{"id":39,"date":"2019-06-09T18:04:42","date_gmt":"2019-06-09T16:04:42","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/?p=39"},"modified":"2019-06-09T18:05:14","modified_gmt":"2019-06-09T16:05:14","slug":"39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jannatimm\/2019\/06\/09\/39\/","title":{"rendered":"J\u00fcdisches Leben"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace;font-size: 10pt\">Fassen Sie die im Text dargestellten unterschiedlichen Positionen in Bezug auf die Religionsaus\u00fcbung zusammen. (Option 1: Koscheres Essen, verschiedene Haltungen dazu)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace;font-size: 10pt\">Wenden Sie die drei Grundannahmen des religionswissenschaftlich-kulturwissenschaftlichen Ansatzes (interne Diversit\u00e4t, Religion als beeinflusst von historischen Prozessen, Religion als Teil soziokultureller Strukturen, s. AB 1) auf den Text bzw. die im Text beschriebenen Haltungen und Praktiken an. Die beiden letzteren sind eventuell eher subtil und implizit im Text angelegt.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace;font-size: 10pt\">Beschreiben Sie Ihre eigene Verortung gegen\u00fcber dem im Text angelegten Ph\u00e4nomen. Gehen Sie dabei auf die Fragen auf AB 2 ein.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace;font-size: 10pt\">Entwickeln Sie eine schriftliche p\u00e4dagogische Reflexion zum Umgang mit dem folgenden Szenario: Feier des Schuljahresabschlusses geplant. Eine Sch\u00fclerin m\u00f6chte nicht teilnehmen, da sie nur koscheres Essen zu sich nimmt. Eine andere Sch\u00fclerin sagt ihr, sie sei albern, schlie\u00dflich w\u00fcrde es auch Juden und J\u00fcdinnen geben, die sich nicht koscher ern\u00e4hren.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace;font-size: 10pt\">Der Text von planetwissen.de pr\u00e4sentiert eine Auswahl an unterschiedlichen Haltungen zu den Essensgeboten des Judentums. Zu einem wird eine m\u00f6gliche liberale Sichtweise angesprochen, dass die vielen strengen Gebote nur willk\u00fcrlich seien. Zum anderen werden vor allem die Ansichten von einigen gl\u00e4ubigen und traditionsbewussten Juden dargestellt. Darunter sind die strikte Befolgung von unterschiedlichen Essensgeboten, aber auch deren genaue Feinheiten und Aus\u00fcbung. Dabei herrscht jedoch kein weitgehender Konsens, sondern das Gegenteil: bis ins kleinste Detail werden scheinbar Themen wie Sushi oder die Wartezeit zwischen dem Verzehren von Fleisch und Milchprodukten diskutiert.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace;font-size: 10pt\">Interne Diversit\u00e4t ist ein zentraler Punkt des Textes, da klar wird, dass es nicht \u201edie eine\u201c Ansicht im Judentum gibt, sondern viele unterschiedliche Richtungen der Ern\u00e4hrungslehre, welche sich oft massiv, und in anderen F\u00e4llen nur in Nuancen unterscheiden. Die historische Entwicklung von Essensgewohnheiten wird ebenfalls am Beispiel Sushi erkl\u00e4rt. Da moderne und zuvor \u201efremde\u201c Gerichte lange Zeit unbekannt waren, ist neues Essen oft eine Diskussionsgrundlage, da es oftmals an expliziten religi\u00f6sen Regeln fehlt. Hierbei sollen Rabbiner unsicheren Juden bei Entscheidungen helfen, wobei selbst die Rabbiner nicht immer einer Meinung sind. Die Verbindung von soziokulturellen Strukturen wird im Text nicht behandelt. Aus dem Kontext lassen sich jedoch einige wenige Schl\u00fcsse ziehen. Vor allem die Abh\u00e4ngigkeit (konservativer, orthodoxer) gl\u00e4ubiger Juden von Rabbinern selbst bei kleinen Fragen wird deutlich. Auf der anderen Seite kommen auch die starke eigene Disziplin und das Vertrauen der gl\u00e4ubigen Gemeinschaft auf die gottgegebenen Vorschriften zum Vorschein.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace;font-size: 10pt\">Ich beziehe mich bei dem \u201ePh\u00e4nomen\u201c, \u00e4hnlich wie der Text\u201c nun eher auf gl\u00e4ubige Juden, da nichtgl\u00e4ubige Juden nicht einmal unbedingt Teil der strengen Essenskultur sein m\u00fcssen. Zun\u00e4chst einmal bin ich beeindruckt und interessiert an der allt\u00e4glichen Umsetzung vieler dieser Essensvorschriften, aber auch an der Art der Diskussionen \u00fcber einige der Regeln. Mich interessiert besonders, inwiefern Essen und die Einhaltung der Regeln in \u00e4rmeren j\u00fcdischen Haushalten oder in unterschiedlichen Zeiten der j\u00fcdischen Geschichte schwerer oder einfacher zu bew\u00e4ltigen waren. Dar\u00fcber hinaus frage ich mich was ein Regelbruch f\u00fcr Konsequenzen in den unterschiedlichen Glaubensrichtungen h\u00e4tte. Im Gro\u00dfen und Ganzen bin ich eher aufgeschlossen und interessiert am Thema. Ob ich diese Vorschriften f\u00fcr sinnvoll oder nachvollziehbar halte, ist hierbei nebens\u00e4chlich, denn ich muss sie ja nicht befolgen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: courier new, courier, monospace;font-size: 10pt\">Eine Situation wie diese kann schnell komplizierter werden als sie eigentlich ist, denn zun\u00e4chst einmal ist dies kein gro\u00dfes Problem. Sollte die Feier freiwillig sein, dann darf die Sch\u00fclerin nat\u00fcrlich selbst entscheiden ob sie kommt. Sollte es eine Art Anwesenheitspflicht geben gibt es zwei gute Kompromissm\u00f6glichkeiten: sie bringt selbst etwas Koscheres mit und vielleicht weckt dies sogar das Interesse der anderen SuS oder es gibt ein Koscheres Angebot. Das d\u00fcrfte kein besonderes Problem darstellen, denn leckere Gerichte wie Shakshuka oder eine einfache Gem\u00fcsepfanne sind bereits koscher und einfach zuzubereiten. Dem Kommentar der Mitsch\u00fclerin w\u00fcrde ich entgegnen, dass heutzutage in Cafeterien, auf Festen und in Restaurant auf Vegetarier, Veganer und Allergiker R\u00fccksicht genommen wird. Der Gedanke, auch R\u00fccksicht auf religi\u00f6se W\u00fcnsche zu nehmen, ist nicht besonders weit entfernt und folgt prinzipiell derselben Logik. Dar\u00fcber hinaus ist es wichtig zu erkl\u00e4ren, dass das Judentum sehr vielf\u00e4ltig ist und es zwar Juden gibt, die nicht koscher essen, auf der anderen Seite aber auch viele, die es tun. Wenn die Sch\u00fclerin dann noch Fragen hat, ist es sehr wichtig ihr so viel wie m\u00f6glich zu erkl\u00e4ren (oder von der j\u00fcdischen Sch\u00fclerin erkl\u00e4ren zu lassen) und dabei nicht w\u00fctend oder herablassen zu sein, denn nur so entwickelt sie ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr unterschiedliche Essensgewohnheiten.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Fassen Sie die im Text dargestellten unterschiedlichen Positionen in Bezug auf die Religionsaus\u00fcbung zusammen. 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