{"id":7,"date":"2024-05-23T00:21:15","date_gmt":"2024-05-22T22:21:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/?p=7"},"modified":"2024-07-05T16:21:27","modified_gmt":"2024-07-05T14:21:27","slug":"inklusive-bildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/2024\/05\/23\/inklusive-bildung\/","title":{"rendered":"rv08-Inklusive Bildung"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Reflektieren Sie die Konsequenzen der Aussonderung von Sch\u00fcler:innen mit F\u00f6rderbedarf?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Aussonderung von Sch\u00fclern mit F\u00f6rderbedarf ist keine echte Inklusive. Dies gilt sowohl f\u00fcr F\u00f6rderschulen als auch f\u00fcr sogenannte inklusive Schulen, sondern auch die Aussonderung im Unterricht angeblich inklusive Schulen. Diese Praxis schadet nicht nur den betroffenen Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen, sondern auch Lehrkr\u00e4ften, Mitsch\u00fclern und Mitsch\u00fclerinnen sowie der Gesellschaft insgesamt. F\u00f6rderbed\u00fcrftige Kinder k\u00f6nnten sich weiterhin ausgegrenzt f\u00fchlen und keine engen Kontakte kn\u00fcpfen, die f\u00fcr ihre gesellschaftliche Integration wichtig w\u00e4ren. Mitsch\u00fcler sehen F\u00f6rderbedarf als was &#8222;Anderes&#8220;, was zu Stigmatisierung und auch potenziell verloren Freundschaften f\u00fchrt. Lehrkr\u00e4fte schieben die Verantwortung auf Sonderp\u00e4dagogen ab. Dadurch entsteht fehlerhafte anstatt echter Inklusion, die Vielfalt f\u00f6rdert (Wocken\/Feuser 1998; Greiner 2019).<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Information sind in der Diagnose &#8222;F\u00f6rderschwerpunkt Wahrnehmung &amp; Entwicklung&#8220; bzw. &#8222;F\u00f6rderschwerpunkt Lernen&#8220; enthalten? N\u00fctzt die Diagnose &#8222;Trisomie 21&#8220; Ihnen als Lehrer:in mehr? Welche Informationen ben\u00f6tigen Sie von einer Sch\u00fcler:in um Ihren Unterricht ggf. anzupassen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Diagnosen &#8222;F\u00f6rderschwerpunkt Wahrnehmung &amp; Entwicklung&#8220; und &#8222;F\u00f6rderschwerpunkt Lernen&#8220; umfassen verschiedene F\u00f6rderbedarfe in Sprache, Denken und Handeln. Der Intelligenzquotient kann ein Hinweis sein, ist aber nicht immer aussagekr\u00e4ftig. Menschen mit diesen F\u00f6rderschwerpunkten \u00a0lernen zieldifferente d.h., sie haben andere Lernziele als ihre Mitsch\u00fcler:innen. Im Gegensatz dazu steht das zielgleiche Lernen, bei dem alle dasselbe Ziel erreichen.<\/p>\n<p>F\u00fcr optimalen Unterricht ben\u00f6tige ich als Lehrkraft Informationen zum Lernstand, zu Interessen und F\u00e4higkeiten, medizinische oder famili\u00e4re Hinweise sowie Beobachtungen zum Verhalten. Besonders wichtig ist es, die Sch\u00fcler:innen pers\u00f6nlich kennenzulernen. Bei Trisomie 21 sind zus\u00e4tzliche Informationen zu kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen, gesundheitlichen Problemen, Sprachentwicklungsverz\u00f6gerungen und spezifischen sozialen Interaktionsmustern hilfreich (vgl. Institut f\u00fcr Bildungscoaching, 2023).Um den Unterricht optimal zu gestalten, ben\u00f6tige ich als Lehrkraft genaue Information zum F\u00f6rderbedarf, aktuellen Lernstand, gesundheitlichen Aspekten und der sozial-emotionalen Entwicklung sowie regelm\u00e4\u00dfigen Austausch mit den Eltern und F\u00f6rderpl\u00e4nen. Nur so kann ich den Unterricht passgenau auf die Bed\u00fcrfnisse der Sch\u00fcler:innen abstimmen und sie effektiv unterst\u00fctzen.<\/p>\n<ul>\n<li>Wie k\u00f6nnen Sie in ihrem Unterricht die Zug\u00e4nglichkeit und Anschaulichkeit von Medien\/Materialien verbessern? Welche Verb\u00fcndeten k\u00f6nnen sie dazu gewinnen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Indem ich meine Materialien zug\u00e4nglicher gestalte, optimiere ich sie f\u00fcr Sch\u00fcler:innen mit F\u00f6rderbedarf. Das bedeutet, weniger Text und mehr Bilder oder Abbildungen zu verwenden. Lustige Symbole k\u00f6nnen das Material auflockern. Die Kombination von Sprache und Visualisierung durch Videos oder Spiele erh\u00f6ht die Anschaulichkeit, Interesse und auch den Spa\u00df beim Lernen. Der Austausch mit anderen Lehrkr\u00e4ften hilft, Ideen und Ans\u00e4tze zu verbreiten und zu verbessern.<\/p>\n<ul>\n<li>W\u00e4hlen Sie eines der Lernvideos\/der Podcasts\/Interviews auf path2in.uni-bremen.de aus, schauen Sie es sich an und schreiben Sie kurz eine begr\u00fcndete Empfehlung f\u00fcr Ihre Kommiliton:innen, warum es sich ggf. lohnt sich das Video\/den Podcast\/den Text anzusehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich habe den Podcast &#8222;Leistungsbeurteilung und -bewertung&#8220; von Dr.Felix Winter geh\u00f6rt, der mich sofort angesprochen hat. Als Sch\u00fcler mit durchschnittlichen Noten war es interessant zu h\u00f6ren, wie die Lehrkr\u00e4fte Leistungen bewerten und ob sie dabei objektiv bleiben. Der circa 2-st\u00fcndige Podcast ist \u00e4u\u00dferst spannend und informativ, wodurch ich diesen Podcast empfehlen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p>Greiner, Ulrike (2019): Paradoxien eines inklusiven Bildungskonzepts.<\/p>\n<p>Hochstadt, Christiane; Olsen, Ralph (Hg.): Handbuch Deutschunterricht und Inklusion. Weinheim, Basel (Beltz), 47-61.<\/p>\n<p>Institution f\u00fcr Bildungscoaching (2023): &#8222;F\u00f6rderbedarf und F\u00f6rderschwerpunkt beim Thema Inklusion&#8220; unter Institut f\u00fcr Bildungscoaching.<\/p>\n<p>Podcast:<\/p>\n<p>Dr. Felix Winter, Frank J. M\u00fcller: Leistungsbeurteilung und -bewertung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reflektieren Sie die Konsequenzen der Aussonderung von Sch\u00fcler:innen mit F\u00f6rderbedarf? Die Aussonderung von Sch\u00fclern mit F\u00f6rderbedarf ist keine echte Inklusive. Dies gilt sowohl f\u00fcr F\u00f6rderschulen als auch f\u00fcr sogenannte inklusive Schulen, sondern auch die Aussonderung im Unterricht angeblich inklusive Schulen. Diese Praxis schadet nicht nur den betroffenen Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen, sondern auch Lehrkr\u00e4ften, Mitsch\u00fclern und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15482,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[2],"class_list":["post-7","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-rv08"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15482"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7\/revisions\/10"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}