{"id":48,"date":"2019-07-07T19:16:47","date_gmt":"2019-07-07T17:16:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/?p=48"},"modified":"2019-07-07T19:16:47","modified_gmt":"2019-07-07T17:16:47","slug":"interkulturelle-und-geschlechtersensible-deutschdidaktik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/2019\/07\/07\/interkulturelle-und-geschlechtersensible-deutschdidaktik\/","title":{"rendered":"Interkulturelle und Geschlechtersensible Deutschdidaktik"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace\">1.) Fokussierung des Vorlesungsthemas: Benennen Sie ausgew\u00e4hlte, f\u00fcr Sie zentrale Aspekte des in der Vorlesung aufgemachten Spannungsfeldes von Literatur im Deutschunterricht, empirisch nachgewiesenen Gendervorlieben und \u201eLeistungen\u201c im Deutschunterricht. Beziehen Sie sich dabei auf die theoretischen Kernaussagen der Vorlesung und begr\u00fcnden Sie deren Auswahl.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace\">2.) Anwendung und theoriegeleitete Reflexion bisheriger Praxiserfahrungen: Benennen und diskutieren Sie Beispiele f\u00fcr die von Ihnen unter 1 benannten Aspekte und nehmen sie dabei explizit Bezug zu Ihren bisherigen Praktika oder Ihrer eigenen Schulzeit.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace\">3.) Anwendung und theoriegeleitete Reflexion zuk\u00fcnftiger Praxiserfahrungen: Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe f\u00fcr kommende Praktika zur \u201elanguage awareness\u201c, bei der Sprachenvielfalt als Normalfall angesehen wird, oder optional zum Thema \u201egendersensible Didaktik\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace\">4.) Anwendung und theoriegeleitete Reflexion auf der Unterrichts- und Schulebene: Benennen Sie Ihnen bekannte Ans\u00e4tze\/Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Unterrichts- und\/oder Schulentwicklung (z.B. bezogen auf Unterrichtsorganisation oder Schulformen,) die systematisch genderbezogene Heterogenit\u00e4t einbezieht.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace\">Ein zentraler Aspekt der Vorlesung bezog sich auf das Thema Stereotypen und Vorurteile im Bezug auf Gender. Da das menschliche Gehirn nat\u00fcrlicherweise mit Assoziationen arbeitet, ist es naheliegend, dass wir (als zuk\u00fcnftige Lehrkr\u00e4fte) unsere wahrgenommene Realit\u00e4t durch gelernte Assoziationen aufbauen. Ein Beispiel f\u00fcr diese Assoziationen wurde in der Vorlesung in Bezug auf unterschiedliche Stereotypen zwischen dem Leseverhalten von M\u00e4dchen und Jungen aufgezeigt. So werden M\u00e4dchen und Jungen mit unterschiedlichen Genres und Lesest\u00e4rken assoziiert. Diese subjektive, erlernte Wahrnehmung kann jedoch keine Generalisierung darstellen und muss nie zwangsl\u00e4ufig die eigentliche Realit\u00e4t wiederspiegeln.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace\">Ein weiteres Beispiel f\u00fcr genderbezogene Stereotypisierung bezieht sich auf Flei\u00df. Oftmals werden M\u00e4dchen in der Schule als engagierter und flei\u00dfiger wahrgenommen. In meiner Schulzeit besprach einer unserer Lehrer einmal das von ihm wahrgenommene Ph\u00e4nomen, dass M\u00e4dchen im Schnitt flei\u00dfiger seien als Jungen und das Schulsystem nicht gleichberechtigt aufgebaut sei. Jungen w\u00fcrden seltener Hausaufgaben oder zus\u00e4tzliche Leistungen erledigen, w\u00e4hrend M\u00e4dchen deutlich engagierter zu sein schienen. Diese Aussage war zwar sehr generalisierend und nicht auf jeden zutreffend, doch trotzdem muss ich sagen, dass sie uns zum Nachdenken \u00fcber unsere eigenen Erfahrungen gebracht hat.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace\">Eine Beobachtungsfrage f\u00fcr mich w\u00e4re die Sensibilit\u00e4t, die die SuS f\u00fcr gendersensible Sprache selbst haben. Wenn die Lehrkraft generalisiert und Stereotypen verst\u00e4rkt, widersprechen die Sch\u00fcler*innen? Gibt es andere Meinungen? Sehen die SuS es \u00e4hnlich?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace\">Zun\u00e4chst einmal w\u00e4re Sprache ein Beginn. Nicht nur f\u00fcr die Sch\u00fcler*innen, sondern auch f\u00fcr uns selbst kann gendern ein interessantes Konzept sein. F\u00fcr mich als angehende Geschichtslehrerin kann ich mir \u00fcberlegen: wen meine ich? In Zeiten, in denen Geschlechterrollen st\u00e4rker verteilt waren, m\u00fcsste ich m\u00e4nnlich gendern, wenn in bestimmten Zeiten ein Beruf weitgehend von M\u00e4nnern oder Frauen ausge\u00fcbt wurde. Doch wann inkludiere ich andere Genderidentit\u00e4ten? Dieses Bewusstsein ist f\u00fcr viele F\u00e4cher interessant, denn es macht bewusst, wen man eigentlich meint (M\u00e4nner, Frauen, diverse, alle).<\/span><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.) Fokussierung des Vorlesungsthemas: Benennen Sie ausgew\u00e4hlte, f\u00fcr Sie zentrale Aspekte des in der Vorlesung aufgemachten Spannungsfeldes von Literatur im Deutschunterricht, empirisch nachgewiesenen Gendervorlieben und \u201eLeistungen\u201c im Deutschunterricht. Beziehen Sie sich dabei auf die theoretischen Kernaussagen der Vorlesung und begr\u00fcnden &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/2019\/07\/07\/interkulturelle-und-geschlechtersensible-deutschdidaktik\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":10764,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[207],"tags":[229,23853],"class_list":["post-48","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-interkulturelle-und-geschlechtersensible-deutschdidaktik","tag-rv13"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10764"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48\/revisions\/49"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}