{"id":17,"date":"2019-06-28T17:27:39","date_gmt":"2019-06-28T15:27:39","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/?p=17"},"modified":"2019-06-28T17:27:39","modified_gmt":"2019-06-28T15:27:39","slug":"heterogenitaetskategorie-geschlecht-in-schule-und-ansaetze-zur-entwicklung-einer-interlektuellen-geschlechtersensiblen-paedagogik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/2019\/06\/28\/heterogenitaetskategorie-geschlecht-in-schule-und-ansaetze-zur-entwicklung-einer-interlektuellen-geschlechtersensiblen-paedagogik\/","title":{"rendered":"Heterogenit\u00e4tskategorie Geschlecht in Schule und Ans\u00e4tze zur Entwicklung einer interlektuellen geschlechtersensiblen P\u00e4dagogik"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center\">\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"font-size: 10pt\"><strong><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Fokussierung des Vorlesungsthemas \u2013 Aspekte zum Spannungsfeld von Inszenierung und Zuschreibung\u00a0in Bezug auf Gender(-p\u00e4dagogik) in der Schule; theoriegeleitete Reflexion<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 10pt\">Bei der \u00dcberlegung wie sich die Sch\u00fcler in Bezug auf Gender in der Schule unterscheiden bzw wie sie inszeniert werden, kristallisieren sich zwei Stereotypen heraus: \u00a0Jungs seien in der Schule die st\u00e4rkeren, k\u00f6rperlich so wie auch mental, sie interessieren sich au\u00dferdem haupts\u00e4chlich f\u00fcr Autos und Fu\u00dfball. Dahingegen sind M\u00e4dchen die ruhigeren Sch\u00fcler*innen, ihre Lieblingsfarbe ist rosa und Dinge wie Autos oder Fu\u00dfball interessieren sie nicht. Meiner Meinung nach sind diese Stereotypen absolut nicht zu legitimieren. In vielen K\u00f6pfen sind diese (sehr vereinfachten, simpel dargestellten und komprimierten) Vorstellungen an das Geschlecht verankert. Vor allem in der Schule aber k\u00f6nnen eben diese Vorstellungen zu einem Unwohlsein der Sch\u00fcler*innen, die aus diesem Konzept herausfallen, f\u00fchren. Und wer an dieser Stelle mit Studien oder &#8222;Beweisen&#8220; argumentiert bezieht sich auf die Mehrheit oder eventuell das \u00f6fter Vorkommende, jedoch schlie\u00dft diese Mehrheit Ausnahmen nicht aus. Selbst die Verwendung des Wortes &#8222;Ausnahme&#8220; erscheint mir hier als gewagt und fehl am Platz, jedoch wird eben dieser Gedankengang von vielen Menschen unterst\u00fctzt. Sch\u00fcler sollten ganz einfach nicht aufgrund ihres Geschlechtes in Schubladen gesteckt werden! Sie sollten nicht das Gef\u00fchl vermittelt bekommen, sich so verhalten zu m\u00fcssen wie die Gesellschaft es sich vorstellt. Kommen diese Erwartungen zudem auch noch von Lehrkr\u00e4ften, so kann es zu einer unwohlen Lernatmosph\u00e4re kommen. Die Sch\u00fcler*innen k\u00f6nnten sich unter Druck gesetzt f\u00fchlen, wenn sie diesem &#8222;Ideal&#8220; nicht entsprechen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 10pt\">Reflexion bisheriger Praxiserfahrungen aus der eigenen Schulzeit und ersten Praktika zum\u00a0schulischen \u201eGenderplay\u201c, m\u00f6glichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenit\u00e4tsfeld\u00a0der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung o.\u00e4..<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 10pt\">Wenn ich an meine eigene Schulzeit denke, fallen mir lediglich positive Geschehnisse ein. Bei uns waren es beispielswiese eher die Jungs, die k\u00fcnstlerisch begabt waren, und eine sehr sch\u00f6ne Schrift hatten. Nat\u00fcrlich gab es auch die Art von Jungs, die in das Klischee passt, Fu\u00dfball spielten und immer sehr &#8222;cool&#8220; und gerissen waren, jedoch war diese Heterogenit\u00e4t innerhalb der m\u00e4nnlichen Sch\u00fcler nie ein Streitthema, sie haben sich alle gut verstanden, so ungleich sie auch waren. Dasselbe gilt f\u00fcr die M\u00e4dchen. Definitiv hatten wir Sch\u00fclerinnen, die sich sehr f\u00fcr den Sport und f\u00fcr Fu\u00dfball begeistern konnten ( Ich bezieh mich hier lediglich auf die &#8222;klassischen&#8220; Zuschreibungen der Geschlechter aus Aufgabe 1 ). Hinzuzuf\u00fcgen ist jedoch, dass in Hinblick auf soziokulturellem Background diese Selbstverst\u00e4ndlichkeit des &#8222;Herausfallens aus der Inszenierung&#8220; nicht immer bei allen anzutreffen war. Im Laufe meiner Schullaufbahn ist mir das zwar nicht aufgefallen, jedoch bei der n\u00e4heren Reflexion in Bezug der Vorlesung. Denn Mitsch\u00fcler*innen mit \u00f6stlichem Migrationshintergrund, bzw dessen Eltern aus dem Osten kamen, waren was das Thema angeht sehr viel verklemmter. Zwar ist die Gender-Diskussion im europ\u00e4ischen Raum bzw generell im westlichen Raum in den letzten Jahren immer aktueller geworden, doch ist sie immer noch nicht in der ganzen Welt angekommen. Ich denke auch, dass Erziehung einer sehr gro\u00dfe Rolle bei dem Thema Genderplay spielt. Kinder ahmen ihren Eltern sehr gerne nach. Das hei\u00dft, wenn im Elternhaus Werte vermittelt werden, die nicht \u00fcber den Stereotyp des Geschlechtes hinausgehen, so wird das Kind diese Werte auch adaptieren, und es wird schwierig etwas &#8222;Ungewohntes&#8220; anzunehmen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"font-size: 10pt;font-family: arial, helvetica, sans-serif\"><strong>Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe f\u00fcr kommende Praktika zum Thema \u201egendersensible\u00a0P\u00e4dagogik\u201c, m\u00f6glichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenit\u00e4tsfeld\u00a0der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung o.\u00e4..<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 10pt\">Ich k\u00f6nnte mir vorstellen dass man im Rahmen des Orientierungspraktikums definitiv beobachten k\u00f6nnte, wie Lehrkr\u00e4fte \u00fcber Geschlechterinszenierung und Gender denken. Ob sie offensive Aussagen treffen, die sich aus das Geschlecht der Sch\u00fcler beziehen oder gegebenenfalls auch verbunden mit ihre<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 10pt\">\u00a0ethnischen Hintergr\u00fcnden. Verteilen sie vielleicht bestimmte Aufgaben eher an M\u00e4dchen\/Jungs?\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fokussierung des Vorlesungsthemas \u2013 Aspekte zum Spannungsfeld von Inszenierung und Zuschreibung\u00a0in Bezug auf Gender(-p\u00e4dagogik) in der Schule; theoriegeleitete Reflexion Bei der \u00dcberlegung wie sich die Sch\u00fcler in Bezug auf Gender in der Schule unterscheiden bzw wie sie inszeniert werden, kristallisieren sich zwei Stereotypen heraus: \u00a0Jungs seien in der Schule die st\u00e4rkeren, k\u00f6rperlich so wie auch &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/2019\/06\/28\/heterogenitaetskategorie-geschlecht-in-schule-und-ansaetze-zur-entwicklung-einer-interlektuellen-geschlechtersensiblen-paedagogik\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eHeterogenit\u00e4tskategorie Geschlecht in Schule und Ans\u00e4tze zur Entwicklung einer interlektuellen geschlechtersensiblen P\u00e4dagogik\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":10716,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_total_topic_count_hidden":0,"_bbp_total_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[207],"tags":[23852],"class_list":["post-17","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-rv12","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10716"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17\/revisions\/18"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/jacelias\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}