{"id":13,"date":"2024-05-30T23:40:16","date_gmt":"2024-05-30T21:40:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/?p=13"},"modified":"2024-07-05T16:20:24","modified_gmt":"2024-07-05T14:20:24","slug":"rv09-chemie-kein-fach-fuer-alle-gesellschaftskritische-ansaetze-aus-der-chemiedidaktik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inan\/2024\/05\/30\/rv09-chemie-kein-fach-fuer-alle-gesellschaftskritische-ansaetze-aus-der-chemiedidaktik\/","title":{"rendered":"rv09 &#8211; Chemie &#8211; Kein Fach f\u00fcr alle? Gesellschaftskritische Ans\u00e4tze aus der Chemiedidaktik"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>Formulieren Sie basierend auf den Vorlesungsinhalten drei Thesen, die f\u00fcr Sie (!) einen modernen naturwissenschaftlichen Unterricht f\u00fcr alle ausmachen. Orientieren Sie sich gerne an den Grundannahmen von STL (Scientific and Technological Literacy for All), setzen Sie jedoch eigene Schwerpunkte.<\/li>\n<\/ol>\n<p>These 1: Ein zeitgem\u00e4\u00dfer naturwissenschaftlicher Unterricht sollte theoretisches Wissen so vermitteln, dass es f\u00fcr die Sch\u00fclerInnen lebensnah und praxisbezogen ist. Es ist entscheidend, aktuelle Themen wie den Klimawandel, erneuerbare Energien und Gesundheitsfragen in den Chemieunterricht einzubinden. Die Sch\u00fclerInnen sollten die M\u00f6glichkeit haben, sich ein Allgemeinwissen anzueignen, das auch au\u00dferhalb der Schule n\u00fctzlich ist, und sie sollten in der Lage sein, fundierte Entscheidungen zu wissenschaftlichen Themen im Alltag zu treffen (vgl. Belova, N., &amp; Eilks, I.:1234).<\/p>\n<p>These 2: Ein moderner Chemieunterricht sollte kritisches Denken f\u00f6rdern. Sch\u00fclerInnen sollten lernen, chemische Probleme zu analysieren, Hypothesen zu formulieren und Experimente durchzuf\u00fchren sowie die Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und in einen gr\u00f6\u00dferen wissenschaftlichen Kontext zu setzen.<\/p>\n<p>These 3: Ein moderner naturwissenschaftlicher Unterricht sollte inklusiv sein und individuelle Bed\u00fcrfnisse der Sch\u00fclerInnen ber\u00fccksichtigen. Differenzierte Lernangebote sollen den unterschiedlichen Lernvorraussetzungen und Interessen gerecht werden, um allen den Erwerb naturwissenschaftlicher Kompetenzen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>2. Reflektieren Sie auf Basis der Vorlesungsinhalte und des Grundlagentextes, inwieweit chemisches Wissen im Speziellen und naturwissenschaftliches Wissen im Allgemeinen aus ihrer Sicht als Teil des Allgemeinwissens (im Sinne einer &#8222;Scientific Literacy for All&#8220;) angesehen werden kann. Beziehen Sie hier auch ihre eigene Erfahrungen aus dem schulischen Chemieunterricht\/ihrem Alltag ein.<\/p>\n<p>Chemisches Wissen im Speziellen und naturwissenschaftliches Wissen im Allgemeinen sind meiner Meinung nach Teil des Allgemeinwissens, da sie grundlegende Alltagsvorg\u00e4nge wie Kochen oder Putzen gut erkl\u00e4ren. Aus meinen eigenen Erfahrungen im Chemieunterricht kann ich berichten, dass die Behandlung des Themas &#8222;Treibhausgaseffekt&#8220; mir sehr geholfen hat, den Klimawandel besser zu verstehen.<\/p>\n<p>3. Chemie gilt als eines der unbeliebtesten Schulf\u00e4cher. Benennen Sie stichpunktartig Ma\u00dfnahmen, die ihrer Meinung nach die Lernmotivation von Kindern und Jugendlichen aller Schulformen (!) f\u00fcr das Fach Chemie steigern k\u00f6nnen.<\/p>\n<ul>\n<li>Weniger Versuchsprotokolle, daf\u00fcr mehr Fokus auf deren Qualit\u00e4t durch bessere Unterst\u00fctzung beim Schreiben<\/li>\n<li>Bez\u00fcge zum Alltag herstellen, um den Unterricht weniger abstrakt zu gestalten<\/li>\n<li>Digitale Simulationen nutzen, um Prozesse anschaulich dazustellen<\/li>\n<li>Unterschiedliche Aufgaben mit variierenden Leistungsanforderungen, um alle Sch\u00fclerInnen gleicherma\u00dfen zu f\u00f6rdern (Hofstein, A. &amp; Kesner, M. 2006)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Literaturverzeichnis:<\/p>\n<ol>\n<li>Hofstein, A. &amp; Kesner, M. (2006). Industrial chemistry and school chemistry: making chemistry studies more relevant. International Journal of Science Education, 28(9), 1017-1039.<\/li>\n<li>Marks, R., Stuckey, M., Belova, N., &amp; Eilks, I. (2014). The societal dimension in german science education &#8211; from tradition towards selected cases and recent developments. Eurasia journal of mathematics, science and technology education, 10(4), 285-296.<\/li>\n<li>Belova, N., &amp; Eilks, I. (2016). German teachers views on promoting scientific media literacy by using advertising in the science classroom. International journal of science and mathematics education, 14(7), 1233-1254<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Formulieren Sie basierend auf den Vorlesungsinhalten drei Thesen, die f\u00fcr Sie (!) einen modernen naturwissenschaftlichen Unterricht f\u00fcr alle ausmachen. Orientieren Sie sich gerne an den Grundannahmen von STL (Scientific and Technological Literacy for All), setzen Sie jedoch eigene Schwerpunkte. 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