{"id":757,"date":"2024-08-01T15:13:32","date_gmt":"2024-08-01T13:13:32","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/?p=757"},"modified":"2024-11-04T07:31:15","modified_gmt":"2024-11-04T06:31:15","slug":"blogbeitrag-nr-13-elterncafe-von-eltern-fuer-eltern-nur-fuer-bestimmte-gruppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/2024\/08\/01\/blogbeitrag-nr-13-elterncafe-von-eltern-fuer-eltern-nur-fuer-bestimmte-gruppen\/","title":{"rendered":"Blogbeitrag Nr. 13: Elterncaf\u00e9 \u2013 von Eltern, f\u00fcr Eltern, nur f\u00fcr bestimmte Gruppen?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-775\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/files\/elterncafe-OSK-277x300.jpg\" alt=\"\" width=\"243\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/files\/elterncafe-OSK-277x300.jpg 277w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/files\/elterncafe-OSK.jpg 492w\" sizes=\"auto, (max-width: 243px) 100vw, 243px\" \/>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Bild: <a href=\"https:\/\/www.offene-schule-koeln.de\/news-reader\/elterncafe-an-der-osk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Elterncaf\u00e9 an der Offenen Schule K\u00f6ln<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Elterncaf\u00e9s werden oft als Ma\u00dfnahme empfohlen, damit Eltern Erfahrungen miteinander austauschen und mit der Schule in Kontakt treten k\u00f6nnen, z.B. von der <a href=\"https:\/\/www.kmk.org\/fileadmin\/veroeffentlichungen_beschluesse\/1996\/1996_10_25-Interkulturelle-Bildung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kultusministerkonferenz<\/a>. Aber was bedeutet das konkret, und warum sollten sich Eltern ein solches Angebot w\u00fcnschen? In der p\u00e4dagogischen Literatur und auch in einigen Interviews im isekim-Projekt tauchen\u00a0 \u201eElterncaf\u00e9\u201c und \u201eElternstammtisch\u201c als informelles Angebot von Eltern f\u00fcr Eltern auf, das je nach Zusammensetzung der Elternschaft in der Schule auftauchen und wieder verschwinden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Elterncaf\u00e9s werden aber auch von Schulen initiiert und durch p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte und Honorarkr\u00e4fte aus der Elternschaft unterst\u00fctzt, wenn sich Schulen dadurch bessere Kontakte vor allem mit zugewanderten Eltern erhoffen. So \u00e4u\u00dfert eine schulische Besch\u00e4ftigte der Duisburger Kooperationsschule im isekim-Interview, dass ein Elternfr\u00fchst\u00fcck oder Elterncaf\u00e9 als eine M\u00f6glichkeit gesehen wird, eine zentrale Frage zu l\u00f6sen: \u201eWie kriegen wir unsere Eltern hier eingebunden?\u201c Dabei scheinen regelm\u00e4\u00dfige, anlasslose Termine nur kleine Teile der Elternschaft anzusprechen, w\u00e4hrend ein Muttertagsfr\u00fchst\u00fcck mit kleinen Geschenken durch die Kinder die Mensa der Schule gef\u00fcllt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Angeregt durch das Duisburger Beispiel soll in der <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/210-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Oberschule Johannes Gutenberg in Dresden<\/a> eine andere Variante eines Elterncaf\u00e9s getestet werden. Elterngespr\u00e4che k\u00f6nnten sich k\u00fcnftig auf einen Tag im Monat konzentrieren, an dem die Sch\u00fcler*innenfirma ein Caf\u00e9-Angebot bereitstellt. Es geht also darum, dass Eltern sich in der Schule willkommen f\u00fchlen sollen und nicht auf dem Flur warten oder gleich nach einem Gespr\u00e4ch wieder gehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ein \u201ethematisches Elterncaf\u00e9\u201c wird in einer <a href=\"https:\/\/www.ufuq.de\/online-bibliothek\/perspektivwechsel-zusammenarbeit-zwischen-familie-und-schule-gestalten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><u>Projektbrosch\u00fcre aus Brandenburg<\/u><\/a> beschrieben: Eine Schule hat regelm\u00e4\u00dfig Vortr\u00e4ge zu erziehungsrelevanten Themen in t\u00fcrkischer Sprache angeboten, \u00fcber die im Anschluss bei Tee und Geb\u00e4ck gesprochen werden konnte. Dies habe auch Lehrkr\u00e4fte dazu bewogen, Elternabende umzugestalten und die Elternpartizipation von \u201et\u00fcrkeist\u00e4mmigen\u201c Eltern gest\u00e4rkt. Dass das immer so ist, bezweifelt die Erziehungswissenschaftlerin Ellen Kollender, die viel zur Elternpartizipation geforscht hat. Sie sieht die Gefahr, dass die Tendenz zur Zweiteilung der Elternschaft verst\u00e4rkt wird: \u201e\u2013 im (zugespitzten) Sinne von: Die \u203amigrantischen Eltern\u2039 spielen im Elterncaf\u00e9 Bingo, w\u00e4hrend die \u203adeutschen Eltern\u2039 \u00fcber die programmatische Entwicklung der Schule mitbestimmen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die zentrale Frage d\u00fcrfte sein: Sch\u00e4tzt die Schule die W\u00fcnsche und Bedarfe von M\u00fcttern, V\u00e4tern und anderen h\u00e4uslichen Kontaktpersonen der Schule richtig ein?<\/p>\n<p>Dita Vogel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-size: 10pt\"><em><span style=\"color: #120ddc\">Kollender, Ellen (2023):<\/span> Eltern in der Schule der Migrationsgesellschaft &#8211; eine rassismuskritische Perspektive. In: Georgi, Viola\u00a0B.\/Karakasoglu, Yasemin (Hrsg.): Allgemeinbildende Schulen in der Migrationsgesellschaft. Diversit\u00e4tssensible Ans\u00e4tze und Perspektiven. 1. Auflage. Stuttgart: Kohlhammer. S.\u00a098\u2013113, S. 106<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Bild: Elterncaf\u00e9 an der &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/2024\/08\/01\/blogbeitrag-nr-13-elterncafe-von-eltern-fuer-eltern-nur-fuer-bestimmte-gruppen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":14557,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[4,21],"tags":[],"class_list":["post-757","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-isekim","category-nicht-kategorisiert-ar"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/757","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14557"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=757"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/757\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":844,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/757\/revisions\/844"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=757"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=757"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/isekim\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=757"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}