201c mit dem Appell, dass wir wieder auf Englisch uns unterhalten. Unserer Lehrerin legte deswegen immer viel Wert auf Gruppenarbeit, wo wir untereinander immer Englisch redeten. Als Aufgabe hatten wir manchmal Dialoge, die wir zu zweit f\u00fchren sollten, oder einfach normale Grammatikaufgaben aus unserem exercise book. Was die formalen Aspekte meines Fremdsprachenunterricht betrifft, hatten wir in Englisch oft ein Buch, mit Texten und Aufgaben zu diesen und ein excercise book mit meistens Grammatik oder Vokabel Aufgaben. Dort konnten wir Zeitformen, Verb Konjugationen, Vokabeln und weiteres lernen, was unseren Sprachgebrauch verst\u00e4rken konnte.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Diskutieren Sie davon ausgehend,\n<ul>\n<li>Welche F\u00e4higkeiten ein ,,guter Fremdsprachenlerner\u201c in Ihrer Schulzeit mitbringen musste<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400\">Ein \u201eguter Fremdsprachenlerner\u201c musste meistens ein totaler englisch Sprachpurist sein. Das heisst, das der Sch\u00fcler in Grammatikalisch korrektem Englisch spricht, so wie es seit der 3. Klasse uns in den exercise books beigebracht wird. Als Beispiel nehme ich ein M\u00e4dchen aus meinem Englisch Leistungskurs, welche sehr verbissen auf ein Medizinstudium war und in Englisch unbedingt die 15 Punkte erreichen musst. Ihr Englisch war die Definition von grammatikalisch korrekt, man dachte manchmal sogar, dass sie ein Text aus einem unserer Englischb\u00fccher liest. Es hat sich sehr steif teilweise angeh\u00f6rt und im realen Leben w\u00fcrde wom\u00f6glich niemand in einer Unterhaltung mit englischen Muttersprachlern, oder unter Freunde so sprechen. Jedoch hat man gemerkt, dass sie die Grammatikgrundlagen zu Hause oftmals nochmal durchgegangen ist um sie perfekt zu beherrschen. Im Unterricht wurden sie n\u00e4mlich oft nicht mehr angesprochen in der Qualifikationsphase und es lag in der Eigenverantwortung, diese durch Hausaufgaben zu lernen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Vorteile hatten nat\u00fcrlich auch Sch\u00fcler, die von Haus aus eine zweite Muttersprache sprechen konnten. Bilinguale Kinder k\u00f6nnen flexibler denken und haben so die F\u00e4higkeit, im sp\u00e4teren Verlauf ihres Lebens, leichter eine dritte oder vierte Sprache zu lernen (vgl. Motel, Katharina,2006). Aus meiner eigenen Erfahrung, kann ich dem ebenso zustimmen. Ich habe von Haus aus als zweite Sprache Farsi gelernt und konnte zwischen Farsi und Englisch viele Parallelen und identische W\u00f6rter finden, die mir das lernen um einiges vereinfachten.<\/p>\n<ul>\n<li>Inwiefern dies den heutigen curricularen Vorgaben in Bremen (Fokus auf interkulturelle kommunikative Kompetenz) entsprechen w\u00fcrde.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400\">Laut de Bildungsplan f\u00fcr das Gymnasium in Englisch, von dem Senator f\u00fcr Bildung und Wissenschaft, liegt bei der interkulturelle Kompetenz der Schwerpunkt auf ein vorurteilsfreies Denken und Handeln, wo Klischeevorstellungen von den Sch\u00fclern erkannt und abgebaut werden sollen um Kulturellen Unterschieden aufgeschlossener sein zu k\u00f6nnen (Der Senator f\u00fcr Bildung und Wissenschaft, 2006).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">\u00a0Aus diesem Grund gibt es viele Lerneinheiten rund um das Thema Gro\u00dfbritannien und ihre Kulturvielfalt. In Gro\u00dfbritannien leben viele Indisch und Pakistanische Einwanderer, da diese englische Kolonien waren. Ich erinnere mich, das Thema Migranten in England zweimal gehabt zu haben, einmal in der elften klasse und einmal in der Q1. In der Q1 haben wir uns vor allem mit der indischen Kultur auseinander gesetzt und \u00fcber Zwangsehen diskutiert. Einige meiner Mitsch\u00fcler war die indische Kultur sehr fremd und mussten sich in eine neue Kultur verstehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Quellenverzeichnis:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Motyl, Katharina (2006): <em>Mit vier Jahren die zweite Sprache <\/em>lernen, aus dem<em> Hamburger Abenblatt, <\/em>zugriff am 18.05.2023 15:04 Uhr<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Der Senator f\u00fcr Bildung und Wissenschaft (2006): <em>Englisch, Bildungsplan f\u00fcr das Gymnasium Jahrgangstufe 5-10<\/em>, hrsg. Senator f\u00fcr Bildung und Wissenschaft, Rembertiring 8-12, Bremen, Seite 7<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reflektieren Sie, inwiefern ihr eigener Englisch- (bzw. Fremdsprachen-) Unterricht funktionale und formale Aspekte beinhaltete. W\u00e4hrend meines Englisch Unterrichtes, vor allem in der Qualifikationsphase, war der Fokus auf das Sprechen gelegt. Ich war in einem Englisch Leistungskurs mit einer wirklich sehr lieben und bem\u00fchten Lehrerin. 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