{"id":69,"date":"2019-06-28T00:07:16","date_gmt":"2019-06-27T22:07:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/issub2gruppe3\/?p=69"},"modified":"2019-07-06T22:43:44","modified_gmt":"2019-07-06T20:43:44","slug":"wie-aehnlich-sind-sich-mensch-und-ameise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/issub2gruppe3\/2019\/06\/28\/wie-aehnlich-sind-sich-mensch-und-ameise\/","title":{"rendered":"Wie \u00e4hnlich sind sich Mensch und Ameise?"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_0  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p>Wir haben uns die Frage gestellt, wie sich Meschen und Ameisen in ihrem Verhalten bezogen auf die Kommunikation und Orientierung, die Viehzucht und die Organisation des Ameisenstaates \u00e4hneln. Da die schwarze Wegameise in unseren Breitengraden lebt, haben wir uns diese Ameise etwas n\u00e4her angeschaut.<br \/>Die schwarze Wegameise geh\u00f6rt zur Gattung der Wegameisen und kommt in Mitteleuropa, Asien, Afrika und Nordamerika vor. Sie ist die am h\u00e4ufigsten vorkommende Ameisenart Mitteleuropas.<br \/><em>Aussehen<\/em><br \/>Die Arbeiterinnen sind zwischen 3 und 5 mm lang, die M\u00e4nnchen werden bis zu 9 mm lang. Ihre Farbe variiert zwischen dunkelbraun und schwarz, die dichte K\u00f6rperbehaarung der schwarzen Wegameise ist silbrig und dazwischen befinden sich einzelne l\u00e4ngere Haare.<br \/>Sie ist von anderen Ameisenarten aufgrund ihrer geringeren Gr\u00f6\u00dfe und der Farbe gut zu unterscheiden.<br \/>Die Geschlechtstiere besitzen Fl\u00fcgel, Arbeiterinnen sind Fl\u00fcgellos. Die Begattung findet im Flug statt, die M\u00e4nnchen sterben kurz darauf und die Jungk\u00f6nigin wirft ihre Fl\u00fcgel ab und gr\u00fcndet ein Nest.<br \/><em>K\u00f6rperbau einer Ameise<\/em><br \/>Durch das Stielchenglied hat der Hinterleib eine hohe Beweglichkeit (typisches Merkmal der Ameise)<br \/>Am letzten Fu\u00dfglied befinden sich ein paar Krallen, die gut f\u00fcr Klettern auf rauem Untergrund geeignet sind. Zwischen den Krallen befinden sich Haftballen zum Festhalten auf glatten Fl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Die mehr oder weniger stark bezahnten Mandibeln sind Universalwerkzeuge, mit denen die Ameise unter anderem mit anderen Insekten oder kleineren Fressfeinden k\u00e4mpft.<br \/>Die Facettenaugen bestehen aus bis zu 1200 Einzelaugen und auf der Stirn befinden sich (haupts\u00e4chlich bei befl\u00fcgelten Ameisen) drei Stirnaugen.<br \/>Spezielle Geh\u00f6rorgane fehlen der Ameise, sie kann aber Substratschall wahrnehmen.<\/p>\n<p>Das Gehirn ist bei den Arbeiterinnen aufgrund ihrer vielf\u00e4ltigen Aufgaben und Ged\u00e4chtnisleistungen gr\u00f6\u00dfer ausgebildet als bei den M\u00e4nnchen und bei der K\u00f6nigin.<br \/>Die Atem\u00f6ffnungen k\u00f6nnen aktiv verschlossen werden, was den Ameisen erm\u00f6glicht lange unter Wasser zu bleiben<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_1  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t<h4 class=\"et_pb_module_header\"><span>Verteidigung<\/span><\/h4>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p style=\"text-align: justify\">Feinde der schwarzen Wegameise sind unter anderem V\u00f6gel, S\u00e4ugetiere wie Dachse oder Ameisenb\u00e4ren oder andere Insekten wie der Ameisenl\u00f6we.<br \/>In speziellen Dr\u00fcsen bilden Ameisen Ameisens\u00e4ure, die auf der Haut brennt. Der Ameisens\u00e4uredampf wirkt als Atemgift f\u00fcr viele Kleintiere t\u00f6dlich.<br \/>Neben Giften f\u00fcr Angriff und Verteidigung k\u00f6nnen in den Dr\u00fcsen auch Alarmsubstanzen und Lockstoffe enthalten sein, durch die Artgenossen benachrichtigt werden k\u00f6nnen.<br \/>Andere Ameisenarten haben auch einen Stachel, mit dem sie sich zur Wehr setzen k\u00f6nnen.<\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_2  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t<h4 class=\"et_pb_module_header\"><span>Orientierung<\/span><\/h4>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p style=\"text-align: justify\">Ameisen m\u00fcssen sich im Dunklen ihres Nestes wie auch au\u00dferhalb des Nestes in einem Gebiet orientieren, das 100km lang sein kann. Dazu nutzen sie:<br \/><strong>die Sonne:<\/strong> Ameisen sind rotblind, k\u00f6nnen aber UV-Licht wahrnehmen. Sie nutzen den Sonnenstand zur Orientierung.<br \/><strong>die F\u00fchler:<\/strong> Ameisen haben einen ausgepr\u00e4gten Tastsinn. Mit ihren F\u00fchlern k\u00f6nnen sie die Umgebung eruieren. Beispiel: Bordsteinkante.<br \/><strong>Duftstoffe:<\/strong> Ameisenstra\u00dfen werden mit Duftstoffen markiert. Anhand dieser Duftspuren orientieren sie sich. Ihr Geruchssinn ist so hervorragend ausgepr\u00e4gt wie bei Hunden. Doch eine Unterbrechung der Duftspur f\u00fchrt zu Irritation. Ameisen laufen zun\u00e4chst durcheinander, bis eine mutige Ameise den duftstofffreien Part \u00fcberwindet und ihre Genossinnen wieder auf den richtigen Weg bringt. Sie erkennen auch am Duft, ob sie sich in der richtigen Ameisengruppe aufhalten.<\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_3  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t<h4 class=\"et_pb_module_header\"><span>Kommunikation<\/span><\/h4>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p style=\"text-align: justify\">Da Ameisen sehr eng zusammenleben und vielen unterschiedlichen T\u00e4tigkeiten nachgehen, muss es eine komplexe Kommunikation geben.<br \/><strong>Ber\u00fchrungen und Tasten:<\/strong><br \/>Der Kopf wird mit den Antennen betrommelt und gleichzeitig der Mund mit den Vorderbeinen ber\u00fchrt. Das soll hei\u00dfen: \u201egib mir Futter!\u201c oder ein Zerren mit den Mandibeln bedeutet so viel wie: \u201ekomm mit!\u201c<br \/><strong>Laute durch Stridulieren:<\/strong><br \/>Durch das schnelle Auf- und Abbewegen des Hinterleibs k\u00f6nnen Ameisen T\u00f6ne mit<br \/>Hohem Ultraschallanteil erzeugen. Eine versch\u00fcttete \u201eschreiende\u201c Genossinnen kann dadurch von anderen Ameisen ersp\u00fcrt und ausgegraben werden. Ameisen haben keine Geh\u00f6rorgane und \u201eH\u00f6ren\u201c durch die Sinneshaare auf den Antennen. Gro\u00dfe Ameisenarten erzeugen eher T\u00f6ne mit niederen Frequenzen, welche vom Menschen h\u00f6rbar sind.<br \/><strong>Duftsprache:<\/strong><br \/>Ameisen besitzen bis zu 20 Dr\u00fcsen, die viele unterschiedliche Duftstoffe zur Kommunikation produzieren. Diese nennt man Pheremone.<br \/>Sie legen z.B. eine Duftspur von der Beute zum Nest und bieten anderen Ameisen Futter an. So wissen die anderen Ameisen, dass diese Ameise Hilfe beim Transport der Beute ben\u00f6tigt und k\u00f6nnen sich anhand der Duftspur auf den Weg machen. Sie verspr\u00fchen einen Alarm- und Abschreckduft, wenn Gefahr besteht, um die anderen Ameisen ihres Staates zu informieren. Weitere Kommunikationsd\u00fcfte sind u.a. K\u00f6niginduft und Sexualduft, Duft der Entwicklungsstadien der Ameisen, Totenduft \u2013 Transport zum \u201eFriedhof\u201c, Nestduft und Duft des Staates.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ameisen haben eine vielf\u00e4ltige Kommunikation und sind in der Lage, sich zu orientieren, aber im Gegensatz zum Menschen handeln sie instinktiv und nicht bedacht. Bei Gefahr verlieren sie schnell die \u00dcbersicht. Anstatt ein Hindernis aus dem Weg zu r\u00e4umen, sind sie damit besch\u00e4ftigt, die Brut in Sicherheit zu bringen. Es gibt weder Notfallpl\u00e4ne noch geplantes organisiertes Vorgehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<h1><span style=\"font-size: large\"><\/span><\/h1>\n<h1><span style=\"font-size: large\">Trophobiose \u2014 das erstaunliche Zusammenleben von Ameisen mit Wurzel- und Blattl\u00e4usen<\/span><\/h1>\n<p><span style=\"font-size: 14px\">Blattl\u00e4use saugen Pflanzensaft, genauer: Sie saugen das zuckerhaltige Phloem; jenen Saft der Pflanze, der die Produkte der Photosynthese transportiert. Die Blattl\u00e4use verwenden jedoch nur einen Bruchteil der N\u00e4hrstoffe, die in dem Saft enthalten sind, den Rest scheiden sie als sogenannten Honigtau aus. Normalerweise schleudern sie ihn weit von sich, denn wer m\u00f6chte das klebrige Zeug schon an sich haben und damit gefundenes Fressen f\u00fcr zuckerliebende Pilze sein? Niemand. Und doch: Einige Lausarten haben sich im Laufe der Evolution umgestellt. Sie pr\u00e4sentieren ihren Honigtautropfen regelrecht, halten ihn in einem extra daf\u00fcr vorgesehenen Haark\u00f6rbchen bereit oder ziehen ihn noch mal ein und pr\u00e4sentieren ihn zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt erneut. F\u00fcr wen machen sie das? F\u00fcr die Ameisen. F\u00fcr diese stellt der Honigtau eine optimale Nahrung das. Die Ameisen gehen zu den Blattl\u00e4usen und betrillern sie mit ihren Antennen und Vorderf\u00fc\u00dfen, woraufhin die L\u00e4use den Honigtau abgeben. Dieser Vorgang wird auch \u201emelken\" genannt (vgl. H\u00f6lldobler\/Wilson 2016).<\/span><span style=\"font-size: 14px\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14px\">Es gibt Ameisenarten, die sich zu gro\u00dfen Teilen (so zum Bsp. die in Mitteleuropa beheimatete Schwarze Wegameise, Lasius niger) oder sogar ausschlie\u00dflich (wie die Malaysische Gattung Dolichoderus) von den Ausscheidungen der Blatt- und Wurzell\u00e4usen ern\u00e4hren.<\/span><\/p>\n<p>Im Austausch gegen die Nahrung geben die Ameisen den L\u00e4usen <strong>Schutz, Nahrung und Pflege<\/strong> (vgl. Bellmann 1995 und H\u00f6lldobler\/Wilson 2016).<\/p>\n<p>So z.B. baut Lasius niger kunstvolle Sandtunnel von ihrem Nest zu den Wurzell\u00e4usen oder errichtet Schutzbauten um die Blattlauskolonien. Bei Gefahr nehmen die Ameisen die Blattl\u00e4use hoch und bringen sie in Sicherheit. Die Malaysischen Wolll\u00e4use der Gattung Malaicoccus klettern den Ameisen der Gattung Dolichoderus sogar auf den R\u00fccken oder richten sich auf und fordern die Ameisen dazu auf sie hochzuheben (vgl. Bellmann 1995 und H\u00f6lldobler\/Wilson 2016).<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14px\">Au\u00dferdem bek\u00e4mpfen die Ameisen parasitische Wespen und Fliegen, Larven, K\u00e4fer u. a. Feinde der L\u00e4use. So wohl beh\u00fctet entwickeln diese sich zu dicht gedr\u00e4ngten Herden. Eigene Verteidigungsmechanismen haben sich bei ihnen zur\u00fcckgebildet (vgl. H\u00f6lldobler\/Wilson 2016).<\/span><span style=\"font-size: 14px\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Auch an Nahrung soll es den L\u00e4usen nie fehlen. Die Ameisen tragen sie stets zu neuen Nahrungsquellen. Einige Arten wie die der Malaysischen Gattung Dolichoderus leben als richtige Wanderhirten. Ist ein Areal \u201eabgegrast\" zieht der ganze Staat samt seiner Wolll\u00e4use um.<\/p>\n<p>Doch das ist noch nicht alles. Damit der Blattlausnachwuchs sich ungest\u00f6rt entwickeln kann, \u00fcberwintert bspw. die in Mitteleuropa ebenfalls sehr h\u00e4ufige Gelbe Wegameise, Lasius flavus, die Eier der sie ern\u00e4hrenden Wurzellausart in ihrem Nest und pflegt die Brut gemeinsam mit der eigenen. Bei einem Umzug wird auch die L\u00e4usebrut mitgenommen. Im Fr\u00fchjahr bringen die Ameisen dann die frisch geschl\u00fcpften Wurzellausnymphen an die Futterpflanzen (vgl. Bellmann 1995).<\/p>\n<p>Die Malaysischen Dolichoderus-Ameisen wissen sogar in welchem Entwicklungszustand die in ihrer Obhut stehenden Wolll\u00e4use welche Pflanzenteile bevorzugen und bringen sie dorthin (vgl. Bellmann 1995 und H\u00f6lldobler\/Wilson 2016).<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14px\">Das Verh\u00e4ltnis von Ameisen und Blattl\u00e4usen ist durchaus vergleichbar mit dem des Menschen und der Nutztiere. Der Mensch ist zumindest teilweise (wie auch viele Ameisenarten von den Blattl\u00e4usen abh\u00e4ngig sind) von den Nutztieren abh\u00e4ngig. Sowohl physische Funktionen wie auch das Verhalten haben die jeweiligen Partner an einander angepasst. Ein Unterschied besteht allerdings darin, dass der Mensch seine Nutztiere auch t\u00f6tet und isst. Nur sehr wenige Ameisenarten t\u00f6ten L\u00e4use, wenn sie im \u00dcberschuss vorhanden sind (vgl. H\u00f6lldobler\/Wilson 2016).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14px\"><\/span><\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_4  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t<h4 class=\"et_pb_module_header\"><span>Ameisenstaat<\/span><\/h4>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p style=\"text-align: justify\">Ein weiterer Punkt in dem sich Mensch und Ameise \u00e4hnlich erscheinen ist die Staatenbildung. Um dem genauer auf den Grund zu gehen haben wir zun\u00e4chst geschaut was den der Begriff Staat bedeutet. Laut Beit &amp; Massing (2003) sind entscheidende Bestandteile der Begriffsdeutung Staat:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<ul style=\"text-align: justify\">\n<li>eine irgendwie geartete politische Vereinigung einer gr\u00f6\u00dferen Menschengruppe<\/li>\n<li>in einem mehr oder weniger geschlossenen\u00a0Gebiet<\/li>\n<li>unter einer mehr oder weniger einheitlichen Form der \u2013 etablierten, durchgesetzten oder beschlossenen \u2013 Machtaus\u00fcbung lebt.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\">Bezieht man den ersten Punkt auf Ameisen so kann entdeckt werden, dass sie hier dem Begriff Staat gerecht werden. Ameisen organisieren sich in Nestern (Gruppen) die eine Individuenzahl von bis zu 20E+6 erreichen k\u00f6nnen. Die Nester relativ voneinander abgeschlossen. Das bedeutet, dass keine Tiere aus anderen Nestern im eigenen Nest geduldet sind. Ausnahmen gibt es nat\u00fcrlich. Die Waldameisen stehen die Nester untereinander in Verbindung. Die gr\u00f6\u00dfte sogenannte Kolonie gibt es auf der Insel Hokkaido in Japan. Dort stehen ca. 45 000 Nester miteinander in Verbindung. Hier kann man sich Fragen ob das auch eine \u00c4hnlichkeit zu Staatenb\u00fcndnissen beim Menschen hat (Buschinger 1985, Schwenke 1968).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\">Schaut man sich den zweiten entscheidenden Bestandteil des Begriffs Staat an so kann man auch hier \u00c4hnlichkeiten bei den Ameisen finden. Diese sind schon durch den ersten Punkt \u2013 die Organisation in Gruppen \u2013 bedingt, weil die Ameise in Nestern lebt und ihr \u201eStaatsgebiet\u201c damit auf eine Fl\u00e4che um Nester herum begrenzt ist. Bis zu 2,7 km<sup>2<\/sup>kann das Gebiet bei der genannten Kolonie auf Hokkaido gro\u00df werden. Bei einer weiteren Kolonie aus 1200 Nestern wurde au\u00dferdem ein Ameisenstra\u00dfennetz von einer L\u00e4nge von 100 km festgestellt (Buschinger 1985).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\">Ein Blick auf den letzten entscheidenden Bestandteil schlie\u00dft die Ameisen auch nicht vom Staatsbegriff aus. Hier wird vor allem die K\u00f6nigin im Ameisennest interessant. Sie \u201eregiert\u201c monogyn was bedeutet, dass sie die alleinige Herrscherin im Ameisenstaat ist. Alle anderen K\u00f6niginnen im Hoheitsgebiet w\u00fcrden direkt eliminiert werden. Auch hier gibt es eine Ausnahmen. Diese besteht bei der Staatsgr\u00fcndung. Hier unterst\u00fctzen sich mehrere K\u00f6nigin bei der Aufzucht der ersten Eier weil noch keine Arbeiterinnen geschl\u00fcpft sind. Sobald jedoch die ersten Arbeiterinnen einer K\u00f6nigin schl\u00fcpfen setzt sich diese Ameisenk\u00f6nigin durch. Die anderen Ameisenk\u00f6niginnen werden eliminiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\">Kann diese monogyne Staatsform mit einer Monarchie beim Menschen verglichen werden? Nein. Buschinger (1985) schreibt, dass die Organisation von Insekten zu Staaten mit Staaten im human-soziologischen Sinne keine \u00c4hnlichkeit hat. Das liegt vor allem daran, dass die K\u00f6nigin bei den Ameisen das allein geschlechtsf\u00e4hige Tier ist, w\u00e4hrend das beim Menschen fast alle Individuen sind. Au\u00dferdem wird bei der Ameise die Staatsform genetisch weitergegeben. Beim Menschen passiert die Weitergabe \u00fcber kulturelle \u00dcberlieferung (Buschinger 1985, Schwenke 1968).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\">Jetzt besteht die Frage warum bei Ameisen trotzdem immer von Ameisenstaaten gesprochen wird. Daf\u00fcr betrachten wir jetzt die Sozialform der Insekten. Diese wird als eusozial bezeichnet. Eusozial bezeichnet die am h\u00f6chsten integrierte Sozialverhaltens\u00a0neben dem Menschen und muss folgende Bedingungen erf\u00fcllen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify\">\n<li>Gemeinsame Brutpflege<\/li>\n<li>Gemeinsame Nahrungsbeschaffung<\/li>\n<li>Zusammenleben von Tieren mehrerer Generationen<\/li>\n<li>Umfasst mehre Teilgruppen die meist verschiedene Aufgaben erf\u00fcllen Kasten (Buschinger 2011)<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify\">Der erste Punkt ist dadurch gegeben, dass die K\u00f6nigin zwar die Eier legt diese aber von den Arbeiterinnen aufgezogen werden. Hier erkennt man auch schon die letzte Bedingung. Ameisen unterteilen sich in die Kasten der K\u00f6nigin, Drohne (m\u00e4nnliche Tiere), Arbeiterinnen und Soldatinnen. Der zweite Punkt wurde schon im Kapitel der Trophobiose best\u00e4tigt und das Zusammenleben von Tieren mehrerer Generationen ergibt sich dadurch, dass die Ameisenk\u00f6nigin bin zu 25 Jahre alt werden kann w\u00e4hrend die Arbeiterinnen nur bis zu f\u00fcnf Jahre alt werden. Eine Gruppe von Tieren die diese vier Voraussetzungen erf\u00fcllt wird Staat genannt und die zugeh\u00f6rige Art Staatenbildend (Buschinger 1985 &amp; 2011 , Schwenke 1968).<\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_5  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t<h4 class=\"et_pb_module_header\"><span>Fazit<\/span><\/h4>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p style=\"text-align: justify\">Alles in allem haben wir in verschiedenen Aspekten gezeigt, dass sich die Ameise und der Mensch \u00e4hneln, haben aber auch aufgezeigt, dass es Unterschiede gibt. Die etwas provokante Frage im Titel dieses Beitrages kann also beantwortet werden: Ameise und Mensch sind trotz einiger \u00c4hnlichkeiten noch sehr unterschiedlich.<\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_6  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t<h4 class=\"et_pb_module_header\"><span>Literatur<\/span><\/h4>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p><strong>Bellmann, Heiko (1995):<\/strong> Bienen, Wespen, Ameisen. Hautfl\u00fcgler Mitteleuropas, Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp; Co.<\/p>\n<p><strong>Breit,\u00a0Gotthard; <\/strong><strong>Massing<\/strong><strong>, Peter (2003):\u00a0<\/strong>Der Staat. Ideengeschichtliche Grundlagen, Wandel der Aufgaben, Stellung des B\u00fcrgers. Eine Einf\u00fchrung.\u00a0Wochenschau, Schwalbach<\/p>\n<p><strong>Bund Deutscher Philatelisten (o.D.):<\/strong> Thema: Ameisen. Buschinger, Alfred (1985): Staatenbildung der Insekten. Ertr\u00e4ge der Forschung Band 223. Wisschenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt<\/p>\n<p><strong>Buschinger, Alfred (1985):<\/strong>Staatenbildung der Insekten. Ertr\u00e4ge der Forschung Band 223. Wisschenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt<\/p>\n<p><strong>Buschinger, Alfred (2011):<\/strong>Soziale Insekten. Kapitel 14 in: Konrad Dettner, Werner Peters (Hrsg.): Lehrbuch der Entomologie. Springer Verlag<\/p>\n<p><strong>H\u00f6lldobler, Bert\/Wilson, Edward O. (2016):<\/strong> Auf den Spuren der Ameisen. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag GmbH<\/p>\n<p><strong>Schwenke, Wolfgang (1968):<\/strong>Insektenstaaten. Aus dem Leben der Wespen, Bienen, Ameisen und Termiten. Verlag Paul Parey, Hamburg Berlin<\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_7  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t<h5 class=\"et_pb_module_header\"><span>Internetquellen<\/span><\/h5>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p>Bund Deutscher Philatelisten (o.D.): Thema: Ameisen. https:\/\/www.bdph.de\/fileadmin\/Bilder\/Service\/Schule_und_-Philatelie\/Arbeitshilfe_Ameisen.pdf Zugriff: 24.06.2019<br \/>https:\/\/www.kindernetz.de\/oli\/tierlexikon\/ameise\/-\/id=75006\/vv=verhalten\/nid=75006\/did=75140\/9icgu9\/index.html Zugriff: 24.06.2019<br \/>https:\/\/www.biologie-seite.de\/Biologie\/Schwarze_Wegameise Zugriff: 24.06.2019<br \/>https:\/\/www.ace-zydek.de\/ameisen\/ameisen-erkennen Zugriff: 24.06.2019<\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":10907,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p>Wir haben uns mit Ameisen und ihrer Lebensart befasst. Da die schwarze Wegameise in unseren Breitengraden lebt, haben wir uns diese Ameise etwas n\u00e4her angeschaut.<br \/>Die schwarze Wegameise geh\u00f6rt zur Gattung der Wegameisen und kommt in Mitteleuropa, Asien, Afrika und Nordamerika vor. Sie ist die am h\u00e4ufigsten vorkommende Ameisenart Mitteleuropas.<br \/>Aussehen<br \/>Die Arbeiterinnen sind zwischen 3 und 5 mm lang, die M\u00e4nnchen werden bis zu 9 mm lang. Ihre Farbe variiert zwischen dunkelbraun und schwarz, die dichte K\u00f6rperbehaarung der schwarzen Wegameise ist silbrig und dazwischen befinden sich einzelne l\u00e4ngere Haare.<br \/>Sie ist von anderen Ameisenarten aufgrund ihrer geringeren Gr\u00f6\u00dfe und der Farbe gut zu unterscheiden.<br \/>Die Geschlechtstiere besitzen Fl\u00fcgel, Arbeiterinnen sind Fl\u00fcgellos. Die Begattung findet im Flug statt, die M\u00e4nnchen sterben kurz darauf und die Jungk\u00f6nigin wirft ihre Fl\u00fcgel ab und gr\u00fcndet ein Nest.<\/p><p>Durch das Stielchenglied hat der Hinterleib eine hohe Beweglichkeit (typisches Merkmal der Ameise)<br \/>Am letzten Fu\u00dfglied befinden sich ein paar Krallen, die gut f\u00fcr Klettern auf rauem Untergrund geeignet sind. Zwischen den Krallen befinden sich Haftballen zum Festhalten auf glatten Fl\u00e4chen.<\/p><p>Die mehr oder weniger stark bezahnten Mandibeln sind Universalwerkzeuge, mit denen die Ameise unter anderem mit anderen Insekten oder kleineren Fressfeinden k\u00e4mpft.<br \/>Die Facettenaugen bestehen aus bis zu 1200 Einzelaugen und auf der Stirn befinden sich (haupts\u00e4chlich bei befl\u00fcgelten Ameisen) drei Stirnaugen.<br \/>Spezielle Geh\u00f6rorgane fehlen der Ameise, sie kann aber Substratschall wahrnehmen.<\/p><p>Das Gehirn ist bei den Arbeiterinnen aufgrund ihrer vielf\u00e4ltigen Aufgaben und Ged\u00e4chtnisleistungen gr\u00f6\u00dfer ausgebildet als bei den M\u00e4nnchen und bei der K\u00f6nigin.<br \/>Die Atem\u00f6ffnungen k\u00f6nnen aktiv verschlossen werden, was den Ameisen erm\u00f6glicht lange unter Wasser zu bleiben.<\/p><p><strong>Verteidigung<\/strong><br \/>Feinde der schwarzen Wegameise sind unter anderem V\u00f6gel, S\u00e4ugetiere wie Dachse oder Ameisenb\u00e4ren oder andere Insekten wie der Ameisenl\u00f6we.<br \/>In speziellen Dr\u00fcsen bilden Ameisen Ameisens\u00e4ure, die auf der Haut brennt. Der Ameisens\u00e4uredampf wirkt als Atemgift f\u00fcr viele Kleintiere t\u00f6dlich.<br \/>Neben Giften f\u00fcr Angriff und Verteidigung k\u00f6nnen in den Dr\u00fcsen auch Alarmsubstanzen und Lockstoffe enthalten sein, durch die Artgenossen benachrichtigt werden k\u00f6nnen.<br \/>Andere Ameisenarten haben auch einen Stachel, mit dem sie sich zur Wehr setzen k\u00f6nnen.<\/p><p><strong>Orientierung<\/strong><br \/>Ameisen m\u00fcssen sich im Dunklen ihres Nestes wie auch au\u00dferhalb des Nestes in einem Gebiet orientieren, das 100km lang sein kann. Dazu nutzen sie:<br \/><strong>die Sonne:<\/strong> Ameisen sind rotblind, k\u00f6nnen aber UV-Licht wahrnehmen. Sie nutzen den Sonnenstand zur Orientierung.<br \/><strong>die F\u00fchler:<\/strong> Ameisen haben einen ausgepr\u00e4gten Tastsinn. Mit ihren F\u00fchlern k\u00f6nnen sie die Umgebung eruieren. Beispiel: Bordsteinkante.<br \/><strong>Duftstoffe:<\/strong> Ameisenstra\u00dfen werden mit Duftstoffen markiert. Anhand dieser Duftspuren orientieren sie sich. Ihr Geruchssinn ist so hervorragend ausgepr\u00e4gt wie bei Hunden. Doch eine Unterbrechung der Duftspur f\u00fchrt zu Irritation. Ameisen laufen zun\u00e4chst durcheinander, bis eine mutige Ameise den duftstofffreien Part \u00fcberwindet und ihre Genossinnen wieder auf den richtigen Weg bringt. Sie erkennen auch am Duft, ob sie sich in der richtigen Ameisengruppe aufhalten.<\/p><p><strong>Kommunikation<\/strong><br \/>Da Ameisen sehr eng zusammenleben und vielen unterschiedlichen T\u00e4tigkeiten nachgehen, muss es eine komplexe Kommunikation geben.<br \/><strong>Ber\u00fchrungen und Tasten:<\/strong><br \/>Der Kopf wird mit den Antennen betrommelt und gleichzeitig der Mund mit den Vorderbeinen ber\u00fchrt. Das soll hei\u00dfen: \u201egib mir Futter!\u201c oder ein Zerren mit den Mandibeln bedeutet so viel wie: \u201ekomm mit!\u201c<br \/><strong>Laute durch Stridulieren:<\/strong><br \/>Durch das schnelle Auf- und Abbewegen des Hinterleibs k\u00f6nnen Ameisen T\u00f6ne mit<br \/>Hohem Ultraschallanteil erzeugen. Eine versch\u00fcttete \u201eschreiende\u201c Genossinnen kann dadurch von anderen Ameisen ersp\u00fcrt und ausgegraben werden. Ameisen haben keine Geh\u00f6rorgane und \u201eH\u00f6ren\u201c durch die Sinneshaare auf den Antennen. Gro\u00dfe Ameisenarten erzeugen eher T\u00f6ne mit niederen Frequenzen, welche vom Menschen h\u00f6rbar sind.<br \/><strong>Duftsprache:<\/strong><br \/>Ameisen besitzen bis zu 20 Dr\u00fcsen, die viele unterschiedliche Duftstoffe zur Kommunikation produzieren. Diese nennt man Pheremone.<br \/>Sie legen z.B. eine Duftspur von der Beute zum Nest und bieten anderen Ameisen Futter an. So wissen die anderen Ameisen, dass diese Ameise Hilfe beim Transport der Beute ben\u00f6tigt und k\u00f6nnen sich anhand der Duftspur auf den Weg machen. Sie verspr\u00fchen einen Alarm- und Abschreckduft, wenn Gefahr besteht, um die anderen Ameisen ihres Staates zu informieren. Weitere Kommunikationsd\u00fcfte sind u.a. K\u00f6niginduft und Sexualduft, Duft der Entwicklungsstadien der Ameisen, Totenduft \u2013 Transport zum \u201eFriedhof\u201c, Nestduft und Duft des Staates.<\/p><p>Ameisen handeln Instinktiv. Bei Gefahr verlieren sie schnell die \u00dcbersicht. Anstatt ein Hindernis aus dem Weg zu r\u00e4umen, sind sie damit besch\u00e4ftigt, die Brut in Sicherheit zu bringen.<\/p><p>Quellen<\/p><p>Bund Deutscher Philatelisten (o.D.): Thema: Ameisen. Buschinger, Alfred (1985): Staatenbildung der Insekten. Ertr\u00e4ge der Forschung Band 223. Wisschenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt<br \/>Buschinger, Alfred (2011): Soziale Insekten. Kapitel 14 in: Konrad Dettner, Werner Peters (Hrsg.): Lehrbuch der Entomologie. Springer Verlag<br \/>Breit,\u00a0Gotthard; Massing, Peter (2003):\u00a0Der Staat. Ideengeschichtliche Grundlagen, Wandel der Aufgaben, Stellung des B\u00fcrgers. Eine Einf\u00fchrung.\u00a0Wochenschau, Schwalbach<br \/>Schwenke, Wolfgang (1968): Insektenstaaten. Aus dem Leben der Wespen, Bienen, Ameisen und Termiten. Verlag Paul Parey, Hamburg Berlin<br \/>Bellmann, Heiko (1995): Bienen, Wespen, Ameisen. Hautfl\u00fcgler Mitteleuropas, Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co.<br \/>H\u00f6lldobler, Bert\/Wilson, Edward O. (2016): Auf den Spuren der Ameisen. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag GmbH<\/p><p>Internetquellen:<\/p><p>Bund Deutscher Philatelisten (o.D.): Thema: Ameisen. https:\/\/www.bdph.de\/fileadmin\/Bilder\/Service\/Schule_und_-Philatelie\/Arbeitshilfe_Ameisen.pdf Zugriff: 24.06.2019<br \/>https:\/\/www.kindernetz.de\/oli\/tierlexikon\/ameise\/-\/id=75006\/vv=verhalten\/nid=75006\/did=75140\/9icgu9\/index.html Zugriff: 24.06.2019<br \/>https:\/\/www.biologie-seite.de\/Biologie\/Schwarze_Wegameise Zugriff: 24.06.2019<br \/>https:\/\/www.ace-zydek.de\/ameisen\/ameisen-erkennen Zugriff: 24.06.2019<\/p><p>Abbildung<br \/>https:\/\/www.neudorff.de\/pflanzenwissen\/ameisen.html Zugriff: 24.06.2019<br \/>H\u00f6lldobler, Bert\/Wilson, Edward O. (2016): Auf den Spuren der Ameisen. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag GmbH<\/p><p>\u00a0<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[698095],"tags":[],"class_list":["post-69","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wie-aehnlich-sind-sich-mensch-und-ameise"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/issub2gruppe3\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/issub2gruppe3\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/issub2gruppe3\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/issub2gruppe3\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10907"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/issub2gruppe3\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/issub2gruppe3\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":109,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/issub2gruppe3\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69\/revisions\/109"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/issub2gruppe3\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/issub2gruppe3\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/issub2gruppe3\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}